Thilo Stratemann und Karsten Meyerhoff sagen Tschüß

(3. April 2011) Wir, lieber Leserin, lieber Leser tingeln seit über 6 Jahren durch den Ortsbezirk 10 und seit 5 Jahren be- und verarbeiten wir das, was wir dabei gesehen und erlebt haben, in diesem Blog. Das war mal leicht, mal schwer, aber immer eine Menge Arbeit. Das werden Sie möglicherweise im Angesicht der kleinen Artikelchen nicht glauben, aber glauben Sie uns: In dieses Blog sind etliche Arbeitsstunden geflossen.
Nun war immer klar, daß der Besuch von Veranstaltungen und der anschließende Bericht einem politischen Ziel dient: Wir wollten als CDU-Vertreter vor Ort sein, wir wollten präsent und ansprechbar sein, um aus erster Hand zu erfahren, wo der Schuh drückt und wo wir helfen können. Am 27.03.2011 haben die Wähler im Ortsbezirk 10 und in Frankfurt diese Aktivitäten im Rahmen der Kommunlwahlen bewertet - das Resultat ist unter anderem auf der Webseite http://www.stadt-frankfurt.de/wahlen/ zu begutachten. Kurz gesagt ist das Ergebnis unmißverständlich - und es ist vernichtend. Wir beide wurden auf unseren jeweiligen Listen für den Ortsbeirat 10 und die Stadtverordnetenversammlung nach unten durchgereicht und Thilo Stratemann hat den Einzug in die Stadtverordnetenversammlung erneut nicht geschafft. Das läßt nur den einen Schluß zu: Aktuelle Themen aus den Nachrichten entscheiden offenbar auch die Kommunalwahlen und nicht die Arbeit vor Ort.
In den letzten Jahren haben wir viele Menschen in den nordöstlichen Stadtteilen kennengelernt. Häufig wurden aus Gesprächspartnern Bekannte und gar nicht so selten aus Bekannten Freunde. Diese Bekanntschaften und Freundschaften werden wir natürlich weiterhin pflegen. Der Besuch möglichst aller Veranstaltungen im Ortsbezirk 10 und dieses Blog (inklusive des Veranstaltungskalenders) werden wir jedoch ab sofort einstellen.
Allen Menschen, die dieses Blog bisher gelesen und uns Rückmeldung gegeben haben - egal ob positiv oder negativ - danken wir recht herzlich; alle die das Blog gerne gelesen haben, bitten wir um Verständnis.

Kommunalwahl 27. März 2011

Machen wir's kurz: Am 27. März dieses Jahres sind in Frankfurt Kommunalwahlen. Bitten gehen Sie unbedingt zu diesen Wahlen: Es werden die Ortsbeiräte und die Stadtverordnetenversammlung gewählt. Da stellen sich die Menschen zur Wahl, die sich um "Ihre" Bürgersteige, Einbahnstraßen, Schulen, Buslinien und Parkbänke kümmern wollen - um die Dinge, die bei Ihnen direkt vor der Haustür, in Ihrem Stadtteil passieren. Dafür brauchen alle Lokalpolitiker Ihre Unterstützung.
Die Autoren dieses Blogs bewerben sich ebenfalls um kommunalpolitische Ämter, Thilo Stratemann für die Stadtverordnetenversammlung (Platz 42 Stadtverordnetenliste CDU) und Dr. Karsten Meyerhoff für den Ortsbeirat 10 (Platz 2 Ortsbeiratsliste CDU). Bitte geben Sie uns am 27.03. jeweils drei Einzelstimmen, damit wir auch in Zukunft diese "Stadtteilzeitung" führen können. Wenn Sie mal "zur Probe" kumulieren und panaschieren wollen, dann können Sie das hier tun.

Sonntag, 20. Juni 2010

Sensation Kindergarten- und Schulfest Berkersheim

(20.06.2010) Grade wenn man in Frankfurt wohnt, bekommt man von den Organisatoren von Festen - Straßenfesten, Festen im Saal, Jubiläumsfeiern, ... - immer wieder zu hören, daß es an der Beteiligung mangele, weil man am selben Wochenende in Frankfurt, weil man am selben Tag in Frankfurt so viele andere spannende Dinge tun könne. Und gewiß ist Frankfurt nicht arm an Attraktionen: Museumsuferfest, Wäldchestag, Dippemess', Nacht der Museen, großes Stadtgeläut, ...
Aber wie ist es dann möglich, daß ein Kindergarten- und Schulfest im kleinen Berkersheim Menschen en masse anzieht? Es gibt keine Attraktionen außer Grillwürstchen im Brötchen, es gibt keine Sensationen außer einer szenischen Aufführung von Schneewittchen und außer aufgeblasenen Luftballons gibt es auch keinen Nervenkitzel. Trotzdem ist der Schulhof der Berkersheimer Grundschule rappeldicke voll mit Kindern, die umherwuseln - und ihren Eltern, die hinterherwuseln. Und alle scheinen sich zu amüsieren wie Bolle.
Vielleicht sehe ich den Wald vor lauter Bäumen nicht, vielleicht ist es die Konzentration auf die Kinder, die hier im Mittelpunkt stehen. Vielleicht brauchen Kinder kein Fahrgeschäft das sich siebenfach überschlägt und um die eigene Achse dreht und auch kein 3D-Kino mit 19km² Projektionsfläche. Vielleicht reicht es, sich vollkommen auf die Kinder zu konzentrieren und darauf, denen einen schönen Nachmittag zu bereiten, während dessen sie im Mittelpunkt stehen.

Berkersheimer Grundschule

P.S.: Auf dem Weg zu Schule sehen wir ein Schild: "Eier zu verkaufen von freilaufenden Hühnern." Sehr beeindruckend, was man diesen freilaufenden Hühnern heutzutage alles so beibringen kann. Was machen diese Hühner eigentlich, wenn man bei ihnen Eier kaufen will, das Geld aber nicht passend hat? Können die auch rechnen? Na ja, sie wohnen ja nicht weit von der Grundschule entfernt ...

Sonntag, 13. Juni 2010

Fideles Hoffest

(12.06.2010) Die Fidelen Eckenheimer veranstalten zum dritten Mal ihr Hoffest. Lobenswerter Weise stellt die Familie Möller ihr Privatgrundstück dafür zur Verfügung!
Der Besucherandrang ist so groß, daß es kaum freie Plätze gibt. Und dann herrscht natürlich gute Stimmung. Gut... Das erwartet man eigentlich auch, wenn ein Karnevalsverein ein Fest veranstaltet.
Aber der Erfolg hat auch seine Schattenseite. Das Einwerben von Gewinnen für die Tombola war sehr erfolgreich. Und damit die Menge der Gewinne sehr groß. Und dadurch dauerte die Ermittelung der Gewinner und die entsprechende Mitteilung durch den zweiten Vorsitzende Hans-Jürgen Schmidt sehr, sehr lange...
Vor dem Haus - auf der Straße - parkte der neue fahrbare Untersatz des ersten Vorsitzenden. Wie selbstverständlich mit Werbung für das Hoffest beklebt und gerade aus Offenbach nach Frankfurt überführt. (Die Witze über Offenbach u.s.w. lassen wir jetzt mal weg...) Den Fidelen Damen gefiel dieses neue Gefährt offensichtlich und so entstand das Foto zu diesem Beitrag.

90 Jahre Theobald-Ziegler-Schule

(12.06.2010) Was macht eine Grundschule, wenn sie 90 Jahre alt wird? Natürlich feiert sie diesen runden Geburtstag.
Als Abschluß einer Projektwoche, in der sich die Schüler mit der Geschichte der Schule beschäftigten, veranstaltet die Schule ein großes Fest. Es versteht sich von selbst, daß die Ergebnisse der Arbeit in Form von Ausstellungen und Darbietungen auf der Bühne präsentiert werden.
Für die Schule ist es erfreulich, daß sich auch Vertreter des Ortsbeirats und der Vereine Eckenheims eingefunden haben. Und so kann sich die Schule, die Lehrer, die Schüler und die Eltern über eine gut besuchte Veranstaltung freuen.

Theobald-Ziegler-Schule

8. Down-Sportlerfestival

(12.06.2010) Down-Sportlerfestival? Nein? Noch nie gehört? Na gut, ich auch nicht. Aber dank eines Hinweises des Stadtrates Bürger weiß ich jetzt mehr: "Kinder und Jugendliche mit Down-Syndrom können sich hier im Wettkampf messen, ihre Erfolge genießen und – weit wichtiger noch – gemeinsam mit ihren Geschwistern und Eltern Spaß haben." So sagt es die Webseite der Veranstaltung. Die große Sporthalle in Kalbach jedenfalls brodelt, als wir eintreffen:
"Ich höre schon des Dorfs Getümmel,
Hier ist des Volkes wahrer Himmel,
Zufrieden jauchzet groß und klein:
Hier bin ich Mensch, hier darf ichs sein!"
Viel mehr können wir dann aber auch nicht mehr ermitteln, denn die Veranstaltung liegt bereits in den letzten Zügen, man erkennt so grade noch, mit was für einem Aufwand an Personal hier gearbeitet wird. Aber was soll man auch groß sagen, wenn Kindern ein schöner Nachmittag gemacht wird, außer: Danke!

Down-Sportlerfestival

Die Berkersheimer Kathedrale

(12.06.2010) Wer wissen will, was ehrenamtliche Arbeit vermag und was ehrenamtliche Arbeit vielen Menschen bedeutet, der gehe nach Berkersheim. In diesem kleinen, gallischen Dorf gibt es seit 1977 das Hellmuth-Wollenberg-Haus, eine kleine Turnhalle, in Eigenleistung errichtet: Klein, aber mein. Als im Jahr 2004 die Eiche neben dem Haus als Naturdenkmal die Existenz eben des Hauses infragezustellen begann und die alten Chemietoiletten zur Erneuerung anstanden, war es wieder ehrenamtliche Eigenleistung - im Bürokratiekrieg, in der Planung und der Bauausführung - die dazu geführt hat, daß das Haus nunmehr um einen Lagerraum und um Toiletten erweitert werden konnte. Nachdem es nicht gelungen war, einen Grundstein zu legen, wurde jetzt anläßlich einer Feier bei schönstem Wetter ein Schlußstein gesetzt. Na gut, ein Schlußsstein ist eigentlich ein Keilstein am höchsten Punkt eines Bogens oder der abschließende Stein im Hauptknotenpunkt eines Rippengewölbes, also das was man zu sehen bekommt, wenn man in einer großen Kirche im Hauptschiff steht und den Kopf weit in den Nacken legt - aber wahrscheinlich ist vielen Berkersheimern ihr Hellmuth-Wollenberg-Haus mindestens so wertvoll wie eine Kathedrale. Die Veranstaltung jedenfalls ist gut besucht, man sitzt beisammen, trinkt seinen Kaffee, ißt den selbstgebackenen Kuchen ("Kaffee und Kuchen gehen immer!" war von jeher mein politischer Wahlspruch) und lobt sich gegenseitig. Und mit was? Mit Recht!

TSV Berkersheim

Freitag, 11. Juni 2010

Wo die Hubschrauber rückwärts fliegen

(10. 06.2010) Der aufmerksame Zeitungsleser hätte es seit einigen Wochen wissen können, er hätte zwei und zwei zusammenzählen können, und wäre schon von sich aus darauf gekommen, warum in den letzten Monaten der Polizeihubschrauber wieder gehäuft aus der Polizeikaserne an der Homburger Landstraße aufgestiegen ist: Es galt einer rumänischen Bande habhaft zu werden, die in Frankfurt und im weiten Umkreis darumherum Fahrscheinautomaten aufgebrochen und damit erheblichen Sachschaden angerichtet hatte. Somit waren die Beschwerden der Anwohner erklärlich, die sich in den zurückliegenden Wochen wieder verstärkt über den Lärm, den die Maschinen insbesondere in der Nacht verursachen, beschwert hatten.
In einem Ortstermin für den Ortsbeirat und die Presse informierte die Bundespolizei jetzt darüber, daß es die Ermittlungen nötig gemacht hatten, während der "Arbeitszeit" der Diebe zu fliegen, also in der Nacht. Und natürlich fliegt die Bundespolizei auch nicht dem Hubschrauber, weil dem Chef grade danach ist oder bei den Autos just die Aschenbecher geleert werden, sondern einzig und allein dann, wenn der dienstliche Anlaß - also die Aufklärung oder Verfolgung von mutmaßlichen Straftätern, wie im vorliegenden Fall - unbedingt Schnelligkeit und Flexibilität erfordern. Und wenn jede Sekunde zählt, kann es dabei auch ausnahmesweise mal passieren, daß bewohntes Gebiet überflogen werden muß. Im Regelbetrieb wird dagegen ausschließlich über unbewohntes Gebiet wie z.B. die A661 an- und abgeflogen und am Frankfurter Berg finden natürlich auch keine Übungsflüge statt. In bewohntem Gebiet steigen Hubschrauber übrigens zunächst rückwärts fliegend etliche Meter auf, um im Falle eines Triebwerksschadens in dieser Phase auf einem garantiert freien Pfad wieder sicher zu Boden schweben zu können, ein Manöver also das insbesondere der Sicherheit der Anwohner dient. Man darf annehmen, daß das die Erklärung ist für die von manchen Anwohnern beobachteten merkwürdigen "dreieckigen" Flugmanöver.
Der zwischenzeitlich inhaftierten Automatenknackerbande konnten übrigens 49 Delikte nachgewiesen werden und aufgrund von Ähnlichkeiten im Tathergang konnte festgestellt werden, daß die Bande mindestens auch in Österreich ihr Unwesen getrieben hat.

Bundespolizei

Sonntag, 30. Mai 2010

Straßenfest im Jugendhaus

(30.05.10) Wegen des wechselhaften Wetters fand das traditionelle Straßenfest des Tennie Cafes diesmal im Jugendhaus statt.
Im Haus wurde die Bühne aufgebaut und das Programm wie geplant dargeboten. Die meisten Kinder und Jugendlichen werden die Kleinigkeiten - wie z.B. die Hüpfburg - nicht vermisst haben, die logischerweise nur draußen aufgebaut werden können.
In einem interessanten Gespräch erfuhren wir, daß die Leitung des Jugendhauses in der Hochhaussiedlung nun auch von Ayhan Toprak übernommen wurde, der bisher "nur" das Teenie Cafe leitete. Die Probleme mit den dortigen Jugendlichen scheinen vorerst gelöst zu sein. Offen ist zur Zeit in welcher Liegenschaft die Einrichtung zukünftig untergebracht seien wird. Mal schauen, ob bei dieser Frage der Ortsbeirat helfen kann...

Pfarrfest am Frankfurter Berg

(30.05.10) Das Konzept der katholischen Gemeinde "Allerheiligste Dreifaltigkeit"(kurz AHD) ihr Angebot verstärkt auf Familien auszurichten geht auf. Der Saal ist voll. Der Platz vor der Kirche ist voll. Und der Garten ist auch voll mit Menschen.

Familienfest an der Friedberger Warte

(30.05.10) Wir waren da...

Quo vadis Straßenfest?

(29.05.2010) Eckenline? Vorbei! Funzelfest? Noch vorbeier! Die Ära der Strassenfeste in Eckenheim und Preungesheim schien vorbei zu sein, nachdem die beiden genannten Feste im letzten Jahr den Weg alles Irdischen gegangen waren. Es fehlte zum Schluß die Unterstützung der Vereine - weil das Publikum fehlte. Man stellt sich eben nicht einen kompletten Tag von morgens 8 bis nach Mitternacht "uff de Gass", wenn dann keiner kommt und man noch draufzahlt.
Nun, also in diesem Jahr Straßenfest vor dem Haus Ronneburg. Faktisch ist das in Eckenheim, gefühlt allerdings in Preungesheim - also irgendwie in der demilitarisierten Zone zwischen den Stadtteilen. Hinter der vorgehaltenen Hand hatte man von den Vereinen schon gehört: Wenn's dieses Jahr nix wird, dann war's das für immer mit den Straßenfesten - basta! Nach allem, was man so hat hören können von den Vereinen "war es dann aber doch was" - nicht zuletzt dank güter Unterstützung von Petrus, der die Sonne scheinen ließ, daß es eine Freude war. So ist das nun mal in Deutschland: Straßenfeste sind draußen und draußen ist es gerne auch mal naß. Je nun, das Straßenfest scheint noch eine Gnadenfrist bekommen zu haben. Daran scheint auch der neue Vereinsringsvorstand nicht ganz unschuldig zu sein, nach allem, was man hört.
Eines ist mir aufgefallen: Der bestimmenden Faktor scheinen die Kinder zu sein. Wo die Kinder sind, das sind notwendigerweise die Eltern und wenn die schon mal da sind, dann trinken sie vielleicht auch einen Kaffee oder ein Bier - oder zwei ...

Vereinsring Preungesheim - Eckenheim

Sonntag, 23. Mai 2010

Kein idealer Blog-Eintrag

(22.05.2010) Der ideale Blog-Eintrag ist kurz, originell und vermittelt eine ungewöhnliche, überraschende, neue Sichtweise. Also wird das hier kein idealer Blog-Eintrag. Mir fällt nämlich keine ungewöhnliche, überraschende, neue Sichtweise auf das Jugendfußballturnier von Viktoria Preussen ein: War gut, ist gut, bleibt gut. Ein Jugendfußballturnier ist nun mal eben nicht originell, innovativ und ganz neu. Aber die traditionsreiche Veranstaltung von Viktoria Preussen ist allein aufgrund der Größe, der Anzahl der teilnehmenden Mannschaften schon etwas besonderes. Auch wenn man sich sonst nicht so besonders für's Kicken interessiert, kann man schon mal den Weg zu den Fußballplätzen in Eckenheim antreten und sich dieses Jugendfestival ansehen. Für das leibliche Wohl ist gesorgt und am Sonntagabend gibt's sogar eine Ü30-Party - mit Musik und Tanzen und so ... Also: Wer immer Kinder und Jugendliche dazu bringt, sich fair und kameradschaftlich im Sport miteinander zu messen und wer dazu so vie Arbeit leistet, wie Viktoria Preussen, vor dem sollte man sich in Ehrfurcht tief verneigen - was ich hiermit tue!
Auf das Kaiserwetter angesprochen das die Veranstaltung nach meiner Wahrnehmung zum wiederholten Male adelt, kramt der Vorstand in seiner Erinnerung und verweist auf Jahre, in denen man das Fußballturnier zu einem Kanuwettbewerb hätte umwidmen können.
So nebenher erfahren wir auch, daß man damit liebäugelt, die Veranstaltung ab dem nächsten Jahr zu einem internationalen Turnier zu machen, vorzugsweise indem man Mannschaften aus den Partnerstädten Frankfurts einläd. Das finde ich eine Superidee und ich hoffe sehr, daß dazu auch mindestens eine Mannschaft aus dem XX. Bezirk von Budapest kommen kann, mit dem ja eine Stadtteilpartnerschaft des Ortsbezirks 10 besteht.

Viktoria Preussen

Sonntag, 9. Mai 2010

Eine akademische Feier ...

(08.05.2010) ... ist eine akademische Feier, ist eine akademische Feier - sollte man meinen. Aber in letzter Zeit scheint die Art der Feier - heiße sie nun akademisch oder auch nicht - bei der sich ausschließlich die Honoratioren selber beglückwünschen und feiern, aus der Mode zu kommen. Die akademische Feier des Vereinsrings Preungesheim-Eckenheim anläßlich des 100-jährigen Jubiläums der Eingemeindung der beiden Stadtteile ist jedenfalls nicht die erste Feier dieser Art, die recht informell ausfällt - sehr zum Gefallen des Publikums, wie es scheint. Denn das beklatscht zum Beispiel den flotten, historischen Vortrag deutlich intensiver, als den vorausgegangenen Begrüßungsmarathon, im Rahmen dessen von der Bundestagsabgeordneten Erika Steinbach bis zum Satzungspapst des Vereinsrings jeder, aber wirklich jeder im Saal begrüßt und beklatscht werden muß. Es treten natürlich auch noch zwei Chöre auf und ein Bariton, der Schlager-Paradestücke wie Amapola und Granada zum besten gibt. Auch wenn ich mich jetzt unbeliebt mache: Das Publikum im Saal mag gut gestimmt sein, das zur Begleitung eingetzte Klavier ist es nicht ...
Der Abräumer ist dann allerdings der Bauchredner und Zauberer Pierre Ruby, dergleich mit zwei Nummern vertreten ist und dem stürmischer Applaus zuteil wird. Wie gesagt: Die akademische Feier alten Zuschnitts scheint tot zu sein.

Vereinsring Preungesheim-Eckenheim
Pierre Ruby

Sonntag, 2. Mai 2010

Reitsport in Berkersheim

Der Reit und Fahrverein Niddatal hat zum Tag der offenen Tür auf seinem Vereinsgelände in Berkersheim eingeladen und kann sich wie jedes Jahr über gute Besucherzahlen freuen.
Die Sitzplätze sind größtenteils belegt. Viele Kinder stehen an der Absperrung , um die Pferde aus nächster Nähe sehen zukönnen.
Und welches Geschlecht ist an der Absperrung und auf den Pferden in der Mehrheit? Na? Die Damen natürlich.
Mir ist noch keine Initiative bekannt, die hier für eine Gleichberechtigung eintritt und das muss auch nicht sein. Oder brauchen wir einen Boysday für den Reitsport?

Reit- und Fahrverein Niddatal

Freitag, 30. April 2010

Blasmusik ohne Stützräder

(30.04.2010) "Das Jammern ist der Gruß des Kaufmanns." sagt ein bekanntes Sprichwort und in Abwandlung dessen kann man wohl sagen, daß die Klage über die zu geringe Mitarbeit der Gruß des Vereinsvorsitzenden ist. Da macht auch Norbert Roth, Vorsitzender des TMCR, keine Ausnahme, wenn er sich anläßlich der Hauptversammlung "seines" Vereins darüber beklagt, daß Dieser oder Jener hier oder da etwas fester mit hätte anpacken können. So richtig diese Aussage auch sein mag, so scheint sie doch nicht recht anzukommen, da sie doch gebetsmühlenartig jedes Jahr wiederholt werden muß. Das bestätigt mal wieder eine alte Erkenntnis, nach der intrinsische Motivation nicht durch extrinsische ersetzt werden kann. Schluß mit Klugscheißerei ...
Da es sich um eine turnusgemäße Hauptversammlung handelt, hält sich die Aufregung der Mitglieder in Grenzen. Nur kurzzeitig kommt Heiterkeit auf, als die Kassenprüferin statt der Entlastung des Vorstandes versehentlich dessen Entlassung beantragt. Nun gut, ich glaubt gelernt zu haben, daß es bei einem Karnevalsverein auch mal lustig zugehen darf.
Richtig emotional wird die Debatte erst wieder, als der Vorsitzende davon berichtet, daß alle Vereine seit kurzem regelmäßig alle ihre Kabel überprüfen lassen müssen und zwar von einem sachkundigen Menschen, der in aller Regel - verständlicherweise - für seine Dienste Geld verlangt. Schnell fallen die typischen Begriffe der politischen Aufgeregtheit wie "Blödsinn" und "Abzocke". Ich möchte dieselben Leute gerne mal hören, wenn es im Rahmen einer Vereinsfeier einen Brand gegeben haben sollte wegen mangelhafter Kabel. Jede Wette, dann heißt es: "Wie man denn das zulassen können! Des muß doch jemand prüfe!" - wie immer eine Frage der Perspektive. Eines ist aber sicher auch richtig, daß es natürlich insbesondere für kleinere Vereine zunehmend schwieriger wird, "einfach nur so" ihrem Hobby nachzugehen, insbesondere dann, wenn man dabei in größerem Stile Veranstaltungen mit Publikumsverkehr organisiert. Auch wenn jede einzelne Maßnahme für sich gesehen in Ordnung zu sein scheint (Rauchverbot, im Saal keine offenen Kerzen mehr, lebensmittelechte Schläuche auch für Spülwasser, keine Rechauds mit offener Flamme mehr, ...), ist die Vielzahl der Regularien natürlich schier erdrückend. Eine richtige Lösung habe ich auch nicht.
Mit großem Interesse habe ich persönlich die letzte größere Diskussion verfolgt, in der es darum geht, wie sich der Verein bei all den anderen Verpflichtungen, die man so hat im Leben, mehr Zeit und Muße für die Übungsstunden des Musikzuges verschaffen kann. Roland Klingelhöfer als musikalischer Leiter drängt darauf, schlicht gesagt, daß mehr geübt wird - und das tut dem Musikzug gut, wenn jemand meine Meinung dazu hören will. Im Auditorium wird zu diesem Thema unter anderem die Ansicht geäußert, man könne doch auch mal zuhause üben - das sei wie mit dem Fahradfahren das man ja auch erst mit Stützrädern erprobe, um dann ohne diese Hilfen weiterzuüben. Also bringt der TMCR in Zukunft wohl Blasmusik ohne Stützräder zu Gehör; ich bin gespannt.

TMCR

P.S.: Daß der Norbert Roth auf dem Photo einen Heiligenschein zu haben scheint, ist reiner Zufall ...

Sonntag, 25. April 2010

Jahreshauptversammlung des Hauses der Heimat

(25.04.10) Auf der Jahreshauptversammlung der Arbeitsgemeinschaft Haus der Heimat e.V. wurden alle Vorstandsmitglieder in ihren Ämtern bestättigt.
Im Tätigkeitsbericht wurden erneut die hohen Ausgaben für Reparaturen erwähnt, die Aufgrund von Sachbeschädigung leider auch im letzten Jahr wieder auftraten. Durch den Ausbau der Videoüberwachung konnten einzelne Täter ermittelt und angezeigt werden.
Der Vorstand hofft durch diese abschreckende Wirkung den Vandalismus am Haus eingrenzen zu könnnen.

Von einer Erfolgsgeschichte erzählen

(23.04.10) Der Frankfurter Berg feiert mit einer akademischen Feierstunde in der Turnhalle der Albert-Schweitzer-Schule die Eingemeindung vor 100 Jahren.
Heidemarie Teske (Vorsitzende des Vereinsrings) führt durch das Programm. Neben den Festrednern Stadtrat Warnke, Stadtverordneter und Ortsbezirksvorsteher Robert Lange sowie Ortsbeiratsmitglied Gero Gabriel waren das Akkordeon-Orchester und zwei Tanzgruppen des örtlichen Kindergartens eingeladen worden.
Genau genommen standen vor 100 Jahren auf der Gemarkung des heutigen Stadtteils Frankfurter Berg genau ein Haus und den Stadtteil gab es noch gar nicht. Aber die umliegenden Gemeinden, zu denen das Gebiet damals gehörte, wurden vor 100 Jahren eingemeidet und damit ist der jüngste Stadtteil Frankfurts eben auch seit 100 Jahren Teil dieser Stadt.
Der ehrenamtliche Stadtrat Warnke zeichnete in seiner Rede die Geschichte der Eingemeindung nach. Es war und ist eine Erfolgsgeschichte, die wir durchaus auch mal in Bad Vilbel und Eschborn erzählen sollten. Ende des Zitats ;-)

Die drei Musketiere

(24.04.2010) Die Hauptversammlung eines Vereins ist in der Regel langweilig - auch wenn der Verein ein Karnevalsverein ist. So sind auch bei den Krätschern unerläßliche, aber überaus langweilige Formalien zu erledigen, von denen der Tätigkeitsbericht des Vorsitzenden noch der interessanteste ist. Der berichtet von etlichen - mal mehr, mal weniger erfolgreichen - Aktivitäten im zurückliegenden Jahr. Dabei fordert er allerdings immer wieder energisch mehr Beteiligung der Mitgliedschaft ein; manchmal scheint er sich mühsam eines Ausbruchs á la "Helft doch mal mehr mit, ihr faulen Sä%&$!" enthalten zu können. Wie immer bei solchen Gelegenheiten hat er natürlich die Menschen vor sich, die sich sehr wohl engagieren, die mit solchen Ermahnungen also gar nicht gemeint sind ...
Einen humoristischen Zug bekommt die Veranstaltung, als sich um das Amt des Kassenprüfers drei Anwesende bewerben, ein Amt das man normalerweise einem der Anwesenden aufdrängen, aufzwingen, aufoktroieren muß. Dank der umsichtigen Sitzungsleitung des Vorsitzenden kann aber eine Kampfkandidatur um dieses sonst so ungeliebte Amt verhindert werden.
Kurzzeitig kommt noch mal Leben in die Bude als das Wein-, Heimat- und Mieterfest diskutiert wird - insbesondere wie der Verein da wirtschaftlich rausgekommen ist. Aber dann werden die tapferen Anwesenden auch schon wieder in den lauen Sommerabend - denn so präsentiert sich der April an diesem Tag - entlassen.

Krätscher

Samstag, 24. April 2010

Höher, schneller, weiter ...

(24.04.2010) ... scheint das Motto des diesjährigen Frühlingsfestes am Frankfurter Berg zu sein. Wie immer kommen zwar alle Vereine am Frankfurter Berg, wenn dessen Vereinsring ruft, aber in diesem Jahr war alles höher, weiter, größer - kurz: Es war alles mehr. Statt des Pausenhofes, der normalerweise von den Vereinen und Institutionen okkupiert wird, waren diesmal zusätzlich die Sportfelder in Benutzung.
Nun gut: Man feiert 100 Jahre Eingemeindung und da darf es dann ja auch etwas mehr sein. Aber so sturmfest und erdverwachsen (kommt übrigens aus dem Niedersachsenlied) wie der Frankfurter Berg ist, geraten die Veranstaltungen zum 100sten eher volksnah und an den Kindern orientiert. Nicht die schlechteste Ausrichtung - es ist unglaublich, wieviele Kinder auf den Höfen rumwuseln, sich gegenseitig überschreien, sich überschlagen, rennen, Waffeln essen, die kleinen Kaninchen bestaunen und beim Kettenkarussel fahren möglicherweise so viel Spaß haben, wie nie wieder in ihrem Leben. Preis und Ehre den Ausrichtern dafür!
Es fällt auf, daß die TSG überall präsent ist -gut das der Frankfurter Berg wieder einen aktiven und tatkräftigen Sportverein hat.

TSG

Sonntag, 18. April 2010

Viel gearbeitet - viel erreicht

(16.04.10) Ein ereignisreiches Jahr liegt hinter dem Jahnvolk und so enthält der Bericht des Vorstands auf der diesjährigen Jahreshauptversammlung eine Reihe von Punkten, die erahnen lassen, wie weit heutzutage Professionalität bei der Vorstandsarbeit gefordert ist.
Allein die Kündigung des Pächters, die Suche nach einem neuen Betreiber der Vereinsgaststätte sowie die notwendigen Renovierungsarbeiten sind ein gutes Stück Arbeit. Leider mußte sich der Vorstand auch mit Baumängeln bei den erst vor kurzem fertig gestellten Duschen und WCs auseinander setzen. Ganz zu schweigen von den Tätigkeiten, die man eher dem Vorstand eines Turnvereins zuordnen würde (wie z.B. Pflege des Platzes, Reparaturen der Turnhalle, Austausch bzw. Reparatur von Turngeräten).
Neben dieser Vorstandsarbeit sollte man nicht vergessen welche Leistungen die Sportvereine in der Kinder- und Jugendarbeit erbringen. Auch im Jahnvolk sind 50% alle Mitglieder in dieser Altersgruppe. Die Erben von Turnvater Jahn müssen sich also um ihre Zukunft keine Sorgen machen.

Jahnvolk 1881 e.V.

Sonntag, 11. April 2010

100 Jahre Eckenheim als Stadtteil Frankfurts

(11.04.10) Eine Halle des Straßenbahndepots in der Schwabstraße ist in diesen Wochen zum temporären Museum umfunktioniert worden. Wenn man die Halle betritt, läuft man an historischen Straßenbahnen vorbei. Dahinter erläutern Bilder und Texte auf Schautafeln sowie Ausstellungsstücke die Geschichte Eckenheims. Weiter hinten im Raum ist auch die 50jährige Geschichte des Karnevalvereins "die Krätscher" auf Schautafeln dokumentiert. In der Mitte des Raums ist Platz für jede Menge Tische und Bänke. Auch zwei kleine Stände für Essen und Trinken finden hier ihren Platz. Am Ende der Halle ist eine Bühne aufgebaut.
Erstaunlich voll ist die Halle an diesem Nachmittag. Nein, nicht mit Ausstellungsstücken ;-) Es sind sehr viele Leute bekommen, um an dieser Veranstaltung teilzunehmen. Liegt es daran, daß die Arbeitsgemeinschaft aus Heimatverein Eckenheim, Karnevalsverein die Krätscher und den Freunden der historischen Straßenbahnen ganz verschiedene Personenkreise anspricht? War das Wetter genau richtig? Wollten die Leute einfach nur mal ins Depot reingehen, welches sonst immer versperrt ist? Der Grund ist eigentlich egal. Die Veranstalter können mit diesem Termin zufrieden sein.