Thilo Stratemann und Karsten Meyerhoff sagen Tschüß

(3. April 2011) Wir, lieber Leserin, lieber Leser tingeln seit über 6 Jahren durch den Ortsbezirk 10 und seit 5 Jahren be- und verarbeiten wir das, was wir dabei gesehen und erlebt haben, in diesem Blog. Das war mal leicht, mal schwer, aber immer eine Menge Arbeit. Das werden Sie möglicherweise im Angesicht der kleinen Artikelchen nicht glauben, aber glauben Sie uns: In dieses Blog sind etliche Arbeitsstunden geflossen.
Nun war immer klar, daß der Besuch von Veranstaltungen und der anschließende Bericht einem politischen Ziel dient: Wir wollten als CDU-Vertreter vor Ort sein, wir wollten präsent und ansprechbar sein, um aus erster Hand zu erfahren, wo der Schuh drückt und wo wir helfen können. Am 27.03.2011 haben die Wähler im Ortsbezirk 10 und in Frankfurt diese Aktivitäten im Rahmen der Kommunlwahlen bewertet - das Resultat ist unter anderem auf der Webseite http://www.stadt-frankfurt.de/wahlen/ zu begutachten. Kurz gesagt ist das Ergebnis unmißverständlich - und es ist vernichtend. Wir beide wurden auf unseren jeweiligen Listen für den Ortsbeirat 10 und die Stadtverordnetenversammlung nach unten durchgereicht und Thilo Stratemann hat den Einzug in die Stadtverordnetenversammlung erneut nicht geschafft. Das läßt nur den einen Schluß zu: Aktuelle Themen aus den Nachrichten entscheiden offenbar auch die Kommunalwahlen und nicht die Arbeit vor Ort.
In den letzten Jahren haben wir viele Menschen in den nordöstlichen Stadtteilen kennengelernt. Häufig wurden aus Gesprächspartnern Bekannte und gar nicht so selten aus Bekannten Freunde. Diese Bekanntschaften und Freundschaften werden wir natürlich weiterhin pflegen. Der Besuch möglichst aller Veranstaltungen im Ortsbezirk 10 und dieses Blog (inklusive des Veranstaltungskalenders) werden wir jedoch ab sofort einstellen.
Allen Menschen, die dieses Blog bisher gelesen und uns Rückmeldung gegeben haben - egal ob positiv oder negativ - danken wir recht herzlich; alle die das Blog gerne gelesen haben, bitten wir um Verständnis.

Kommunalwahl 27. März 2011

Machen wir's kurz: Am 27. März dieses Jahres sind in Frankfurt Kommunalwahlen. Bitten gehen Sie unbedingt zu diesen Wahlen: Es werden die Ortsbeiräte und die Stadtverordnetenversammlung gewählt. Da stellen sich die Menschen zur Wahl, die sich um "Ihre" Bürgersteige, Einbahnstraßen, Schulen, Buslinien und Parkbänke kümmern wollen - um die Dinge, die bei Ihnen direkt vor der Haustür, in Ihrem Stadtteil passieren. Dafür brauchen alle Lokalpolitiker Ihre Unterstützung.
Die Autoren dieses Blogs bewerben sich ebenfalls um kommunalpolitische Ämter, Thilo Stratemann für die Stadtverordnetenversammlung (Platz 42 Stadtverordnetenliste CDU) und Dr. Karsten Meyerhoff für den Ortsbeirat 10 (Platz 2 Ortsbeiratsliste CDU). Bitte geben Sie uns am 27.03. jeweils drei Einzelstimmen, damit wir auch in Zukunft diese "Stadtteilzeitung" führen können. Wenn Sie mal "zur Probe" kumulieren und panaschieren wollen, dann können Sie das hier tun.

Sonntag, 30. Mai 2010

Straßenfest im Jugendhaus

(30.05.10) Wegen des wechselhaften Wetters fand das traditionelle Straßenfest des Tennie Cafes diesmal im Jugendhaus statt.
Im Haus wurde die Bühne aufgebaut und das Programm wie geplant dargeboten. Die meisten Kinder und Jugendlichen werden die Kleinigkeiten - wie z.B. die Hüpfburg - nicht vermisst haben, die logischerweise nur draußen aufgebaut werden können.
In einem interessanten Gespräch erfuhren wir, daß die Leitung des Jugendhauses in der Hochhaussiedlung nun auch von Ayhan Toprak übernommen wurde, der bisher "nur" das Teenie Cafe leitete. Die Probleme mit den dortigen Jugendlichen scheinen vorerst gelöst zu sein. Offen ist zur Zeit in welcher Liegenschaft die Einrichtung zukünftig untergebracht seien wird. Mal schauen, ob bei dieser Frage der Ortsbeirat helfen kann...

Pfarrfest am Frankfurter Berg

(30.05.10) Das Konzept der katholischen Gemeinde "Allerheiligste Dreifaltigkeit"(kurz AHD) ihr Angebot verstärkt auf Familien auszurichten geht auf. Der Saal ist voll. Der Platz vor der Kirche ist voll. Und der Garten ist auch voll mit Menschen.

Familienfest an der Friedberger Warte

(30.05.10) Wir waren da...

Quo vadis Straßenfest?

(29.05.2010) Eckenline? Vorbei! Funzelfest? Noch vorbeier! Die Ära der Strassenfeste in Eckenheim und Preungesheim schien vorbei zu sein, nachdem die beiden genannten Feste im letzten Jahr den Weg alles Irdischen gegangen waren. Es fehlte zum Schluß die Unterstützung der Vereine - weil das Publikum fehlte. Man stellt sich eben nicht einen kompletten Tag von morgens 8 bis nach Mitternacht "uff de Gass", wenn dann keiner kommt und man noch draufzahlt.
Nun, also in diesem Jahr Straßenfest vor dem Haus Ronneburg. Faktisch ist das in Eckenheim, gefühlt allerdings in Preungesheim - also irgendwie in der demilitarisierten Zone zwischen den Stadtteilen. Hinter der vorgehaltenen Hand hatte man von den Vereinen schon gehört: Wenn's dieses Jahr nix wird, dann war's das für immer mit den Straßenfesten - basta! Nach allem, was man so hat hören können von den Vereinen "war es dann aber doch was" - nicht zuletzt dank güter Unterstützung von Petrus, der die Sonne scheinen ließ, daß es eine Freude war. So ist das nun mal in Deutschland: Straßenfeste sind draußen und draußen ist es gerne auch mal naß. Je nun, das Straßenfest scheint noch eine Gnadenfrist bekommen zu haben. Daran scheint auch der neue Vereinsringsvorstand nicht ganz unschuldig zu sein, nach allem, was man hört.
Eines ist mir aufgefallen: Der bestimmenden Faktor scheinen die Kinder zu sein. Wo die Kinder sind, das sind notwendigerweise die Eltern und wenn die schon mal da sind, dann trinken sie vielleicht auch einen Kaffee oder ein Bier - oder zwei ...

Vereinsring Preungesheim - Eckenheim

Sonntag, 23. Mai 2010

Kein idealer Blog-Eintrag

(22.05.2010) Der ideale Blog-Eintrag ist kurz, originell und vermittelt eine ungewöhnliche, überraschende, neue Sichtweise. Also wird das hier kein idealer Blog-Eintrag. Mir fällt nämlich keine ungewöhnliche, überraschende, neue Sichtweise auf das Jugendfußballturnier von Viktoria Preussen ein: War gut, ist gut, bleibt gut. Ein Jugendfußballturnier ist nun mal eben nicht originell, innovativ und ganz neu. Aber die traditionsreiche Veranstaltung von Viktoria Preussen ist allein aufgrund der Größe, der Anzahl der teilnehmenden Mannschaften schon etwas besonderes. Auch wenn man sich sonst nicht so besonders für's Kicken interessiert, kann man schon mal den Weg zu den Fußballplätzen in Eckenheim antreten und sich dieses Jugendfestival ansehen. Für das leibliche Wohl ist gesorgt und am Sonntagabend gibt's sogar eine Ü30-Party - mit Musik und Tanzen und so ... Also: Wer immer Kinder und Jugendliche dazu bringt, sich fair und kameradschaftlich im Sport miteinander zu messen und wer dazu so vie Arbeit leistet, wie Viktoria Preussen, vor dem sollte man sich in Ehrfurcht tief verneigen - was ich hiermit tue!
Auf das Kaiserwetter angesprochen das die Veranstaltung nach meiner Wahrnehmung zum wiederholten Male adelt, kramt der Vorstand in seiner Erinnerung und verweist auf Jahre, in denen man das Fußballturnier zu einem Kanuwettbewerb hätte umwidmen können.
So nebenher erfahren wir auch, daß man damit liebäugelt, die Veranstaltung ab dem nächsten Jahr zu einem internationalen Turnier zu machen, vorzugsweise indem man Mannschaften aus den Partnerstädten Frankfurts einläd. Das finde ich eine Superidee und ich hoffe sehr, daß dazu auch mindestens eine Mannschaft aus dem XX. Bezirk von Budapest kommen kann, mit dem ja eine Stadtteilpartnerschaft des Ortsbezirks 10 besteht.

Viktoria Preussen

Sonntag, 9. Mai 2010

Eine akademische Feier ...

(08.05.2010) ... ist eine akademische Feier, ist eine akademische Feier - sollte man meinen. Aber in letzter Zeit scheint die Art der Feier - heiße sie nun akademisch oder auch nicht - bei der sich ausschließlich die Honoratioren selber beglückwünschen und feiern, aus der Mode zu kommen. Die akademische Feier des Vereinsrings Preungesheim-Eckenheim anläßlich des 100-jährigen Jubiläums der Eingemeindung der beiden Stadtteile ist jedenfalls nicht die erste Feier dieser Art, die recht informell ausfällt - sehr zum Gefallen des Publikums, wie es scheint. Denn das beklatscht zum Beispiel den flotten, historischen Vortrag deutlich intensiver, als den vorausgegangenen Begrüßungsmarathon, im Rahmen dessen von der Bundestagsabgeordneten Erika Steinbach bis zum Satzungspapst des Vereinsrings jeder, aber wirklich jeder im Saal begrüßt und beklatscht werden muß. Es treten natürlich auch noch zwei Chöre auf und ein Bariton, der Schlager-Paradestücke wie Amapola und Granada zum besten gibt. Auch wenn ich mich jetzt unbeliebt mache: Das Publikum im Saal mag gut gestimmt sein, das zur Begleitung eingetzte Klavier ist es nicht ...
Der Abräumer ist dann allerdings der Bauchredner und Zauberer Pierre Ruby, dergleich mit zwei Nummern vertreten ist und dem stürmischer Applaus zuteil wird. Wie gesagt: Die akademische Feier alten Zuschnitts scheint tot zu sein.

Vereinsring Preungesheim-Eckenheim
Pierre Ruby

Sonntag, 2. Mai 2010

Reitsport in Berkersheim

Der Reit und Fahrverein Niddatal hat zum Tag der offenen Tür auf seinem Vereinsgelände in Berkersheim eingeladen und kann sich wie jedes Jahr über gute Besucherzahlen freuen.
Die Sitzplätze sind größtenteils belegt. Viele Kinder stehen an der Absperrung , um die Pferde aus nächster Nähe sehen zukönnen.
Und welches Geschlecht ist an der Absperrung und auf den Pferden in der Mehrheit? Na? Die Damen natürlich.
Mir ist noch keine Initiative bekannt, die hier für eine Gleichberechtigung eintritt und das muss auch nicht sein. Oder brauchen wir einen Boysday für den Reitsport?

Reit- und Fahrverein Niddatal

Freitag, 30. April 2010

Blasmusik ohne Stützräder

(30.04.2010) "Das Jammern ist der Gruß des Kaufmanns." sagt ein bekanntes Sprichwort und in Abwandlung dessen kann man wohl sagen, daß die Klage über die zu geringe Mitarbeit der Gruß des Vereinsvorsitzenden ist. Da macht auch Norbert Roth, Vorsitzender des TMCR, keine Ausnahme, wenn er sich anläßlich der Hauptversammlung "seines" Vereins darüber beklagt, daß Dieser oder Jener hier oder da etwas fester mit hätte anpacken können. So richtig diese Aussage auch sein mag, so scheint sie doch nicht recht anzukommen, da sie doch gebetsmühlenartig jedes Jahr wiederholt werden muß. Das bestätigt mal wieder eine alte Erkenntnis, nach der intrinsische Motivation nicht durch extrinsische ersetzt werden kann. Schluß mit Klugscheißerei ...
Da es sich um eine turnusgemäße Hauptversammlung handelt, hält sich die Aufregung der Mitglieder in Grenzen. Nur kurzzeitig kommt Heiterkeit auf, als die Kassenprüferin statt der Entlastung des Vorstandes versehentlich dessen Entlassung beantragt. Nun gut, ich glaubt gelernt zu haben, daß es bei einem Karnevalsverein auch mal lustig zugehen darf.
Richtig emotional wird die Debatte erst wieder, als der Vorsitzende davon berichtet, daß alle Vereine seit kurzem regelmäßig alle ihre Kabel überprüfen lassen müssen und zwar von einem sachkundigen Menschen, der in aller Regel - verständlicherweise - für seine Dienste Geld verlangt. Schnell fallen die typischen Begriffe der politischen Aufgeregtheit wie "Blödsinn" und "Abzocke". Ich möchte dieselben Leute gerne mal hören, wenn es im Rahmen einer Vereinsfeier einen Brand gegeben haben sollte wegen mangelhafter Kabel. Jede Wette, dann heißt es: "Wie man denn das zulassen können! Des muß doch jemand prüfe!" - wie immer eine Frage der Perspektive. Eines ist aber sicher auch richtig, daß es natürlich insbesondere für kleinere Vereine zunehmend schwieriger wird, "einfach nur so" ihrem Hobby nachzugehen, insbesondere dann, wenn man dabei in größerem Stile Veranstaltungen mit Publikumsverkehr organisiert. Auch wenn jede einzelne Maßnahme für sich gesehen in Ordnung zu sein scheint (Rauchverbot, im Saal keine offenen Kerzen mehr, lebensmittelechte Schläuche auch für Spülwasser, keine Rechauds mit offener Flamme mehr, ...), ist die Vielzahl der Regularien natürlich schier erdrückend. Eine richtige Lösung habe ich auch nicht.
Mit großem Interesse habe ich persönlich die letzte größere Diskussion verfolgt, in der es darum geht, wie sich der Verein bei all den anderen Verpflichtungen, die man so hat im Leben, mehr Zeit und Muße für die Übungsstunden des Musikzuges verschaffen kann. Roland Klingelhöfer als musikalischer Leiter drängt darauf, schlicht gesagt, daß mehr geübt wird - und das tut dem Musikzug gut, wenn jemand meine Meinung dazu hören will. Im Auditorium wird zu diesem Thema unter anderem die Ansicht geäußert, man könne doch auch mal zuhause üben - das sei wie mit dem Fahradfahren das man ja auch erst mit Stützrädern erprobe, um dann ohne diese Hilfen weiterzuüben. Also bringt der TMCR in Zukunft wohl Blasmusik ohne Stützräder zu Gehör; ich bin gespannt.

TMCR

P.S.: Daß der Norbert Roth auf dem Photo einen Heiligenschein zu haben scheint, ist reiner Zufall ...

Sonntag, 25. April 2010

Jahreshauptversammlung des Hauses der Heimat

(25.04.10) Auf der Jahreshauptversammlung der Arbeitsgemeinschaft Haus der Heimat e.V. wurden alle Vorstandsmitglieder in ihren Ämtern bestättigt.
Im Tätigkeitsbericht wurden erneut die hohen Ausgaben für Reparaturen erwähnt, die Aufgrund von Sachbeschädigung leider auch im letzten Jahr wieder auftraten. Durch den Ausbau der Videoüberwachung konnten einzelne Täter ermittelt und angezeigt werden.
Der Vorstand hofft durch diese abschreckende Wirkung den Vandalismus am Haus eingrenzen zu könnnen.

Von einer Erfolgsgeschichte erzählen

(23.04.10) Der Frankfurter Berg feiert mit einer akademischen Feierstunde in der Turnhalle der Albert-Schweitzer-Schule die Eingemeindung vor 100 Jahren.
Heidemarie Teske (Vorsitzende des Vereinsrings) führt durch das Programm. Neben den Festrednern Stadtrat Warnke, Stadtverordneter und Ortsbezirksvorsteher Robert Lange sowie Ortsbeiratsmitglied Gero Gabriel waren das Akkordeon-Orchester und zwei Tanzgruppen des örtlichen Kindergartens eingeladen worden.
Genau genommen standen vor 100 Jahren auf der Gemarkung des heutigen Stadtteils Frankfurter Berg genau ein Haus und den Stadtteil gab es noch gar nicht. Aber die umliegenden Gemeinden, zu denen das Gebiet damals gehörte, wurden vor 100 Jahren eingemeidet und damit ist der jüngste Stadtteil Frankfurts eben auch seit 100 Jahren Teil dieser Stadt.
Der ehrenamtliche Stadtrat Warnke zeichnete in seiner Rede die Geschichte der Eingemeindung nach. Es war und ist eine Erfolgsgeschichte, die wir durchaus auch mal in Bad Vilbel und Eschborn erzählen sollten. Ende des Zitats ;-)

Die drei Musketiere

(24.04.2010) Die Hauptversammlung eines Vereins ist in der Regel langweilig - auch wenn der Verein ein Karnevalsverein ist. So sind auch bei den Krätschern unerläßliche, aber überaus langweilige Formalien zu erledigen, von denen der Tätigkeitsbericht des Vorsitzenden noch der interessanteste ist. Der berichtet von etlichen - mal mehr, mal weniger erfolgreichen - Aktivitäten im zurückliegenden Jahr. Dabei fordert er allerdings immer wieder energisch mehr Beteiligung der Mitgliedschaft ein; manchmal scheint er sich mühsam eines Ausbruchs á la "Helft doch mal mehr mit, ihr faulen Sä%&$!" enthalten zu können. Wie immer bei solchen Gelegenheiten hat er natürlich die Menschen vor sich, die sich sehr wohl engagieren, die mit solchen Ermahnungen also gar nicht gemeint sind ...
Einen humoristischen Zug bekommt die Veranstaltung, als sich um das Amt des Kassenprüfers drei Anwesende bewerben, ein Amt das man normalerweise einem der Anwesenden aufdrängen, aufzwingen, aufoktroieren muß. Dank der umsichtigen Sitzungsleitung des Vorsitzenden kann aber eine Kampfkandidatur um dieses sonst so ungeliebte Amt verhindert werden.
Kurzzeitig kommt noch mal Leben in die Bude als das Wein-, Heimat- und Mieterfest diskutiert wird - insbesondere wie der Verein da wirtschaftlich rausgekommen ist. Aber dann werden die tapferen Anwesenden auch schon wieder in den lauen Sommerabend - denn so präsentiert sich der April an diesem Tag - entlassen.

Krätscher

Samstag, 24. April 2010

Höher, schneller, weiter ...

(24.04.2010) ... scheint das Motto des diesjährigen Frühlingsfestes am Frankfurter Berg zu sein. Wie immer kommen zwar alle Vereine am Frankfurter Berg, wenn dessen Vereinsring ruft, aber in diesem Jahr war alles höher, weiter, größer - kurz: Es war alles mehr. Statt des Pausenhofes, der normalerweise von den Vereinen und Institutionen okkupiert wird, waren diesmal zusätzlich die Sportfelder in Benutzung.
Nun gut: Man feiert 100 Jahre Eingemeindung und da darf es dann ja auch etwas mehr sein. Aber so sturmfest und erdverwachsen (kommt übrigens aus dem Niedersachsenlied) wie der Frankfurter Berg ist, geraten die Veranstaltungen zum 100sten eher volksnah und an den Kindern orientiert. Nicht die schlechteste Ausrichtung - es ist unglaublich, wieviele Kinder auf den Höfen rumwuseln, sich gegenseitig überschreien, sich überschlagen, rennen, Waffeln essen, die kleinen Kaninchen bestaunen und beim Kettenkarussel fahren möglicherweise so viel Spaß haben, wie nie wieder in ihrem Leben. Preis und Ehre den Ausrichtern dafür!
Es fällt auf, daß die TSG überall präsent ist -gut das der Frankfurter Berg wieder einen aktiven und tatkräftigen Sportverein hat.

TSG

Sonntag, 18. April 2010

Viel gearbeitet - viel erreicht

(16.04.10) Ein ereignisreiches Jahr liegt hinter dem Jahnvolk und so enthält der Bericht des Vorstands auf der diesjährigen Jahreshauptversammlung eine Reihe von Punkten, die erahnen lassen, wie weit heutzutage Professionalität bei der Vorstandsarbeit gefordert ist.
Allein die Kündigung des Pächters, die Suche nach einem neuen Betreiber der Vereinsgaststätte sowie die notwendigen Renovierungsarbeiten sind ein gutes Stück Arbeit. Leider mußte sich der Vorstand auch mit Baumängeln bei den erst vor kurzem fertig gestellten Duschen und WCs auseinander setzen. Ganz zu schweigen von den Tätigkeiten, die man eher dem Vorstand eines Turnvereins zuordnen würde (wie z.B. Pflege des Platzes, Reparaturen der Turnhalle, Austausch bzw. Reparatur von Turngeräten).
Neben dieser Vorstandsarbeit sollte man nicht vergessen welche Leistungen die Sportvereine in der Kinder- und Jugendarbeit erbringen. Auch im Jahnvolk sind 50% alle Mitglieder in dieser Altersgruppe. Die Erben von Turnvater Jahn müssen sich also um ihre Zukunft keine Sorgen machen.

Jahnvolk 1881 e.V.

Sonntag, 11. April 2010

100 Jahre Eckenheim als Stadtteil Frankfurts

(11.04.10) Eine Halle des Straßenbahndepots in der Schwabstraße ist in diesen Wochen zum temporären Museum umfunktioniert worden. Wenn man die Halle betritt, läuft man an historischen Straßenbahnen vorbei. Dahinter erläutern Bilder und Texte auf Schautafeln sowie Ausstellungsstücke die Geschichte Eckenheims. Weiter hinten im Raum ist auch die 50jährige Geschichte des Karnevalvereins "die Krätscher" auf Schautafeln dokumentiert. In der Mitte des Raums ist Platz für jede Menge Tische und Bänke. Auch zwei kleine Stände für Essen und Trinken finden hier ihren Platz. Am Ende der Halle ist eine Bühne aufgebaut.
Erstaunlich voll ist die Halle an diesem Nachmittag. Nein, nicht mit Ausstellungsstücken ;-) Es sind sehr viele Leute bekommen, um an dieser Veranstaltung teilzunehmen. Liegt es daran, daß die Arbeitsgemeinschaft aus Heimatverein Eckenheim, Karnevalsverein die Krätscher und den Freunden der historischen Straßenbahnen ganz verschiedene Personenkreise anspricht? War das Wetter genau richtig? Wollten die Leute einfach nur mal ins Depot reingehen, welches sonst immer versperrt ist? Der Grund ist eigentlich egal. Die Veranstalter können mit diesem Termin zufrieden sein.

Sonntag, 21. März 2010

Kükenfest des KTZ Frankfurter Berg

(21.03.2010) Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, daß es von Jahr zu Jahr mehr Menschen werden, die sich beim Kleintierzuchtverein am Frankfurter Berg einfinden, um die Küken schlüpfen zu sehen. Man kommt kaum noch in das kleine Gebäude hinein, in dem neben Steaks und Pommes auch Kaffee und Kuchen gereicht werden - aber eben auch die schlüpfenden Küken aus nächster Nähe begutachtet werden können. Und das ist, wie immer, für die Kinder ein besonderes Erlebnis. Es ist nicht so, daß der KTZ Frankfurter Berg mit irgendwelchen reißerischen Attraktionen wirbt, es werden keine Geländewagen verlost und es tritt keine Blaskapelle in Hühnerkostümen auf: Das Schlüpfen der Küken ist die einzige "Attraktion". Aber wie es scheint, geht genau dieses Konzept seit Jahren immer besser auf und zieht immer mehr Menschen an. Nach den Schätzungen der von der Arbeit des Grillens, des Spülens, des Kassierens und des Servierens arg in Anspruch genommenen Veranstalter werden es am Ende des Tages wieder weit mehr als 500 Besucher gewesen sein, die die Küken sehen und mit den Nachbarn schwatzen wollten. Respekt!

100 Jahre Zugehörigkeit Berkersheims zu Frankfurt

(21.03.2010) Von allen Stadtteilen des Ortsbezirks 10 hat sich Berkersheim den dörflichsten Charakter bewahrt. Selbst Bonames, noch etwas weiter vom Kraftzentrum der Innenstadt entfernt hat schon mehr städtischen Charakter bekommen. Dabei macht sich für meine Begriffe eben dieser dörfliche Charakter nicht Aussehen des Stadtteils fest und auch nicht an einem besonders landwirtschaftlichen Gepräge - denn das hat Berkersheim nicht mehr wirklich - sondern an der Art und Weise, wie die Menschen miteinander umgehen. Man kennt sich eben noch besser als in anderen Stadtteilen, nimmt mehr Anteil am Leben der anderen - mit allen positiven und negativen Auswirkungen, die das haben kann.
Auch 100 Jahre Zugehörigkeit zur Stadt Frankfurt hat diese Eigenständigkeit im dörflichen Gepräge nicht auflösen können - und auch das feiert der Bürgerverein Berkersheim. Er feiert unter anderem mit einer Ausstellung im Saal der Gaststätte "Zum Lemp": Eine mutige Entscheidung, gilt doch der Laden als rechtsradikal belastet, seit vor Jahren mal Räumlichkeiten an die NPD vermietet wurden, ein schwerwiegender Fehler der in Deutschland immer noch auf Jahre und Jahrzehnte vom Publikum geahndet wird, auch wenn es nach meinem Wissen keine Wiederholung der Vorgänge gab. Der Saal ist ein wenig rustikal eingerichtet und eine Wand ziert das folgende Gedicht von Joachim Ringelnatz:
"Sport stärkt Arme, Rumpf und Beine,
kürzt die öde Zeit
und er schützt uns durch Vereine
vor der Einsamkeit."
Ansonsten sind in dem Saal an etliche Stellwänden die Aktivitäten der diversen Berkersheimer Vereine in Vergangenheit und Gegenwart dargestellt und Menschen umstehen diese Wände, betrachten die Photos und immer mal wieder hört man:"Ach, das ist doch der ...", "Ja, da war damals noch der Laden ..." und ähnliche, nostalgische Äußerungen.

Sonntag, 14. März 2010

Fidele Olympiade

(13.03.10) Natürlich haben die Fidelen Eckenheimer keine Sportabteilung eröffnet und es geht hier auch nicht darum, daß die Fidelen zusammen Olympia im Fernsehen geschaut haben. Nein, es geht um die Ordensverleihung am Ende der Kampagne 2009/2010.
Beim Heringsessen des Karnevalsvereins Fidele Eckenheimer konnten die Mitglieder und Freunde sich - bei faltenfreundlicher Beleuchtung - gut mit ihren Nachbarn unterhalten.
Hans-Jürgen Schmidt (2. Vorsitzender) fand in der anschliessenden Ordensverleihung für jeden Helfer - egal ob auf der Bühne oder hinter den Kulissen - persönliche Worte des Lobs und Danks. Die dadurch erzeugte Stimmung ist wichtig, um aus einem Orden eine Anerkennung für die erbrachte Leistung zu machen.
Das größte Lob kam von Aicha Zoughlami, die sich bei den Trainerinnen mit den Worten bedankte: Sie würden sich um die Kinder kümmern also ob es ihre eigenen oder ihre Geschwister seien.
Und so gab es an diesem Abend keine 1., 2. und 3. Plätze wie bei Olympia. Sondern dem olympischen Motto folgend "dabei sein ist alles", gab es Orden für alle, die die Fidelen Eckenheimer in der Kampagne 2009/2010 unterstützt haben.

Fidele Eckenheimer

Montag, 8. März 2010

Die Krätscher bedanken sich bei ihren Aktiven

(06.03.10) Bekanntlich verleihen Karnevalsvereine Orden. Und an einem Ordensfest werden viele Orden verliehen. Das ist auch bei den Krätschern so, die sich an diesem Abend in den Räumen der AWO im Fliederweg treffen.
Es ist prinzipiell richtig, daß sich ein Verein bei seinen Mitgliedern für die geleistete Arbeit bedankt. Natürlich gibt es nicht nur von Politikern in Sonntagsreden das Lob auf das Ehrenamt. Das gibt es durchaus auch in den Vereinen. Wie häufig werden die Mitglieder, die beim Aufbau, beim Abbau, hinter der Bühne, bei der Gastronomie, u.s.w. vergessen?
Der Vorstand kennt seine - im Unternehmen würden man sagen - "Leistungsträger". An diese Säulen des Vereins ist ein Dankeschön angebracht. Und da wir in Deutschland leben, gibt es auch in den Karnevalsvereinen zu diesem Themengebiet Satzungen, Vorgaben und Ausschüsse.
Als außen stehender Beobachter bekommt man den Eindruck, daß an diesem Abend jeder einen Orden bekommen soll. Irgendwie nimmt die Verleihung von Orden gar kein Ende und damit verschwindet die Aura des Besonderen.
Doch halt! Das stimmt dann auch wieder nicht. Wenn zwei Mädels von der Minigarde ein Gedicht auswendig vortragen, in dem Sie sich bei ihren Trainerinnen bedanken, hat das eine ganz besondere Note. Kennen Sie noch Kinder, die Gedichte auswendig lernen?
Bleibt die Frage im Raum stehen: Wie bedanke ich mich richtig? Mit Orden? Mit persönlichen Worten? Mit kleinen Geschenken? Mit einem Gedicht?
Das muß jeder Verein und jeder persönlich für sich selbst entscheiden. Wichtig ist nur, daß man es nicht vergißt.

Die Krätscher

BdV-Frankfurt unterstützt Steinbach

(06.03.10) Auf dem Kreisverbandstag des Bundes der Vertriebenen (BdV) - Kreisverband Frankfurt am Main herrschte Routine und Gelassenheit. Die Landsmannschaften haben ihre Delegierten entsand. Der Kreisvorstand ist komplett anwesend. Man kennt sich schon seit Jahren und jeder kennt den Ablauf dieser Veranstaltung.
Der Kreisvorsitzende, Thilo Stratemann, leitet die Versammlung. Es geht um den Vorstandbericht, Kassenbericht, Kassenprüfung, Haushalt für 2010 u.s.w.
An diesem Nachmittag fallen alle Abstimmungen einstimmig aus. Auch in den inhaltlichen Aussagen ist man sich einig. Alle stehen hinter Erika Steinbach (der Präsidentin des BdV) und alle verurteilen die Aussagen von Guido Westerwelle zur Besetzung des Stiftungsrats.

BdV Frankfurt

Sonntag, 7. März 2010

Festakt zum 100-jährigen des TSV Berkersheim

(07.03.2010) 100 Jahre ist der TSV Berkersheim geworden und er feiert dieses denkwürdige Datum, wie es solche Vereine eben feiern, mit einem Festakt. "Akademische Feier" hätte wohl etwas zu gewichtig und pompös geklungen, aber dem Inhalte und der Form nach ist es sehr wohl eine solche Feier. Das Program ist lang, es umfaßt 14 Programmpunkte, und es erlebt seine erste Zäsur in Form der Festrede des Präsidenten des Deutschen Turnerbundes, Rainer Brechtken. Herr Brechtken redet staatstragend, formvollendet, weitschweifig, umfassend, ausführlich, eloquent, beschwörend, visionär, durchdacht, ideenreich, einen weiten Bogen spannend - und lang. Und damit verschenkt er das Potential das seine Rede hätte innewohnen können, hätte er die Kunst der Reduzierung verstanden. Er hat nämlich etwas gemacht das in solchen Reden ungewöhnlich ist: Er hat in die Zukunft geschaut statt in die Vergangenheit. Über die Positionen hätte man sicher im einzelnen streiten können - für ihn als SPD-Politiker ist natürlich die Ganztagsschule die Schule der Zukunft - aber dazu hätte der Redner eine Form wählen müssen, die diese Positionen bei seinem Publikum klar gemacht hätte - und das hat nach meiner Beobachtung nicht funktioniert.
Nun hat die Veranstaltung auch ihre leichten Seiten, dann zum Beispiel wenn der Moderator des Abends, der Ehrenvorsitzende Volker Gilbert, auf die Bühne stürmt um eine Spende entgegen zu nehmen, sie im Sturm wieder erläßt, nur um kurz darauf wieder im Laufschritt der nächsten Spende zuzueilen.

TSV Berkersheim