
(25.01.08) Obwohl der Wahlkampf tobt - noch gestern haben wir auf dem Opernplatz 5 Meter vor dem schwarzen Block gestanden und uns als Nazis beschimpfen lassen müssen - ist die Gelegenheit zu günstig, als daß wir Sie uns entgehen lassen können: Die Firma, die die ehemaligen Kasernengebäude an Gießener Straße/Marbachweg umbaut, lädt zur Vernissage und da wir bisher jede der Gelegenheiten verpaßt haben, uns die Objekte mal anzusehen, muß es halt jetzt sein.
Der zuständige Projektentwickler nimmt sich dankenswerterweise die Zeit, uns das Projekt zu erklären. Vom KfW-40-Energiekonzept über die Nutzung von Erd- und Sonnenwärme bis zu den Fenstern, die besonders stark lärmdämmend sind geht der Parforceritt seiner Erläuterungen und er vergißt auch nicht zu erwähnen, daß sich das Objekt prächtig verkaufe. Wenngleich man unterstellen kann, daß jeder Immobilienverkäufer über seine Projekte sagt, sie verkauften sich exzellent, so ist doch dem Projekt gegenüber dem Brandschutzzentrum alles Gute gewünscht: Endlich passiert an dieser nun wahrlich bisher nicht allerschönsten Ecke Eckenheims etwas und daß man ein etwas finanzkräftigeres Publikum nach Eckenheim zu holen versucht kann auch nicht das schlimmste sein. Die Ausstattung der Musterwohnung läßt jedenfalls darauf schließen, daß man Publikum aus dem Westend anzuziehen versucht.
Wir erfahren, daß zunächst einmal die Sanierung der ersten drei Gebäude geplant ist, daß aber die nach Norden anschließenden Gebäude sich für eine Umwandlung in Wohnraum so ohne weiteres nicht eignen würden.
Schlußendlich bescheidet uns unser Gesprächpartner mit der Äußerung, Politik wäre nichts für ihn, er wolle halt, daß bei dem was er tue etwas herauskomme. Na ja, ist ja auch mal schön, wenn einem jemand so unverblümt sagt, was er von unserer ehrenamtlichen Arbeit, die wir in unserer Freizeit leisten, so hält ...
Cityliving-XXL