Thilo Stratemann und Karsten Meyerhoff sagen Tschüß

(3. April 2011) Wir, lieber Leserin, lieber Leser tingeln seit über 6 Jahren durch den Ortsbezirk 10 und seit 5 Jahren be- und verarbeiten wir das, was wir dabei gesehen und erlebt haben, in diesem Blog. Das war mal leicht, mal schwer, aber immer eine Menge Arbeit. Das werden Sie möglicherweise im Angesicht der kleinen Artikelchen nicht glauben, aber glauben Sie uns: In dieses Blog sind etliche Arbeitsstunden geflossen.
Nun war immer klar, daß der Besuch von Veranstaltungen und der anschließende Bericht einem politischen Ziel dient: Wir wollten als CDU-Vertreter vor Ort sein, wir wollten präsent und ansprechbar sein, um aus erster Hand zu erfahren, wo der Schuh drückt und wo wir helfen können. Am 27.03.2011 haben die Wähler im Ortsbezirk 10 und in Frankfurt diese Aktivitäten im Rahmen der Kommunlwahlen bewertet - das Resultat ist unter anderem auf der Webseite http://www.stadt-frankfurt.de/wahlen/ zu begutachten. Kurz gesagt ist das Ergebnis unmißverständlich - und es ist vernichtend. Wir beide wurden auf unseren jeweiligen Listen für den Ortsbeirat 10 und die Stadtverordnetenversammlung nach unten durchgereicht und Thilo Stratemann hat den Einzug in die Stadtverordnetenversammlung erneut nicht geschafft. Das läßt nur den einen Schluß zu: Aktuelle Themen aus den Nachrichten entscheiden offenbar auch die Kommunalwahlen und nicht die Arbeit vor Ort.
In den letzten Jahren haben wir viele Menschen in den nordöstlichen Stadtteilen kennengelernt. Häufig wurden aus Gesprächspartnern Bekannte und gar nicht so selten aus Bekannten Freunde. Diese Bekanntschaften und Freundschaften werden wir natürlich weiterhin pflegen. Der Besuch möglichst aller Veranstaltungen im Ortsbezirk 10 und dieses Blog (inklusive des Veranstaltungskalenders) werden wir jedoch ab sofort einstellen.
Allen Menschen, die dieses Blog bisher gelesen und uns Rückmeldung gegeben haben - egal ob positiv oder negativ - danken wir recht herzlich; alle die das Blog gerne gelesen haben, bitten wir um Verständnis.

Kommunalwahl 27. März 2011

Machen wir's kurz: Am 27. März dieses Jahres sind in Frankfurt Kommunalwahlen. Bitten gehen Sie unbedingt zu diesen Wahlen: Es werden die Ortsbeiräte und die Stadtverordnetenversammlung gewählt. Da stellen sich die Menschen zur Wahl, die sich um "Ihre" Bürgersteige, Einbahnstraßen, Schulen, Buslinien und Parkbänke kümmern wollen - um die Dinge, die bei Ihnen direkt vor der Haustür, in Ihrem Stadtteil passieren. Dafür brauchen alle Lokalpolitiker Ihre Unterstützung.
Die Autoren dieses Blogs bewerben sich ebenfalls um kommunalpolitische Ämter, Thilo Stratemann für die Stadtverordnetenversammlung (Platz 42 Stadtverordnetenliste CDU) und Dr. Karsten Meyerhoff für den Ortsbeirat 10 (Platz 2 Ortsbeiratsliste CDU). Bitte geben Sie uns am 27.03. jeweils drei Einzelstimmen, damit wir auch in Zukunft diese "Stadtteilzeitung" führen können. Wenn Sie mal "zur Probe" kumulieren und panaschieren wollen, dann können Sie das hier tun.

Sonntag, 23. Dezember 2007

Gesegnetes Weihnachtsfest und alles Gute im neuen Jahr!

(23.12.07) Ich bin erstaunt, wirklich und wahrhaftig: Ich bin erstaunt! Ich hätte nie gedacht, daß dieses kleine, unbedeutende Blog eine solche Resonanz finden würde. Etwas über ein Jahr lang führen wir es jetzt, um Rechenschaft abzulegen darüber, was wir so tun und wo wir uns rumtreiben und ich wundere mich immer wieder, aus welchen Ecken man auf dieses Blog angesprochen wird.
Wir bedanken uns jedenfalls ganz herzlich bei unseren Lesern: Wir wünschen Ihnen ein gesegnetes Weihnachtsfest und alles gute im neuen Jahr. Bleiben Sie gesund, bleiben Sie uns gewogen und schauen Sie mal wieder rein!

Sonntag, 16. Dezember 2007

Weihnachtsfeier der DJR

(16.12.07) Es gibt weihnachtsfeiern und es gibt WEIHNACHTSFEIERN und das was die DJR an diesem Sonntagnachmittag abzieht, gehört zweifelsohne zur zweiten Kategorie! Es beginnt alles damit, daß das sogenannte Zentrum am Bügel in Bonames förmlich vibriert: Überall geschäftiges Treiben, als Löwen geschminkte Kinder rennen herum, die Biene Maja hastet hinterher, die Helfer von Väterchen Frost telefonieren am Handy, Prinzen müssen noch mal dahin, wohin selbst der König zu Fuß geht und alles durchweht ein Hauch von froher Erwartung; wer befürchtet den Zauber der Weihnacht zu verlieren, der komme hierher und der schaue den Kindern zu!
Der Saal, der so seine 300 Menschen faßt, ist rappeldicke-voll, und pünktlich zu Beginn der Veranstaltung betritt doch tatsächlich der hessische Ministerpräsident Roland Koch mit seiner Gattin den Raum! Wieviele Vereine bei uns im Ortsbezirk schaffen es, dem Ministerpräsidenten einen Sonntagnachmittag abzutrotzen? Da lege sich jeder mal selber ehrlich Rechenschaft über seine Bedeutung ab ...
Natürlich spricht Roland Koch ein Grußwort, in dem er insbesondere den Integrationswillen der DJR und die gute Einbettung in die Gesellschaft lobt. Eine erkennbar erfreute - und nach eigenem Bekunden aufgeregte - Frau Nazarenus-Vetter, stellvertretende Bundesvorsitzende der DJR, merkt dann allerdings noch an, daß sich die DJR nicht nur sehr gerne an der Gestaltung der deutschen Gesellschaft beteiligen möchte, sondern sich auch als Bereicherung derselben versteht.
Wer das nachfolgende Programm miterleben darf, ist davon überzeugt, denn jetzt übernehmen die Kinder und Jugendlichen für etwa eine Stunde (sic!) die Bühne und lassen eine phantasievolle Choreographie von Tanznummern und Sprecheinlagen ablaufen, die in eine Märchenhandlung eingebettet sind. Die jungen Künstler sind in aufwendige Kostüme gekleidet und sie gehen ihrer Aufgabe wenn schon nicht mit heiligem, so doch mit großen Ernst nach. Standardtanz wechselt sich mit freiem Tanz ab, die Auftritte der guten Fee werden mit Sound- und Lichteffekten und Sternenstaub untermalt und alles wird mit einer großen Akribie und einem hohen Anspruch vorgetragen. Schritte sind synchron, Hände werden gestreckt, die Binnenkörperbewegungen ("Let's Dance"-Zuschauer wissen wovon ich rede) werden korrekt ausgeführt und die Texte sind - natürlich - auswendig gelernt.

Jeder, der Kindern dabei hilft, sich zu betätigen und auf verschiedenste Arten und Weisen kreativ zu sein, hat meinen hohen Respekt, nur gibt sich die DJR nicht damit zufrieden, Kinder nach dem olympischen Motto "nur mitlaufen" zu lassen, sondern man verlangt ihnen etwas ab, gibt sich nicht mit Mittelmäßigkeit zufrieden. Das hat zur Folge, daß die Kinder wahrhaft stolz sein können, wenn sie etwas erreicht haben.

Roland Koch
DJR Frankfurt

Samstag, 15. Dezember 2007

Weihnachtsplakatierung

(15.12.07) Es ist eine in Jahrhunderten gereifte Wahlkämpferweisheit, daß sich Menschen in der Zeit vor Weihnachten nicht gerne mit Wahlkämpfen beschäftigen - nicht daß sie zu anderen Zeiten enthusiastisch wären ...
Aber natürlich müssen die Weihnachtsplakate raus. Ich gestehe, daß ich mir Plakate mit etwas mehr Weihnachten und etwas weniger Wahlkampf gewünscht hätte. Aber es ist nun so, wie es ist und also gehen die Plakate raus. Ich bin gespannt wieviel Verlust und wieviel Zerstörung wir dieses Mal erleiden werden ...

Sonntag, 9. Dezember 2007

Weihnachtsfest für 4 Generationen

(09.12.07) Normalerweise findet man bei Vertriebenenverbänden unter den Besuchern fast nur die Generation der Großeltern. Bei der Landsmannschaft der Buchenlanddeutschen in Frankfurt ist das ganz anders. Hier feiern vier Generationen.
Das Buchenland war keine zusammenhängende Fläche, in der Deutsche siedelten. Hier gab es einzelne Deutsche Siedlungen bzw. Dörfer. In den Städten gab es einen großen Anteil an Deutschen Einwohnern. Daraus ergibt sich auch, daß die Landsmannschaft in Frankfurt vergleichsweise klein ist.
Durch die Einbindung der ganzen Familie kommen die Buchenlanddeutschen aber auf über 50 Besucher. Damit schaffen Sie den Sprung von der Erlebnisgeneration zur Bekenntnisgeneration.

Wikipedia Eintrag über das Buchenland

Weihnachtsfeier des TMCR

(09.12.07) Im Moment könnte der Tag 48 Stunden haben, insbesondere die Samstage und die Sonntage! Auf den heutigen Sonntag hatte der TMCR seine Weihnachtsfeier gelegt und das war Gott sei Danke eine sehr familiäre und nette Angelegenheit.
Ein wenig gestaunt habe ich darüber, daß meine Tischnachbarn Lust hatten, mit mir über Politik und gesellschaftliches Engagement zu sprechen! Man wagt es ja gar nicht mehr zu hoffen, daß mal jemand Lust hat, sich mit dem Gerede über die Politik den Feierabend zu versauen. Um so mehr habe ich es genossen über ALG I und Harz IV zu schwätzen, wenngleich ich nicht immer einer Meinung sein konnte mit meinen Gesprächspartnern.

TMCR

Weihnachtsmarkt am Frankfurter Berg

(08.12.07) Es ist schon stockdunkel, als wir am Frankfurter Berg, genauer gesagt an der Albert-Schweitzer-Schule, eintreffen, um uns den Weihnachtsmarkt dort anzusehen. Und der Markt ist überaus gut besucht! Wir hätten das, ehrlich gesagt, nicht so ohne weiteres erwartet, aber der Markt wuselt, es sind sehr viele Kinder da und die üblichen Verdächtigen (Allerheiligste Dreifaltigkeit, Bürgerverein, die Parteien, ...) haben die Stände gestaltet. Schön, wenn das Wetter einigermaßen mitspielt und das Engagement der vielen Freiwilligen so belohnt wird! Man steht beim Feuer und wärmt sich am Glühwein, die Eintracht hat wieder nur ein Unentschieden erreicht und den Sieg in den letzten Minuten verschenkt, das wird per Lautsprecherdurchsage bekannt gemacht, aber auch das vermag die gute Stimmung nur kurzfristig zu trüben.
Von unserem Ortsvorsteher, Robert Lange, höre ich später, daß die Albert-Schweitzer-Schule, auf dessen Schulhof die Veranstaltung stattfindet, offensichtlich aus allen Nähten platzt und eine Erweiterung der Klassenräume einerseits und eine Renovierung der Turnhalle andererseits braucht.

Weihnachtsfeier des VdK

(08.12.07) Zur Weihnachtsfeier des VdK Eckenheim im Sozialzentrum am Marbachweg finden wir uns ein wenig verspätet ein. In der besinnlichen Adventszeit muß man sich eben ranhalten, wenn man alle Weihnachtsfeiern besuchen möchte. So treffen wir dann eine Gesellschaft an, die in ihre Gespräche und ihren Kuchen vertieft ist. Der Saal ist zwar voll, aber eine gute halbe Stunde nach unserem Eintreffen machen sich die ersten schon wieder auf den Weg, es wird ja auch so früh dunkel dieser Tage.
Ich weiß, daß ist jetzt wieder ungerecht gegen die vielen Ehrenamtlichen, die natürlich wieder alle Kräfte aufgeboten haben, um anderen Menschen eine schöne Zeit zu bereiten. Aber ich kann nicht umhin zu denken, daß es zwei Dinge gibt, für die sich die Menschen noch begeistern können: Kaffee und Kuchen einerseits und die Abwesenheit von Inhalt andererseits. Wenn man die Säle füllen will, dann muß man einerseits Essen und Trinken bieten und darf um Gottes willen keine Themen und Inhalte diskutieren wollen. Ruhe und Gemütlichkeit sind das Gebot der Stunde. Wo wir als politische Parteien da noch Nischen finde, weiß ich nicht. Der VdK hat das offensichtlich begriffen und verinnerlicht und wird mit einem guten Besuch belohnt - und das gönne ich dem Verband, ganz ohne Ironie und Hintergedanken.

Weihnachtsfeier TV Preungesheim

(08.12.07) Schon von draußen hört man den Lärm, aufgeregte Kinder in verschiedenen Kostümen schießen an einem vorbei, Eltern rennen mit Requisiten oder einfach nur mit einem Taschentuch hinterher, kurz und gut: Es herrscht fröhliches Chaos. So hat denn der Vereinsvorsitzende, Klaus Böttger, seine liebe Mühe, mit seiner Begrüßung und seinen Moderationen durchzudringen, obwohl ihm ein Mikrophon und ein Verstärker zu Gebote steht! Im letzten Jahr, so habe ich grade festgestellt, war das offensichtlich auch mein beherrschender Eindruck (s. letztjähriger Blog-Eintrag). Nach meiner Beobachtung gibt es nicht so viele "große" Weihnachtsfeiern praktisch nur für Kinder, da finde ich es gut, daß der TV Preungesheim seine Tradition da aufrechterhält.

Eines allerdings ist mir aufgefallen: Zwischen den Wortbeiträgen, in denen sehr zu recht die ehrenamtliche Arbeit gelobt wird, werden Weihnachtslieder gespielt. Herr Böttgers anfangs munter, später flehentlich geäußerter Wunsch, es möge doch das Auditorium kräftig in die Lieder mit einfallen, verhallt ungehört, obgleich Noten und Texte ausliegen. Nun ja, es sind etliche Familien im Saale, die mutmaßlich einen Migrationshintergrund haben. Von denen wird man nicht erwarten können, daß sie deutsche Weihnachtslieder mitschmettern. Aber ich habe das Gefühl, daß es da bei den Eingeborenen auch nicht viel besser bestellt ist und Brauchtumspflege hat ja schon seit einigen Jahren eher den Beigeschmack von Spießertum. Na gut, ist "Stille Nacht" eben vom Aussterben bedroht, um das Lied ist es eh' nicht schade ...

TV Preungesheim

Samstag, 8. Dezember 2007

PISA-Studie vom Weihnachtsmann

(08.12.07) Die Weihnachtsfeier des Kleingartenvereins Eckenheim fand in einer angenehmen Atmosphäre statt.
In seiner kurzem Ansprache erzählte der Vorsitzende Helmut Belser von der Kinder-Weihnachtsfeier des Vereins, die vor kurzen stattgefunden hatte. Der Weihnachtsmann sagte ihm nach der Veranstaltung, daß kaum ein Kind noch irgendein Gedicht auswendig könne. Zugegebenermaßen ist dies keine neue Erkenntnis. Erwähnenswert ist die Reaktion von Herrn Belser. Er schlug vor, daß die Rute nächstes Jahr die Eltern der Kinder treffen solle, die keine Gedichte auswendig könnten. Wie leicht wäre es gewesen auf "die Kindergärten" oder "die Schulen" zu schimpfen. Aber Herr Belser hat Recht: In erster Linie sind die Eltern für die Erziehung ihrer Kinder verantwortlich und nicht "der Staat".
Gerne kommen wir nächstes Jahr wieder zur Weihnachtsfeier. Natürlich sind wir gespannt, ob die Kinder bei der Weihnachtsfeier 2008 Gedichte auswendig konnten ...und ob die Eltern bei der Feier anwesend waren ...und ob die Rute zum Einsatz kam, würden wir dann natürlich auch gerne wissen ;-)
Kleingartenverein Eckenheim

Weihnachtsfeier der CDU-Ortsbeiratsfraktion

(7.12.07) Wenn es wahr ist, daß das Gespräch der Rohstoff der Politik ist, dann war die gestrige Weihnachtsfeier der CDU-Fraktion im Ortsbeirat mit reichen Rohstoffvorkommen gesegnet. Außer den üblichen Verdächtigen waren nämlich einige Mitglieder erschienen, die man ansonsten nicht so häufig zu Gesicht bekommt und auch einige neue Mitglieder waren anwesend. Nach meiner Beobachtung waren alle diese während des ganzen Abends ins Gespräch vertieft und das ist das beste, was man sich für eine solche Veranstaltung wünschen kann.
Das Restaurant im Hotel an der Friedberger Warte hatte groß aufgefahren und selbst der Deutschlandchef des internationalen Bundes hatte es sich nicht nehmen lassen, persönlich in Kochmütze und -schürze zu erscheinen und ein paar salbungsvolle Worte zu sprechen.

Mittwoch, 5. Dezember 2007

Bürgeranhörung zum Bebauungsplan Nr. 859

(05.12.07) Worüber wird während einer Bürgeranhörung zum Thema "Bebauungsplan Nr. 859; frühzeitige Bürgerbeteiligung gemäß § 3(1) BauGB" gesprochen? Über den Bebauungsplan Nr. 859? Pah, Sie Anfänger, sie naiver! Man redet natürlich über die Dinge über die man sowieso immer schon mal reden wollte oder die einem grade so unter den Nägeln brennen. Wir als Vertreter des Ortsbeirats 10 waren ja eigentlich nur pro forma eingeladen, denn der Geltungsbereich des neuen Bebauungsplans liegt nur zu einem sehr kleinen Teil auf Bonameser Gemarkung, mit Masse betrifft der BPlan den OB 15. Und den erschienenen Vertretern dieses Ortsbeirates sowie einigen Bürgern schien ein Gelände außerhalb des BPlans 859 sehr viel wichtiger zu sein. Stein des Anstoßes ist ein Supermarkt, der nach dem Willen der Einen dort gebaut werden soll und nach dem Willen der Anderen eben nicht. Durch den gelegentlich vom Ortsvorsteher des OB 15 vorgebrachten Hinweis, es handele sich doch nun aber um ein Gelände das gar nicht Gegenstand der grade laufenden Bürgeranhörung sei, ließ sich niemand in die Irre führen: Fleißig wurde der Supermarkt weiterdiskutiert, der ja eigentlich gar nicht ... ich wiederhole mich.
Das wesentliche Ergebnis für den Ortsbezirk 10? Es bleibt alles beim Alten, der neue Bebauungsplan ersetzt - im wesentlichen inhaltsgleich - mehrere ältere Bebauungspläne. Lediglich große Supermärkte mit mehr als 800m² Bruttogeschoßfläche werden nicht mehr zugelassen. Und wieder ist ein Mittwochabend gerettet, an dem man ansonsten nichts mit sich anzufangen gewußt hätte.

Samstag, 1. Dezember 2007

Weihnachtsbasar der Krätscher

(01.12.07) Ehedem und vormals hatte der Weihnachtsbasar der Krätscher im Dornbusch stattgefunden, doch in diesem Jahr hatte man sich entschieden, den Ort des Geschehens an die Nazarethkirche in Eckenheim zu verlagern. Bei milden Temperaturen und Regen ist immer die Frage, ob weihnachtliche Artikel wirklich so gut gehen. Immerhin: Es gibt selbstgebastelte Adventsgestecke und das ist mehr, als man von den meisten Weihnachtsmärkten sagen kann.

Freitag, 30. November 2007

Offizielle Eröffnung der Kita Alkmenestraße

(30.11.07) Was soll man über die Eröffnung einer Kita eigentlich groß schreiben? Es rennen Dutzende von Kindern aufgeregt herum, alles sieht schön und neu und frisch aus, die Erwachsenen, die ausnahmeweise mal die zweite Geige spielen, sind aufgeräumter Stimmung, denn eine neue Kita, das ist uneingeschränkt und unzweideutig eine gute Sache - und das ist für viele Menschen offenbar eine nette Abwechslung zum normalen "einerseits - andererseits", "man muß aber auch bedenken" und "das kann man aber auch anders sehen".
Die Kinder jedenfalls führen zum Beginn ein kleines Theaterstück auf, in dem es um ein Pony geht, dem Äpfel gestohlen werden - sehr angemessen für eine Kita im Apfelviertel. Als der Erzähler davon berichtet, daß sich das Pony auf einem Kahn mit 10 Matrosen einschifft, ich aber nur 8 Matrosen zählen kann, raunt mir mein Nachbar zu, der Rest der Schiffsbesatzung sei wahrscheinlich outgesourced worden. Pfui, was für ein prosaischer Gedanke :-)
Nach dem Theater redet Frau Bürgermeisterin Ebeling und wenn man den steigenden Geräuschpegel im Raum als Indikator für den Gefallen nimmt, den die Anwesenden - in der Hauptsache Kinder - an dem Vortrag finden, dann hat ihnen das Theaterstück deutlich besser gefallen. Immerhin gibt Frau Ebeling noch das interessante Faktum zu Protokoll, daß die Kita in der Anschaffung 2,7 Millionen Euro gekostet hat und jedes Jahr weitere 500000 Euro im Unterhalt kosten wird. Wenn ich die Ausstattung des Gebäudes sehe, die sogar eine Kletterwand umfaßt, will ich es glauben ...

Kita Alkmenestraße

Hauptversammlung der CDU Frankfurt Nord-Ost

(29.11.07) So, das hier wird ein langweiliger Blog-Eintrag, zumindestens für die Nicht-CDU-Mitglieder, denn das hier ist eine Meldung in eigener Sache: Die gewesenen CDU-Stadtbezirksverbände Bonames, Eckenheim, Frankfurter Berg/Berkersheim und Preungesheim haben sich mit der gestrigen Hauptversammlung endgültig zum Stadtbezirksverband Frankfurt Nord-Ost zusammengeschlossen. Was hier so schlicht in einem Satz dasteht ist eine kleine Revolution, denn üblicherweise gilt natürlich, daß jeder Fürst sein Terretorium je entschlossener verteidigt, desto kleiner es ist. Und klein waren unsere Fürstentümer gewiss, so klein, daß der Haushofmeister auch gleichzeitig Kapellmeister und Müller sein mußte und alle wären fast von dieser Last der vielen Aufgaben erdrückt worden. Gott sei Dank haben aber in den letzten Jahren einige Leute in allen beteiligten Verbänden zu einer vertrauensvollen Zusammenarbeit gefunden, ohne die schon in den letzten Jahren manches nicht mehr zu bewerkstelligen gewesen wäre. Das ganze Projekt war von großer Harmonie und Geräuschlosigkeit geprägt, die Ergebnisse für die Vorstandswahlen waren zu weiten Teilen von einer Qualität, die selbst dem alten Stalin das Wasser in die Augen hätte treten lassen - vor Rührung.
Nachdem wir den Entschluß zum Zusammenschluß verkündet hatten, war allenthalben der Jubel groß und der Gratulationen waren es viele, aber zu unserer Hauptversammlung hat sich dann doch niemand getraut. Da werden doch wohl einige nicht gedacht haben: "Brüder seid nicht feige, laßt mich hinter den Baum!"? Nun, ich denke nachdem die Frist für Anfechtungen verstrichen sein wird, wird der eine oder der andere schon wieder hinter dem Baum hervortreten ...

Sonntag, 18. November 2007

Eröffnungssitzung

(17.11.07) Die Kampagne ist kurz, sehr kurz, und so passiert dann, was passieren muß: Zwei Eröffnungssitzungen an einem Abend. Nachdem wir bei den Fidelen Eckenheimern schon waren (s.u.) sind wir selbstverständlich auch noch zu den Krätschern gegangen. Dort wird man schließlich immer besonders herzlich empfangen. In diesem Fall übernimmt das der Ministerpräsident Jürgen Körber. "Besser spät als nie!" sagt er und begrüßt den Herrn Dr. Karsten Meyerhoff und seinen Freund, dessen Name ihm just entfallen sei.
Jetzt kann man sich ja an den fünf Fingern abzählen, was den Rest des Abends abläuft: Von jedem zweiten im Saal werden wir mit breitem Grinsen angesprochen: Man habe gar nicht gewußt, daß wir zwei eine eingetragene Lebenspartnerschaft unterhielten. Nun gut, any promotion is good promotion so sagt man ...
Ansonsten kann man nur mal wieder sagen, daß die Atmosphäre bei den Krätschern immer angenehm, familiär und freundlich ist und das nette Leute anwesend sind, mit denen man immer ein interessantes Gespräch führen kann.
Das Thema "Rauchen" wird natürlich auch hier heftig diskutiert, insbesondere von den Rauchern, die sich vor der Tür mit hochgezogenen Schultern um den matten Schein eines Heizstrahlers versammelt haben und die deutsche Gründlichkeit verfluchen, die nun aber überhaupt kein Schlupfloch mehr lasse. Wenn ich ehrlich bin, kann ich diese Härte aber nur gegen die sehr viel bessere Luft im Saal wägen und zu dem Schluß kommen, daß die Maßnahme unter'm Strich richtig ist.

Krätscher

CDU-Kreisparteitag

(17.11.07) Die FAZ-Sonntagszeitung - immer das Beste am Sonntagmorgen, wie ich finde! - ist ein wenig schneller als wir und berichtet bereits vom Kreisparteitag der CDU, daß er im Casino der Stadtwerke stattgefunden habe, daß der scheidende Kreisvorsitzende sich Impulse wünscht, die in die Partei hineinführen, und der designierte, neue Kreisvorsitzende sich eine kreative Unruhe in der Partei wünsche.
Ein Arbeitsparteitag solle es werden, hatte Udo Corts noch gesagt und ohne daß es, wie bei einem Kreisparteitag üblich, Entscheidungen zu treffen gegeben hätte, war das wohl auch die einzig mögliche Firmierung. So gab es dann am Vormittag, der Parteitag begann um 10:00 Uhr, etliche Vorträge. Es wurden auch die Landtagskandidaten erneut vorgestellt. Daß da unsere Kandidatin, Gudrun Osterburg, nicht dabei sein konnte, weil sie zeitgleich anläßlich des Bundesparteitages der OMV in den Vorstand gewählt werden wollte (und auch das auch erreicht hat), fand ich schade. Die Regie des Kreisparteitages hätte darauf Rücksichte nehmen sollen, wie ich finde.
Nach der zum Mittag gereichten Kartoffelsuppe, die nach dem mehrfach geäußerten Wunsche des Tagespräsidiums schnell verspeist werden sollte, konnte dann am Nachmittag starke 45 Minuten lang in einigen Arbeitskreisen gearbeitet werden. Da war jeder aufgefordert, seine Meinung zu solchen Themen wie "Integration" oder "Wirtschafts- und Finanzmetropole" zu sagen. Um 15:00 Uhr war der Spaß dann vorbei.

Gudrun Osterburg

Samstag, 17. November 2007

Jetzt geht's los

(17.11.07) Heute abend sind wir zum ersten Mal in der Situation, daß zwei Karnevalsvereine uns eingeladen haben und wir an einem Abend zwei Sitzungen besuchen.
Die Fidelen Eckenheimer eröffneten die Karnevalsaison mit einer Sitzung im Saalbau Nidda. Die Veranstaltung war sehr gut besucht. In guter Erinnerung bleibt mir die Büttenrede des "Dr. Faust" und die Vereidigung des Elferrats in der Rekordzeit von 38 Sekunden.
Leider war durch das Programm ohne Pausen und die laute Musik keine Kommunikation mit den Sitznachbarn möglich. Schade.
Wie bei fast allen anderen Vereinen kam es auch hier wieder zu Diskussionen über das Rauchverbot im Gebäude. Der Sitzungspräsident hat am Anfang der Veranstaltung versprochen extra Raucherpausen in das Programm einzubauen. Nun bin ich Nichtraucher und weiß nicht wie häufig eine solche Pause "notwendig" ist. Aber ich kann mir vorstellen, daß sich der ein oder andere Raucher nach einer Stunde ohne Raucherpause ganz ohne Programmpunkt auf den Weg nach drausen gemacht hat, um dort zu rauchen. Wir mußten nach etwa 1,5 Stunden gehen, um zu den Krätschern zu fahren. Bis daher hatte noch keine offizielle Raucherpause stattgefunden.

Fidele Eckenheimer

Sonntag, 11. November 2007

Martinskaffee

(11.11.07) Sonntag, 9:00 Uhr: Aufbau Martinskaffee. Ich denke, ich bin mal lieber pünktlich, wer weiß was noch kommt. Die Organisation des Martinskaffees ist ja immer so ein Hasardspiel an der Grenze des Scheiterns. Aber als ich eintrudele, sind schon etliche Helfer am wuseln und die Hälfte der Tische und Stühle steht bereits. Überhaupt sind viele helfenden Hände da und das ist auch gut so, denn so manchen organisatorischen Beinahe-GAU gilt es mit Einsatz von viel man power zu verhindern - hhmm, ja, eigentlich women power, denn es sind ja die Damen der CDU Eckenheim, die den Laden schmeißen. Aber schließlich wird alles gut - wie immer. Und schließlich ist der Saal schön geschmückt - wie immer. Und schließlich kommen die Gäste und finden ein adrettes Arrangement vor - wie immer.

Getanzt haben Garden der Krätscher und Formationen der DJR - und ich glaube die letzteren haben sich sehr viele Freunde gemacht und sehr viele Bewunderer gefunden, denn die Tanzdarbietungen waren sehr stark: Teilweise freie Tänze, teilweise Turniertanz, aber alles mit hoher Perfektion vorgetragen.
Natürlich wird immer auch Politik gemacht während solcher Veranstaltungen, kleine Politik, aber immerhin. Schließlich sind ja unsere Bundestagsabgeordnete, Frau Erika Steinbach, und unsere Landtagsabgeordnete, Frau Osterburg, anwesend - noch mal women power.

DJR
Krätscher

Ausgrabung der Fastnacht beim TMCR

(11.11.07) Die erste Veranstaltung, von der wir auch schon im letzten Jahr berichtet haben (vgl. Blog-Eintrag)! Wat lernt uns dat? Unser Blog ist ein Jahr alt geworden! Ich sag's ehrlich: Als wir damals angefangen haben, habe ich nicht geglaubt, daß das außer uns selbst noch irgendjemanden interessiert. Nun ist es nicht so, daß Google wegen uns die Serverkapazitäten hat ausbauen müssen, aber es gibt offenbar einen konstanten Leserkreis, der immer mal wieder reinschaut und gelegentlich auch Beiträge kommentiert - dafür vielen Dank!
Jetzt aber zum TMCR und der Ausgrabung der Fastnacht, repräsentiert durch den Gott Jokus. Natürlich hat's geregnet was nur runter wollte, gnau wie im letzten Jahr. Das hindert aber natürlich niemanden daran, die Musikinstrumente zu bedienen und feste zu musizieren. In der Eidesformel, die der Vereinsvorsitzende vorliest, fällt mir eine Passage auf, von der ich nicht weiß, ob sie schon immer so gesprochen wurde: "Gelobt sei der Narr, der ohne Alkohol so närrisch ist, wie mit." Das finde ich sehr gut, grenzt diese Formel doch das, was die Fasnacht sein sollte gegen das ab, was sie leider eben manchmal auch ist!
Ansonsten ist zu berichten davon, daß die Veranstaltung schön bunt ist: Etliche Besucher und Mitwirkende sind phantasievoll kostümiert und neben den unifomierten Musikern des TMCR ist ein zweites Musikchor anwesend, deren Uniformen mich ehrlich gesagt so ein wenig an Landsknechte aus dem 30-jährigen Krieg erinnern. Da der aber schon 1648 ein Ende gefunden hat, sind die Uniformen denn doch nett anzusehen und recht dekorativ.
Wir müssen leider nach dem Sprechen der Eidesformel schon wieder weg, denn der Martinskaffee will ja noch weiter vorbereitet sein (siehe oben).

TMCR

Sonntag, 4. November 2007

Integratives Spiel- und Sportfest des TSV Bonames

(04.11.07) Wir wußten über das integrative Spiel- und Sportfest des TSV Bonames nichts, außer, daß man uns angelegentlich eines anderen Termins bei dem Verein darauf hingewiesen und uns eingeladen hatte (s. Blog-Eintrag). Das war ein Fehler, diese Veranstaltung nicht gekannt zu haben, denn bereits kurz nach dem offiziellen Beginn der Veranstaltung war die Halle voll - und wer die Kalbacher Halle kennt, weiß, daß die nicht eben klein ist! Überall wuseln Kinder herum, alle Sport-, Spiel- und Spaßstation sind voll besetzt, die behinderten Kinder immer mittendrin. Wenn der Geräuschpegel ein Indikator dafür ist, wie gut es den Kindern und Jugendlichen gefällt, dann muß die Veranstaltung unglaublich gut ankommen! Es ist ja immerhin auch schon die 16. ihrer Art und das spricht sicher für die Qualität.



Von einem Vereinsvertreter werden wir mit den Worten begrüßt, daß sei ein Fest für die Kinder aber Politiker dürften schon auch mal vorbeischauen, da sei man tolerant. Wir schauen uns an und denken beide: Eigenwillige Interpretation des Ausdrucks "Integratives Fest".
Aber immerhin erscheinen auch noch Frau Birkenfeld (Sozialdezernentin) und Herr Becker (Kämmerer). Ich denke mal, gegen die Unterstützung dieser beiden wird der Verein nichts haben, auch und weil die beiden Politiker sind. Wenngleich unheimlich viel ehrenamtliche Arbeit investiert wurde, gibt es ja immer ein paar Dinge, die auch mit Geld bezahlt werden wollen ...

TSV Bonames

Senatsabend beim TMCR

(03.11.07) Der Senatsabend dient bei Karnevalsvereinen nicht nur dazu, die Senatoren, Ehrensenatoren, Ehrensenatoren mit Eichenlaub und Schwertern, Senatspräsidenten und sonstigen Würdenträger einzuladen und langsam aber sicher mit der Kampagne zu beginnen, sondern auch dazu, neue Senatoren, Ehrensenatoren, ... zu ernennen.
Da nun der TMCR ohnedies, wie es ein Gast einmal auszudrücken beliebte, fast mehr Senatoren als Mitglieder habe, kam es auf ein paar mehr oder weniger nicht an. Die Geehrten bauen sich artig auf der Bühne auf und bedanken sich mit gesetzten Worten für die neuerworbene Würde. Als allerdings die Reihe an den Verkehrsdzernenten Lutz Sikorsky kommt, beweist der, daß man ihm zu recht eine spitze Zunge und große Schlagfertigkeit nachsagt: Vor einem Jahr sei er von einer Frau Roth in den Magistrat berufen worden, heute ernenne ihn ein Herr Roth zum Senator, woran man erkennen könne, daß eine Steigerung immer noch möglich sei - wohlwollendes Gelächter im Saal - Abgang. Verkehrte Welt: Ein Dezernent von den Grünen wird von einer zutiefst bürgerlichen Institution umarmt und beweist dabei auch noch Witz ...

Eines muß noch gesagt sein: Der große Saal des Hauses Ronneburg ist nicht ganz voll - na gut: er ist ziemlich leer - die Tische stehen auch recht großzügig. Bei allem Respekt vor den Leistungen und dem Einsatzwillen der Einzelnen ist doch die Frage zu stellen, ob das kleine Eckenheim auf die Dauer drei Karnevalsvereine "ernähren" kann.

Samstag, 3. November 2007

Sinnlose Sachbeschädigung

(03.11.07) Soll ich in diesem BLOG etwas darüber schreiben?
Es ist eigentlich nichts besonderes: Im sogenannten "Roten Block" - der direkten Nachbarschaft des Hauses der Heimat - ist Sachbeschädigung an der Tagesordnung. Heute wurden ein Schild vom Tor abgerissen (siehe Photo), Mülltonnen, Straßen und Wege mit Graffiti beschmiert. Es handelt sich weder um Bilder noch um Texte. Vielleicht haben die Verursacher im Kunst- und Deutschunterricht gefehlt...
Nein, ich wollte nicht polemisch werden. Aber kann man über so etwas neutral und sachlich schreiben?

Haus der Heimat

Ein Problem gelöst

(3.11.07) Es ist bekannt, daß auf kommunaler Ebene nicht über die Außenpolitik mit China oder über die Wirtschaftsbeziehungen zu Indien entschieden wird. Häufig werden Kommunalpolitiker belächtelt, weil sie sich nur um sogenannten Kleinkram kümmern. Meistens wird dabei vergessen, daß der Standort einer Bushaltestelle, die Tempo-30-Zone vor der Haustür und ähnliches jeden Bürger viel mehr betreffen als die große Politik über die man Abends in den Nachrichten informiert wird.
So wurden wir vor einiger Zeit von Helmut Belser (Vorsitzender des Kleingartenvereins Eckenheim) informiert, daß die Stützmauer zu einem brachliegenden Grundstück bröckelt und der Eigentümer seiner Verkehrssicherungspflicht nicht nachkommt. Auf den ersten Blick ist alles klar: Es handelt sich um den einzigen Weg zu 12 Kleingärten. Das Nachbargrundstück ist bis zu 1,5 Meter höher als das Grundstück des Vereins. Die Mauer muß vom Nachbarn in Ordnung gebracht werden.
Ganz so einfach ist es aber nicht. Das Nachbargrundstück gehört dem Bundesamt für Immobilien (BfI) und die Ämter der Stadt Frankfurt können eine Bundesbehörde nicht anweisen ihrer Verkehrssicherungspflicht nachzukommen. Da das Grundstück hinter dem neu entstanden Katastrophenschutzzentrum der Frankfurter Berufsfeuerwehr verkauft werden soll, wollte das BfI vermutlich kein Geld mehr in die Hand nehmen. (Motto: Soll doch der neue Eigentümer sich drum kümmern.)
In dieser Situation, wo Anrufe oder Schreiben an das BfI keine Löung brachten, waren wir dankbar, daß sich unsere Bundestagsabgeordnete Frau Erika Steinbach bereit erklärte dieser Sache anzunehmen. Und ... fast wie ein Wunder ... erklärte sich nach wenigen Wochen das BfI - laut Schreiben des Finanzministeriums - bereit die Mauer reparieren zu lassen. Mitte Dezember sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Problem gelöst!

Kleingartenverein Eckenheim

Diashow des Budapest-Besuchs

(02.11.07) Wie bereits berichtet, war ja Ende September eine Gruppe von Bürgern aus dem Ortsbezirk 10 zu Besuch in Budapest um die Stadtteilpartnerschaft mit dem XX. Bezirk dort zu pflegen (s.a. Blog-Eintrag dazu). Der Besuch war rundherum gelungen, wir wurden mit großer Herzlichkeit behandelt und allen Beteiligten hat es offenbar sehr gut gefallen - was seinen Niederschlag nicht zuletzt in der sehr großen Zahl von Photos gefunden hat, die alle Mitreisenden geschossen hatten.
Alle diese Photos hatte nun der Ortsbeiratkollege Helmut Barth gesammelt und zu einer Diashow zusammengestellt, um sie der geneigten Öffentlichkeit vorzustellen: Es sei ihm Ehre und Preis dafür! Nun sind wir alle keine Profiphotographen und so war es wohl auch ein Akt der Gnade und des Wohlwollens, daß Herr Barth die Show recht rasant geschnitten hat.
Nach der Diashow, die offenkundig auch für einige Bürger, die nicht mit dabei sein konnten, interessant war, wurde ein wenig staatstragend über den Wert der Völkerverständigung gesprochen und darüber wie herzlich der Empfang durch die ungarischen Freunden doch gewesen sei (was absolut richtig ist!), wie herzlich wir empfangen wurden, daß der Empfang in Ungarn sehr herzlich gewesen sei und daß man sich nicht vorstellen könne, wie herzlich die Ungarn uns empfangen hätten. Als dann noch Teilnehmer einer früheren Reise nach Ungarn anfingen, von dem zu erzählen, was sie damals alles gemacht hätten und eine Art Wettstreit entstand, welche Reise denn wohl die schönere und bedeutsamere gewesen sei ("Aber ich kann länger als Sie ...""), schienen einige Anwesenden sich doch eher für das Schnitzel zu interessieren, daß sie im Anschluß zu verpeisen gedachten, als für den weiteren Verlauf der Debatte.

Sonntag, 28. Oktober 2007

Kunstausstellung des Bürgervereins Frankfurter Berg

(28.10.07) Einigermaßen regelmäßig mag der Bürgerverein Frankfurter Berg zwar wohl den Hobby-Künstler des Stadtteils eine Plattform bieten, aber häufig tut er das nicht: Die letzte dieser Ausstellung habe von 17 Jahren stattgefunden, so erfahren wir. Nun war es aber mal wieder so weit und so haben sich dann 20 Kreativschaffende vom Frankfurter Berg im Bürgerhaus an der Sonnentaustraße eingefunden und stellen in zwei großen Räumen ihre Werke aus. Die Palette der ausgestellten Kunst reicht von der mehr oder minder schön beklebten Papiertaschentuchpackung über Adventskalender aus Klopapierrollen bis zu Gemälden in so verschiedenen Techniken wie Öl und Airbrush. Auch Photos sind vertreten: Mich verblüfft insbesondere ein stark vergrößertes Digitalphoto, auf dem außer braun-schwarzen Kompressionsartefakten und einem weißen Fleck nichts zu sehen ist. Na ja, Kunst ist ja schon seit geraumer Zeit alles, was irgendeiner dazu erklärt, also bin ich wahrscheinlich der Depp, dem die Signifikanz des Werkes entgeht ...
Ich hatte gedacht, daß es ein Wagnis sei, die Ausstellung zwei Tage lang andauern zu lassen, aber der Füllungsgrad der Ausstellung hat mich eines besseren belehrt. Der Frankfurter Berg ist auf den Beinen, die Räume sind voll, man lacht und scherzt und begrüßt alte Bekannte: Schön, daß sich das Engagement des Bürgervereins so bezahlt macht!

Sonntag, 21. Oktober 2007

Geschichtsstunde in Bonames

(21.10.07) Was passiert eigentlich, wenn man offiziell als CDU-Vertreter das Heimat- und Geschichtsmuseum in Bonames besucht? Diese Frage habe ich mir auf dem Weg nach Bonames gestellt und mir gedacht: Laß Dich einfach überraschen.
Um die Frage vorweg zu beantworten: Ich wurde vom 2. Vorsitzenden, Wilhelm Fay, durch das Museum geführt und natürlich wurde am Rande immer wieder über Kommunalpolitik gesprochen.
Das Museum ist eine Mischung aus Gegenständen der Vergangenheim (z.B. Möbel, landwirtschaftliche Maschinen, alte Haushaltsgeräte) ohne ausschließlichem Bezug zu Bonames und Texten sowie Photos, die die Geschichte von Bonames dokumentieren.
Durch die kurzen Öffnungszeiten (Sonntags, 14:00 - 16:00 Uhr) ist das Museum relativ schlecht zugänglich. An diesem Sonntag scheine ich der einzige Besucher zu sein. Die Frage ist - wie immer - würden mehr Besucher kommen, wenn das Museum häufiger und länger geöffnet wäre? Vielleicht könnte man mal darüber nachdenken die Ausstellung zu verkleinern und diese dann in den Fluren des benachbarten Saalbau Nidda zu zeigen. Auf diese Weise würden viel mehr Bürger die Exponate sehen können.

10 Jahre Rußlanddeutsche Heimatgruppe

(20.10.07) Vor 10 Jahren hat die Rußlanddeutsche Heimatgruppe unter Leitung von Frau Anna Beliakina mit ihren Veranstaltungen im Palais Jalta angefangen. Seit nunmehr 7 Jahren finden die Veranstaltungen, die sich hauptsächlich mit der Kultur aus dem GUS-Raum beschäftigen, im Haus der Heimat in der Porthstraße 10 statt.
Ich habe mich über die Einladung zu dieser Veranstaltung sehr gefreut. Als Vorsitzender des Hauses der Heimat habe ich mit Frau Beliakina schon häufig die organisatorischen Details zu ihren Veranstaltungen geklärt. Selten hatte ich die Zeit dann die Veranstaltung zu besuchen.
Heute sollte alles anders sein. Ich wollte als ganz normaler Gast die Veranstaltung besuchen. Aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt... An diesem Abend war das Haus mit Besuchern aus ganz Deutschland gefüllt. Da keiner mit so vielen Besuchern gerechnet hatte, waren weitere Stühle notwendig, u.s.w. ...
Mit anderen Worten: An diesem Abend habe ich wieder bei der Organisation im Hintergrund geholfen und nur wenig von der Veranstaltung mitbekommen. Aber die Gruppe trifft sich bekanntlich einmal im Monat im Haus der Heimat und die nächste Veranstaltung ist bestimmt auch einen Besuch Wert.
www.hausderheimat.de
www.frankfurt.bards.de

Rassige Hennen und stolze Hähne

(20.10.07) Unter dem Motto "Rassige Hennen & Stolze Hähne = Prämierte Hühner" stand die Ausstellung des Geflügelzuchtvereins Frankfurter Berg. Die Preisrichter hatten am Vortag die Enten, Tauben und Hühner bewertet. Heute konnten sich die Besucher die Tiere anschauen und sehen welche Tiere (bzw .deren Züchter) einen Preis gewonnen haben.
Die Vorsitzende, Sabine Schuldt, führte mich über das Vereinsgelände. Ich dache immer 10 Farmen ist klein. Aber bei etwa 400m² je Farm verfügt der Verein schon über eine relativ große Fläche. Außerdem habe ich heute gelernt, daß auch die großen Geflügelzuchtvereine in Frankfurt kaum mehr als 30 Farmen haben.
Ich war überrascht wie viele helfende Hände anwesend waren. Es zeigt sich immer wieder, daß in relativ kleinen Vereinen ein hoher Anteil engagierte Mitglieder vorhanden ist. Und da im Moment eine Farm zu vergeben ist, kann jetzt sogar eine weitere Person dieses Team verstärken. ;-)

Sonntag, 7. Oktober 2007

Weinfest Bonames

(06.10.07) Wie berichtet man "gerecht" von einer Veranstaltung, bei der der persönliche Geschmack und die Wertschätzung, die man empfindet, so weit auseinander gehen, wie beim Bonameser Weinfest? Ich fürchte, man kann sich nur in die Nesseln setzen, und das tue ich dann jetzt mal. Das Bonameser Weinfest wird vom Chor der katholischen Gemeinde organisiert und findet im Oktogon der katholischen Kirche statt, einem Raum, der für mein Empfinden wegen der Form und dem Sicherheitsnetz immer ein wenig an ein Zirkuszelt erinnert. Der ganze Raum ist mit Girlanden, herbstlich gefärbten Blättern und Kastanien recht nett herbstlich eingerichtet. An einer Art vergrößertem Casio-Taschenrechner steht ein Alleinunterhalter, der das Publikum mit "Jetzt aber mal alle hier!"-Sprüchen und Stimmungshits auf Drehzahl zu bringen versucht. Das ist natürlich so laut, daß man sich auch mit seinem unmittelbaren Nachbarn nur schreiend verständigen kann - und es dann deshalb auch bald sein läßt. Das finde ich sehr schade, denn wir sind eigentlich zum Reden gekommen ...
Immerhin erfahre ich von einer Dame, die sich offenbar mit der Dramaturgie des Abends auskennt, daß zunächst die JUG auftritt und dann die AUG: Die junge Unterhaltungsgruppe und die alte Unterhaltungsgruppe. Wie ungerecht das auch immer sein mag, aber für mich hört sich das so an, als solle hier die Unterhaltung ordnungsgemäß durchgeführt werden. Dann öffnet sich der Vorhang und die junge Unterhaltungsgruppe betritt die Bühne: Man gibt Schlager aus den 70-ern ("Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben", "Ein Bett im Kornfeld", ...) im Karaoke-Verfahren, die durch mehr oder minder launige Zwischenmoderationen miteinander verbunden werden. Zur Halbzeit der Präsentation wird die Discokugel eingeschaltet.
Ich persönlich kann mit dieser Musik nichts anfangen und mir fährt jeder falsche Ton ins Rückenmark: Hier stehe ich, ich kann nicht anders.
Und das tut mir leid. Das ist keine Floskel, denn ich sehe, daß es dem Publikum gefällt, daß die Akteure offenbar einen Riesenspaß haben und ich nehme zur Kenntnis, daß es die Gruppe, in wechselnden Besetzungen natürlich, schon 25 Jahre gibt. Davor und vor der integrativen Kraft dessen habe ich einen Heidenrespekt - mmhhm, ob das der katholischen Kirche Recht ist? Wie auch immer, ich kann mir vorstellen, wie lange die JUG an der ganzen Sache geprobt hat und wieviele Leute wieviel Freizeit dort investiert haben, statt sich nach Feierabend nur durch irgendetwas berieseln zu lassen. Davor ziehe ich den Hut und ich komme nächstes Jahr wieder - wenn ich dann kein Lokalverbot habe ... ;-)

Katholische Gemeinde in Bonames

Abend der Religionsstifter

(06.10.07) Die Ahmadiyya-Gemeinde in Bonames hatte zum Abend der Religionsstifter gerufen, und alle, alle waren - fortgeblieben. Im großen Saal des Hauses Nidda sollten nach dem Willen der reformislamischen Gemeinde Vertreter verschiedener Weltreligionen ihren Glauben vorstellen und miteinander und mit dem Publikum diskutieren. Aus welchen Gründen auch immer beschränkte man sich dann allerdings darauf, die geladenen Gäste jeweils ein etwa 20-minütiges Referat halten lassen. Das kommentierte der Vorsitzende der Ahmadiyya-Gemeinde dann abschließend unfreiwillig komisch aber durchaus nicht ganz unwahr mit den Worten: "Ich bedanke mich bei den Referenten, die ihre Reden mühevoll vorgetragen haben." Die als Vertreterin des Hinduismus eingeladene Dame verschwand nach einer Stunde kommentarlos, der Vertreter des Buddhismus war gar nicht erst erschienen und die Vertreterin des Judentums ließ durch einen Brief wissen, man wolle ja jederzeit gerne mit den anderen Religionen diskutieren, nur eben am Sabbat nicht - das hätte man wissen können, meine ich. Darüber hinaus ist es natürlich ein Ding der Unmöglichkeit, eine Religion in 20 Minuten vorzustellen, insbesondere wenn dazu Menschen einlädt, die nicht sehr eloquent sind (vom Vertreter der Ahmadiyya-Gemeinde einmal abgesehen) und die es offenkundig nicht gewohnt sind, vor Publikum über ihre Überzeugungen Auskunft zu geben.
So bleibt nur festzustellen, daß "gut gemeint" und "gut gemacht" zwei verschiedene Dinge sind. Bei aller Begeisterung für die Initiative an sich, hätte man sich vielleicht doch mal z.B. bei den Organisatoren des christlich oder jüdisch motivierten interreligiösen Dialogs Anregungen holen sollen, wie man so eine Veranstaltung aufzieht, die machen das nämlich schon so das eine oder andere Jahr.

Mittwoch, 3. Oktober 2007

Tag der Einheit

(3.10..07) Es stimmt zwar, daß Fechenheim nicht im Ortsbezirk 10 liegt, aber am 3.10. - am Tag der Deutschen Einheit - sollte in diesem BLOG auch etwas zu unserem Nationalfeiertag stehen. Dem CDU-Stadtbezirksverband Frankfurt-Fechenheim kommt das Verdienst zu, daß er seit der Wiedervereinigung jedes Jahr eine Feierstunde zum 3.10. veranstalten.
Diese Jahr wurde die Festrede von Wissenschaftsminister Udo Corts gehalten. Dieser überraschte die Zuhörer mit ganz persönlichen Erinnerungen. Am 4.10.1990 - dem Tag nach der Wiedervereinigung - kam er nach Berlin, um im Auftrag der Bundesregierung in Bonn das internationale Pressezentrum zu übernehmen. Er erzählte wie er die geheime Stasi-Etage im Pressezentrum zum ersten Mal betrat und die Abhör-Mikrofone für die westlichen Pressevertreter im Restaurant des Pressezentrums zu ersten Mal sah. Und wie er Personalgespräche mit 300 Mitarbeitern führte, um herauszufinden welche Personen übernommen werden sollten. Darunter war übrigs auch Angela Merkel, die er ... einstellte. Nach kurzer Zeit wurde Sie Bundestagsabgeordnete eines Wahlkreises in Mecklenburg-Vorpommern. Der Rest der Geschichte ist bekannt...

Tag der offenen Moschee

(03.10.07) Wir waren schon mehrfach Gast in der Omar-Moschee und der heutige Tag der offenen Moschee war für uns ein weiterer Anlaß das Gespräch mit der einzigen islamischen Gemeinde in Preungesheim zu führen.
Es ist erstaunlich wie in kurzer Zeit das Innere eines Zweckbaus, wie er in Industriegebieten üblich ist, zu einer Moschee umgestaltet wurde. Man sieht, daß hier Leute mit viel Engagement tätig sind.
Wir erfahren, daß junge Leute aus den Familien der Gemeindemitglieder einen Fußballverein gegründet haben. Er ist nun rechtlich und organisatorisch von der Gemeinde selbstständig. Schade, daß ein eigener marokkanisch-moslemischer Fußballverein gegründet wurde und nicht die Chance einer Integration in einem bestehenden Sportverein genutzt wurde. Aber vielleicht ist der Zug noch nicht endgültig abgefahren.
In den Gesprächen kommen wir schnell zu der Frage, die die Kommunalpolitik im Moment beschäftigt: Der Moscheebau in Hausen. Doch das ist hier kein Thema.

Bei der Bonameser Feuerwehr

(03.10.07) Der vor langer Zeit ausgesprochenen Einladung der Bonameser freiwilligen Feuerwehr sie zu ihrem Fest am Tag der Deutschen Einheit zu besuchen, sind wir gerne nachgekommen. Leider erfahren wir immer noch von vergleichsweise wenigen Veranstaltungen in Bonames. Heute hatten wir die Möglichkeit u.a. mit dem Parteifreund Triefenbach aus Nieder-Eschbach zu sprechen.
Er zeigte uns seinen Ausweis, den jeder Busfahrer in Zukunft - statt Fahrtenschreiber - einlegen muß bevor er überhaupt den Motor des Busses einschalten kann. Auf dieser Karte werden alle relevanten Daten, die zur Kontrolle von Lenkzeiten u.s.w. für die Polizei notwendig sind, gespeichert.
Über den maschinenlesbaren Personalausweis oder Paß wurde lange in den Medien diskutiert. Von dieser Neuerung habe ich in der Zeitung nichts gelesen.

Sonntag, 30. September 2007

Oktoberfest der Krätscher

(29.09.07) Es ist zwar immer wieder schön bei den Krätschern, aber auch immer ein wenig more of the same. Aber vielleicht kann das auch gar nicht anders sein. Und schließlich: Wenn das, was es gibt, gut ist, sollte man möglicherweise auch gar nichts ändern. So feiern denn die Krätscher Oktoberfest, die Tische sind weiß-blau eingedeckt und es gibt Weißwurscht. Ja, richtig gehört: Weißwurscht - und das abends zu fortgeschrittener Stunde, obwohl doch die Weißwurst das Mittagsläuten nicht hören darf. Na ja, schmecken tut's trotzdem

Interessant finde ich ein Gespräch über eine denkbare Zusammenarbeit zwischen den Krätschern und dem Heimat- und Geschichtsverein Eckenheim. Die Idee steht ja seit einiger Zeit im Raum und ich finde sie im Prinzip nicht schlecht - soweit ich als Nicht-Mitglied des einen wie des anderen Vereins dazu überhaupt gefragt bin. Wir mußten in den letzten zehn bis zwanzig Jahren erkennen, daß jeder Stadtteil nur eine bestimmte Anzahl von Vereinen trägt und daß das Engagement und der Einsatz an Freizeit der im Prinzip an dieser ehrenamtlichen Arbeit interessierten Menschen nicht beliebig ist. Man trifft auf allen Veranstaltungen immer wieder dieselben paar Leute und diese "Inzucht" führt nur dazu, daß diese Wenigen über Gebühr belastet werden.
Ich höre aus dem Gespräch aber auch heraus, daß man noch einer "story" für die Zusammenarbeit sucht, nach einem einenden Element, und auch das finde ich sehr gut. Ein Zusammengehen um des Zusammengehens willen wird keinen Bestand haben.

Krätscher

Empfang der CDU-Stadtbezirksverbände im Ortsbezirk 10

(29.09.07) Unsere Landtagsabgeordnete, die Frau Osterburg, hatte vorgeschlagen, daß wir doch mal im Herbst eine Einladung an alle Vereinsvertretern aussprechen und das Gespräch suchen sollten - so eine Art Neujahrsempfang ohne Neujahr. Ich war zwar zunächst ein wenig skeptisch ob das jemanden interessiert, aber die Hütte war voll. Ich hatte Gelegenheit mit Frau Wagenhoff, der Rektorin der Carlo-Mierendorff-Schule, zu sprechen, die sich um die Gelder für die dringend nötige Sanierung der CMS sorgte. Der Heimat-und Geschichtsverein Bonames hat die Geldnöte vorgetragen, in die er kommen könnte, wenn er die Bergung und Sanierung eines kürzlich wiederentdeckten Gefallenendenkmals in Bonames vollständig selber zahlen müßte und Norbert Roth berichtete von den Problemen, die die Vereine mit dem Rauchverbot in Gaststätten und sonstiogen Veranstaltungorten haben werden (vgl. auch Kommentar von Norbert Roth). Alles in Allem war die Veranstaltung eine runde Sache. Vielleicht sollte man überlegen, sie zu einem ständigen Institut zu machen.

Wir haben die Gelegenheit genutzt, eine Ankündigung in eigener Sache zu machen. Die vier Stadtbezirksverbände im Ortsbezirk 10 werden auf eigene Initiative hin zu einem einzigen, großen Verband zusammengeführt. In den neuen Stadtbezirksverband, so die Bezeichnung der kleinsten Untergliederung der CDU in Hessen, werden die Stadtbezirksverbände Bonames, Eckenheim, Frankfurter Berg/Berkersheim und Preungesheim eingebracht. Der Name dieses neuen Verbandes wird noch zu finden sein, die Mitglieder sind aufgerufen, sich an der Namensfindung zu beteiligen. Mit einer großen Hauptversammlung am 29.11. wird der neue Verband ins Leben gerufen.
Die vier Vorstände der beteiligten Verbände erhoffen sich von dem Zusammenschluß die Straffung der organisatorischen Arbeit und eine Stärkung der Kampagnefähigkeit. Darüberhinaus wird mit der Fusion nur das organisatorisch nachvollzogen, was sich in der konkreten Zusammenarbeit in den letzten Jahren ohnedies ergeben hatte.

Indisches Kulturinstitut

(29.09.07) Für das Indische Kulturinstitut hatten wir uns schon etwas länger interessiert, so recht den Kontakt nicht herstellen können. Also war die Gelegenheit selten günstig, mal zum Tag der Offenen Tür vorbeizuschauen - hatten wir gedacht. Aber als wir im Zentrum am Bügel vor Ort waren, stellte sich heraus, daß die Veranstaltungsankündigung "Präsentation unserer Tanz- und Musikkurse" sehr ernst gemeint war. Da saßen ein Hand voll leger gekleideter Leute - na super, mit dreiteiligem Anzug wieder in die Sch*!§e getreten - und lauschten gebannt einem älteren Herrn, der mit wissenschaftlicher Akribie Rhytmusschemata für zwei Handtrommeln erläuterte. Oder sollte man sagen, er hat Reimschemata erläutert? Denn jede Art eine der Trommeln anzuschlagen bezeichnete er mit einer Silbe, las das ganze vor und begleitet diese Ausführungen mit Klatschen auf den betonten Zählzeiten: "Dhin-Dhin-Dhage-Tirakita-Tun-Na-Kat-Taa-Dhage-Tirakita-Dhin-Na". Ohne von indischer Musik eine Ahnung zu haben und ohne den vorangegangenen Vortrag gehört zu haben, hat das einen stark surrealen Charakter. Wir haben beschlossen, daß wir den Versuch einer Kontaktaufnahme vielleicht ein anderes Mal wiederholen sollten ...

Indisches Kulturinstitut

Stadtteilführung Dornbusch

(29.09.07) Na gut, der Dornbusch gehört im engeren Sinne nicht mehr zum Ortsbezirk 10, aber es muß ja erlaubt sein, auch ein wenig rechts und links des Weges mal zu schauen, was denn so passiert. Der CDU-Schwesterverband im Dornbusch hatte also zu einer Stadtteilführung eingeladen, also bin ich mal hingegangen. Das hat sich richtig gelohnt, denn Herr Christian Setzepfand, unser Stadtführer, kennt sich nicht nur verdammt gut aus, er versteht es auch noch hervorragend, sein Wissen geschickt an den Mann zu bringen, Geschichte mit Geschichten zu verknüpfen und die ganze Veranstaltung lebendig und interessant zu halten. So habe ich z.B so unterschiedliche Dinge gelernt wie, daß die Umfassungsmauer des Hauptfriedhofes zu einem erheblichen Teil aus den Steinen der in der Reichsprogromnacht zerstörten Frankfurter Synagogen besteht und daß die Eckenheimer Kirschen einen so guten Ruf hatten, daß sich der russische Zarenhof seinerzeit welche hat kommen lassen. Ich hatte mich schon immer gefragt, warum die Kirschwaldstraße so heißt, wie sie heißt ...
Ich fände es sehr gut, wenn wir Herrn Setzepfand auch mal dafür gewinnen könnten, in einem unserer Stadtteile eine Führung zu machen.

Dienstag, 25. September 2007

Egeszegedre

(20. - 23.09.07) "Prost" kann man sagen oder "Skol", "Cheers" tut's auch, ein Wort mit nur einer Silbe sollte es aber schon sein, mit dem man sich zuprostet, das hat so seinen Grund. Was soll man also davon halten, wenn man statt dessen "Egeszegedre" sagen muß, ein Wort das eine durchschnittliche mitteleuropäische Zunge schon im nüchternen Zustand vor eine kaum lösbare Aufgabe stellt? Aber auf ungarisch heißt das nun mal so. Die kleine Delegation des Ortsbeirates 10 und der Sportvereine TV Preungesheim und TSV Berkersheim hatte jedenfalls hinreichend Gelegenheit das anläßlich der Pflege der Beziehungen zum XX. Bezirk von Budapest zu üben. Die elfköpfige Gruppe wurde nämlich überall herzlichst empfangen, sowohl beim Herrn Bezirksbürgermeister als auch bei der deutschen Minderheitenverwaltung, in der katholischen Kirche, in der evangelischen Kirche und auf dem Weinfest der Schorokscharer Donauschwaben. Wohin man kam, man hatte den Eindruck, daß sich die Menschen wirklich freuten, daß die Stadtteilpartnerschaft zwischen dem Ortsbezirk 10 und dem XX. Bezirk tatsächlich funktioniert, man fühlte sich überall willkommen und wurde überall mit großer Herzlichkeit empfangen - und mit einem Schnaps, gerne auch mal mit einem Selbstgebrannten (Kopfnote: LKW-Reifen, Körper: Kabelbrand). Das ist eine Form der Gastfreundschaft, die einen schon fast beschämt.
Neben dem Absolvieren eines touristischen Programms stand die Pflege der Kontakte mit der deutschen Minderheitenverwaltung im Vordergrund. Da geht es dann z.B. darum, daß Lehrer gerne Klassenfahrten nach Deutschland organisieren wollen und dafür eine Anlaufstelle gebrauchen können, da werden Kontakte zwischen den Sportvereinen angebahnt, mit dem Ziel, Sportler aus Budapest zum Internationalen Deutschen Turnfest 2009 nach Frankfurt einladen zu können. Wir haben uns über die Situation der sogenannten Nationalitätengymnasien informiert und über die Formen der kommunalen Selbstverwaltung, im Rahmen derer die Bezirke der Städte sehr viel mehr Gewicht und Autonomie haben, als das z.B. hier in Frankfurt der Fall ist.

Internationales Deutsches Turnfest 2009
TSV Berkersheim
TV Preungesheim

Sonntag, 23. September 2007

Kerb wie vor 100 Jahren

(22.09.07) Von Freitag bis Montag ist Kerb in Berkersheim. Am Samstag nachmittag stellen die Kerbeburschen den Kerbebaum auf. Mit verschieden großen Leitern und mit viel Muskelkraft wird der Kerbebaum aufgerichtet.
Wie beim Fußball gibt es unter den Zuschauern viele Kommentare, wie man es hätte besser machen können und natürlich, daß man damals - als man noch selber Kerbebursch war - das viel schneller, besser, u.s.w. hinbekommen hat.
Ich sage mal lieber nichts. Im diesem BLOG schreibe ich es aber: Ich hätte einen Kran bestellt, um mir die schweißtreibende Arbeit zu sparen.
Man bekommt den Eindruck, daß ganz Berkersheim auf den Beinen ist, obwohl nur ein Festzelt aufgebaut wurde und keine Fahrgeschäfte o. ä. angeboten werden. Frankfurt hat eben auch noch dörfliche Strukturen. (Nicht nur in der Architektur sondern eben auch noch beim Brauchtum!) Es ist eine Kerb wie vor 100 Jahren.

Mieterfest mit Vereinsbeteiligung

(22.09.07) Zum zweiten Mal hat die ABG/Frankfurt Holding (FH) zum Mieterfest im Preungesheimer Karree eingeladen. Diesmal unterstützt durch zahlreiche Vereine aus Eckenheim und Preungesheim, die zum großen Teil das Unterhaltungsprogramm und die Bewirtung übernahmen.
Unter den Besuchern sah man viele bekannte Gesichter aus der Geschäftsführung der ABG/FH, aus der Politik und aus den beteiligten Vereinen. Dadurch fiel auf, daß nur vergleichsweise wenige Mieter anwesend waren.
Es wäre schade, wenn dieses Fest aufgrund der geringen Mieterbeteiligung eingestellt würde. Vielmehr sollte die Beteiligung der Vereine ausgebaut werden. Viele machen sich Gedanken um die Zukunft des Funzelfestes in der Kreuzstraße. Vielleicht sollte man das Funzelfest in das Mieterfest im Preungesheimer Karree integrieren. Da die komplette Liegenschaft der ABG/FH gehört, könnten Absprachen über Strom- und Wasserversorgung u.s.w. für die Vereine viel einfacher erledigt werden. Außerdem ist der begrünte, große Innenhof erheblich schöner als die Kreuzstraße. Einziger Nachteil ist die relativ schlechte Parkplatzsituation.
Natürlich werden bei solchen Festen auch interessante Gespräche geführt. So habe ich gelernt, daß das Rauchverbot ab 1.10.2007 die Vereine vor neue Probleme stellen wird. Norbert Roth vom TMCR erklärte mir, daß z.B. die Standbesetzung bei der Getränke oder Essensausgabe schwieriger wird. Wenn das Mitglied zum Rauchen den Raum verlassen muß, ist der Stand nicht besetzt oder man muß eine Person mehr einplanen.
Es ist immer wieder überraschend wie viel Einfluß neue Gesetze auf Lebensbereiche haben, die im ersten Blick überhaupt nicht davon betroffen sein müßten.
ABG / Frankfurt Holding

Sonntag, 16. September 2007

Sommerfest des KGV Eckenheim

(15.09.07) Gut, man hätte es wissen können. Oder wenigstens ahnen. Aber nein, man will sich ja den Glauben an die Menschheit bewahren, also setzt man sich anläßlich des Sommerfestes des Kleingartenvereins Eckenheim natürlich an den einzigen mehr oder minder leeren Tisch, an dem lediglich ein Herr sitzt, der den frühen Samstagnachmittag schon mal mit einem Bier sanft beginnen läßt. Und im Handumdrehen bekommt man die Welt erklärt, da ist viel von "die da oben" und "wir hier unten" die Rede und der Monolog eilt behende von "Nu ja, wir sehen das hier nicht so eng." über "Wir verstehen uns?" zu "Mir können'se nichts vormachen!" - ein Nachmittag der schön hätte beginnen können, tut es nicht. Übrigens kennt der Herr die Petra noch, als sie noch nicht Oberbürgermeisterin war. Als die noch gar nichts war. Ich bin beeindruckt.
Das hat aber mit dem Kleingartenverein nichts zu tun. Dessen Mitglieder hatten sich so viel Mühe gegeben, wie immer und insbesondere die Kinder amüsieren sich an diesem sehr milden Frühherbsttag prächtig - was will man mehr.
Was den Kleingartenverein im Moment am meisten drückt, kommt natürlich auch zur Sprache. Die Anlage 2 hat eine gemeinsame Grenze mit einem Grundstück das der Bundesimmobilienverwaltung gehört. Dieses Gelände liegt ca. 2m über dem Niveau des Kleingärtnergeländes und gehorcht einerseits der wohlvertrauten Newton'schen Mechanik und andererseits den hinlänglich bekannten Gesetzen der Entropie. Mit anderen Worten: Der Hang rutscht ab. Leider weigert sich die Bundesimmobilienverwaltung, diesem Mißstand abzuhelfen. Wollen mal sehen, was wir da tun können ...

KGV Eckenheim

Tag der Heimat 2007

(09.09.2007) Der Tag der Heimat ist die größte Veranstaltung der Vertriebenen- und Aussiedlerverbände in Frankfurt.
Der Bund der Vertriebenen, Kreisverband Frankfurt am Main (BdV) , veranstaltet jedes Jahr eine Feierstunde, um an das Schicksal der Heimatvertriebenen und das Menschenrecht auf Heimat zu erinnern. Folglich war auch das Motto dieses Jahres "Heimat ist Menschenrecht" gut gewählt.
Die Veranstaltung fand im Haus der Heimat statt. Festredner war der Beauftragte für Vertriebene und Aussiedler der hessischen Landesregierung, Rudolf Friedrich, der sich in seiner Rede u.a. für die Errichtung eines Zentrums gegen Vertreibungen in Berlin eingesetzte.
Insgesamt war die Veranstaltung durch den gut gefüllten Saal und die vielen Ehrengäste ein Zeichen für die Bedeutung der Vertriebenen- und Aussiedlerverbände in Frankfurt am Main.

Bund der Vertriebenen (BdV), Kreisverband Frankfurt am Main e.V.
Haus der Heimat e.V.

Samstag, 8. September 2007

Eckenheimer Weinfest

(08.09.07) "Die Dampf - Dampf - Dampfeisenbahn, die hat's mir angetan!" tönt es volksmusikantisch aus dem Lautsprecher, manche scheinen es zu mögen und dann weiß man wieder: Es ist Weinfest des Heimat- und Geschichtsvereins Eckenheim. Diese Charakterisierung trifft zumindestens auf das Weinfest neuer Prägung zu, denn als diese Veranstaltung noch im Hofe der Familie Möller stattgefunden hat, konnte man dort durchaus ein paar angenehme Stunden zubringen und "mit'de Leut'" schwätzen. Aber es muß gesagt sein: Seit dem ist einige Zeit vergangen und die hat den Verein ganz schön gefleddert. Die Personaldecke ist so dünn geworden, daß sie selbst das sehr klein gewordene Fest nicht mehr bedeckt und so haben dann offensichtlich die Kleintierzüchter, auf deren Anlage das Fest stattfindet, den größten Teil der Arbeit gemacht. Da ist es dann nur konsequent, wenn der stellvertretende Vorsitzende des Heimatvereins - einen echten Vorsitzenden scheint der Verein seit dem Ableben von Martin Zahn noch nicht wieder zu haben - den Vorsitzenden des Kleintierzüchtervereins für sein 40-jähriges Amtsjubiläum ehren läßt. Der Ortsvorsteher Robert Lange vollzieht diesen Akt und bekommt von Herrn Multerer (Vorsitzender des Kleintierzüchtervereins) zu hören, es sei doch eigentlich eine Schande, daß es in 40 Jahren nicht gelungen sei, einen Nachfolger für ihn zu finden. Chapeau Herr Multerer, so viel kritische Einsicht und Selbsterkenntnis hat nicht jeder Vorsitzende!
Im übrigen kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, daß der Heimat- und Geschichtsverein Eckenheim in nicht allzuferner Zukunft selbst ein Teil der Geschichte des Stadtteils werden wird. Das einzige, was sie retten mag, ist der stärkere Anschluß an die Krätscher, die das Personal, die Erfahrung, das Engagement und die Altersstruktur haben, die ein Verein zum Überleben braucht.

Tag der offenen Tür TV Preungesheim

(08.09.2007) Im letzten Jahr hat es während des ganzen Tages der offenen Tür des TV Preungesheim geregnet, diesmal war das Wetter besser: Grauer Himmel. Das hindert die zahllosen Kinder nicht daran, auf dem Hof der Theobald-Ziegler-Schule, wo das Fest stattfindet, mit oder ohne irgendwelche Geräte rumzutoben. Man liest immer wieder, wie viele Kinder Probleme mit scheinbar so einfachen "Übungen" haben wie rückwärts zu gehen: Auf die Kinder aller Alterstufen, die man dort beim TV Preungesheim trifft das sicher nicht zu! Gott gnade dem, der uns und unseren Kindern die Sportvereine wegnimmt ...
Neben etlichen "normalen" Sportgeräten ist ein Hüpfkissen aufgebaut das sich naturgemäß großer Beliebtheit erfreut.
Mit dem Vorsitzenden, Herrn Böttger, sprechen wir unter anderem über die Bemühungen der Omar-Moschee, einen Fußballverein aufzuziehen und unsere Anregung, ein solches doch gemeinsam mit dem TV Preungesheim zu tun. Herr Böttger scheint nicht ganz abgeneigt zu sein und weist z.B. darauf hin, daß die Gründung eines Fußballvereins aus dem Nichts gar nicht so ohne ist. Man müsse Schiedsrichter ausbilden und auch sonst den ganzne Formalkram beherrschen: Etwas das ein eingesessener Verein natürlich aus dem EffEff beherrscht ...

TV Preungesheim

Donnerstag, 6. September 2007

Funzelfest Preungesheim

(01.09.07) Das Motto des Funzelfestes war in diesem Jahr wie immer: Loch an Loch und hält doch. Beide Teile des Spruches treffen zu: Das Funzelfest ist eine Ansammlung von Lücken und nicht besetzten Ständen, garniert mit ein paar Absagen. Aber egal, wie häufig sich die Vereinsvertreter mit tief in den Hosentaschen vergrabenen Händen zwischen ihren Ständen treffen und den Niedergang des Abendlandes im allgemeinen und den des Funzelfestes im besonderen beklagen, das Funzelfest steht und es wankt nicht. Man darf natürlich nicht erwarten, daß die Massen strömen und daß die Sitzecke der Krätscher vorübergehend wegen des zu großen Ansturms geschlossen werden muß, aber das ist schließlich auch nicht die Dippemess', sondern ein Stadtteilfest - und als solches hat es auch in der vorliegenden Form seine Berechtigung.
Wir hatten das besondere Vergnügen, mit den Damen Osterburg und Steinbach gleich unsere Landtags- und Bundestagsabgeordnete an unserem Stand zu haben und auch unser Stadtrat, Herr Pfarrer Warnke, hat sich Ehre gegeben. Es sind immer diese "kleinen" Berührungspunkte, die es einem erlauben, z.B. der Bundestagsabgeordneten Steinbach vorzutragen, wie sich die Bundesvermögensverwaltung dem Kleingartenverein Eckenheim gegenüber aufführt und sie um Hilfe zu bitten - die sie natürlich auch zusagt.
Darüber hinaus hatten wir die Gelegenheit, uns der neuen Leiterin der Carlo-Mierendorff-Schule, Frau Wagenhoff, vorzustellen. Kaum hat sie die Visitenkarte identifiziert, spult sie routiniert ihr Programm ab: Die beschlossenen Ausbauten müssen schnellstmöglich kommen, die CMS muß gebundene Ganztagsschule werden, für die Kinder ist jede Stunde, die sie in der Schule verbringen können, einen gewonnene Stunde. Grade was den letzten Punkt angeht, denke ich, daß das zwar möglicherweise richtig, aber nur eine Kapitulation vor den schlechten Verhältnissen ist. Viele Lehrer beklagen sich immer wieder darüber, daß sie Aufgaben übernehmen müssen, die eigentlich das Elternhaus hätte übernehmen müssen. Aber warum zieht man dann die Konsequenz zu sagen: "Na, dann muß eben noch mehr in der Schule stattfinden."? Für mich wäre es viel konsequenter zu sagen: Die Eltern versäumen da etwas, laßt uns den Eltern helfen, ihre Aufgaben zu erfüllen. Die Schule ist ein wichtiger Ort, an dem Erziehung stattfindet, aber weiß Gott nicht der einzige!

Carlo-Mierendorff-Schule

Donnerstag, 30. August 2007

Bürgeranhörung Frankfurter Berg

(28.08.07) Irgendwie scheint der Frankfurter Berg in den letzten Monaten das Epizentrum der politischen Erregung im Ortsbezirk 10 zu sein. Sowohl die IG Sonnentaustraße als auch die Wohngemeinschaft ProWoKultA haben dabei so lautstark auf ihre Probleme aufmerksam gemacht, daß es geboten schien, eine separate Veranstaltung anzuberaumen. So sitzen denn etliche Behördenvertreter wie Hühner auf der Stange unter den Neonröhren der Turnhalle der Albert-Schweizer-Schule und sehen so aus, als könnten sie sich auch andere Dinge vorstellen, die sie an diesem Dienstag-Abend hätten tun können.
Gab's was Neues? Für uns nicht - "natürlich nicht" möchte man sagen, denn Ortsbeiräte, die ihre Arbeit ernst nehmen, kennen selbstverständlich die Probleme vor Ort. Natürlich bittet ProWoKultA darum, den Bebauungsplan für den Schwarzen Platz noch einmal zu überdenken und natürlich fordert die gut organisierte und eloquente IG Sonnentaustraße, "ihre" Straße zur Sackgasse zu machen.

Ich weiß, daß ich mich jetzt selber zum Buhmann mache, aber es zerreißt mich, wenn ich nicht jetzt mal das folgende sage: Ich habe kein Verständnis für die Menschen, die in der Stadt wohnen wollen und die die guten Verkehrsverbindungen auch mit dem eigenen Auto nutzen, die dann aber selber bestimmen wollen, wer in "ihrer" Straße fahren darf und wer nicht. Daß keiner gerne Autoverkehr vor der eigenen Haustür hat, weiß keiner besser als ich, der ich in der Sigmund-Freud-Straße wohne, einer vielbefahrenen Tempo-30-Straße. Aber das ist nun mal der Preis dafür, in einer attraktiven, dichtbebauten Stadt wie Frankfurt leben zu können. Jeder von uns fährt mehr oder minder täglich durch Straßen, aus denen uns die dortigen Anwohner ebenfalls am liebsten heraushalten würden. Aber alle diese Straßen haben wir von unseren Steuergeldern bezahlt und ohne daß es triftige Gründe dafür gibt, sollte nach meiner Meinung dieser öffentliche Verkehrsraum nicht eingeschränkt werden. Wer das nicht unterschreiben kann, sollte mal in eine der Ecken Frankfurts fahren, die in den 70ern und 80ern großzügig vereinbahnstraßt wurden und sollte versuchen, innerhalb von 30 Minuten von einer beliebigen Ecke zu einem beliebigen, 200m entfernten Punkt zu kommen - gutes Gelingen! So, jetzt ist es raus: Kreuzigt mich ...

Sonntag, 26. August 2007

Sommerfest mit grünen Daumen

(25.08.07) Schon aus der Entfernung sah man den Feuerwehrwagen vor dem Eingang zum Kleingartenverein Eckenheim. Der erste Eindruck, daß beim Sommerfest etwas in Brand geraten ist, war glücklicherweise falsch. Es handelte sich um eine Übung der Jugendfeuerwehr. Auch im weiteren Verlauf war das Sommerfest sehr abwechslungsreich. Es traten Tanzgruppen der Fidelen Eckenheimer und das Orchester der Fuldaer Feuerwehr auf.
Über Politik wurde an diesem Nachmittag auch gesprochen. Aus dem Urlaub wurde erzählt wie übertrieben die Kontrollen in den USA geworden sind und wie viel Polizei man dort auf den Straßen sieht. Aus Sicht des Erzählers fühlte er sich wie in einem Polizeistaat. Auf der anderen Seite vermißte er bei seiner Rückkehr nach Deutschland die Sauberkeit und ärgerte sich über Betrunkene in den Parks. Schnell kann man aus CDU-Sicht sagen, daß wir schon seit langem die sogenannte Gefahrenabwehrverordnung in Frankfurt verschärfen möchten. Diese könnte u.a. das Trinken von Alkohol in Parks und auf öffentlichen Plätzen verbieten. Aber wir bekommen dafür keine Mehrheit in der Stadtverordnetenversammlung.
Das Problem liegt aber viel tiefer. Auf der einen Seite sind Werte, die noch vor 30 Jahren von jedem gelebt wurden, heute nicht mehr selbstverständlich. Auf der anderen Seite wurden die Freiheiten des Einzelnen (auch Selbstbestimmung genannt) immer weiter zu Lasten der Interessen der Allgemeinheit ausgebaut. Beide Prozesse werden sich nicht mit Wahlen oder Parteiprogrammen ändern lassen. Hier sind Parteien und Parlamente nur zwei Mosaiksteine in einer vielfältigen Gesellschaft, die in ihrer Mehrheit sich in solchen Fragen engagieren muß.

KGV Eckenheim

Hessenmeisterschaft in Preungesheim

(25.08.07) Wenn man zum ersten Mal zu einem Verein geht, gilt es - bildlich gesprochen - eine Schwelle zu überschreiten. Da aber der uns bekannte TMCR bei der Gastronomie den Verein für Deutsche Schäferhunde, Ortsgruppe Preungesheim (SV) an diesem Wochenende verstärkte, traf man gleich auf bekannte Gesichter.
Die größte Überraschung war allerdings, daß mir der Vorsitzende Jürgen Günter durch seine Arbeit im Wahllokal persönlich bekannt war. Es ist doch immer wieder erstaunlich, wie klein der Kreis der Menschen ist die sich für das Gemeinwohl engagieren.
Nach einer kurzen Erklärung des Wettkampfes weiß ich jetzt, daß der Hund auf den Schutzanzug am Arm fixiert ist. Als Laie finde ich, daß alle Hunde sehr gut sind. Die zahlreichen Experten vor Ort konnten sicherlich die Unterschiede erkennen.
Die vielen Besucher und der niedrige Altersdurchschnitt zeigen, daß dieser Sport viele Freunde hat. An diesem sonnigen Nachmittag hat der SV eine gelungene Veranstaltung organisiert.

Verein für Deutsche Schäferhunde, Ortsgruppe Preungesheim

Sonntag, 19. August 2007

Straßenfest der ProWoKultA

(18.08.07) Die zweite "Höhle des Löwen" an einem Tag (s.u.) und daß auch nur ein paar Meter Luftlinie entfernt: Das Straßenfest der ProWoKultA. Aber das Völkchen das da rumläuft, ist so bunt, daß wir zwei Krawattenträger da auch nicht weiter auffallen. Und fairerweise muß man ja auch mal sagen, daß "Höhle des Löwen" in einer Hinsicht zumindestens mal nicht stimmt: Wir werden genauso freundlich empfangen, wie jeder andere auch und das gefällt mir persönlich sehr gut - wie weit man immer auch politisch auseinander sein mag. Darüber hinaus kann der Frankfurter Berg mit seinem schwach ausgebildeten Selbstwertgefühl jedes identitätsstiftende Gemeinschaftsereignis gut gebrauchen, denn ein Stadtteilfest wie die Eckenline oder das Funzelfest gibt es ja nicht und auch das Lindenfest findet (wenn überhaupt) nur alle zwei Jahre statt - und außerdem ist das ja in Berkersheim ...
Das politische Projekt der ProWoKultA, wenn man denn einmal postuliert, daß dort tatsächliche alle Bewohner einer Meinung sind, scheint momentan nach wie vor die Bebauung des Schwarzen Platzes zu sein. Direkt hat man uns zwar nicht darauf angesprochen, aber die Ortsbeiratskollegen von den Grünen sind ebenfalls da (wie auch unser Ortsvorsteher Robert Lange) und die berichtet davon.
Wie man da den Gegnern einer Bebauung zu Willen sein kann, weiß ich allerdings nicht: Das bürokratische Verfahren ist sauber bis zur Erteilung eines Bebauungsplanes durchgelaufen und realpolitisch ist jetzt eignetlich die Zeit, daß Bauprojekt so zu begleiten, daß im Rahmen des Beschlossenen noch die Änderungen vorgenommen werden, die noch möglich sind - wie z.B. die von uns beantragte Erschließung ausschließlich vom Berkersheimer Weg statt von der Seitenstraße Prämäckerweg.

ProWoKultA

Sommerfest der AWO am Fliederweg

(18.08.07) Offiziell eingeladen waren wir nicht, aber gekommen sind wir dennoch zum Sommerfest der AWO - obwohl die Begriffe "CDU" und "AWO" von vielen Leuten mit einem dritten Begriff komplettiert werden: "Höhle des Löwen". Obgleich die Anwesenden, würden sie dem Klischee genügen, eher CDU-Wähler hätten sein müssen, wenn man das Durschnittsalter zugrundelegt.
Aber mit Politik gleich welcher Couleur haben es die anwesenden Damen und Herren nicht so. Da ist das Kuchenbuffet und die Tombola schon viel interessanter. Eine Dame immerhin erzählt mir, daß im Hunsrück ein riesiger Golfplatz gebaut werde - sie spezifiziert nicht so genau wo - und das sei doch eine Schande und man solle da doch wieder mehr "Bauern hinmachen", dann könne man sich auch wieder mehr auf sich selber verlassen und sei nicht so vom Ausland abhängig. Ihr Tischnachbar schwelgt in Erinnerungen an seine Zeit als Vereinsvorsitzender: Da sei noch was losgewesen! Man habe sich aufeinander verlassen können, sei eine kleine eingeschworene Gemeinschaft gewesen; ich warte nur noch drauf, daß er erzählt, früher hätten die Kühe größere Hörner gehabt und das Wasser habe besser geschmeckt.
Damit keine Mißverständnisse aufgekommen: Das mindert meinen Respekt vor den Menschen und ihren Lebensleistungen keineswegs, aber es macht klar, wie weit man trotz einer gemeinsamen Sprache voneinander entfernt sein kann. Und auch die Veranstalter müssen irgendetwas richtig machen, denn immerhin sind ca. 50 Leute gekommen, die sich allem Anscheine nach prächtig amüsieren. Da müssen die Parteien schon im weiten Rund einladen, um solche Besucherzahlen zusammenzubekommen. Wat lernt uns dat in bezug auf die Attraktivität der Kommunalpolitik ... ?