Thilo Stratemann und Karsten Meyerhoff sagen Tschüß

(3. April 2011) Wir, lieber Leserin, lieber Leser tingeln seit über 6 Jahren durch den Ortsbezirk 10 und seit 5 Jahren be- und verarbeiten wir das, was wir dabei gesehen und erlebt haben, in diesem Blog. Das war mal leicht, mal schwer, aber immer eine Menge Arbeit. Das werden Sie möglicherweise im Angesicht der kleinen Artikelchen nicht glauben, aber glauben Sie uns: In dieses Blog sind etliche Arbeitsstunden geflossen.
Nun war immer klar, daß der Besuch von Veranstaltungen und der anschließende Bericht einem politischen Ziel dient: Wir wollten als CDU-Vertreter vor Ort sein, wir wollten präsent und ansprechbar sein, um aus erster Hand zu erfahren, wo der Schuh drückt und wo wir helfen können. Am 27.03.2011 haben die Wähler im Ortsbezirk 10 und in Frankfurt diese Aktivitäten im Rahmen der Kommunlwahlen bewertet - das Resultat ist unter anderem auf der Webseite http://www.stadt-frankfurt.de/wahlen/ zu begutachten. Kurz gesagt ist das Ergebnis unmißverständlich - und es ist vernichtend. Wir beide wurden auf unseren jeweiligen Listen für den Ortsbeirat 10 und die Stadtverordnetenversammlung nach unten durchgereicht und Thilo Stratemann hat den Einzug in die Stadtverordnetenversammlung erneut nicht geschafft. Das läßt nur den einen Schluß zu: Aktuelle Themen aus den Nachrichten entscheiden offenbar auch die Kommunalwahlen und nicht die Arbeit vor Ort.
In den letzten Jahren haben wir viele Menschen in den nordöstlichen Stadtteilen kennengelernt. Häufig wurden aus Gesprächspartnern Bekannte und gar nicht so selten aus Bekannten Freunde. Diese Bekanntschaften und Freundschaften werden wir natürlich weiterhin pflegen. Der Besuch möglichst aller Veranstaltungen im Ortsbezirk 10 und dieses Blog (inklusive des Veranstaltungskalenders) werden wir jedoch ab sofort einstellen.
Allen Menschen, die dieses Blog bisher gelesen und uns Rückmeldung gegeben haben - egal ob positiv oder negativ - danken wir recht herzlich; alle die das Blog gerne gelesen haben, bitten wir um Verständnis.

Kommunalwahl 27. März 2011

Machen wir's kurz: Am 27. März dieses Jahres sind in Frankfurt Kommunalwahlen. Bitten gehen Sie unbedingt zu diesen Wahlen: Es werden die Ortsbeiräte und die Stadtverordnetenversammlung gewählt. Da stellen sich die Menschen zur Wahl, die sich um "Ihre" Bürgersteige, Einbahnstraßen, Schulen, Buslinien und Parkbänke kümmern wollen - um die Dinge, die bei Ihnen direkt vor der Haustür, in Ihrem Stadtteil passieren. Dafür brauchen alle Lokalpolitiker Ihre Unterstützung.
Die Autoren dieses Blogs bewerben sich ebenfalls um kommunalpolitische Ämter, Thilo Stratemann für die Stadtverordnetenversammlung (Platz 42 Stadtverordnetenliste CDU) und Dr. Karsten Meyerhoff für den Ortsbeirat 10 (Platz 2 Ortsbeiratsliste CDU). Bitte geben Sie uns am 27.03. jeweils drei Einzelstimmen, damit wir auch in Zukunft diese "Stadtteilzeitung" führen können. Wenn Sie mal "zur Probe" kumulieren und panaschieren wollen, dann können Sie das hier tun.

Freitag, 30. April 2010

Blasmusik ohne Stützräder

(30.04.2010) "Das Jammern ist der Gruß des Kaufmanns." sagt ein bekanntes Sprichwort und in Abwandlung dessen kann man wohl sagen, daß die Klage über die zu geringe Mitarbeit der Gruß des Vereinsvorsitzenden ist. Da macht auch Norbert Roth, Vorsitzender des TMCR, keine Ausnahme, wenn er sich anläßlich der Hauptversammlung "seines" Vereins darüber beklagt, daß Dieser oder Jener hier oder da etwas fester mit hätte anpacken können. So richtig diese Aussage auch sein mag, so scheint sie doch nicht recht anzukommen, da sie doch gebetsmühlenartig jedes Jahr wiederholt werden muß. Das bestätigt mal wieder eine alte Erkenntnis, nach der intrinsische Motivation nicht durch extrinsische ersetzt werden kann. Schluß mit Klugscheißerei ...
Da es sich um eine turnusgemäße Hauptversammlung handelt, hält sich die Aufregung der Mitglieder in Grenzen. Nur kurzzeitig kommt Heiterkeit auf, als die Kassenprüferin statt der Entlastung des Vorstandes versehentlich dessen Entlassung beantragt. Nun gut, ich glaubt gelernt zu haben, daß es bei einem Karnevalsverein auch mal lustig zugehen darf.
Richtig emotional wird die Debatte erst wieder, als der Vorsitzende davon berichtet, daß alle Vereine seit kurzem regelmäßig alle ihre Kabel überprüfen lassen müssen und zwar von einem sachkundigen Menschen, der in aller Regel - verständlicherweise - für seine Dienste Geld verlangt. Schnell fallen die typischen Begriffe der politischen Aufgeregtheit wie "Blödsinn" und "Abzocke". Ich möchte dieselben Leute gerne mal hören, wenn es im Rahmen einer Vereinsfeier einen Brand gegeben haben sollte wegen mangelhafter Kabel. Jede Wette, dann heißt es: "Wie man denn das zulassen können! Des muß doch jemand prüfe!" - wie immer eine Frage der Perspektive. Eines ist aber sicher auch richtig, daß es natürlich insbesondere für kleinere Vereine zunehmend schwieriger wird, "einfach nur so" ihrem Hobby nachzugehen, insbesondere dann, wenn man dabei in größerem Stile Veranstaltungen mit Publikumsverkehr organisiert. Auch wenn jede einzelne Maßnahme für sich gesehen in Ordnung zu sein scheint (Rauchverbot, im Saal keine offenen Kerzen mehr, lebensmittelechte Schläuche auch für Spülwasser, keine Rechauds mit offener Flamme mehr, ...), ist die Vielzahl der Regularien natürlich schier erdrückend. Eine richtige Lösung habe ich auch nicht.
Mit großem Interesse habe ich persönlich die letzte größere Diskussion verfolgt, in der es darum geht, wie sich der Verein bei all den anderen Verpflichtungen, die man so hat im Leben, mehr Zeit und Muße für die Übungsstunden des Musikzuges verschaffen kann. Roland Klingelhöfer als musikalischer Leiter drängt darauf, schlicht gesagt, daß mehr geübt wird - und das tut dem Musikzug gut, wenn jemand meine Meinung dazu hören will. Im Auditorium wird zu diesem Thema unter anderem die Ansicht geäußert, man könne doch auch mal zuhause üben - das sei wie mit dem Fahradfahren das man ja auch erst mit Stützrädern erprobe, um dann ohne diese Hilfen weiterzuüben. Also bringt der TMCR in Zukunft wohl Blasmusik ohne Stützräder zu Gehör; ich bin gespannt.

TMCR

P.S.: Daß der Norbert Roth auf dem Photo einen Heiligenschein zu haben scheint, ist reiner Zufall ...

Sonntag, 25. April 2010

Jahreshauptversammlung des Hauses der Heimat

(25.04.10) Auf der Jahreshauptversammlung der Arbeitsgemeinschaft Haus der Heimat e.V. wurden alle Vorstandsmitglieder in ihren Ämtern bestättigt.
Im Tätigkeitsbericht wurden erneut die hohen Ausgaben für Reparaturen erwähnt, die Aufgrund von Sachbeschädigung leider auch im letzten Jahr wieder auftraten. Durch den Ausbau der Videoüberwachung konnten einzelne Täter ermittelt und angezeigt werden.
Der Vorstand hofft durch diese abschreckende Wirkung den Vandalismus am Haus eingrenzen zu könnnen.

Von einer Erfolgsgeschichte erzählen

(23.04.10) Der Frankfurter Berg feiert mit einer akademischen Feierstunde in der Turnhalle der Albert-Schweitzer-Schule die Eingemeindung vor 100 Jahren.
Heidemarie Teske (Vorsitzende des Vereinsrings) führt durch das Programm. Neben den Festrednern Stadtrat Warnke, Stadtverordneter und Ortsbezirksvorsteher Robert Lange sowie Ortsbeiratsmitglied Gero Gabriel waren das Akkordeon-Orchester und zwei Tanzgruppen des örtlichen Kindergartens eingeladen worden.
Genau genommen standen vor 100 Jahren auf der Gemarkung des heutigen Stadtteils Frankfurter Berg genau ein Haus und den Stadtteil gab es noch gar nicht. Aber die umliegenden Gemeinden, zu denen das Gebiet damals gehörte, wurden vor 100 Jahren eingemeidet und damit ist der jüngste Stadtteil Frankfurts eben auch seit 100 Jahren Teil dieser Stadt.
Der ehrenamtliche Stadtrat Warnke zeichnete in seiner Rede die Geschichte der Eingemeindung nach. Es war und ist eine Erfolgsgeschichte, die wir durchaus auch mal in Bad Vilbel und Eschborn erzählen sollten. Ende des Zitats ;-)

Die drei Musketiere

(24.04.2010) Die Hauptversammlung eines Vereins ist in der Regel langweilig - auch wenn der Verein ein Karnevalsverein ist. So sind auch bei den Krätschern unerläßliche, aber überaus langweilige Formalien zu erledigen, von denen der Tätigkeitsbericht des Vorsitzenden noch der interessanteste ist. Der berichtet von etlichen - mal mehr, mal weniger erfolgreichen - Aktivitäten im zurückliegenden Jahr. Dabei fordert er allerdings immer wieder energisch mehr Beteiligung der Mitgliedschaft ein; manchmal scheint er sich mühsam eines Ausbruchs á la "Helft doch mal mehr mit, ihr faulen Sä%&$!" enthalten zu können. Wie immer bei solchen Gelegenheiten hat er natürlich die Menschen vor sich, die sich sehr wohl engagieren, die mit solchen Ermahnungen also gar nicht gemeint sind ...
Einen humoristischen Zug bekommt die Veranstaltung, als sich um das Amt des Kassenprüfers drei Anwesende bewerben, ein Amt das man normalerweise einem der Anwesenden aufdrängen, aufzwingen, aufoktroieren muß. Dank der umsichtigen Sitzungsleitung des Vorsitzenden kann aber eine Kampfkandidatur um dieses sonst so ungeliebte Amt verhindert werden.
Kurzzeitig kommt noch mal Leben in die Bude als das Wein-, Heimat- und Mieterfest diskutiert wird - insbesondere wie der Verein da wirtschaftlich rausgekommen ist. Aber dann werden die tapferen Anwesenden auch schon wieder in den lauen Sommerabend - denn so präsentiert sich der April an diesem Tag - entlassen.

Krätscher

Samstag, 24. April 2010

Höher, schneller, weiter ...

(24.04.2010) ... scheint das Motto des diesjährigen Frühlingsfestes am Frankfurter Berg zu sein. Wie immer kommen zwar alle Vereine am Frankfurter Berg, wenn dessen Vereinsring ruft, aber in diesem Jahr war alles höher, weiter, größer - kurz: Es war alles mehr. Statt des Pausenhofes, der normalerweise von den Vereinen und Institutionen okkupiert wird, waren diesmal zusätzlich die Sportfelder in Benutzung.
Nun gut: Man feiert 100 Jahre Eingemeindung und da darf es dann ja auch etwas mehr sein. Aber so sturmfest und erdverwachsen (kommt übrigens aus dem Niedersachsenlied) wie der Frankfurter Berg ist, geraten die Veranstaltungen zum 100sten eher volksnah und an den Kindern orientiert. Nicht die schlechteste Ausrichtung - es ist unglaublich, wieviele Kinder auf den Höfen rumwuseln, sich gegenseitig überschreien, sich überschlagen, rennen, Waffeln essen, die kleinen Kaninchen bestaunen und beim Kettenkarussel fahren möglicherweise so viel Spaß haben, wie nie wieder in ihrem Leben. Preis und Ehre den Ausrichtern dafür!
Es fällt auf, daß die TSG überall präsent ist -gut das der Frankfurter Berg wieder einen aktiven und tatkräftigen Sportverein hat.

TSG

Sonntag, 18. April 2010

Viel gearbeitet - viel erreicht

(16.04.10) Ein ereignisreiches Jahr liegt hinter dem Jahnvolk und so enthält der Bericht des Vorstands auf der diesjährigen Jahreshauptversammlung eine Reihe von Punkten, die erahnen lassen, wie weit heutzutage Professionalität bei der Vorstandsarbeit gefordert ist.
Allein die Kündigung des Pächters, die Suche nach einem neuen Betreiber der Vereinsgaststätte sowie die notwendigen Renovierungsarbeiten sind ein gutes Stück Arbeit. Leider mußte sich der Vorstand auch mit Baumängeln bei den erst vor kurzem fertig gestellten Duschen und WCs auseinander setzen. Ganz zu schweigen von den Tätigkeiten, die man eher dem Vorstand eines Turnvereins zuordnen würde (wie z.B. Pflege des Platzes, Reparaturen der Turnhalle, Austausch bzw. Reparatur von Turngeräten).
Neben dieser Vorstandsarbeit sollte man nicht vergessen welche Leistungen die Sportvereine in der Kinder- und Jugendarbeit erbringen. Auch im Jahnvolk sind 50% alle Mitglieder in dieser Altersgruppe. Die Erben von Turnvater Jahn müssen sich also um ihre Zukunft keine Sorgen machen.

Jahnvolk 1881 e.V.

Sonntag, 11. April 2010

100 Jahre Eckenheim als Stadtteil Frankfurts

(11.04.10) Eine Halle des Straßenbahndepots in der Schwabstraße ist in diesen Wochen zum temporären Museum umfunktioniert worden. Wenn man die Halle betritt, läuft man an historischen Straßenbahnen vorbei. Dahinter erläutern Bilder und Texte auf Schautafeln sowie Ausstellungsstücke die Geschichte Eckenheims. Weiter hinten im Raum ist auch die 50jährige Geschichte des Karnevalvereins "die Krätscher" auf Schautafeln dokumentiert. In der Mitte des Raums ist Platz für jede Menge Tische und Bänke. Auch zwei kleine Stände für Essen und Trinken finden hier ihren Platz. Am Ende der Halle ist eine Bühne aufgebaut.
Erstaunlich voll ist die Halle an diesem Nachmittag. Nein, nicht mit Ausstellungsstücken ;-) Es sind sehr viele Leute bekommen, um an dieser Veranstaltung teilzunehmen. Liegt es daran, daß die Arbeitsgemeinschaft aus Heimatverein Eckenheim, Karnevalsverein die Krätscher und den Freunden der historischen Straßenbahnen ganz verschiedene Personenkreise anspricht? War das Wetter genau richtig? Wollten die Leute einfach nur mal ins Depot reingehen, welches sonst immer versperrt ist? Der Grund ist eigentlich egal. Die Veranstalter können mit diesem Termin zufrieden sein.

Sonntag, 21. März 2010

Kükenfest des KTZ Frankfurter Berg

(21.03.2010) Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, daß es von Jahr zu Jahr mehr Menschen werden, die sich beim Kleintierzuchtverein am Frankfurter Berg einfinden, um die Küken schlüpfen zu sehen. Man kommt kaum noch in das kleine Gebäude hinein, in dem neben Steaks und Pommes auch Kaffee und Kuchen gereicht werden - aber eben auch die schlüpfenden Küken aus nächster Nähe begutachtet werden können. Und das ist, wie immer, für die Kinder ein besonderes Erlebnis. Es ist nicht so, daß der KTZ Frankfurter Berg mit irgendwelchen reißerischen Attraktionen wirbt, es werden keine Geländewagen verlost und es tritt keine Blaskapelle in Hühnerkostümen auf: Das Schlüpfen der Küken ist die einzige "Attraktion". Aber wie es scheint, geht genau dieses Konzept seit Jahren immer besser auf und zieht immer mehr Menschen an. Nach den Schätzungen der von der Arbeit des Grillens, des Spülens, des Kassierens und des Servierens arg in Anspruch genommenen Veranstalter werden es am Ende des Tages wieder weit mehr als 500 Besucher gewesen sein, die die Küken sehen und mit den Nachbarn schwatzen wollten. Respekt!

100 Jahre Zugehörigkeit Berkersheims zu Frankfurt

(21.03.2010) Von allen Stadtteilen des Ortsbezirks 10 hat sich Berkersheim den dörflichsten Charakter bewahrt. Selbst Bonames, noch etwas weiter vom Kraftzentrum der Innenstadt entfernt hat schon mehr städtischen Charakter bekommen. Dabei macht sich für meine Begriffe eben dieser dörfliche Charakter nicht Aussehen des Stadtteils fest und auch nicht an einem besonders landwirtschaftlichen Gepräge - denn das hat Berkersheim nicht mehr wirklich - sondern an der Art und Weise, wie die Menschen miteinander umgehen. Man kennt sich eben noch besser als in anderen Stadtteilen, nimmt mehr Anteil am Leben der anderen - mit allen positiven und negativen Auswirkungen, die das haben kann.
Auch 100 Jahre Zugehörigkeit zur Stadt Frankfurt hat diese Eigenständigkeit im dörflichen Gepräge nicht auflösen können - und auch das feiert der Bürgerverein Berkersheim. Er feiert unter anderem mit einer Ausstellung im Saal der Gaststätte "Zum Lemp": Eine mutige Entscheidung, gilt doch der Laden als rechtsradikal belastet, seit vor Jahren mal Räumlichkeiten an die NPD vermietet wurden, ein schwerwiegender Fehler der in Deutschland immer noch auf Jahre und Jahrzehnte vom Publikum geahndet wird, auch wenn es nach meinem Wissen keine Wiederholung der Vorgänge gab. Der Saal ist ein wenig rustikal eingerichtet und eine Wand ziert das folgende Gedicht von Joachim Ringelnatz:
"Sport stärkt Arme, Rumpf und Beine,
kürzt die öde Zeit
und er schützt uns durch Vereine
vor der Einsamkeit."
Ansonsten sind in dem Saal an etliche Stellwänden die Aktivitäten der diversen Berkersheimer Vereine in Vergangenheit und Gegenwart dargestellt und Menschen umstehen diese Wände, betrachten die Photos und immer mal wieder hört man:"Ach, das ist doch der ...", "Ja, da war damals noch der Laden ..." und ähnliche, nostalgische Äußerungen.

Sonntag, 14. März 2010

Fidele Olympiade

(13.03.10) Natürlich haben die Fidelen Eckenheimer keine Sportabteilung eröffnet und es geht hier auch nicht darum, daß die Fidelen zusammen Olympia im Fernsehen geschaut haben. Nein, es geht um die Ordensverleihung am Ende der Kampagne 2009/2010.
Beim Heringsessen des Karnevalsvereins Fidele Eckenheimer konnten die Mitglieder und Freunde sich - bei faltenfreundlicher Beleuchtung - gut mit ihren Nachbarn unterhalten.
Hans-Jürgen Schmidt (2. Vorsitzender) fand in der anschliessenden Ordensverleihung für jeden Helfer - egal ob auf der Bühne oder hinter den Kulissen - persönliche Worte des Lobs und Danks. Die dadurch erzeugte Stimmung ist wichtig, um aus einem Orden eine Anerkennung für die erbrachte Leistung zu machen.
Das größte Lob kam von Aicha Zoughlami, die sich bei den Trainerinnen mit den Worten bedankte: Sie würden sich um die Kinder kümmern also ob es ihre eigenen oder ihre Geschwister seien.
Und so gab es an diesem Abend keine 1., 2. und 3. Plätze wie bei Olympia. Sondern dem olympischen Motto folgend "dabei sein ist alles", gab es Orden für alle, die die Fidelen Eckenheimer in der Kampagne 2009/2010 unterstützt haben.

Fidele Eckenheimer

Montag, 8. März 2010

Die Krätscher bedanken sich bei ihren Aktiven

(06.03.10) Bekanntlich verleihen Karnevalsvereine Orden. Und an einem Ordensfest werden viele Orden verliehen. Das ist auch bei den Krätschern so, die sich an diesem Abend in den Räumen der AWO im Fliederweg treffen.
Es ist prinzipiell richtig, daß sich ein Verein bei seinen Mitgliedern für die geleistete Arbeit bedankt. Natürlich gibt es nicht nur von Politikern in Sonntagsreden das Lob auf das Ehrenamt. Das gibt es durchaus auch in den Vereinen. Wie häufig werden die Mitglieder, die beim Aufbau, beim Abbau, hinter der Bühne, bei der Gastronomie, u.s.w. vergessen?
Der Vorstand kennt seine - im Unternehmen würden man sagen - "Leistungsträger". An diese Säulen des Vereins ist ein Dankeschön angebracht. Und da wir in Deutschland leben, gibt es auch in den Karnevalsvereinen zu diesem Themengebiet Satzungen, Vorgaben und Ausschüsse.
Als außen stehender Beobachter bekommt man den Eindruck, daß an diesem Abend jeder einen Orden bekommen soll. Irgendwie nimmt die Verleihung von Orden gar kein Ende und damit verschwindet die Aura des Besonderen.
Doch halt! Das stimmt dann auch wieder nicht. Wenn zwei Mädels von der Minigarde ein Gedicht auswendig vortragen, in dem Sie sich bei ihren Trainerinnen bedanken, hat das eine ganz besondere Note. Kennen Sie noch Kinder, die Gedichte auswendig lernen?
Bleibt die Frage im Raum stehen: Wie bedanke ich mich richtig? Mit Orden? Mit persönlichen Worten? Mit kleinen Geschenken? Mit einem Gedicht?
Das muß jeder Verein und jeder persönlich für sich selbst entscheiden. Wichtig ist nur, daß man es nicht vergißt.

Die Krätscher

BdV-Frankfurt unterstützt Steinbach

(06.03.10) Auf dem Kreisverbandstag des Bundes der Vertriebenen (BdV) - Kreisverband Frankfurt am Main herrschte Routine und Gelassenheit. Die Landsmannschaften haben ihre Delegierten entsand. Der Kreisvorstand ist komplett anwesend. Man kennt sich schon seit Jahren und jeder kennt den Ablauf dieser Veranstaltung.
Der Kreisvorsitzende, Thilo Stratemann, leitet die Versammlung. Es geht um den Vorstandbericht, Kassenbericht, Kassenprüfung, Haushalt für 2010 u.s.w.
An diesem Nachmittag fallen alle Abstimmungen einstimmig aus. Auch in den inhaltlichen Aussagen ist man sich einig. Alle stehen hinter Erika Steinbach (der Präsidentin des BdV) und alle verurteilen die Aussagen von Guido Westerwelle zur Besetzung des Stiftungsrats.

BdV Frankfurt

Sonntag, 7. März 2010

Festakt zum 100-jährigen des TSV Berkersheim

(07.03.2010) 100 Jahre ist der TSV Berkersheim geworden und er feiert dieses denkwürdige Datum, wie es solche Vereine eben feiern, mit einem Festakt. "Akademische Feier" hätte wohl etwas zu gewichtig und pompös geklungen, aber dem Inhalte und der Form nach ist es sehr wohl eine solche Feier. Das Program ist lang, es umfaßt 14 Programmpunkte, und es erlebt seine erste Zäsur in Form der Festrede des Präsidenten des Deutschen Turnerbundes, Rainer Brechtken. Herr Brechtken redet staatstragend, formvollendet, weitschweifig, umfassend, ausführlich, eloquent, beschwörend, visionär, durchdacht, ideenreich, einen weiten Bogen spannend - und lang. Und damit verschenkt er das Potential das seine Rede hätte innewohnen können, hätte er die Kunst der Reduzierung verstanden. Er hat nämlich etwas gemacht das in solchen Reden ungewöhnlich ist: Er hat in die Zukunft geschaut statt in die Vergangenheit. Über die Positionen hätte man sicher im einzelnen streiten können - für ihn als SPD-Politiker ist natürlich die Ganztagsschule die Schule der Zukunft - aber dazu hätte der Redner eine Form wählen müssen, die diese Positionen bei seinem Publikum klar gemacht hätte - und das hat nach meiner Beobachtung nicht funktioniert.
Nun hat die Veranstaltung auch ihre leichten Seiten, dann zum Beispiel wenn der Moderator des Abends, der Ehrenvorsitzende Volker Gilbert, auf die Bühne stürmt um eine Spende entgegen zu nehmen, sie im Sturm wieder erläßt, nur um kurz darauf wieder im Laufschritt der nächsten Spende zuzueilen.

TSV Berkersheim

Sonntag, 28. Februar 2010

Jahreshauptversammlung 0.2

(27.02.10) Sie haben sicherlich schon von Web 2.0 gehört und wissen, daß damit die nächste Generation des Internet - sozusagen die 2. Generation des Internet - gemeint ist. Im EDV-Bereich wird diese Art der Nummerierung verwendet, um neue Versionen zu kennzeichnen. Sie erinnern sich in diesem Zusammenhang vielleicht an die letzte Update-Meldung ihres PCs, in dem Ihnen eine neue Version eines Programms zum herunterladen angeboten wurde.
Schon in der Entwicklungsphase wird in der IT-Industrie ein Produkt mit Versionsnummern versehen. Diese beginnt meist mit 0.1 und wird dann nach und nach hochgezählt bis zur Version 1.0, die mal als "fertig gestellt" bezeichnen könnte.
Für die Jahreshauptversammlung des Ortsverbands Frankfurter Berg-Berkersheim der Arbeiterwohlfahrt (AWO) könnte man - analog zu den oben gemachten Ausführungen - "0.2" als Versionsbezeichnung vergeben. Als Besucher bekommt man den Eindruck, daß den Mitgliedern Geselligkeit, Ausflüge u.ä. sehr wichtig und Formalien wie Jahreshauptversammlungen eher unwichtig sind. Auch der Vorsitzende kämpft sich durch seinen vorbereiteten Text und sorgt durch Formulierungen wie "Speck mit Mäusen zu fangen" unfreiwillig für Unterhaltung. Bei den Nachwahlen zum Vorstand zeigt sich der pragmatische Ansatz der Mitglieder: Alle werden einstimmig gewählt. Klar, ist doch toll, daß sich jemand bereit erklärt die Arbeit zu machen.
Im nächsten Jahr könnten der Vorstand vielleicht etwas mehr Zeit in die Vorbereitung der Jahreshauptversammlung investieren. Dann kann auch die Versionsnummer hochgesetzt werden ;-)

AWO -Ortsverein Frankfurter Berg/Berkersheim

Samstag, 27. Februar 2010

Viele Mitglieder, wenig Aktive

(26.02.2010) Der TSV Berkersheim hat über 700 Mitglider - von denen sich grade einmal 32 zur Hauptversammlung einfinden. Wie ist es nur möglich, daß sich so viele Menschen für Sport im Verein interessieren und nur so wenige Leute für den Verein? Wie kann man es sich nur erklären, daß so viele Menschen die Zeit finden, Sport zu treiben, aber nur so wenige Leute die Zeit haben, am Gelingen der Struktur mitzuwirken, die den Sport möglich macht? Es erschließt sich mir nicht ...
Wenn die geringe Beteiligung an der Hauptversammlung das einzige wäre, könnte man ja immer noch sagen: Na ja, die meisten Mitglieder denken, das es gut läuft und ihre Beteiligung nicht erforderlich ist. Aber es ist auch so, daß es massiv an Aktiven fehlt: Seit letztem Jahr steht der Verein ohne ersten Vorsitzenden da (siehe hier) und trotz intensiver Suche im zurückliegenden Jahr, hat sich niemand finden lassen. Nun ist es nicht so, daß der Verein nicht aus einem guten Potential schöpfen könnte. Wie gesagt hat man über 700 Mitglieder, es gibt einen Chor und eine Theatertruppe, es finden regelmäßig alle möglichen Veranstaltungen statt (Kerb, Theateraufführungen, Weihnachstfeiern, Wanderungen, ...). Es gibt also wie man so schön sagt ein reiches Vereinsleben - aber wohl nicht reich genug, als daß sich aus seiner Mitte jemand fände, für den der Verein mehr ist Hausmeister und rechtliche Instanz, die den Übungsleiter bezahlt ...

TSV Berkersheim

Sonntag, 21. Februar 2010

Was lange währt, wird endlich gut

(21.02.2010) Erst mal passiert nix, dann passiert immer noch nix und danach passiert erst mal nix, beim Nuejahrsempfang von Viktoria Preußen 07; es dauert ein wenig, bis die Veranstaltung zu leben beginnt. Jaja, richtig gelesen: Neujahrsempfang! Man ist dem Rummel zum neuen Jahr ausgewichen und hat einen Neujahrsempfang hart am Rande des Märzens, in dem ja nach einem alten Volkslied der Bauer bereits die Rößlein anspannt, organisiert. Na gut, im September der erste Lebkuchen, nach Neujahr schon die Ostereier: Warum im späten Februar kein Neujahrsempfang?
Aber genug der Spötteleien, denn die Veranstaltung an sich ist ja aller Ehren wert. Als der Vorsitzende Klaus-Peter Kehl nach einer starken Stunde nach Beginn der Veranstaltung um Gehör bittet, sagt er, wozu die Veranstaltung dienen soll: Gelegenheit zum Gespräch geben, Vernetzen und - man höre und staune - Danke sagen bei Sponsoren und der Stadt Frankfurt. Das hört man nicht häufig, daß jemand so klar sagt: "Lieber Steuerzahler: Danke daß Du unser Hobby finanzierst." Chapeau, Herr Kehl! Zum Abschluß seiner kurzen Rede lädt der Vorsitzende dann zu Frankfurter finger food ein: Flaschworscht und Brödscher (wörtliches Zitat).

Viktoria Preussen

Kleingärtnern hält jung ...

(20.02.2010) ... wie das nebenstehende Photo beweist: Der Knirps nimmt soeben während der Hauptversammlung des Kleingärtnervereins Eckenheim die Ehrung für 40-jährige Mitgliedschaft entgegen! Ja gut, für seine Oma, aber die Pointe hat grade so schön gepaßt ...
Ansonsten nimmt die Hauptversammlung der Eckenheimer Kleingärtner den bekannten, seit Jahren wohlvertrauten Verlauf: Es werden Menschen für langjährige Vereinszugehörigkeit geehrt, der Vorsitzende berichtet über - gefühlte - 100 Feste die gefeiert wurden, über Gartenbegehungen, angelegentlich derer einige Gartenfreunde zur Rückkehr zur Drittelregel (siehe z.B. hier) aufgefordert werden mußten und immer wieder fordert er die Mitglieder auf, sich durch mehr Arbeitseinsatz am Gelingen des gemeinschaftlichen Projekts zu beteiligen. Alles so wie immer - fast! Denn am Mikrophon steht nicht Helmut Belser, der die Geschicke des Vereins über lange, lange Jahre gelenkt hat, sondern Niels König, gemeinsam mit seinem Vize Christian Preiser seit einem Jahr in Amt und Würden - und die machen ihre Sache nicht schlecht!. Hier und da merkt man denn auch, daß sich Dinge verändert haben. So wird regelmäßig auf die Internetseite des Vereins verwiesen, wenn es darum geht, woher man denn Informationen bekommen kann - und die Seite ist wirklich schmuck, übersichtlich und informativ.
Aber der Verein wird die neue Zeit nicht zu sehr umarmen und der KGV wird wohl auch nicht in Cybergardens Eckenhome umfirmieren: Mit großer Mehrheit erteilt die Hauptversammlung dem Ansinnen, das Gelände flächendeckend mit Strom zu versorgen eine Absage.

KGV Eckenheim

Das Ende des Karnevals: Heringsessen

(20.02.10) Da gerade die Olympischen Spiele laufen, liegt es auf der Hand sich der Sprache des Sports zu bedienen und dem TMCR den ersten Platz im Heringsessen-Wettlauf zu vergeben. Sie sind der erste Karnevalsverein im Ortsbezirk 10, die ein solches dieses Jahr veranstalten. Die anderen Karnevalsvereine werden noch folgen ...
Eine solche Veranstaltung ist immer eine gute Gelegenheit mit Menschen ins Gespräch zu kommen. So konnten wir vom Schausteller Peter Roie interessante Aspekte zum Weihnachtsmarkt und Dippemeß erfahren. Man macht sich als Besucher gar keine Gedanken darüber. Aber es stimmt: Jeder geht zum Weihnachtsmarkt. Das ist ein Muß! Aber kennen Sie jemanden, der erzählt er sei auf der Dippemeß gewesen? Kennen Sie jemanden der positiv darüber spricht? Ja? Dann sind es aber bestimmt viel weniger als die positiven Stimmen über den Weihnachtsmarkt.
Hier sollte die Stadt Frankfurt sicherlich etwas tuen. Ein neuer Standort und ein neues Konzept könnten der Dippemeß wieder neuen Schwung geben. Eine Aussage von Herrn Roie ist vermutlich die wichtigste: Der Kunde entscheidet, ob eine Veranstaltung oder ein Angebot erfolgreich ist oder eben nicht!

TMCR
Roie's Karussellbetriebe

Sonntag, 7. Februar 2010

Die Krätscher Gala

(06.02.10) Der Karnevalsverein "CTC Die Krätscher" kann mit seiner Gala- und Kostümsitzung im großen Saal des Saalbau Ronneburg zufrieden sein.
Der Saal war voll und die Besucher bekamen ein abwechslungsreiches Programm geboten. Wie bei vielen anderen Karnevalsvereinen auch gab es viele Tanzauftritte von guter Qualität. Nur bei den Büttenreden hätte man mehr erwarten können. Die Moderation dieses Abends war verbesserungsbedürftig. Hier reicht es nicht aus die Schuld auf den Tontechniker zu schieben.
Zusammenfassend läßt sich feststellen, daß die Karnevalssitzung als erfolgreich bezeichnet werden kann. Nach Jahren des Wiederaufbaus kann man den Abend als Krätscher-Gala bezeichnen. Die Krätscher sind wieder da!

Die Krätscher

Rammlerball 2010

(06.02.10) Rammlerball? Wenn man diese Bezeichnung zum ersten Mal im Zusammenhang mit Karneval in Frankfurt hört, denkt man ... Na, Sie wissen schon. ;-) Nein, es handelt sich wirklich um eine ganz normale Karnevalssitzung, wobei der Veranstalter - der Kleintierzuchtverein Bonames - schon seine eigenen Akzepte setzt. So marschiert am Anfang der Veranstaltung nicht der Elferrat ein. Sondern der Vorsitzende läuft in den Saal und singt das "Rammlerlied". Dabei schiebt er einen Wagen vor sich her, in dem ein Rammler sitzt. Da es sich um die Kaninchenrasse "Deutscher Riese" handelt, kann man ihn auch aus große Entfernung noch erkennen. Dieses Jahr war es - ausnahmesweise - eine Häsin mit ihren Jungen.
Es ist erstaunlich wie es der Kleintierzuchtverein Jahr für Jahr schafft den großen Saal im Saalbau Nidda zu füllen. Hier merkt man die große Unterstützung durch die anderen Kleintierzuchtvereine Frankfurts, die häufig ganze Tischreihen besetzen.
Leider hat an diesem Abend die Mikrofonanlage regelmäßig Aussetzer. Der Moderator des Abends, Reinhard Triefenbach, läßt sich zwar nicht aus der Ruhe bringen. Den Veranstaltungsverlauf stört es schon. Der guten Stimmung im Saal tat dies aber keinen Abbruch.
Man braucht kein Hellseher zu sein, um vorraus zu sagen, daß es auch einen Rammlerball im nächsten Jahr geben wird. Er wird der 27. sein.

Wikipedia über "Deutsche Riesen"