
(27.04.07) Es war auf der diesjährigen Hauptversammlung des TMCR kein Vorstand neu zu wählen, also war die Devise eher: Rückschau, Einkehr, Bilanz. Und die war nicht nur positiv. Zwar war auch das vergangene Jahr mit Aktivitäten nur so gespickt, aber die negativen Nachrichten überwogen dann doch: Fünf Musiker verloren, Garde besteht nur noch aus der Solotänzerin, Aufbau einer größeren Garde nicht in Sicht. Der Vorsitzende Norbert Roth spricht die Nachwuchssorgen bei Musik- und Tanzgruppen an, die dem TMCR ebenso Sorgen bereiten, wie sehr vielen anderen Vereinen auch. Er spricht vom Unwillen vieler Eltern, dem Verein außer dem (symbolischen) Mitgliederbeitrag für ihre Kinder noch ein paar Arbeitsstunden zu geben, vermutet, daß die Eltern eher auf der Suche nach einer "Kinderaufbewahrung" sind. Dazu kommen dann noch Nackenschläge wie der vom so lange Jahre hochgehaltenen Musikfest das in diesem Jahr das erste Mal nicht im Festzelt stattfinden kann, sondern wegen mangelnder Beteiligung im letzten Jahr im Saale stattfinden muß. Damit fehlt dem TMCR eine interessante Veranstaltung, die eine erhebliche Öffentlichkeitswirksamkeit hatte. Alle Sympathie für den Verein und seine Mitglieder kann über eines nciht hinwegtäuschen: Dem TMCR geht es nicht gut!
Wie sich doch die Bilder gleichen: Ehrenamtskarten, JuLeiCas, Römerplaketten hin, interessante Themen, attraktive Angebote her, die Menschen stehen weder bei den Kirchengemeinden, noch bei den Parteien und auch bei den Vereinen nicht mehr Schlange, um sich ehrenamtlich zu betätigen - wenn sie denn jemals getan haben.
Ehrenamtliches Engagement ist nun einmal per definitionem - naja - ehrenamtlich; man tut es der Ehre wegen. Das ist ein Antrieb der ausschließlich von Innen kommt und daran werden Ehrungen und Anerkennungen, so wichtig sie sind, nichts ändern. Die Eigenmotivation, die dazu führt, daß man sich für andere einsetzt und ehrenamtlich arbeitet, kommt - wie der Name schon sagt - immer aus einem selber, oder sie kommt eben nicht. Deshalb geht der immer wieder geäußerte Satz, das Ehrenamt müsse mehr Anerkennung erfahren, an der Sache vorbei. Wer ehrenamtlich arbeitet, weil er erwartet Anerkennung von Außen zu erfahren, ist schon am Anfang vom Ende angelangt. Das soll natürlich nicht heißen, daß man den Einsatz von eigenmotivierten Mitbürgern nicht öffentlich - grade öffentlich - würdigen soll, aber zu glauben, nur damit bekäme man die Menschen in die Vereine, Vereinigungen und Parteien, ist naiv.
TMCR