Thilo Stratemann und Karsten Meyerhoff sagen Tschüß

(3. April 2011) Wir, lieber Leserin, lieber Leser tingeln seit über 6 Jahren durch den Ortsbezirk 10 und seit 5 Jahren be- und verarbeiten wir das, was wir dabei gesehen und erlebt haben, in diesem Blog. Das war mal leicht, mal schwer, aber immer eine Menge Arbeit. Das werden Sie möglicherweise im Angesicht der kleinen Artikelchen nicht glauben, aber glauben Sie uns: In dieses Blog sind etliche Arbeitsstunden geflossen.
Nun war immer klar, daß der Besuch von Veranstaltungen und der anschließende Bericht einem politischen Ziel dient: Wir wollten als CDU-Vertreter vor Ort sein, wir wollten präsent und ansprechbar sein, um aus erster Hand zu erfahren, wo der Schuh drückt und wo wir helfen können. Am 27.03.2011 haben die Wähler im Ortsbezirk 10 und in Frankfurt diese Aktivitäten im Rahmen der Kommunlwahlen bewertet - das Resultat ist unter anderem auf der Webseite http://www.stadt-frankfurt.de/wahlen/ zu begutachten. Kurz gesagt ist das Ergebnis unmißverständlich - und es ist vernichtend. Wir beide wurden auf unseren jeweiligen Listen für den Ortsbeirat 10 und die Stadtverordnetenversammlung nach unten durchgereicht und Thilo Stratemann hat den Einzug in die Stadtverordnetenversammlung erneut nicht geschafft. Das läßt nur den einen Schluß zu: Aktuelle Themen aus den Nachrichten entscheiden offenbar auch die Kommunalwahlen und nicht die Arbeit vor Ort.
In den letzten Jahren haben wir viele Menschen in den nordöstlichen Stadtteilen kennengelernt. Häufig wurden aus Gesprächspartnern Bekannte und gar nicht so selten aus Bekannten Freunde. Diese Bekanntschaften und Freundschaften werden wir natürlich weiterhin pflegen. Der Besuch möglichst aller Veranstaltungen im Ortsbezirk 10 und dieses Blog (inklusive des Veranstaltungskalenders) werden wir jedoch ab sofort einstellen.
Allen Menschen, die dieses Blog bisher gelesen und uns Rückmeldung gegeben haben - egal ob positiv oder negativ - danken wir recht herzlich; alle die das Blog gerne gelesen haben, bitten wir um Verständnis.

Kommunalwahl 27. März 2011

Machen wir's kurz: Am 27. März dieses Jahres sind in Frankfurt Kommunalwahlen. Bitten gehen Sie unbedingt zu diesen Wahlen: Es werden die Ortsbeiräte und die Stadtverordnetenversammlung gewählt. Da stellen sich die Menschen zur Wahl, die sich um "Ihre" Bürgersteige, Einbahnstraßen, Schulen, Buslinien und Parkbänke kümmern wollen - um die Dinge, die bei Ihnen direkt vor der Haustür, in Ihrem Stadtteil passieren. Dafür brauchen alle Lokalpolitiker Ihre Unterstützung.
Die Autoren dieses Blogs bewerben sich ebenfalls um kommunalpolitische Ämter, Thilo Stratemann für die Stadtverordnetenversammlung (Platz 42 Stadtverordnetenliste CDU) und Dr. Karsten Meyerhoff für den Ortsbeirat 10 (Platz 2 Ortsbeiratsliste CDU). Bitte geben Sie uns am 27.03. jeweils drei Einzelstimmen, damit wir auch in Zukunft diese "Stadtteilzeitung" führen können. Wenn Sie mal "zur Probe" kumulieren und panaschieren wollen, dann können Sie das hier tun.

Sonntag, 22. März 2009

Gemeinsam im Bad

(21.03.09) Na gut, nicht die reine Lehre an dieser Stelle über Gewerbebetriebe zu berichten, aber wenn man als Ortsbeiratsmitglied eingeladen wird, sich eine Unternehmenspräsentation anzusehen, dann tut man das natürlich - alleine der Abwechslung wegen.
Geladen hatte der Handwerksbetrieb GST Badträume aus der Homburger Landstr. 146 und zwar zur Präsentation von Beispielbädern aus seiner Kollektion von Bädern. Eine eindrucksvolle Parade von edlen Materialien und kunstvollen Objekten, die in der sterilen Perfektion der Präsentation kaum noch daran erinnert, daß es sich im wesentlichen um den Ort handelt, an den auch der Kaiser zu Fuß geht.
Insgesamt handelt es sich um ein eindrucksvolles Zeugnis dessen, was das deutsche Handwerk zu leisten in der Lage ist - wenn man es läßt ...

GST Badträume

Mittwoch, 18. März 2009

Wohin mit dem Geld?

(17.03.09) Da stehen also sechs Ortsbeiratsmitglieder anläßlich eines Ortstermins beisammen, haben ein erkleckliches Sümmchen des Ortsbeiratsbudgets für 2007 im Rücken und sollen darüber befinden, wie man die Spielplätze im Zentrum der Karl-Kirchner-Siedlung und am Kirschenwäldchen verschönern und besser ausstatten kann - und stellen fest, daß entgegen der Erwartung Aller die Spielplätze in einem recht passablen Zustand sind. Alle Papierkörbe stehen, die Sitzbänke sind in gutem Zustand und fast für alle Alterklassen sind Geräte da und die scheinen technisch auch in einem guten Zustand zu sein.
Gewiß: Man kann immer noch mehr tun, immer noch mehr Geräte aufstellen und noch mehr Angebote machen, aber die ganz große Not scheint mir auf den beiden genannten Spielplätzen nicht zu herrschen. Befragt danach, was denn auf dem immer noch sogenannten Amispielplatz am Kirschwäldchen noch fehle, sagen grade anwesende Eltern: Eine kleine Rutsche für 3-Jährige. Das ist ein sehr bescheidener Wunsch und er zeigt, daß die beiden Spielplätze im Großen und Ganzen in Ordnung sind. Für den Spielplatz am Kirschenwäldchen ist ein umfangreicher "Wiederaufrüstungsplan" nach den unschönen Ereignissen des letzten Jahres bereits beschlossen und auch schon finanziert.
Das Ortsbeiratskapital, das scheue Reh, kann also weiterwandern ...

Dienstag, 17. März 2009

Parkende LKW im Garten von Edward

(16.03.09) Die Bauarbeiten am Frankfurter Berg, genauer gesagt an der Kreuzung Berkersheimer Weg und Homburger Landstraße, sind nun bereits seit etlichen Wochen im Gange und ich hatte mich schon gewundert, daß die vormals so aktive Interessengemeinschaft Frankfurter Berg noch nicht wieder in Aktion getreten war.
Da aber so ein Bauvorhaben die Anwohner natürlich immer mit Verkehr und Lärm belastet, war es nur eine Frage der Zeit, bis sich die Anwohner erneut beschweren würden - wofür man ja ein gewisses Verständnis haben kann. So hat denn der Ortsbeirat einen Ortstermin angesetzt, um den Stein des Anstoßes persönlich in Augenschein zu nehmen: Auf der Straße wartende Bau-LKWs. Die halten teilweise in der Sonnentaustraße, teilweise im letzten, der Homburger Landstraße zugewandten Teilstück des Malvenwegs und werden entladen oder warten kurz darauf, dorthin zu gelangen, wo sie entladen werden können.
Nach meinem Eindruck sieht die Baustelle recht "aufgeräumt" aus und die diversen Aktivitäten finden mit Masse auf der Baustelle selber statt. Man darf auch nicht vergessen, daß die Baustelle an zwei sehr vielbefahrene Straßen grenzt, die für die Erschließung und Belieferung der Baustelle kaum genutzt werden können. Daß das die Anwohner nicht tröstet, kann ich verstehen: Wer mit Baulärm leben muß, für den ist jeder Hammerschlag einer zuviel.
Was die LKW angeht, so wird man entsetzlich viel wohl nicht tun können. Am vielversprechendsten scheint es zu sein, wenigstens den Fußgängern den Durchgang zur Homburger Landstraße freizuhalten und zu sichern.

IG Frankfurter Berg

Besuch beim AK Eckenheim

(17.03.09) Ich gestehe es freimütig: Mit dem Begriff "AK Eckenheim" konnte ich bisher nicht so wahnsinnig viel anfangen, aber wenn ich eingeladen werde und man auch noch meine Meinung zu bestimmten Eckenheimer Themen hören will und die Zeit einigermaßen paßt, dann komme ich natürlich gerne. Ich höre mich ja selber gerne reden und dazu hatte ich im Arbeitskreis Eckenheim, in dem sich diverse, im weitesten Sinne sozial tätigen Organisationen regelmäßig zu einem formlosen Erfahrungsaustausch zusammenfinden, üppig Gelegenheit. Die Anwesenden wollten nämlich etwas zu den Themen Beleuchtung des Jordanswegs, Kreisel vor der Münzenberger Schule, Zustand des sogenannten Ami-Spielplatzes und zur Integrationsstudie wissen.
Nun wird ja jeder gerne nach seiner Meinung gefragt und so gebe ich denn auch mit dem größten Vergnügen Auskunft, aber es wundert mich manchmal schon, wem man noch alles welche Neuigkeiten erzählen kann. Wir versuchen ja nach dem Motto "Tue Gutes und rede darüber." schon, nach Kräften jeden noch so kleinen Erfolg der Lokalpolitik bei den Menschen zu publizieren. Aber damit erreichen wir wohl immer noch nicht hinreichend viele Menschen. Aber vielleicht sehe ich da den Wald vor lauter Bäumen schon nicht mehr , vielleicht nehme ich es als zu selbstverständlich, daß sich jeder Mensch zu jeder Zeit für jeden abgesenkten Bürgersteig interessieren müßte. Vielleicht reden und erklären wir immer noch zu wenig ...

Mittwoch, 11. März 2009

Stadtrat Christof Warnke zum 70sten

(10.03.09) 70 Jahre alt wird man nicht alle Tage, auch Stadträte nicht und deswegen öffnet die Stadt Frankfurt dem Jubilar Christof Warnke aus Preungesheim den Römer und bereitet ihm, der er in verschiedenen Funktionen der Stadt lange und treu gedient hat, einen festlichen Empfang - recht so!
Alles was in der Stadt Rang und Namen hat, ist gekommen und Frau Oberbürgermeister Roth spinnt eine nette Rede um den Leitgedanken "Sie sind einer von uns." herum. Der Geehrte antwortet in der für ihn so charakteristischen launigen Art und Weise. So kolportiert er, der er in Brasilien geboren wurde, eine Anekdote aus seiner Kindheit nach der anderen. Nach seiner Geburt, so sei den kargen Tagebuchnotizen seines Vaters zu entnehmen, habe der Kinderchor der Schule nicht gesungen, während seinem älteren Bruder Martin nur 18 Monate vorher diese Ehre noch zu Teil geworden sei. Er habe das ja damals gar nicht erwartet, sagt er mit verschmitzter Miene, und schließlich sei er ja auch ohne das 70 Jahre gut durch's Leben gekommen.
Seinem selbst formulierten Anspruch, er wolle in Bezug auf das Lebensalter Jopie Hesters einholen, schließe ich mich hiermit an - auch wenn ich nicht so genau weiß, wie das gehen soll ...

Christof Warnke

Montag, 9. März 2009

Hering, rutsch!

(07. 03.09) Jaja, ich gebe es ja zu: Schuldig im Sinne der Anklage! Ich mache es mir einfach und schreibe über zwei Veranstaltungen nur einen Eintrag. Aber bei beiden Veranstaltungen handelt es sich um das Heringsessen/Ordensfest eines Karnevalsvereins und beide Feste finden im Saalbau Ronneburg statt und beide folgen der bekannten Regie: Ehrung derjenigen, die normalerweise nicht so im Rampenlicht stehen, ohne die aber kein Verein überleben kann. Man hat keine Vorstellung davon, wieviel ehrenamtliche Arbeit selbst so "simple" Veranstaltungen wie ein Heringsessen erfordern!
Bei der Gelegenheit lernen wir etwas Neues. Da man ja bekanntlich außerhalb der fünften Jahreszeit das magische Wort "Helau" nicht sagen darf - schreiben darf man es nach meinem Wissen sehr wohl - sagt man statt dessen "Hellblau" um es zu umschreiben und zur Eröffnung des Buffets heißt es: "Hering, rutsch!" Und noch etwas lernen wir: Die drei Kindersitzungen der Fidelen Eckenheimer hatten zusammen weit über 1000 Gäste!

Fidele Eckenheimer
TMCR

Sonntag, 1. März 2009

Hauptversammlung des TSV Berkersheim

(27.02.09) Die Hauptversammlung 2009 des TSV Berkersheim stand ganz im Zeichen des weit im Vorfeld angekündigten Verzichts von Volker Gilbert auf das Amt des ersten Vorsitzenden das er 25 Jahre innehatte. Der eine oder andere wollte wohl immer noch nicht so recht glauben, daß der langjährige Kapitän tatsächlich von der Brücke gehen würde - aber er tat es. Ich hatte das Gefühl, daß er es nach dem sehr häufig geäußerten und sehr selten beherzigten Motto "Man soll aufhören, wenn es am schönsten ist!" getan hat. Denn tatsächlich: Volker Gilbert hat für den TSV Berkersheim eine Menge erreicht, wie sich allein an der unter seiner Ägide von ca. 290 auf ca. 640 gestiegenen Mitgliederzahl leicht ablesen läßt.
Zu dumm nur, daß sich trotz intensiver Suche kein Nachfolger für ihn hat finden lassen! Eigentlich kaum zu glauben: Da kündigt der Mann vor vier Jahren an, daß er in vier Jahren nicht mehr für die Position des ersten Vorsitzenden zur Verfügung steht und begibt sich auf die Suche nach einem Menschen, dem er einen wohlbestellten Verein übergeben kann - und findet keinen! Im Angesicht der Probleme des TSV Berkersheim und der Erfolge des TSV Bonames drängt sich die folgende Erklärung förmlich auf: Die Menschen sehen Sportvereine zunehmend als eine Art Fitnessstudio an, dem gegenüber man keine weiteren Verpflichtungen hat, als seinen Mitgliedsbeitrag zu zahlen, woraufhin man einen Anspruch darauf hat, das gesamte Spektrum der Dienstleistungen zu nutzen. Daß Vereine, nicht nur die Sportvereine, so nicht funktionieren, sondern in erheblichem Maße von der Gemeinschaft und deren ehrenamtlicher, unentgeltlicher Arbeit leben, scheint zunehmend in Vergessenheit zu geraten. Ein kurzer Blick auf die Rechnung, die ein kommerzielles Fitness-Studio oder eine Tanzschule stellt, müßte eigentlich jedem klar machen, ein wie kleiner Teil des tatsächlichen Aufwands von seinem Mitgliedsbeitrag gedeckt wird - eigentlich ...

Samstag, 28. Februar 2009

Kleingärtnern gelingt Generationenwechsel

(28.02.09) Auf der heutigen Jahreshauptversammlung des Kleingartenvereins Eckenheim ist es Helmut Belser gelungen den Stab an einen neuen Vorsitzenden zu übergeben.
Von allen Seiten wurde die außerordentlich erfolgreiche Arbeit des bisherigen Vorsitzenden gelobt. Es ist aber durchaus auch der Erwähnung wert, daß zwei Mitglieder - Niels König und Christian Preisler - (Ende 30/Anfang 40) sich bereit erklärt haben vom einfachen Mitglied direkt in den Vorstand als Vorsitzende bzw. stellvertretende Vorsitzende zu wechseln. Also nicht mehr zuschauen sondern anpacken und Verantwortung übernehmen.
Herr Belser sagte dem neuen Vorsitzenden König noch "geh Deinen eigenen Weg" und bietet ihn an sein Wissen weiterzugeben.
Unter dieser Voraussetzung ist eine Generationenwechsel möglich: Wissen weitergeben und akzeptieren, daß der neue Vorstand auch einiges anders machen wird. Vorbildlich!

Kleingartenverein Eckenheim

Montag, 23. Februar 2009

Rammlerball

(14.02.09) "Rammler, Rammler noch einmal, denn rammeln das macht Spaß ..." - mit diesen Zeilen beginnt das Rammlerlied. Man sollte es nicht für möglich halten, aber dieses Lied, das erst zum Ende des Abends angestimmt wird, ist tatsächlich ein würdiger Motto-Song für den Rammlerball, die Karnevalssitzung des Kleintierzüchtervereins Bonames. Obgleich das Ausrichten einer Karnevalssitzung auf den ersten Blick nicht zu den Kernkompetenzen eines Kleintierzüchtervereins zu gehören scheint, blickt der Rammlerball in diesem Jahr auf eine stolze, 25-jährige Tradition zurück.
Nun kennnt man ja die Beteuerungen der Humorschaffenden des Vereinskarnevals, die unisono beteuern, der Karneval müsse sauber bleiben. Das hat sich entweder bis zu den Kleintierzüchtern noch nicht herumgesprochen, oder Kleinierzüchter haben eine anderes Verhältnis zur schönsten Nebensache der Welt - und damit ist nicht Sport gemeint ...
Als die Veranstaltung weit nach Mitternacht auf den Höhepunkt (Finale Allegro molto con brio furioso) zutreibt, hat sich einer voller Saal vorwiegend älterer Semester etliche Stunden offenkundig köstlich amüsiert und alle Zutaten einer klassischen Karnevalssitzung genossen: Gardetänze, Orden, Schautänze, Gesangsnummern, Tusch, Büttenreden und Männerballett. Nur einen Elferrat gibt es nicht und keine Narrenkappen. Routiniert leitet Reinhard Triefenbach die Sitzung und der volle Saal im Haus Nidda bietet wohl die Gewähr dafür, daß es das kleine Kuriosum "Rammlerball" im großen Ausnahmezustand "Karneval" auch im nächsten Jahr wieder geben wird.

Sonntag, 15. Februar 2009

Tag der offenen Tür in der Carlo-Mierendorff-Schule

(14.02.09) Mal wieder ein Tag der offenen Tür in der Carlo-Mierendorff-Schule und mal wieder ein Tag, an dem sich die Erkenntnis festigt, daß hier noch einiges zu tun ist und noch einiges im Argen liegt. Die meisten Mißstände sind baulicher Art und ihnen ist nur mit Geld abzuhelfen.
In einem interessanten Gespräch mit zwei Lehrerinnen fällt mir aber - nicht zum ersten Mal - auf, daß diese Lehrerinnen schier verzweifeln an der Übermacht der "Erziehung", die außerhalb der Schule stattfindet: Im Freundeskreis und insbesondere im Elternhaus. Wenn das Elternhaus nun also einen großen Einfluß auf die Kinder hat, einen so großen, daß die Lehrer darüber klagen, gegen diesen Einfluß kaum anarbeiten zu können, ist es dann völlig absurd, im Interesse der Kinder nicht nur bei der Schule anzusetzen, sondern auch bei den Eltern?
Ich habe das Gefühl, daß die gesamte Bildungspolitik auf die Schulen fixiert ist und immer mehr Aktivitäten in die Schule verlagern möchte, um diejenigen Kinder, die zuhause zu wenig Anregung erfahren, noch ein paar Stunden pro Tag mehr in der Schule "behandeln" zu können. Dabei scheint man mir zu übersehen, daß die Lehrer im Moment mit Teelöffeln einer Sturmflut begegnen wollen und wir großspurig darüber diskutieren, ihnen doch wenigstens Esslöffel in die Hand zu geben. Aus den Äußerungen der beiden Lehrerinnen glaube ich zu lernen, daß der Deich, den man zur Bekämpfung einer Sturmflut braucht (ich bin Ostfriese, ich weiß wovon ich rede ...), ganz woanders eingezogen werden muß, damit bei den Schulen nur noch ein Rinnsaal ankommt, das sich wirklich mit einem Esslöffel ausschöpfen läßt - und dieser Deich gehört in den Elternhäusern eingezogen ...

Carlo-Mierendorff-Schule

Gut besuchte Krätscher-Sitzung

(14.02.08) Schon vor dem Saalbau Ronneburg sieht man, was sich im großen Saal bestätigt: Die Veranstaltung ist sehr gut besucht und die meisten Besucher sind kostümiert. Beides ist heutzutage bei einer "Gala- und Kostümsitzung" nicht mehr selbstverständlich.
Wenn man dann das Verhalten der Besucher beobachtet, könnte man denken, daß die meisten den Karneval nur aus dem Fernsehen kennen. Viele wollen wohl eher zuschauen als mitmachen.
Sie haben den ersten Schritt gemacht und sich kostümiert. Nun müssen sie noch den zweiten Schritt wagen und sich beteiligen. d.h. durchaus mal "Helau" rufen oder bei der Musik mitklatschen ;-)
Vielleicht kommt den Karnevalsvereinen nun eine neue Aufgabe zu: Sie betreiben Karneval-Weiterbilden. Das könnte z.B. bedeuten, daß der Sitzungspräsident genauer sagt, was er erwartet. Oder vielleicht macht man in Zukunft ein Vorprogramm, bei dem auf unterhaltsame Weise das Grundwissen an den unbedarften TV-Karnevalisten vermittelt wird.
Ist es nicht schön, daß man sich auch mal mit solchen Fragen beschäftigen kann?

Krätscher

Donnerstag, 12. Februar 2009

Gala- und Kostümsitzung des TMCR

(07.02.09) Da hilft alles zögern, beten, zaudern, hadern, hoffen, wünschen, fürchten und beschwören nichts: Ob eine Karnevalssitzung gut besucht ist und folglich gelingt, ist in einem Stadtteil mit drei Karnevalsvereinen immer fraglich, es ist immer ein va-banque-Spiel, dessen Ausgang nicht notwendigerweise etwas mit der tatsächlichen oder erwarteten Qualität der Veranstaltung zu tun hat. Beim TMCR ist es diesmal gut gegangen - und um es mit den unsterblichen Worten des großen Berliner Narren Klaus Wowereit zu sagen: Das ist auch gut so. Manches das man nicht in den eigenen Reihen hat, hat man "zugekauft" wie z.B. einen Protokoller, Redner und ein paar Garden und das ist der Qualität nicht abträglich. Insbesondere der Protokoller hat mir persönlich ausnehmend gut gefallen, denn der hat endlich mal eine fundierte und lustige politische Büttenrede abgeliefert.
Der einzige, der Probleme hat dem Ablauf der Sitzung zu folgen, ist der Alleinunterhalter an seiner Bontempi-Orgel, der es zum Beispiel nicht schafft, den Einmarsch des Protokollers mit ein paar Takten Musik zu untermalen - woraufhin die ersten Zuschauerreihen als improvisierter Chor beginnen, den Narhallamarsch zu intonieren. Schon komisch, wie so eine Sitzung aus dem Leim zu gehen droht, wenn die gewohnten Rituale (Einmarsch, Ausmarsch, rythmisches Klatschen, Licht an, Licht aus, ...) fehlen.
Das Photo zeigt übrigens den nach seiner eigenen Bekundung schönsten Mann in Hessen. Hhmm, das läßt sogar mich noch hoffen ...

TMCR

Mittwoch, 28. Januar 2009

Integrationsstudie 2008

(27.01.09) Wer kommt zu einer Veranstaltung über die Frankfurter Integrationsstudie, wenn der Ortsbeirat die Bürger dazu einlädt? Was denken Sie?
Abgeordnete der Kommunalen Ausländervertretung und des Ortsbeirats, Mitglieder des Magistrats, Stadtbezirksvorsteher, Schuldirektoren, Vereinsvorsitzende, ... aber keine Bürger. Schade, muß es eigentlich immer um die unmittelbaren Interessen des Einzelnen gehen (z.B. Moscheebau vor der eigenen Haustür), um die Bürger für das Thema Integration zu interessieren? Oder ist das bei allen Themen so?
Am Anfang der Informationsveranstaltung wurden erstmal Begriffe definiert: Migrationshintergrund, familiärer Migrationshintergrund, Menschen ohne Migrationshintergrund, städtische Binnenmigration, Migrationshinweis, Integrationsleistung ...
Die Analyse fiel dann eher schwach aus. Die Aussagen blieben eher allgemein und das war auch gut so. Bei 1700 Fragebögen aus 6 Stadtteilen sind die Ergebnisse nicht repräsentativ. Da helfen auch die zusätzlichen 28 Interviews nicht. Die meisten Zuhörer im Raum hätten diese Aussagen aber auch selber zu Papier bringen können. (z.B. "in jedem Stadtteil gibt es einen sozialen Brennpunkt")
Es wäre besser gewesen, die grundsätzlichen Informationen zum Stadtteil von Fachleuten vor Ort zusammentragen zu lassen und darauf aufbauend in einer Studie die Probleme herauszuarbeiten und Lösungen vorzuschlagen.

Integrationsstudie 2008

Sonntag, 25. Januar 2009

Fidele Kostümsitzung

(24.01.09) Wenn man zur Kostümsitzung der Fidelen Eckenheimer in den Saalbau Ronneburg geht, weiß man in groben Zügen was einen erwartet: Mini-Garde, Midi-Garde, Maxi-Garde, Protokoller, ...
Der erste Beitrag durch "Dr. Faust" war wie immer gelungen. Bei den Tanzgarden merkte man, warum diese bei Wettkämpfen in der letzten Zeit so erfolgreich waren. Auch der Auftritt des CC blau-rot war gelungen. Aber leider gab es auch einen Büttenredner, der seine schlechten Witze noch nicht mal erzählen konnte.
Dieses Jahr wurde aber auch neues geboten: So kam das Prinzenpaar nicht einfach - begleitet von Musik - in den Raum. Nein, sie sangen selbst. Auch die späteren Wortbeiträge waren erfrischend unvorbereitet und kamen sympatisch rüber. Bei uns kamen natürlich die Grüße des Ministerpräsidenten, die der Prinz ausrichtete, sehr gut an. Beim Wort "Ministerpräsident" gab es ein wenig Unruhe im Saal, sodaß der Prinz darauf hinwies, daß es hier nicht um Politik sondern nur um Karneval ginge. Naja, wenn man an die sogenannten "hessischen Verhältnisse" zurück denkt... war das nur Politik oder hatte das nicht auch ein wenig von Karneval...

Fidele Eckenheimer
Carneval Club blau-rot

Samstag, 24. Januar 2009

Einweihung der Gymnastikhalle beim TSV Bonames

(24.01.09) Es gibt nicht viel zur offiziellen Einweihung der neuen Gymnastikhalle des TSV Bonames zu sagen, denn der Verein beläßt es - wie immer - bei einem Minimum an Formalitäten. Während die ersten Redner noch um ein Grußwort gebeten werden und sich dabei durchaus bereits sehr kurz fassen, wird schon der Dritte Redner mit den Worten nach vorne gebeten, er habe ja auch noch etwas sagen wollen. Zwischendrin gibt es ein paar Vorführungen von Sportgruppen, so zum Beispiel von den Linedancern, die das Kunststück fertig bringen, mehrere Minuten mit den Händen in den Taschen zu tanzen.
Interessant wird es dann noch einmal, als ein Vereinsvertreter noch einmal das Wort ergreift und den Entschluß, eine neue Halle zu bauen unter anderem damit begründet, daß man als Sportverein ja auch auf die anderen Sportvereine in der Umgebung schauen und sich fragen müsse, wie man denn weiterhin ein attraktives Angebot machen könne - und da gehörten moderne, freundliche und saubere Sportstätten nun einmal dazu. Aha, Konkurenz belebt also das Geschäft. So vogelwild und unkonventionell wie sich der Verein sonst auch immer gibt, dieses marktwirtschaftliche Prinzip hat er verstanden ...

TSV Bonames

Karnickeljagd in Eckenheim

(24.01.09) Die Allianz ist eine auf den ersten, zweiten und dritten Blick bemerkenswerte: Ein Karnevals- und ein Heimatverein angereichert um einen Verein, der sich um die historischen Straßenbahnen der Stadt Frankfurt kümmert. Aber es scheint zu funktionieren, denn der Heimatverein Eckenheim stellt den neuesten Teil der Stadtteilchronik Eckenheims in den Räumen des Vereins Historische Straßenbahn der Stadt Frankfurt am Main e.V. vor und die Krätscher sind in Galauniform erschienen und übernehmen das Catering - und überhaupt bereitet man ja gemeinsam das große Fest 2010 vor: 100 Jahre Eingemeindung Eckenheims und 50 Jahre Krätscher. Auf Neudeutsch: Wohl eine win-win-win-Situation.
Am heutigen Tag wird wie gesagt der neueste Teil der Stadtteilchronik Eckenheims vorgestellt, ein Werk, dessen Entstehung sich dem Schweißblut vieler Beteiligter verdankt, wie einer der Redner sagt. Bemerkenswert: Die Stadtteilchronik wird vorgestellt, scheint aber noch nicht erhältlich zu sein - oder nur zu einem sehr hohen Preis - oder in sehr kleinen Stückzahlen - der Vorsitzende des Heimatvereins, Oskar Pfreundschuh drückt sich da etwas nebulös aus. Klarer ist sein kleines Referat über den Inhalt der Chronik, das sich im wesentlichen um die Familien Scheid und Zorbach dreht - und ein kleines bischen darum, daß Eckenheim einst ein kleines Jagdrevier war, in dem unter anderem Kaninchen gejagt wurden.

AG Eckenheim 2010

Freitag, 23. Januar 2009

Turnfest: gute Organisation zahlt sich aus

(23.01.09) Das Turnfest ist die weltgrößte Breitensportveranstaltung. Wobei hierbei die Anzahl der aktiven Sportler zählt. Nicht die Anzahl der Zuschauer. Nach Frankfurt werden dieses Jahr etwa 80.000 Turner kommen!
An diese Abend stellt der TSV Berkersheim seinen Mitgliedern das Programm des Turnfestes vor und wirbt um freiwillige Helfer.
Die Organisation ist beeindruckend: 72.000 Übernachtungsmöglichkeiten in Schulen sind verfügbar, eine Reinigungsfirma säubert die Schulen vor dem Fest und stellt die Tische und Stühle zur Seite, die Frankfurter Feuerwehr installiert 7.000 Rauchmelder in den Schulen, ein Caterer liefert das Frühstück an, und und und
Und natürlich braucht es immer noch vieler Freiwilliger. z.B. Menschen, die 24 Stunden in den Schule beim Frühstück u.s.w. helfen. Auch wenn es so tolle Titel wie Quartiersmeister gibt und Prepaidhandys zur Verfügung gestellt werden, war die Nachfrage nach der Nachtschicht zwischen 0:00 und 6:00 Uhr überschaubar. Aber das Turnfest beginnt ja erst in 4 Monaten und natürlich können sich auch andere Vereine mit Freiwilligen beteiligen. Einfach mal auf den Verweis am Ende dieses Beitrags klicken...

www.turnfest.de

Mittwoch, 14. Januar 2009

Neujahrsempfang Ortsbeirat 10

(11.01.09) In den zurückliegenden Jahren hatte es keinen Neujahrsempfang des Ortsbeirats 10 gegeben und also gab es keine unmittelbare Tradition, an die man hätte anknüpfen können. Macht nix, ist auch so was geworden: Der Saal war voll, es gab angeregte Gespräche der Gäste untereinanderund damit hat der Neujahrsempfang seinen Zweck erfüllt.
Bevor diese Gespräche allerdings ihren Lauf nehmen konnten, kam allerdings zunächst der Ortsvorsteher der Pflicht nach, die Gäste und die "Prominenz" zu begrüßen. Nach ihm war es einem Artisten aus den Reihen des TV Preungesheim, seine Fertigkeiten am Diabolo zu demonstrieren. Ich könnte wetten, daß mancher im Saal nicht so schnell gucken konnte, wie der Mensch mit den Händen und Armen sein Sportgerät herumzuschleudern verstand - ich habe dazugehört.
Im Anschluß sprach dann Frau Rottmann, ihres Zeichens Magistratsmitglied der Grünen - Pardon: Bündnis 90/Die Grünen, ein paar salbungsvolle Worte. Und wenn mich nicht alles täuscht, habe ich da irgendwo gehört, daß der Ortsvorsteher Robert Lange von ihr großzügig als Parteifreund bezeichnet wurde. Hhmm, Herr Lange, gibt es da etwas, das ich als CDU-Fraktionsvorsitzender im Ortsbeirat wissen sollte? ... ;-)

Freitag, 9. Januar 2009

Neujahrsempfang der SPD in Eckenheim und Preungesheim

(08.01.09) "Same procedure as last year?" - "Same procedure as every year, James!" - "Oh, must I, Miss Sophie?" - "James, just to please me!" Nein, nicht das jetzt ein falscher Eindruck aufkommt: Zum Neujahrsempfang der SPD-Ortsvereine Eckenheim und Preungesheim muß keiner hingehen, da will man schon hingehen und man muß sich auch nicht zwingend betrinken.
Da ich die Veranstaltung in den zurückliegenden Jahren bereits gelobt habe und sich an der Organisation und Durchführung nichts geändert hat - same procedure as last year - ist auch alles genauso schön und gut wie in den Jahren zuvor.
Ich erlaube mir also an dieser Stelle also statt dessen mal ein "ganz weiches" Stimmungsbild wiederzugeben. Um es kurz zu fassen: Fröhlich, zuversichtlich und siegesgewiß sieht anders aus. Zumindestens hinter den Kulissen hört man viel Ratlosigkeit und Niedergeschlagenheit, so viel, wie man eigentlich seinem ärgsten Feinde nicht wünscht. Die positivste Äußerung ist noch die, daß die SPD schon so viele Krisen durchgestanden habe, daß man gewiß sei, auch diese zu überwinden. Was soll's, auch für Kommunalpolitiker gilt: Man muß immer einmal mehr wieder aufstehen können, als man niedergeschlagen wird.

Montag, 5. Januar 2009

Weihnachtsfeier der DJR Frankfurt

(21.12.08) Wer sich gefragt hatte, was die gut im Eckenheimer Haus der Heimat vertretene DJR in diesem Jahr denn wohl noch auf die letztjährige Weihnachtsfeier würde draufsetzen wollen (siehe hier), der bekam an diesem Sonntag Im Saalbau Bornheim die Antwort: Ein komplettes Märchen mit Tanzeinlagen, professionell in sehr originellen und aufwendig gearbeiteten Kostümen aufgeführt!
Wer dieses Blog hin und wieder einmal liest, der weiß, daß wir ehrenamtliche Arbeit in allen ihren Erscheinungsformen und Ausprägungen schätzen und im Rahmen unserer Möglichkeiten zu fördern versuchen, auch dann, wenn es nicht unserem persönlichen Geschmack entspricht und man manchmal den Willen für die Tat nehmen muß. Aber die DJR beeindruckt mich immer wieder mit Ihrer Einsatzbereitschaft und dem ausgeprägten Willen, etwas Besonderes, etwas Schönes, etwas Außergewöhnliches zu schaffen. Bei der DJR spielt neben dem olympischen Motto, nach dem ja bekanntlich das Dabeisein schon alles ist, auch die Qualität des Ergebnisses eine Rolle. Das bedeutet nicht, daß nur für das Perfekte Platz wäre, aber es bedeutet, daß für alle Beteiligten etwas Interessantes und zutiefst Befriedigendes herauskommt, wenn sich jeder anstrengt so gut er kann und seine Aufgabe ernst nimmt.
Ich finde, es lohnt sich grade für die Beteiligten, auch auf die Qualität und die Leistung zu schauen!

DJR Frankfurt