Thilo Stratemann und Karsten Meyerhoff sagen Tschüß

(3. April 2011) Wir, lieber Leserin, lieber Leser tingeln seit über 6 Jahren durch den Ortsbezirk 10 und seit 5 Jahren be- und verarbeiten wir das, was wir dabei gesehen und erlebt haben, in diesem Blog. Das war mal leicht, mal schwer, aber immer eine Menge Arbeit. Das werden Sie möglicherweise im Angesicht der kleinen Artikelchen nicht glauben, aber glauben Sie uns: In dieses Blog sind etliche Arbeitsstunden geflossen.
Nun war immer klar, daß der Besuch von Veranstaltungen und der anschließende Bericht einem politischen Ziel dient: Wir wollten als CDU-Vertreter vor Ort sein, wir wollten präsent und ansprechbar sein, um aus erster Hand zu erfahren, wo der Schuh drückt und wo wir helfen können. Am 27.03.2011 haben die Wähler im Ortsbezirk 10 und in Frankfurt diese Aktivitäten im Rahmen der Kommunlwahlen bewertet - das Resultat ist unter anderem auf der Webseite http://www.stadt-frankfurt.de/wahlen/ zu begutachten. Kurz gesagt ist das Ergebnis unmißverständlich - und es ist vernichtend. Wir beide wurden auf unseren jeweiligen Listen für den Ortsbeirat 10 und die Stadtverordnetenversammlung nach unten durchgereicht und Thilo Stratemann hat den Einzug in die Stadtverordnetenversammlung erneut nicht geschafft. Das läßt nur den einen Schluß zu: Aktuelle Themen aus den Nachrichten entscheiden offenbar auch die Kommunalwahlen und nicht die Arbeit vor Ort.
In den letzten Jahren haben wir viele Menschen in den nordöstlichen Stadtteilen kennengelernt. Häufig wurden aus Gesprächspartnern Bekannte und gar nicht so selten aus Bekannten Freunde. Diese Bekanntschaften und Freundschaften werden wir natürlich weiterhin pflegen. Der Besuch möglichst aller Veranstaltungen im Ortsbezirk 10 und dieses Blog (inklusive des Veranstaltungskalenders) werden wir jedoch ab sofort einstellen.
Allen Menschen, die dieses Blog bisher gelesen und uns Rückmeldung gegeben haben - egal ob positiv oder negativ - danken wir recht herzlich; alle die das Blog gerne gelesen haben, bitten wir um Verständnis.

Kommunalwahl 27. März 2011

Machen wir's kurz: Am 27. März dieses Jahres sind in Frankfurt Kommunalwahlen. Bitten gehen Sie unbedingt zu diesen Wahlen: Es werden die Ortsbeiräte und die Stadtverordnetenversammlung gewählt. Da stellen sich die Menschen zur Wahl, die sich um "Ihre" Bürgersteige, Einbahnstraßen, Schulen, Buslinien und Parkbänke kümmern wollen - um die Dinge, die bei Ihnen direkt vor der Haustür, in Ihrem Stadtteil passieren. Dafür brauchen alle Lokalpolitiker Ihre Unterstützung.
Die Autoren dieses Blogs bewerben sich ebenfalls um kommunalpolitische Ämter, Thilo Stratemann für die Stadtverordnetenversammlung (Platz 42 Stadtverordnetenliste CDU) und Dr. Karsten Meyerhoff für den Ortsbeirat 10 (Platz 2 Ortsbeiratsliste CDU). Bitte geben Sie uns am 27.03. jeweils drei Einzelstimmen, damit wir auch in Zukunft diese "Stadtteilzeitung" führen können. Wenn Sie mal "zur Probe" kumulieren und panaschieren wollen, dann können Sie das hier tun.

Montag, 23. Februar 2009

Rammlerball

(14.02.09) "Rammler, Rammler noch einmal, denn rammeln das macht Spaß ..." - mit diesen Zeilen beginnt das Rammlerlied. Man sollte es nicht für möglich halten, aber dieses Lied, das erst zum Ende des Abends angestimmt wird, ist tatsächlich ein würdiger Motto-Song für den Rammlerball, die Karnevalssitzung des Kleintierzüchtervereins Bonames. Obgleich das Ausrichten einer Karnevalssitzung auf den ersten Blick nicht zu den Kernkompetenzen eines Kleintierzüchtervereins zu gehören scheint, blickt der Rammlerball in diesem Jahr auf eine stolze, 25-jährige Tradition zurück.
Nun kennnt man ja die Beteuerungen der Humorschaffenden des Vereinskarnevals, die unisono beteuern, der Karneval müsse sauber bleiben. Das hat sich entweder bis zu den Kleintierzüchtern noch nicht herumgesprochen, oder Kleinierzüchter haben eine anderes Verhältnis zur schönsten Nebensache der Welt - und damit ist nicht Sport gemeint ...
Als die Veranstaltung weit nach Mitternacht auf den Höhepunkt (Finale Allegro molto con brio furioso) zutreibt, hat sich einer voller Saal vorwiegend älterer Semester etliche Stunden offenkundig köstlich amüsiert und alle Zutaten einer klassischen Karnevalssitzung genossen: Gardetänze, Orden, Schautänze, Gesangsnummern, Tusch, Büttenreden und Männerballett. Nur einen Elferrat gibt es nicht und keine Narrenkappen. Routiniert leitet Reinhard Triefenbach die Sitzung und der volle Saal im Haus Nidda bietet wohl die Gewähr dafür, daß es das kleine Kuriosum "Rammlerball" im großen Ausnahmezustand "Karneval" auch im nächsten Jahr wieder geben wird.

Sonntag, 15. Februar 2009

Tag der offenen Tür in der Carlo-Mierendorff-Schule

(14.02.09) Mal wieder ein Tag der offenen Tür in der Carlo-Mierendorff-Schule und mal wieder ein Tag, an dem sich die Erkenntnis festigt, daß hier noch einiges zu tun ist und noch einiges im Argen liegt. Die meisten Mißstände sind baulicher Art und ihnen ist nur mit Geld abzuhelfen.
In einem interessanten Gespräch mit zwei Lehrerinnen fällt mir aber - nicht zum ersten Mal - auf, daß diese Lehrerinnen schier verzweifeln an der Übermacht der "Erziehung", die außerhalb der Schule stattfindet: Im Freundeskreis und insbesondere im Elternhaus. Wenn das Elternhaus nun also einen großen Einfluß auf die Kinder hat, einen so großen, daß die Lehrer darüber klagen, gegen diesen Einfluß kaum anarbeiten zu können, ist es dann völlig absurd, im Interesse der Kinder nicht nur bei der Schule anzusetzen, sondern auch bei den Eltern?
Ich habe das Gefühl, daß die gesamte Bildungspolitik auf die Schulen fixiert ist und immer mehr Aktivitäten in die Schule verlagern möchte, um diejenigen Kinder, die zuhause zu wenig Anregung erfahren, noch ein paar Stunden pro Tag mehr in der Schule "behandeln" zu können. Dabei scheint man mir zu übersehen, daß die Lehrer im Moment mit Teelöffeln einer Sturmflut begegnen wollen und wir großspurig darüber diskutieren, ihnen doch wenigstens Esslöffel in die Hand zu geben. Aus den Äußerungen der beiden Lehrerinnen glaube ich zu lernen, daß der Deich, den man zur Bekämpfung einer Sturmflut braucht (ich bin Ostfriese, ich weiß wovon ich rede ...), ganz woanders eingezogen werden muß, damit bei den Schulen nur noch ein Rinnsaal ankommt, das sich wirklich mit einem Esslöffel ausschöpfen läßt - und dieser Deich gehört in den Elternhäusern eingezogen ...

Carlo-Mierendorff-Schule

Gut besuchte Krätscher-Sitzung

(14.02.08) Schon vor dem Saalbau Ronneburg sieht man, was sich im großen Saal bestätigt: Die Veranstaltung ist sehr gut besucht und die meisten Besucher sind kostümiert. Beides ist heutzutage bei einer "Gala- und Kostümsitzung" nicht mehr selbstverständlich.
Wenn man dann das Verhalten der Besucher beobachtet, könnte man denken, daß die meisten den Karneval nur aus dem Fernsehen kennen. Viele wollen wohl eher zuschauen als mitmachen.
Sie haben den ersten Schritt gemacht und sich kostümiert. Nun müssen sie noch den zweiten Schritt wagen und sich beteiligen. d.h. durchaus mal "Helau" rufen oder bei der Musik mitklatschen ;-)
Vielleicht kommt den Karnevalsvereinen nun eine neue Aufgabe zu: Sie betreiben Karneval-Weiterbilden. Das könnte z.B. bedeuten, daß der Sitzungspräsident genauer sagt, was er erwartet. Oder vielleicht macht man in Zukunft ein Vorprogramm, bei dem auf unterhaltsame Weise das Grundwissen an den unbedarften TV-Karnevalisten vermittelt wird.
Ist es nicht schön, daß man sich auch mal mit solchen Fragen beschäftigen kann?

Krätscher

Donnerstag, 12. Februar 2009

Gala- und Kostümsitzung des TMCR

(07.02.09) Da hilft alles zögern, beten, zaudern, hadern, hoffen, wünschen, fürchten und beschwören nichts: Ob eine Karnevalssitzung gut besucht ist und folglich gelingt, ist in einem Stadtteil mit drei Karnevalsvereinen immer fraglich, es ist immer ein va-banque-Spiel, dessen Ausgang nicht notwendigerweise etwas mit der tatsächlichen oder erwarteten Qualität der Veranstaltung zu tun hat. Beim TMCR ist es diesmal gut gegangen - und um es mit den unsterblichen Worten des großen Berliner Narren Klaus Wowereit zu sagen: Das ist auch gut so. Manches das man nicht in den eigenen Reihen hat, hat man "zugekauft" wie z.B. einen Protokoller, Redner und ein paar Garden und das ist der Qualität nicht abträglich. Insbesondere der Protokoller hat mir persönlich ausnehmend gut gefallen, denn der hat endlich mal eine fundierte und lustige politische Büttenrede abgeliefert.
Der einzige, der Probleme hat dem Ablauf der Sitzung zu folgen, ist der Alleinunterhalter an seiner Bontempi-Orgel, der es zum Beispiel nicht schafft, den Einmarsch des Protokollers mit ein paar Takten Musik zu untermalen - woraufhin die ersten Zuschauerreihen als improvisierter Chor beginnen, den Narhallamarsch zu intonieren. Schon komisch, wie so eine Sitzung aus dem Leim zu gehen droht, wenn die gewohnten Rituale (Einmarsch, Ausmarsch, rythmisches Klatschen, Licht an, Licht aus, ...) fehlen.
Das Photo zeigt übrigens den nach seiner eigenen Bekundung schönsten Mann in Hessen. Hhmm, das läßt sogar mich noch hoffen ...

TMCR

Mittwoch, 28. Januar 2009

Integrationsstudie 2008

(27.01.09) Wer kommt zu einer Veranstaltung über die Frankfurter Integrationsstudie, wenn der Ortsbeirat die Bürger dazu einlädt? Was denken Sie?
Abgeordnete der Kommunalen Ausländervertretung und des Ortsbeirats, Mitglieder des Magistrats, Stadtbezirksvorsteher, Schuldirektoren, Vereinsvorsitzende, ... aber keine Bürger. Schade, muß es eigentlich immer um die unmittelbaren Interessen des Einzelnen gehen (z.B. Moscheebau vor der eigenen Haustür), um die Bürger für das Thema Integration zu interessieren? Oder ist das bei allen Themen so?
Am Anfang der Informationsveranstaltung wurden erstmal Begriffe definiert: Migrationshintergrund, familiärer Migrationshintergrund, Menschen ohne Migrationshintergrund, städtische Binnenmigration, Migrationshinweis, Integrationsleistung ...
Die Analyse fiel dann eher schwach aus. Die Aussagen blieben eher allgemein und das war auch gut so. Bei 1700 Fragebögen aus 6 Stadtteilen sind die Ergebnisse nicht repräsentativ. Da helfen auch die zusätzlichen 28 Interviews nicht. Die meisten Zuhörer im Raum hätten diese Aussagen aber auch selber zu Papier bringen können. (z.B. "in jedem Stadtteil gibt es einen sozialen Brennpunkt")
Es wäre besser gewesen, die grundsätzlichen Informationen zum Stadtteil von Fachleuten vor Ort zusammentragen zu lassen und darauf aufbauend in einer Studie die Probleme herauszuarbeiten und Lösungen vorzuschlagen.

Integrationsstudie 2008

Sonntag, 25. Januar 2009

Fidele Kostümsitzung

(24.01.09) Wenn man zur Kostümsitzung der Fidelen Eckenheimer in den Saalbau Ronneburg geht, weiß man in groben Zügen was einen erwartet: Mini-Garde, Midi-Garde, Maxi-Garde, Protokoller, ...
Der erste Beitrag durch "Dr. Faust" war wie immer gelungen. Bei den Tanzgarden merkte man, warum diese bei Wettkämpfen in der letzten Zeit so erfolgreich waren. Auch der Auftritt des CC blau-rot war gelungen. Aber leider gab es auch einen Büttenredner, der seine schlechten Witze noch nicht mal erzählen konnte.
Dieses Jahr wurde aber auch neues geboten: So kam das Prinzenpaar nicht einfach - begleitet von Musik - in den Raum. Nein, sie sangen selbst. Auch die späteren Wortbeiträge waren erfrischend unvorbereitet und kamen sympatisch rüber. Bei uns kamen natürlich die Grüße des Ministerpräsidenten, die der Prinz ausrichtete, sehr gut an. Beim Wort "Ministerpräsident" gab es ein wenig Unruhe im Saal, sodaß der Prinz darauf hinwies, daß es hier nicht um Politik sondern nur um Karneval ginge. Naja, wenn man an die sogenannten "hessischen Verhältnisse" zurück denkt... war das nur Politik oder hatte das nicht auch ein wenig von Karneval...

Fidele Eckenheimer
Carneval Club blau-rot

Samstag, 24. Januar 2009

Einweihung der Gymnastikhalle beim TSV Bonames

(24.01.09) Es gibt nicht viel zur offiziellen Einweihung der neuen Gymnastikhalle des TSV Bonames zu sagen, denn der Verein beläßt es - wie immer - bei einem Minimum an Formalitäten. Während die ersten Redner noch um ein Grußwort gebeten werden und sich dabei durchaus bereits sehr kurz fassen, wird schon der Dritte Redner mit den Worten nach vorne gebeten, er habe ja auch noch etwas sagen wollen. Zwischendrin gibt es ein paar Vorführungen von Sportgruppen, so zum Beispiel von den Linedancern, die das Kunststück fertig bringen, mehrere Minuten mit den Händen in den Taschen zu tanzen.
Interessant wird es dann noch einmal, als ein Vereinsvertreter noch einmal das Wort ergreift und den Entschluß, eine neue Halle zu bauen unter anderem damit begründet, daß man als Sportverein ja auch auf die anderen Sportvereine in der Umgebung schauen und sich fragen müsse, wie man denn weiterhin ein attraktives Angebot machen könne - und da gehörten moderne, freundliche und saubere Sportstätten nun einmal dazu. Aha, Konkurenz belebt also das Geschäft. So vogelwild und unkonventionell wie sich der Verein sonst auch immer gibt, dieses marktwirtschaftliche Prinzip hat er verstanden ...

TSV Bonames

Karnickeljagd in Eckenheim

(24.01.09) Die Allianz ist eine auf den ersten, zweiten und dritten Blick bemerkenswerte: Ein Karnevals- und ein Heimatverein angereichert um einen Verein, der sich um die historischen Straßenbahnen der Stadt Frankfurt kümmert. Aber es scheint zu funktionieren, denn der Heimatverein Eckenheim stellt den neuesten Teil der Stadtteilchronik Eckenheims in den Räumen des Vereins Historische Straßenbahn der Stadt Frankfurt am Main e.V. vor und die Krätscher sind in Galauniform erschienen und übernehmen das Catering - und überhaupt bereitet man ja gemeinsam das große Fest 2010 vor: 100 Jahre Eingemeindung Eckenheims und 50 Jahre Krätscher. Auf Neudeutsch: Wohl eine win-win-win-Situation.
Am heutigen Tag wird wie gesagt der neueste Teil der Stadtteilchronik Eckenheims vorgestellt, ein Werk, dessen Entstehung sich dem Schweißblut vieler Beteiligter verdankt, wie einer der Redner sagt. Bemerkenswert: Die Stadtteilchronik wird vorgestellt, scheint aber noch nicht erhältlich zu sein - oder nur zu einem sehr hohen Preis - oder in sehr kleinen Stückzahlen - der Vorsitzende des Heimatvereins, Oskar Pfreundschuh drückt sich da etwas nebulös aus. Klarer ist sein kleines Referat über den Inhalt der Chronik, das sich im wesentlichen um die Familien Scheid und Zorbach dreht - und ein kleines bischen darum, daß Eckenheim einst ein kleines Jagdrevier war, in dem unter anderem Kaninchen gejagt wurden.

AG Eckenheim 2010

Freitag, 23. Januar 2009

Turnfest: gute Organisation zahlt sich aus

(23.01.09) Das Turnfest ist die weltgrößte Breitensportveranstaltung. Wobei hierbei die Anzahl der aktiven Sportler zählt. Nicht die Anzahl der Zuschauer. Nach Frankfurt werden dieses Jahr etwa 80.000 Turner kommen!
An diese Abend stellt der TSV Berkersheim seinen Mitgliedern das Programm des Turnfestes vor und wirbt um freiwillige Helfer.
Die Organisation ist beeindruckend: 72.000 Übernachtungsmöglichkeiten in Schulen sind verfügbar, eine Reinigungsfirma säubert die Schulen vor dem Fest und stellt die Tische und Stühle zur Seite, die Frankfurter Feuerwehr installiert 7.000 Rauchmelder in den Schulen, ein Caterer liefert das Frühstück an, und und und
Und natürlich braucht es immer noch vieler Freiwilliger. z.B. Menschen, die 24 Stunden in den Schule beim Frühstück u.s.w. helfen. Auch wenn es so tolle Titel wie Quartiersmeister gibt und Prepaidhandys zur Verfügung gestellt werden, war die Nachfrage nach der Nachtschicht zwischen 0:00 und 6:00 Uhr überschaubar. Aber das Turnfest beginnt ja erst in 4 Monaten und natürlich können sich auch andere Vereine mit Freiwilligen beteiligen. Einfach mal auf den Verweis am Ende dieses Beitrags klicken...

www.turnfest.de

Mittwoch, 14. Januar 2009

Neujahrsempfang Ortsbeirat 10

(11.01.09) In den zurückliegenden Jahren hatte es keinen Neujahrsempfang des Ortsbeirats 10 gegeben und also gab es keine unmittelbare Tradition, an die man hätte anknüpfen können. Macht nix, ist auch so was geworden: Der Saal war voll, es gab angeregte Gespräche der Gäste untereinanderund damit hat der Neujahrsempfang seinen Zweck erfüllt.
Bevor diese Gespräche allerdings ihren Lauf nehmen konnten, kam allerdings zunächst der Ortsvorsteher der Pflicht nach, die Gäste und die "Prominenz" zu begrüßen. Nach ihm war es einem Artisten aus den Reihen des TV Preungesheim, seine Fertigkeiten am Diabolo zu demonstrieren. Ich könnte wetten, daß mancher im Saal nicht so schnell gucken konnte, wie der Mensch mit den Händen und Armen sein Sportgerät herumzuschleudern verstand - ich habe dazugehört.
Im Anschluß sprach dann Frau Rottmann, ihres Zeichens Magistratsmitglied der Grünen - Pardon: Bündnis 90/Die Grünen, ein paar salbungsvolle Worte. Und wenn mich nicht alles täuscht, habe ich da irgendwo gehört, daß der Ortsvorsteher Robert Lange von ihr großzügig als Parteifreund bezeichnet wurde. Hhmm, Herr Lange, gibt es da etwas, das ich als CDU-Fraktionsvorsitzender im Ortsbeirat wissen sollte? ... ;-)

Freitag, 9. Januar 2009

Neujahrsempfang der SPD in Eckenheim und Preungesheim

(08.01.09) "Same procedure as last year?" - "Same procedure as every year, James!" - "Oh, must I, Miss Sophie?" - "James, just to please me!" Nein, nicht das jetzt ein falscher Eindruck aufkommt: Zum Neujahrsempfang der SPD-Ortsvereine Eckenheim und Preungesheim muß keiner hingehen, da will man schon hingehen und man muß sich auch nicht zwingend betrinken.
Da ich die Veranstaltung in den zurückliegenden Jahren bereits gelobt habe und sich an der Organisation und Durchführung nichts geändert hat - same procedure as last year - ist auch alles genauso schön und gut wie in den Jahren zuvor.
Ich erlaube mir also an dieser Stelle also statt dessen mal ein "ganz weiches" Stimmungsbild wiederzugeben. Um es kurz zu fassen: Fröhlich, zuversichtlich und siegesgewiß sieht anders aus. Zumindestens hinter den Kulissen hört man viel Ratlosigkeit und Niedergeschlagenheit, so viel, wie man eigentlich seinem ärgsten Feinde nicht wünscht. Die positivste Äußerung ist noch die, daß die SPD schon so viele Krisen durchgestanden habe, daß man gewiß sei, auch diese zu überwinden. Was soll's, auch für Kommunalpolitiker gilt: Man muß immer einmal mehr wieder aufstehen können, als man niedergeschlagen wird.

Montag, 5. Januar 2009

Weihnachtsfeier der DJR Frankfurt

(21.12.08) Wer sich gefragt hatte, was die gut im Eckenheimer Haus der Heimat vertretene DJR in diesem Jahr denn wohl noch auf die letztjährige Weihnachtsfeier würde draufsetzen wollen (siehe hier), der bekam an diesem Sonntag Im Saalbau Bornheim die Antwort: Ein komplettes Märchen mit Tanzeinlagen, professionell in sehr originellen und aufwendig gearbeiteten Kostümen aufgeführt!
Wer dieses Blog hin und wieder einmal liest, der weiß, daß wir ehrenamtliche Arbeit in allen ihren Erscheinungsformen und Ausprägungen schätzen und im Rahmen unserer Möglichkeiten zu fördern versuchen, auch dann, wenn es nicht unserem persönlichen Geschmack entspricht und man manchmal den Willen für die Tat nehmen muß. Aber die DJR beeindruckt mich immer wieder mit Ihrer Einsatzbereitschaft und dem ausgeprägten Willen, etwas Besonderes, etwas Schönes, etwas Außergewöhnliches zu schaffen. Bei der DJR spielt neben dem olympischen Motto, nach dem ja bekanntlich das Dabeisein schon alles ist, auch die Qualität des Ergebnisses eine Rolle. Das bedeutet nicht, daß nur für das Perfekte Platz wäre, aber es bedeutet, daß für alle Beteiligten etwas Interessantes und zutiefst Befriedigendes herauskommt, wenn sich jeder anstrengt so gut er kann und seine Aufgabe ernst nimmt.
Ich finde, es lohnt sich grade für die Beteiligten, auch auf die Qualität und die Leistung zu schauen!

DJR Frankfurt

Donnerstag, 18. Dezember 2008

Weihnachtsbasar im Wiesenhüttenstift

(14.12.08) Wir waren da.

Kaffee, Kuchen, Weihnachten und drei Vorstandsmitglieder

(14.12.08) Manche Veranstaltung ist langweilig, manche Veranstaltung ist kurios - und die Weihnachtsfeier des VdK Preungesheim-Berkersheim ist traurig. Nicht weil die Stimmung traurig wäre, ganz und gar nicht, denn es gibt Kaffee und Kuchen und das geht ja bekanntlich immer. Aber der Vorsitzende breitet das Elend der Ortsgruppe Preungesheim vor den versammelten Mitgliedern aus: Zu geringe Beteiligung, ein Vorstand, der nur noch aus drei Personen besteht und Veranstaltungen, die aufgrund dieser Personalknappheit in der Vergangenheit schon mal ausfallen mußten - und das ist traurig, daß ehrenamtliche Arbeit hier offensichtlich nicht oder kaum mehr geleistet werden kann.
Wenn die lokalpolitische Arbeit eines lehrt, dann daß: Es fehlt dieser Gesellschaft an allen Ecken und Enden an ehrenamtlichem, bürgerlichem Engagement, an Menschen, die wenigstens einen kleinen Teil ihrer reichlichen Freizeit für irgendetwas anderes verwenden, als "Bauer sucht Frau" im Fernsehen zu schauen und Capo-di-Monte-Imitate im Tschibo-Shop zu kaufen. So wie wir im Moment organisiert sind in dieser Gesellschaft wird zuviel der dringend nötigen Arbeit von zu wenigen geleistet - und das wird auf die Dauer nicht gut gehen.

VdK Preungesheim-Berkersheim

Weihnachtsmarkt in Bonames

(14.12.08) Der erste Weihnachtsmarkt, der Bonames auf dem neugestalteten Ortsmittelpunkt stattfindet! Es ist erreicht, der Platz wird das erste Mal "richtig" genutzt. Natürlich wirkt alles noch etwas steril, aber so ist das nun mal mit brandneuen Sachen: Erst durch den Gebrauch werden die richtig schön. Natürlich moniert der eine oder andere, daß es doch schöner gewesen wäre, wenn die Bäume schon auf dem Platz gestanden hätten und ein Wasseranschluß dagewesen wäre - machmal denke ich, daß es Leute gibt, denen man die Bürgersteige vergolden kann und die dann sagen: "Was - nur 333er Gold?".
Á propos Unzulänglichkeiten: Da bequemt sich der Stadtrat Schwarz hinaus nach Bonames, um die feierliche Eröffnung des Weichnachtsmarktes mitfeiern zu können, und versagt bereits am ersten Tag die Technik. Es gibt nämlich für einen Teil der Stände keinen Strom. Na gut, Kinderkrankheiten, wie ich mal annehme; brandneue Sachen eben ...

Freitag, 12. Dezember 2008

Als Eckenheim noch ein Dorf war...

(11.12.08) Auf der Veranstaltung "Eckemer Gebabbel" des Heimat- und Geschichtsvereins kamen die zwei Eckenheimer Urgesteine Frau Emmerich und Herr Marx zu Wort. Sie erzählten Geschichten aus ihrer Jugend ... als Eckenheim noch ein Dorf außerhalb Frankfurts war. Damals kannte noch jeder jeden. Damals gab es in der Straße nur ein Telefon und die stolze Besitzerin rief über die Straße den Nachbarn herbei dem der jeweilige Anruf galt. Damals waren rund um Eckenheim noch Felder und keine Häuser oder Straßen wie heute. Damals...
Wenn man zu einem Vertriebenentreffen geht, hört man ähnliche Geschichten über eine vergangene Zeit. Hier kommt noch das Schicksal der Vertreibung, die Schrecken des Weltkriegs und die Zerstörung der Dörfer hinzu.
Aber in einem sind sich die Erzählungen gleich. Sie berichten von einer Vergangenheit, die in der Erinnerung der älteren Generation noch lebt und in den Geschichtsbüchern nachgelesen werden kann. Für die jüngere Generation ist es eben nur noch die Deutsche Geschichte. Wobei es meist interessanter und anschaulicher ist, wenn aus einer persönlichen Perspektive berichtet wird.
Leider war an diesem Abend der rote Faden in den beiden Berichten nicht zu erkennen. Auch wäre es schön gewesen, wenn man sich auf ein bis zwei Themen konzentriert hätte. "Oral Historie" - wie zu Neudeutsch die mündlich aus der Erinnerung der Betroffenen erzähle Geschichte auch bezeichnet wird - hat ihre eigenen Gesetze und lebt u.a. davon, daß frei ohne Vorgaben erzählt wird. Für die Forschung ist dies ein sehr interessanter Ansatz. Für die Veranstaltung wäre ein kurzer Fragenkatalog oder ein vorgegebenes Thema aber förderlich gewesen.

Heimat und Geschichtsverein Eckenheim
Oral History: Definition in Wikipedia

Und zum Schluß sind dann auch noch die Jacobs-Sisters da ...

(10.12.08) Die Stadt Frankfurt verleiht den Integrationspreis und lädt dazu natürlich - wohin schon - in die "gutt Stubb" der Stadt, den Kaisersaal ein. Dort gibt sich halb Eckenheim ein Stelldichein, denn zwei der drei diesjährigen Preisträger, der Kleingartenverein Eckenheim und die DJR, sind in Eckenheim ansässig oder Eckenheim doch sehr verbunden.
Ich weiß, ich bin jetzt ein widerlicher Spielverderber, aber als ich so hinten auf den billigen Plätzen vor mich hinsaß und mir die Reden angehört habe, habe ich gedacht: "Na, da wird es ja ganz einfach sein, daß nächste Mal, wenn das nötig ist, etwas für die Geehrten zu erreichen!". Sie sind ja immerhin in dieser multikulturellen Stadt Frankfurt wesentliche Träger der Integration und leisten ungeheuer wichtige Arbeit - so zumindestens konnte man das den Reden entnehmen.
Ich bitte das nicht falsch zu verstehen: Ich weiß aus eigener Erfahrung und Anschauung, daß die beiden Vereine tatsächliche auch im Bereich der Integration sehr wichtige Arbeit leisten und im Lob und Preis für die Geehrten möchte ich mich nicht gerne übertreffen lassen, aber zwischen Kaisersaalreden und den Mühen der Ebene gibt es dann doch noch Unterschiede.
An diesem Mittwoch-Abend jedenfalls, an dem man sich fast mit metallbewehrten Ellenbogenaufsätzen den Weg durch den Weihnachtsmarkt in den Römer bahnen muß, läßt man sich davon nicht beeindrucken, hört sich geduldig die Reden an, um sich anschließend an edlen Häppchen und Sekt zu laben.
Und wer sich jetzt fragt, wie dieser Blog-Eintrag zu seinem Titel gekommen ist: Auf dem Heimweg, der unvermeidlich natürlich wieder über den Weihnachtsmarkt führt, sehen wir tatsächlich die knödeligen Jacobs-Sisters mit ihren ondulierten Pudeln, die wohl grade einen Pressetermin absolvieren. Ich habe mir kein Autogramm geholt ...

KGV Eckenheim
DJR Frankfurt

Weihnachtsmarkt in der Gemeinde der Allerheiligsten Dreifaltigkeit

(07.12.08) "Heilig" reicht nicht, "heiligst" auch nicht, "allerheiligst" muß es schon sein - ein Superlativ Superbus wie ein Kommilitone von mir gesagt haben würde. Ich könnte mir gut vorstellen, daß es Aspekte dieser Bennenung der Gemeinde gibt, die mir als evangelischem Christen verborgen bleiben, die aber durchaus eine theologische Bedeutung haben.
How-auch-ever, Kaffee und Kuchen auf dem Weihnachtsmarkt der Kirchengemeinde sind jedenfalls weder katholisch noch evangelisch, sondern lecker. Daneben wird noch Selbgebasteltes feilgehalten - und das ist im Moment alles, was mir zu dieser Veranstaltung einfällt.

Allerheiligste Dreifaltigkeit

Sonntag, 7. Dezember 2008

50 Jahre Gemeindesaal Nazarethgemeinde

(05., 06. und 07.12.08) Der Gemeindesaal der Nazarethgemeinde wird nicht nur in diesem Jahr, sondern tatsächlich auf den Tag genau am 07.12. 50 Jahre alt - wenn man mal den Tag der offiziellen Einweihungsfeier als "Geburtsstunde" annimmt. Und da nun dieser Gemeindesaal weiland für 11.000 evangelische Christen in Eckenheim geplant war, die Gemeinde diese Zahlen aber nicht mehr ganz erreicht (wer es noch nicht gemerkt haben sollte: das war ironisch gemeint ...) ist also der Gemeindesaal so gesehen "zu groß". Und da er "zu groß" ist, ist er natürlich in seinem Bestand bedroht und so nutzt denn die Gemeinde das Jubiläum, um auf diese Situation aufmerksam zu machen - sollte bei der Gelegenheit auch der eine andere Euro seinen Weg in die Spendenkasse für den Umbau eben dieses Saales finden, wird man wohl auch nicht böse sein.
Die Gemeinde beläßt es allerdings nicht bei einer Feier, sondern gestaltet ein ganzes Wochenende, an dem für alle etwas geboten wird: Am Freitag gibt es evangelisches Kabarett (jaja, liebe Katholiken, wir dürfen so etwas, auch außerhalb des Karnevals), am Samstag wird das Gemeindefest gefeiert und am Abend gibt es einen Nikolaustanz (spießig; nur echte Gesellschaftstänze für die man tatsächlich was können muß, kein erratisches Gezappel zu Techno-Gestampfe). Am Sonntag-Mittag komplettiert ein festlicher Empfang, bei dem die kirchliche und politische Prominenz das Sehen-und-Gesehen-werden mit einer Spende vergelten kann, das Bild.
Zu dieser Veranstaltung wäre an sich weiter nichts zu sagen, hätte es nicht einen Festvortrag zu Ehren des Jubilars gegeben. Eine Architektur-Professorin der Frankfurter Fachhochschule sollte ein paar erhellende Worte zum Gemeindesaal sagen, so jedenfalls meinte ich die Ankündigung verstanden zu haben. Geboten wurden ein paar dürre, zusammengegoogelte Lebensdaten des Architekten und ein paar zusammengegoogelte weitere Bauwerke, die dieser Architekt gestaltet hat. Der Rest des Vortrag ein einziges konzeptloses Aufzählen weiterer Bauwerke der 50-iger Jahre in Frankfurt ohne roten Faden. Dazu eine Diashow vom Computer die bereits in zwei Meter Abstand nichts mehr erkennen konnte. Mir liegt das Wort "Unverschämtheit" auf der Zunge - es von dort entfleuchen zu lassen verbietet mir einzig und alleine die christliche Nächstenliebe.
Zum Schluß noch eines: Ohne die große Zahl der ehrenamlichen Helfer, die lange und hart gearbeitet haben, wäre dieses Festwochenende nicht zu stemmen gewesen. Diesen Menschen spreche ich meine Hochachtung aus!

Samstag, 6. Dezember 2008

Weihnachtsmarkt am Frankfurter Berg

(06.12.08) Auf dem Frankfurter Berg - genauer gesagt auf dem Pausenhof der Albert-Schweitzer-Schule im Stadtteil Frankfurter Berg - fand an diesem Samstag ein Weihnachtsmarkt statt. Traditionell wird dieser Markt von den sozialen Einrichtungen (Kirchen, Kindergärten, Jugendhaus, u.s.w.) sowie den lokalen Vereinen betrieben. Die CDU Frankfurt Nord-Ost unterstützte den Stand des Präventionsrats durch ein Angebot für die jüngsten Besucher: Kinderschminken.
Es ist schon interessant: In keinem Gespräch an diesem Nachmittag ist der REWE-Vollsortimenter ein Thema. Als positiv denkender Mensch könnte man sagen, daß der Kompromiß zur Verkehrregelung rund um den neuen Markt die Anforderungen der Anwohner erfüllt hat. Nun, wo das Gebäude für den Markt und die darüberliegenden Wohnungen im Bau ist, scheint das Thema gegessen zu sein.
Auch bei dem anderen großen Thema: Lärmschutzwand an der A661 (bzw. der Umlage der Kosten auf die Anlieger) scheint sich auch Beruhigung und Sachlichkeit im Stadtteil zu verbreiten. Auch hier scheint der gefundene Kompromiß die Gemüter zu beruhigen.
Und wer sagt eigentlich immer, daß kommunale bzw. lokale Politik langweilig ist. Diese auf den ersten Blick kleinen Themen mobilisieren erstaunlich viele Personen und es ist die Aufgabe der Politik, Lösungen für diese Probleme zu finden.