
Mir ist jetzt noch so ein bischen nach bilanzieren - und ich werde jetzt meiner Fabulierlust mal nachgeben. Das kommunalpolitisch wichtigste Ereignis im zurückliegende Jahr war natürlich die Kommunalwahl. Die Versuche, Thilo Stratemann zu einem Stadtverordnetenmandat zu verhelfen, sind kläglich gescheitert, anders kann man das leider nicht ausdrücken. Alle Wahlkampfideen (Römerexpress, Kandidatur für den Kreisvorstand, ...) haben nicht den gewünschten Erfolg gebracht. Aus der schlechten Listenplazierung wurde ein noch schlechteres Wahlergebnis. Wat lernt uns dat? Mühe geben alleine reicht nicht! Offenkundig werden die "sicheren" Listenplätze auf andere Weise vergeben. Die Stichworte sind wohl: Hausmacht und Netzwerk. Mal sehen, was unsere Aktivitäten auf diesen Sektoren so bringen. Obwohl man ein weiteres aus der Kommunalwahl lernen kann: "Sichere" Listenplätze gibt es in Zeiten des Kumulierens, Panaschierens und Streichens auch nicht mehr. Der vormalige Stadtverordnete Robert Lange kann ein Lied davon singen ...
Die Kommunalwahl hat uns im Ortsbezirk 10 aber eine postive Entwicklung gebracht. Wir sind bei sieben Sitzen geblieben, die Kollegen von der SPD sind auf fünf Sitze abgerutscht. Zwar hatte sich der bisherige Ortsvorsteher von der SPD wohl gedacht, was seinem Kanzler am Abend der Bundestagswahl recht war, könne ihm nur billig sein und trotz verlorener Mehrheit Anspruch erhoben hatte auf das Amt. Dennoch ist es uns gelungen, das Amt für Robert Lange zu reklamieren. Und siehe da: Nicht zuletzt beflügelt von der neuen CDU-Grüne-Mehrheit in der der Stadtverordnetenversammlung haben sich die Grünen im Ortsbeirat entschieden, der alten Gepflogenheit zu folgen und den Kandidaten der stärksten Fraktion zu stützen. Daß die Kollegin Otto nicht mitgestimmt hat, haben wir wohl vermerkt. In der Folge der Wahl von Robert Lange zum Ortsvorsteher habe ich von ihm das Amt des Fraktionsvorsitzenden übernommen. Ja ja, ich bin meinem eigenen Motto untreu geworden, nach dem die Anzahl der Ämter konstant bleiben müsse ... Ich nutze das Amt im Moment im wesentlichen dazu, die Stadtbezirksverbände Bonames, Eckenheim, Frankfurter Berg/Berkersheim und Preungesheim einander näher zu bringen.