
(05.12.2010) Warum funktionieren manche Veranstaltungen und andere nicht? Das habe ich mich gefragt, als wir auf dem Weihnachtsmarkt am Frankfurter Berg auf dem Schulhof der Albert-Schweitzer-Schule stehen - und frieren wie verrückt. Wie verrückt gefroren haben wir auch schon auf anderen Weihnachtsmärkten, aber nicht gemeinsam mit so vielen anderen Leuten. Weihnachtsmärkte in Eckenheim und Preungesheim - beides viel größere Stadtteile mit einem viel größeren Besucherpotential - gibt es nicht oder sie haben in der Vergangenheit nicht wirklich funktioniert.
Nach kurzen Nachdenken sage ich:
- Organisator
- Gemeinschaft
- Platz
sind die entscheidenden Faktoren. Es braucht einen Organisator. Das kann eine Person oder eine Funktion sein, aber er oder sie müssen permanent da und permanent ansprechbar sein - und permanent sanft die Peitsche schwingen, damit jeder Beteiligte weiß: Ich muß wieder ins Geschirr.
Es braucht auch eine Gemeinschaft, oder
community wie man auf Neudeutsch sagt: Menschen die sich zusammengehörig fühlen und sich sagen: "Wenn wir's nicht tun, tut's keiner und wir tun's für uns und unsere Kinder." und die sich aus diesem Gefühl den Sch%&$ jedes Jahr wieder antun. Und schließlich braucht's den Platz. Der muß zentral liegen und gut erreichbar sein, denn sonst kann sich keiner sagen: "Ach, komm, wir geh'n mal schnell gucken was so los ist." um dann drei Stunden zu bleiben, weil den Kindern das Kinderschminken so gut gefällt.
Und da der Weihnahctsmarkt am Frankfurter Berg blüht, wächst und gedeiht, muß der Frankfurter Berg wohl die drei Kriterien erfüllen. Überlegen Sie doch mal, ob Ihnen der/die Organisator/Organisatorin und die Gemeinschaft einfallen.