
(08.06.09) Wer auch im bürgerlichen Engagement nonkonformistisch bleiben will, der tritt natürlich keiner Partei bei und sicher auch keiner Bürgerinitiative, der gründet eine Aktionsgruppe. Hört sich viel flippiger an und mehr nach Tatendurst. Hinter der Aktionsgruppe "Schöner Leben am Frankfurter Berg" (ich hätte "Leben" ja klein geschrieben, aber was weiß ich schon ...) verbirgt sich jedenfalls der eingetragene Verein "Playground", dessen Motto lautet "Be your own live-act! Mach's dir selbst!" (ich hätte "dir" ja groß geschrieben, aber was weiß ich schon ...).
Dieser Verein hatte zu einer Ortsbegehung geladen um den Baufortschritt an dem von den Vereinsmitgliedern initiierten Sitzmöbel/Kunstobjekt am Berkersheimer Weg zu begutachten und noch mal über die Farbgestaltung zu sprechen. Die scheint etwas moderater und gedeckter auszufallen, als zunächst erwogen.
Ohne jede Ironie: Ich finde die Idee, "einfach so" für den Stadtteil was zu tun, hochlöblich! Ob mir das auf diese Art und Weise entstehende Objekt persönlich gut gefällt ist dabei unwichtig. Ich hoffe jedenfalls sehr, daß die bunte Sitz- und Spielschlange im Stadtteil angenommen wird - und ich hoffe, daß dem fertigen Objekt erspart bleibt, was dem im Bau befindlichen Objekt bereits passiert ist: Vandalismus. Zwei der einbetonierten, jeweils 170kg tragenden Metallbügel, die dereinst die hölzerne Sitzfläche tragen sollen, sind nämlich bereits abgebrochen, und das wird wohl kein Windbruch gewesen sein ...
Sehr bedauerlich, wenn es hier an der bürgerlichen Tugend des Respekts und der Achtung des Eigentums fehlt und Menschen, von denen man vermuten darf, daß sie noch nie etwas zum Gelingen der Gesellschaft beigetragen haben, auch noch die mühsame Arbeit der wenigen Engagierten kaputt machen. Ob es die Aktionsgruppe wohl gern gesehen hätte, wenn ein freiwilliger Polizeidienst am Frankfurter Berg den Schaden verhindert hätte?
The Playground