Thilo Stratemann und Karsten Meyerhoff sagen Tschüß

(3. April 2011) Wir, lieber Leserin, lieber Leser tingeln seit über 6 Jahren durch den Ortsbezirk 10 und seit 5 Jahren be- und verarbeiten wir das, was wir dabei gesehen und erlebt haben, in diesem Blog. Das war mal leicht, mal schwer, aber immer eine Menge Arbeit. Das werden Sie möglicherweise im Angesicht der kleinen Artikelchen nicht glauben, aber glauben Sie uns: In dieses Blog sind etliche Arbeitsstunden geflossen.
Nun war immer klar, daß der Besuch von Veranstaltungen und der anschließende Bericht einem politischen Ziel dient: Wir wollten als CDU-Vertreter vor Ort sein, wir wollten präsent und ansprechbar sein, um aus erster Hand zu erfahren, wo der Schuh drückt und wo wir helfen können. Am 27.03.2011 haben die Wähler im Ortsbezirk 10 und in Frankfurt diese Aktivitäten im Rahmen der Kommunlwahlen bewertet - das Resultat ist unter anderem auf der Webseite http://www.stadt-frankfurt.de/wahlen/ zu begutachten. Kurz gesagt ist das Ergebnis unmißverständlich - und es ist vernichtend. Wir beide wurden auf unseren jeweiligen Listen für den Ortsbeirat 10 und die Stadtverordnetenversammlung nach unten durchgereicht und Thilo Stratemann hat den Einzug in die Stadtverordnetenversammlung erneut nicht geschafft. Das läßt nur den einen Schluß zu: Aktuelle Themen aus den Nachrichten entscheiden offenbar auch die Kommunalwahlen und nicht die Arbeit vor Ort.
In den letzten Jahren haben wir viele Menschen in den nordöstlichen Stadtteilen kennengelernt. Häufig wurden aus Gesprächspartnern Bekannte und gar nicht so selten aus Bekannten Freunde. Diese Bekanntschaften und Freundschaften werden wir natürlich weiterhin pflegen. Der Besuch möglichst aller Veranstaltungen im Ortsbezirk 10 und dieses Blog (inklusive des Veranstaltungskalenders) werden wir jedoch ab sofort einstellen.
Allen Menschen, die dieses Blog bisher gelesen und uns Rückmeldung gegeben haben - egal ob positiv oder negativ - danken wir recht herzlich; alle die das Blog gerne gelesen haben, bitten wir um Verständnis.

Kommunalwahl 27. März 2011

Machen wir's kurz: Am 27. März dieses Jahres sind in Frankfurt Kommunalwahlen. Bitten gehen Sie unbedingt zu diesen Wahlen: Es werden die Ortsbeiräte und die Stadtverordnetenversammlung gewählt. Da stellen sich die Menschen zur Wahl, die sich um "Ihre" Bürgersteige, Einbahnstraßen, Schulen, Buslinien und Parkbänke kümmern wollen - um die Dinge, die bei Ihnen direkt vor der Haustür, in Ihrem Stadtteil passieren. Dafür brauchen alle Lokalpolitiker Ihre Unterstützung.
Die Autoren dieses Blogs bewerben sich ebenfalls um kommunalpolitische Ämter, Thilo Stratemann für die Stadtverordnetenversammlung (Platz 42 Stadtverordnetenliste CDU) und Dr. Karsten Meyerhoff für den Ortsbeirat 10 (Platz 2 Ortsbeiratsliste CDU). Bitte geben Sie uns am 27.03. jeweils drei Einzelstimmen, damit wir auch in Zukunft diese "Stadtteilzeitung" führen können. Wenn Sie mal "zur Probe" kumulieren und panaschieren wollen, dann können Sie das hier tun.

Sonntag, 5. September 2010

Weinfest im Grünen

(04.09.10) Zum zweiten Mal veranstaltet der Heimatverein Eckenheim sein traditionelles Weinfest in erheblichen größeren Rahmen als "Heimat-, Wein- und Mieterfest".
Der ehemalige Ami-Spielplatz - jetzt offiziell "In der Kull" - bietet ein sehr schönes Ambiete für dieses Fest. Über die vielen Besucher freut sich der Veranstalter bestimmt. Vermutlich sind die Verantwortlichen weniger erfreut über die deutliche Abnahme an Ständen der Vereine und Gewerbetreibenden.
Auf der anderen Seite muß man kritisch feststellen, daß das Fest letztes Jahr mit seinem enormen Aufwand auf die Dauer für den Heimatverein sicherlich viel zu aufwendig gewesen wäre. Die Zusammenarbeit mit dem städtischen Wohnungsbaukonzern ABG bringt dem Fest den Zusatz "Mieterfest" und dem Heimatverein eine verlässliche Unterstützerin auch für zukünftige Feste. Auch die Zusammenarbeit mit Radio Fortuna als Medienpartner scheint von längerfristiger Natur zu sein. Mit diesen beiden Partnern wird der Heimatverein Eckenheim sein traditionelles Weinfest sicherlich auch nächstes Jahr wieder veranstalten.

Heimatverein Eckenheim
Radio Fortuna

Ja wo laufen sie denn?

(05.09.2010) Zusammengesetzte Substantive sind manchmal tückisch im Deutschen: Was der Kopfschutz schützt ist klar, aber der Lärmschutz? Aber das beim Dorflauf nicht das Dorf läuft, sondern daß Läufer durch das Dorf laufen, ist eigentlich klar. Aber halt: Dorf? Der Ort des Geschehens ist Preungesheim, ein Stadtteil Frankfurts seit nunmehr 100 Jahren. Aber da schimmert dann doch noch einmal sanft durch, daß für das Selbstverständnis der weiter vom Stadtzentrum entfernt liegenden Stadtteile die Zugehörigkeit zu Frankfurt nicht immer allein bestimmend ist. Grade im Falle von Preungesheim mit seiner Geschichte die in das Jahr 772, das Jahr der ersten urkundlichen Erwähnung, zurückreicht, ist das ja auch verständlich.
Ach ja richtig: "Dorflauf" war ja das Thema. Gott, was soll man groß sagen? Alles ist auf den Beinen am frühen Sonntagmorgen - manche sind noch von der vorausgehenden Nacht gezeichnet - und es wuseln mindestens so viele Kinde herum wie Erwachsene. Alle haben ihren Spaß, es ist halb Fest, halb Sportveranstaltung - kurz und gut: Es ist die Wucht in Tüten!

Ach ja, der Direktor der Theobald-Ziegler-Schule, auf dessen Sportplatz der Zieleinlauf steht, zeigt uns noch ganz erfreut die neuen Spielgeräte auf dem Schulhof: Ein Riesenklettergerät und eine sogenannte Nestschaukel. Wie als Kind ohne so etwas habe groß werden können, ist mir ein Rätsel ...

TV Preungesheim

TSG feiert sich selber - zu recht

(04.09.2010) Wann haben Sie zum letzten Mal eine kleine Familienfeier bei sich zuhause organisiert - so für 20 Leute vielleicht? Wissen Sie noch, wieviel Arbeit das war? Das Mittagessen, der Nachtisch, der Kaffee, der Kuchen, die Diabetikerschokolade für Tante Erna, das Tannezäpfle-Bier für Onkel Ernst, ... Na ja, dann können Sie sich ja vorstellen, was die TSG Frankfurter Berg für einen Aufwand treiben mußte, um eine "kleine" Danke-Schön-Feier für alle ehrenamtlichen Helfer des Projektes "Vereinswiederaufbau" zu organisieren. Als Gast kommt man hin, läßt sich auf ein Bier nieder, hält einen netten Schwatz "mit de' Leut'" und denkt sich weiter nichts, dabei sind die ehrenamtlichen Helfer schon seit den frühen Morgenstunden unterwegs, um diesen netten Abend möglich zu machen.
Nun ist es ja nicht so, daß die TSG nicht genug Arbeit hätte, das ganze Gegenteil ist der Fall, denn das Gelände des Vereins ist immer noch massiv im Umbau begriffen, wenngleich der Kunstrasen erstmals auch für Laien als solcher erkennbar geworden ist. Aber darumherum und am Vereinshaus ist natürlich immer noch enorm viel zu tun.

TSG 1957 Frankfurter Berg

Dienstag, 31. August 2010

Wo sich "Dom" auf "Lexikon" reimt

(30.08.2010) Eine ganze Reihe von Stadtteilen Frankfurts feiert in diesem Jahr die 100. Wiederkehr ihrer Eingemeindung zur Stadt Frankfurt. Alle Stadtteile des Ortsbezirks 10 gehören dazu und - davon ist in diesem Blog auch schon mehrfach die Rede gewesen - alle diese Stadtteile haben das zum Anlaß genommen, kräftig zu feiern. Die einen haben eine akademische Feier ausgerichtet, die anderen haben mehr ein Kinderfest daraus gemacht, aber alle Feiern waren schön - und "hatten was eigenes", wie Loriot gesagt haben würde.
Kommen wir nun also zur akademischen Feier, die die Stadt Frankfurt zur Feier der 100jährigen Eingemeindung ausgerichtet hat. Da treten zuerst die "Preußen" des Polizeichores Frankfurt auf (so steht's auf dem Programmzettel) und schmettern eine Lied in dem es unter anderem heißt "Frankfurt hat einen Dom - und der steht in jedem Lexikon" - reim Dich oder ich beiß Dich. Die nachfolgenden Wortbeiträge orientieren sich dann an diesem Ausdrucksniveau. Der eine Vortrag ergeht sich in Betrachtungen darüber, daß die Frankfurter Eingemeindungspolitik es leider versäumt habe, weitere logische Schritte zu tun, daß aber Eschborn heutzutage ganz beruhigt sein könne, man habe da seitens der Stadt Frankfurt keine weiteren Wünsche. Der nächste Wortbeitrag informiert sehr dann unaufgeregt über ein Paar wichtige Zahlen und die Eingemeindungspolitik von Gelsenkirchen und die Vortragende läßt ihr Interesse an den eingemeindeten Stadtteilen insbesondere dann aufblitzen, wenn sie "Bonames" falsch ausspricht. Aber dann ist es auch schon geschafft und es gibt Häppchen und einen Umtrunk ...

P.S.: Die "Preußen" können wirklich singen, das it nicht so "for all abilities" wie man das manchmal anderenorts erlebt.

Sonntag, 29. August 2010

Gebabbel mit Musik

(28.08.10) Der Heimatverein Eckenheim hat zu einer Veranstaltung unter der Überschrift "Gebabbel mit Musik" in das Eckenheimer Straßenbahndepot eingeladen. Anlaß war der 100. Geburtstag des Eckenheimer Heimatforschers Georg Esser.

Nachdem anfänglich die geladenen Frankfurter Künstler in Frankfurter Mundart das Leben und Wirken Essers reflektierten und sich wirklich Mühe gaben dies in einer unterhaltsamen Weise zu tun, ging das Programm schnell in das Standardrepertoire der jeweiligen Künstler über. Damit wurde es einer Karnevalssitzung immer ähnlicher.

Es ist lobenswert, daß der Heimatverein Eckenheim zusammen mit dem Verein für die historischen Straßenbahnen im Straßenbahndepot Eckenheims Veranstaltungen organisiert. Doch bietet der Raum auch einige Nachteile. Alles muß extra organisiert werden. Die Kritik von einigen Seiten über die fehlerhafte Verstärkeranlage sei dafür nur beispielhaft erwähnt. Es wird jedem schnell klar, daß das besondere Ambiente eines Depots und die Nachteile in der Infrastruktur für Veranstaltungen jeweils abgewogen werden müssen. In vielen Fällen ist ein Clubraum im Saalbau Ronneburg besser geeignet.

Heimatverein Eckenheim
Historische Straßenbahnen der Stadt Frankfurt

Sonntag, 22. August 2010

Bonames: 100 Jahre Stadtteil Frankfurts

(21.08.10) Seit 100 Jahren ist Bonames nun ein Stadtteil Frankfurts. Die Geschichte von Bonames geht weit, viel weiter zurück... Aber an dieser Stelle möchte ich mal nicht über die Römer oder die Burg schreiben, die es beide schon lange nicht mehr gibt.
Der Vereinsring Bonames hat ein wirklich großes Fest organisiert. Das Ergebnis sind: Veranstaltungen im Saalbau Nidda, in der August-Jaspert-Grundschule, in der Turnhalle und auf dem Wendelsplatz. Überall findet man Stände von Vereinen und lokalen Gewerbetreibenden.
Da wir nicht an beiden Tagen die ganze Zeit bei allen Terminen anwesend waren, bekommen wir natürlich nur eine Momentaufnahme mit. Aber dieser Eindruck ist: Viele Angebote - wenig Bürger. Klar sind die Vereinsmitglieder bei den Ständen und Veranstaltungen ihres Vereins. Aber wo bleiben die Bonameser, für die das ganze organisiert wurde? Es gibt eine Ausnahme: Die Angebote für Kinder. Egal ob vom TSV Bonames oder von der Grundschule - hier war immer was los!
Vielleicht hätte man das Fest auf weniger Raum konzentrieren müssen. Vielleicht hätte man parallel nicht so vielen Veranstaltungen anbieten sollen. Vielleicht traf das Angebot auch mehr die Interessen des jeweiligen Veranstalters und weniger der Bürger? Vielleicht sind die Bürger wegen des guten Wetters oder anderer Veranstaltungen nicht so zahlreich gekommen.
Als Fazit bleibt ein Lob für die Vereine und Gewerbetreibende - mit anderen Worten: ein Lob für die engagierten Bürger des Frankfurter Stadtteils Bonames! Sie haben in vielen Stunden dieses Fest organisiert und können mit dem Ergebnis zufrieden sein.

Der Kopf ist leer, das Herz ist voll: Ich weiß nicht, was ich schreiben soll.

(22.08.2010) Der alte Trick: Wenn man nicht weiß, worüber man schreiben soll, dann schreibt man darüber, daß man nicht weiß, worüber man schreiben soll. Nun weiß ich zwar, worüber ich schreiben soll, nämlich über das Sommerfest des Sportvereins Jahnvolk, aber nicht was ich schreiben soll, denn ein Sommerfest ist ein Sommerfest ist ein Sommerfest ...
Hüpfburg für die Kinder, eine Gerstenkaltschale für die Erwachsenen, überaus nettes Wetter und fertig ist die Laube. Das garantiert einen sehr netten Nachmittag für alle - ist aber nicht wirklich spektakulär.
Kurios ist allenfalls, daß man denselben Kollegen aus der Kommunalpolitik wieder über den Weg läuft, die man am selben Tag schon bei anderen Veranstaltungen gesehen hat. Da scheint die Routenplanung im Kopf zu ähnlichen Ergebnissen gekommen zu sein bei der Beantwortung der Frage, in welcher Reihenfolge man die zahlreichen Veranstaltungen besucht.

Jahnvolk

Hunde, wollt ihr ewig leben?

(21.08.2010) Ja, wahrscheinlich wollen die Hunde das, soweit man Hunden einen freien, erkennbaren Willen zugesteht, eine Eigenschaft, bei der man sich ja noch nicht einmal bei den Menschen so ganz sicher ist ...
Wenn es nach Patricia Schlegel, Vorsitzende des Vereins TSV Tiere und Menschen, geht, dann sollten Hunde jedenfalls die Möglichkeit haben, so lange zu leben, wie sie können und wollen ohne mißhandelt oder gequält zu werden. Zu diesem Behufe hat sie schon 1989 einen Verein gegründet, der sich seitdem im Berkersheimer Nirgendwo der Rettung von kleinen Tieren - im wesentlichen Hunden - widmet. Die offizielle Adresse lautet Berkersheimer Bahnstr. 36, aber es braucht ein kleines bischen Abenteuergeist, den Weg zwischen den Hausnummern 34 und 38 dann auch tatsächlich hinanzuschreiten um nach circa einem Kilometer dann tatsächlich vor Frau Schlegels Anwesen zu stehen.
Wir wollten einfach mal beim Sommerfest des Vereins reinschauen und sind in eine Art fröhliches Familienfest geraten, bei dem ganze Heerscharen von mopsgedackelten Zwergpudelpinschern eine wahre Kläffkakophonie veranstalteten und sich auch sonst sehr wohl zu fühlen schienen. Immerhin erfahren wir, daß Frau Schlegel und ihre Mitstreiter ungefähr 120 Hunden pro Jahr zu einem neuen Heim verhelfen. Wieder was über den Ortsbezirk gelernt ...

TSV Tiere und Menschen e.V.

Montag, 16. August 2010

Der Berg groovt

(14.08.10) Heißt das nicht eigentlich: "Der Berg ruft"? Aber bei Prowokulta ist halt alles etwas anders, alles etwas alternativer, etwas ökologischer und doch ein Vereins-Sommerfest.

Den Verein Prowokulta, der sich "Projekt für Wohnen, Kultur und Aktionen" nennt wird dieses Jahr immerhin 10 Jahre alt. In den letzten Jahren haben sich die Mitglieder in verschiedenen Fragen des Stadtteils Frankfurter Berg eingebracht. Es erstaunt nicht, daß diese aus dem politisch linken Milieu entstammenden Mitglieder sich entsprechenden Themen widmeten. Erfreulich ist aber, daß trotz teilweise sehr unterschiedlicher Auffassungen ein Gespräch in sachlicher Atmosphäre stets möglich war.

Und so seltsam das auch im ersten Moment klingen mag: Aber mit ihrem Straßenfest sind sie dabei eine Tradition im Stadtteil "Frankfurter Berg" zu begründen.

ProWoKultA

Sonntag, 15. August 2010

Drogenkonsum beim Fußballturnier?

(14.08.2010) SOMA? Hieß nicht so die stimmungsaufhellende, anregend und aphrodisisch wirkende Droge, mit der in Aldous Huxleys Zukunftsroman "Schöne neue Welt" die Menschen ruhiggestellt werden? Oder ist Victoria Preussen bei der Ankündigung ihres Sommerfestes ein Tippfehler unterlaufen und das SOMA-Turnier ist ein Sommerturnier?
Weder noch: SOMA heißt in schönstem Bürokratendeutsch "Sondermannschaft" und bezeichnet Mannschaften, die zwar noch eine Menge Spaß am Fußball haben, das Spiel aber nicht mehr so ganz verbissen betreiben wollen. Es wird mit nur fünf Feldspielern auf einem kleineren Feld gespielt, es gibt kein Abseits und der Einwurf wird von einem Einrollen abgelöst. Und obzwar das von Victoria-Preussen ausgerichtete Turnier für ebendiese Mannschaften im Sommer stattfindet, handelt es sich tatsächlich um ein SOMA-Turnier - und da ist nichts Unanständiges und schon gar nichts Illegales dran.
Als wir am frühen Samstag-Nachmittag auf der Anlage eintreffen, herrscht quirliges Treiben, Mannschaften aus Frankfurt und der Umgebung stürmen auf den und auf dem Platz, es werden Getränke gereicht und auch für Essen ist gesorgt. Man bekommt den Eindruck, daß sich hier ein große Wahlverwandtschaft trifft.
Es ist vielleicht nicht ganz auszuschließen, daß am späteren Abend das eine oder andere Hopfen- und Malz-haltige Getränk die Kehlen hinunterrinnt, aber das ist dann auch schon der Gipfel der Verruchtheit, den diese Veranstaltung zu bieten hat ...

Victoria Preussen

Sonntag, 4. Juli 2010

Die große Politik im kleinen Garten

(03.07.10) Der Kleingartenverein Nardholz am Frankfurter Berg feiert sein Sommerfest und natürlich ist für Speis und Trank sowie für Unterhaltung gesorgt.
Interessant sind die Gespräche, die wir an diesem Nachmittag führen können. Es werden auch hier immer mehr Gärten an Ausländer - oder wie man heute so schön sagt: "Menschen mit Migrationshintergrund" - vergeben. Der Wandel in der Gesellschaft bildet sich eben auch hier im Kleingarten ab.
Die Probleme kommen damit aber auch. Diese neuen Mitglieder beteiligen sich kaum am Vereinsleben. Es ist allgemein bekannt, daß es zu wenig Menschen gibt, die bereit sind sich ehrenamtlich in Vereinen zu engagieren. Dies ist u.a. ein Ergebnis der 68er Bewegung, die uns einen ausgeprägten Individualismus gebracht haben. Aber dieser Teil der Mitgliedschaft bringt sich fast gar nicht ein. Oder sollte man politisch korrekter schreiben: sie bringen sich unterdurchschnittlich ein?
Zu einem ganz anderen Thema: Parkplätze. Auf der einen Seite des verlängerten Ginsterwegs sind breite Parkstreifen angelegt worden. Auf der anderen Seite ist eigentlich kein Platz zum Parken. Oder doch? Sollte hier Parkverbot gelten? Und wer parkt hier eigentlich?
Die Fragen der großen Politik (z.B. Integrationsdebatte) können wir nicht lösen. Um den Parkplatz bzw Parkverbote können wir uns erkundigen und nach einer Lösung suchen. Das ist eben Kommunalpolitik ;-)

Donnerstag, 1. Juli 2010

Hilde von den Wilden

(01.07.2010) Ich habe mir das nicht ausgedacht: Der abgebildete Schäferhund heißt tatsächliche Hilde von den Wilden. Und die Hilde ist Mitglied im Verein für Deutsche Schäferhunde - Ortsgruppe Frankfurt Preungesheim.
Aber Spaß beiseite: Die Ortsgruppe Frankfurt Preungesheim des Vereins für Deutsche Schäferhunde gibt es tatsächlich und entwickelt rund um ihr eigenes, adrettes Vereinsheim in Preungesheim eine Menge Aktivitäten, die dem Otto-Normalverbraucher möglicherweise nicht immer sofort offenbar werden. In diesem Sommer allerdings, wendet sich der Verein ganz bewußt an die Öffentlichkeit, um eine Aktion bekannt zu machen, die es verdient bekannt zu sein: Der Verein richtet in der ersten Ferienwoche das Jugendzeltlager des Deutschen Schäferhundevereins – Hessen-Süd aus. Ziel der Veranstaltung ist es, den Kindern und Jugendlichen den Umgang mit ihrem Hund und die Ausbildung des Hundes näher zu bringen.
Aber man will nicht nur im eigenen Saft schmoren, sondern hat sich vorgenommen, auch Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen den Kontakt zu den Tieren zu ermöglichen: Wieder mal eine Gelegenheit, sich tief vor den Ehrenamtlichen zu verneigen, die einfach, still und leise ihren segensreichen Aktivitäten nachgehen. Nachdem der Magistrat zunächst Schwierigkeiten hatte, eine geeignete Institution zu benennen, die Interesse an so einer Zusammenkunft hat, haben wir dann den Kontakt zum Hort am Urig hergestellt, der temporär sein Domizil im Frankfurter Bogen hat - eigentlich im mehrfachen Sinne eine sehr naheliegende Lösung, Frau Ebeling. Dem Vernehmen nach war die Institution sehr dankbar für diese ungewöhnliche Initaitive.
Auch ein zweites Problem konnte gelöst werden: Während die Jugendlichen auf dem Gelände des Vereins in der verlängerten Huswertstraße campen und dort fast die gesamte Infrastruktur haben, die man für so etwas braucht, fehlt es denn dann doch an den notwendigen Duschen. Hier springt Victoria Preussen ein, deren Platzwart den Jugendlichen die Duschen am Sportplatz in Eckenheim zugänglich macht: Nicht perfekt, aber gangbar. Die Duschen in der - wiederum im mehrfachen Sinne - naheliegenden Liesel-Oestreicher-Schule standen übrigens nach einer Nachfrage im Stadtschulamt nicht zur Verfügung ...
Je nun, zum guten Ende wird also Hilde die Gelegenheit erhalten, in der Begleitung von frischgeduschten Jugendlichen mit Behinderten zu spielen, die hoffentlich aus der Begegnung mit ihr und anderen Hunden etwas mitnehmen.

Verein für Deutsche Schäferhunde - Ortsgruppe Frankfurt Preungesheim

Mittwoch, 30. Juni 2010

Ich verkaufe meine Wohnung

(26.06.2010) Das Politik nach einer abgegriffenen Floskel die Kunst des Möglichen ist, ein Ausgleich häufig sehr widerstreitender Interessen, wird einem kommunalpolitisch immer besonders deutlich, wenn es um Verkehrspolitik geht. Na ja, in den meisten Fällen geht es ja gar nicht wirklich um so hochtrabende Dinge wie Verkehrspolitik, sondern viel prosaischer darum, daß auf der "eigenen" Straße zuviel Verkehr ist. In der Regel nehmen sich dabei die Anwnohner das Recht, zu definieren, wieviel zu viel ist. Das ist auch im Falle der Straße An den drei Hohen im Frankfurter Bogen so. Die unlängst in dieser Straße durchgeführte Verkehrszählung in dieser Straße hat nach Ansicht der Stadtverwaltung mit knapp 600 Fahrbewegungen pro Tag eine geringe Belastung ergeben, aber natürlich teilen die meisten Anwohner diese Einschätzung nicht: Jedes Fahrzeug - das nicht das eigene ist - ist natürlich eines zu viel. Deshalb hatte sich der Ortsbeirat an einem Samstag-Vormittag zu einem Ortstermin an der Kreuzung der Gundelandstraße mit der Straße An den drei Hohen eingefunden, ein Termin zu dem selbstverständlich auch die Anwohner eingeladen waren. Und die sind dann auch zahlreich erschienen und haben überaus engagiert mitdiskutiert was die Verkehrsführung in "ihrer" Straße angeht. Und dabei traten dann die erwähnten widerstreitenden Interessen deutlich zu Tage: Während die einen eine Umwidmung in eine Einbahnstraße wollten um den vermuteten Schleichverkehr aus der Straße herauszuhalten, wollten die anderen gerade das nicht, da der Autofahrer in einer Einbahnstraße ja keinen Gegenverkehr befürchten müssen und deshalb wahrscheinlich anfangen würden zu rasen. Während die einen beklagen, daß es keinen Parkraum gibt, beschweren sich die anderen darüber, daß überall und kreuz und quer geparkt wird. Und die wenigen Anwohner der anderen, angrenzenden und umgebenden Straßen tun kund und zu wissen, daß wohl jedes Auto, daß dann vielleicht irgendwann nicht mehr durch die Straße An den drei Hohen rollt, durch "ihre" Straßen fahren wird - da hält sich die Begeisterung natürlich auch in Grenzen. Schlußendlich gibt es keine einheitliche oder auch nur mehrheitlich vorgetragene Meinung, jede der denkbaren Maßnahmen hat Vor- und Nachteile und das sieht die Gesamtheit der erschienenen Anwohner durchaus auch so. Außer Spesen nix gewesen.
Ach ja, einer der Anwohner bietet mir an, ich könne ja mal zwei Tage in seiner Wohnung wohnen, dann würde ich schon sehen, wie unerträglich der Verkehr sei. Dieses Angebot bekomme ich so häufig, daß ich keine eigenen Wohnung mehr bräuchte, wenn ich alle diese Angebote annähme. Aus diesem Grund müßte ich wohl auch nie wieder Kaffee kaufen - wenn ich das denn wollte. Aber vielleicht behalte ich meine Wohnung denn dann doch ...

Sonntag, 27. Juni 2010

REWE am Frankfurter Berg!

(24.06.10) Nun ist die Eröffnung eines Supermarktes nicht unbedingt ein Thema für die Kommunalpolitik. In diesem Fall aber schon!
Am Frankfurter Berg hat es heftige Diskussionen um diesen Standort gegeben. Die Häuslebauer in direkter Nachbarschaft zum REWE haben ihre Grundstücke erheblich billiger bekommen als ihre Nachbarn in den vermeidlich verkehrsärmeren Straßen und haben einen erbitterten Widerstand organisiert (gegen den Supermarkt, das viel zu hohe Gebäude, die vielen Autos der Kunden, die vielen LKWs der Lieferanten, u.s.w.). Die restlichen Bewohner des Neubaugebiets Edwards Gardens sowie alle anderen Bürger des Frankfurter Bergs haben sich auf den Vollsortimenter gefreut.
Natürlich beschreibt schwarz-weiß-Malerei nie alle Aspekte eines Streits. Die Tendenz beschreibt sie aber sehr wohl.
Am Freitag, den 25. Juni 2010, eröffnet der REWE nun. Wie auf der Eröffnungsfeier am Vortag mitgeteilt wurde, wird der Markt - Montags bis Samstags - von 7:00 bis 24:00 Uhr geöffnet sein. Die Bäckerei wird auch am Sonntag für drei Stunden öffnen. Das Gebäude ist pünktlich fertig gestellt worden. Die Wohnung werden vermutlich September/Oktober komplett vermietet sein.
Ein erfolgreiches Projekt geht zu Ende. Vielen Dank an alle, die daran beteiligt waren!

Sommerfest bei Hühnern, Enten, Gänsen & Co

(26.06.10) Wenn der Kleintierzuchtverein vom Frankfurter Berg zu einem Vereinsfest läd ist dies stets ein tolles Angebot für Familen mit kleinen Kindern.

Heute konnte man erfahren, wie groß die Tiere geworden sind, welche man als Küken vor noch gar nicht so langer Zeit im Vereinshaus bewundert hatte.

Die Kinder konnten natürlich wieder die Tiere in die Hand nehmen und füttern.

Auch so etwas ist in der Großstadt Frankfurt möglich!

Sommerfest im Sozialzentrum

(25.06.10) Jedes Jahr findet das Sommerfest des Sozialzentrums im Marbachweg statt. Der Frankfurter Verband hat schon eine gewisse Routine entwickelt. Es gibt Essen & Trinken, einen Flohmarkt und Musik aus den eigenen Reihen bzw den örtlichen Vereinen.
Halt... eine Sache ist neu: Die Bank Goldman Sachs hatte einen größeren Geldbetrag gespendet. Daher konnte für die Tombola ein Fernseher gekauft werden. Und zwei Mitarbeiter von Goldman Sachs haben bei der Organisation ehrenamtlich geholfen. Dies wurde erwähnt. Mehr nicht. Aber an diesem Nachmittag gab es wenigsten auch keine Kritik an den bösen Großbanken...

Frankfurter Verband

Parade der Kulturen

(26.06.10) Die "Deutsche Jugend aus Rußland" (DJR) war mit mehreren Ständen auf der Parade der Kulturen vertreten. Neben einen Essensstand, wie es fast jeder beteiligte Verein auf die Beine stellt, gab es zusätzlich Angebote für die Kleinen (z.B. Kinderschminken), viele Mitglieder haben als Ordner gearbeitet, u.s.w.
Das die DJR dieses Jahr den Zug durch Frankfurt anführte ist für den Verein sicherlich eine schöne Sache. Ein besonderes Erlebnis hatte der Kreisvorsitzende, Eugen Groß, der vom Dach des vorran fahrenden Busses die DJR-Gruppe fotografierte.
Bei den Preisrichtern wurde so viel Engagement auch anerkannt! Die DJR kann die Urkunde über den dritten Platz in Ihren Jugendclub im Haus der Heimat in Eckenheim aufhängen.

DJR Frankfurt

Sonntag, 20. Juni 2010

Johannisfeuer in Nieder-Eschbach

(19.06.10) Nieder-Eschbach gehört nicht zum Ortsbezirk 10. Wir sind auch nur dort hin gefahren, weil wir eine Einladung zum Sommerfest des dortigen CDU-Stadtbezirksverbands erhalten hatten.
Und da zufälligerweise die Sommersonnenwende im Kalender nicht so weit entfernt zu finden ist, könnte man die Vermutung äußern, daß sich die Organisatoren zu einem Johannisfeuer inspirieren liesen.
Die Veranstaltung war sehr gut besucht. Vermutlich waren alle Dorfbewohner - ich meine natürlich alle Bewohner des Frankfurter Stadtteils Nieder-Eschbach - anwesend.
Die Organisatoren hatten die Veranstaltung bei den Behörden angemeldet, sodaß u.a. die Frankfurter Feuerwehr vor Ort mit einem Löschzug vertreten war. Die nahegelegene Feuerwehr von Bad Homburg wußte von der Veranstaltung nichts... Und so kam es, wie es kommen mußte. Besorgte Bürger alarmierten die Feuerwehr in Bad Homburg. Diese rückte aus. Die Polizei ebenfalls. Eine ganz neue Art des Fehlalarms ;-)
Dachten Sie nach den Meldungen in den Medien, daß wir in einem Überwachungsstaat leben? Lesen Sie diese Meldung und beruhigen Sie sich wieder. :-)

Eckenheim trägt Trauer

(19.06.10) Bekanntlich ist in Deutschland der Umgang mit der Deutschen Fahne teilweise sehr umstritten. Wo hängt man eine auf? Wann? Wie lange?
Wenn Deutschland im Fußballfieber ist, gelten diese Bedenken nicht. Da gehen wir mit der Fahne noch unbekümmerter um, als z.B. die US-Amerikaner.
Aber in der Regel wird sie zum Jubeln und Feiern mitgenommen. Was macht man aber nun nach einer herben 0:1 Niederlage?
Ist doch klar: Wie in Eckenheim in der Sigmund-Freud-Straße fotografiert... man hängt die Fahne auf Halbmast!

Sommerfest der Anlage 2

(19.01.10) Was passiert eigentlich, wenn man zu einem Vereinsfest zu früh kommt?

Natürlich haben die Organisatoren im Prinzip alles aufgebaut. Und selbstverständlich ist man mit diesem harten Kern des Vereins fast alleine. Der Kaffee, den wir trinken, ist wirklich frisch gebrüht und das Würstchen ist wirklich gerade erst fertig gegrillt worden...

Wir sind übrigens beim Fest der Anlage 2 des Kleingartenvereins Eckenheim. Eigentlich sind wir dort hingegangen, um mit den Vereinsmitgliedern zu sprechen. Nun sind bekanntermaßen die Termine kurz vor den Sommerferien dicht gedrängt und wir haben leider nicht so viel Zeit eingeplant. Der Platz unter dem Zelt füllt sich langsam und wir müßen leider zu unserem nächsten Termin.

Kleingartenverein Eckenheim