
(15.05.09) So, jetzt wird's schwierig: Wie schreibt man über einen Termin, der eigentlich gar keiner war? Der Kindergarten Eddy's Burg in der Siedlung Edwards Garden am Frankfurter Berg besteht nunmehr seit fünf Jahren und hatte um Jubiläumsfest geladen. Nun würde ich gerne von ausgelassenen Feiern, schönen Reden, netten Theateraufführungen oder entzückenden Gesangsdarbietungen von Kindern berichten, die es laut Tagesordnung gegeben hat, aber als wir zur arbeitnehmerkompatiblen Zeit um 17 Uhr in der Burg auflaufen, ist das Programm bereits abgearbeitet und der Laden wimmelt nur so vor Leuten, die sich die Pappteller mit Nudelsalat und Grillgut beladen und versuchen, zu den Bierzeltgarnituren zu gelangen, ohne den zahlreich herumwuselnden Kindern auf die Füße zu treten.
Man schaut uns an, wie einen katholischen Priester in einem Mädchenpensionat: Man findet es etwas komisch, daß wir da sind und beäugt uns auch so, vermutet aber stillschweigend, wir könnten vielleicht doch eine offizielle Funktion haben - und so läßt man uns denn in Ruhe. Das ist auch völlig in Ordnung, denn um
ihre eigene Leistung zu feiern, brauchen die Eltern und Mitarbeiter uns nicht und die "politischen" Probleme der Burg glauben wir ohnedies zu kennen: Verkehr in der Sonnentaustraße, Lärm und Verkehr von der gegenüberliegenden Baustelle und zu viele zu betreunde Kinder bei zu wenigen Mitarbeitern. Und da das alles so ist, entfernen wir uns nach einer halben Stunde rückstandsfrei aus den Feierlichkeiten - man wird uns nicht vermißt haben.