Thilo Stratemann und Karsten Meyerhoff sagen Tschüß

(3. April 2011) Wir, lieber Leserin, lieber Leser tingeln seit über 6 Jahren durch den Ortsbezirk 10 und seit 5 Jahren be- und verarbeiten wir das, was wir dabei gesehen und erlebt haben, in diesem Blog. Das war mal leicht, mal schwer, aber immer eine Menge Arbeit. Das werden Sie möglicherweise im Angesicht der kleinen Artikelchen nicht glauben, aber glauben Sie uns: In dieses Blog sind etliche Arbeitsstunden geflossen.
Nun war immer klar, daß der Besuch von Veranstaltungen und der anschließende Bericht einem politischen Ziel dient: Wir wollten als CDU-Vertreter vor Ort sein, wir wollten präsent und ansprechbar sein, um aus erster Hand zu erfahren, wo der Schuh drückt und wo wir helfen können. Am 27.03.2011 haben die Wähler im Ortsbezirk 10 und in Frankfurt diese Aktivitäten im Rahmen der Kommunlwahlen bewertet - das Resultat ist unter anderem auf der Webseite http://www.stadt-frankfurt.de/wahlen/ zu begutachten. Kurz gesagt ist das Ergebnis unmißverständlich - und es ist vernichtend. Wir beide wurden auf unseren jeweiligen Listen für den Ortsbeirat 10 und die Stadtverordnetenversammlung nach unten durchgereicht und Thilo Stratemann hat den Einzug in die Stadtverordnetenversammlung erneut nicht geschafft. Das läßt nur den einen Schluß zu: Aktuelle Themen aus den Nachrichten entscheiden offenbar auch die Kommunalwahlen und nicht die Arbeit vor Ort.
In den letzten Jahren haben wir viele Menschen in den nordöstlichen Stadtteilen kennengelernt. Häufig wurden aus Gesprächspartnern Bekannte und gar nicht so selten aus Bekannten Freunde. Diese Bekanntschaften und Freundschaften werden wir natürlich weiterhin pflegen. Der Besuch möglichst aller Veranstaltungen im Ortsbezirk 10 und dieses Blog (inklusive des Veranstaltungskalenders) werden wir jedoch ab sofort einstellen.
Allen Menschen, die dieses Blog bisher gelesen und uns Rückmeldung gegeben haben - egal ob positiv oder negativ - danken wir recht herzlich; alle die das Blog gerne gelesen haben, bitten wir um Verständnis.

Kommunalwahl 27. März 2011

Machen wir's kurz: Am 27. März dieses Jahres sind in Frankfurt Kommunalwahlen. Bitten gehen Sie unbedingt zu diesen Wahlen: Es werden die Ortsbeiräte und die Stadtverordnetenversammlung gewählt. Da stellen sich die Menschen zur Wahl, die sich um "Ihre" Bürgersteige, Einbahnstraßen, Schulen, Buslinien und Parkbänke kümmern wollen - um die Dinge, die bei Ihnen direkt vor der Haustür, in Ihrem Stadtteil passieren. Dafür brauchen alle Lokalpolitiker Ihre Unterstützung.
Die Autoren dieses Blogs bewerben sich ebenfalls um kommunalpolitische Ämter, Thilo Stratemann für die Stadtverordnetenversammlung (Platz 42 Stadtverordnetenliste CDU) und Dr. Karsten Meyerhoff für den Ortsbeirat 10 (Platz 2 Ortsbeiratsliste CDU). Bitte geben Sie uns am 27.03. jeweils drei Einzelstimmen, damit wir auch in Zukunft diese "Stadtteilzeitung" führen können. Wenn Sie mal "zur Probe" kumulieren und panaschieren wollen, dann können Sie das hier tun.

Sonntag, 7. September 2008

Schlager- und Oldieparty der Fidelen Eckenheimer

(06.09.08) "Ihr feiert ja nur!" lautete vor einiger Zeit der Anwurf eines Bekannten und ein Ortsbeiratskollege, dessen Identität des Sängers Höflichkeit verschweigt, ist in eine der letzten Sitzungen auch mal der Kragen geplatzt und er hat sich zu der Äußerung hinreissen lassen, wir sollten doch jetzt mal aus dem Feiern raus- und in die "echte" Arbeit wieder reinkommen.
Dem unbeteiligten Beobachter mag es so scheinen, daß z.B. der Besuch der Schlager- und Oldieparty der Fidelen Eckenheimer lediglich die Vergnügungssucht der Autoren befriedigt. Tatsächlich ist es aber so, daß man bei einer solchen Veranstaltung nie ganz privat ist und das praktisch immer jemand kommt und gerne mal über diese Einmündung oder jene Lärmbelästigung gesprochen hätte. Das ist vollkommen in Ordnung, das ist gewollt so und das ist natürlich ein selbstgewähltes Schicksal: Wenn man wissen will, was "die Leute" wollen, muß man zu "den Leuten" hingehen. Und man muß mit ihnen ihre Feste feiern, denn nur so lernt man die Menschen und ihr Leben wirklich kennen und genau daß macht Kommunalpolitik ganz unten an der Basis aus.
So, schön pathetisch, oder? Na gut, ich gebe es zu: Man konnte auf der Schlager- und Oldieparty der Fidelen Eckenheimer recht gut tanzen und das hat auch Spaß gemacht - ein bischen ... ;-)

Fidele Eckenheimer

Samstag, 6. September 2008

Von Zazen und Zendos

(05.09.08) Dōjōs, in denen Zazen praktiziert wird, werden im Zen-Buddhismus Zendō oder Sembutsujô genannt. Man betritt den Zendō von links mit dem linken Fuß zuerst und macht einen Gassho - aber das ist ja allgemein bekannt (wer eine Auffrischung braucht, findet sie hier).
Aber in Bonames gibt es so einen Meditationsraum in dem die japanische Zazen-Meditation geübt wird? Das mag dem einen oder anderen entgangen sein. Vielleicht, weil es den Raum erst seit zwei Jahren gibt, vielleicht weil er in der Galgenstraße in den Kellerräumen unter einem Schlecker-Markt nicht so recht auffällt. In diesem Jahr jedenfalls hat man sich entschlossen, zumindestens mal mit einem Tag der offenen Tür an die Öffentlichkeit zu gehen - und so stehen wir beiden Männer dann westlich-formal korrekt gekleidet plötzlich unter einigen leger gekleideten Damen, die wahrscheinlich einer der vielen Gruppen angehören, die sich mit Kundalini-Yoga, Rakusu, Oryoki oder Hokyo-ki befassen.
Wir erfahren, daß das Projekt auf reiner Privatinitiative beruht und daß die Besitzerin die Räumlichkeiten ursprünglich für sich selber eingerichtet hatte. Inzwischen werden sie allerdings auch an andere Organisationen vermietet, die Kurse dort abhalten können. Die eignen sich zwar - im Wortsinne - nicht für große Sprünge, denn es handelt sich im wesentlichen nur um zwei Räume, aber das eine oder andere kann offenbar sogar der große TSV Bonames dort veranstalten, denn er gehört zu den Mietern. Es finden aber auch Dinge statt wie rebirthing und Familienaufstellungen, die für mich in den Bereich der parawissenschaftliche Scharlatanerie gehören.

Zendo Frankfurt

Sonntag, 24. August 2008

Lindenfest in Berkersheim

(24.08.08) Über das Lindenfest in Berkersheim kann ich nicht viel sagen: Wir sind hingegangen, haben eine Wurst gegessen und sind rückstandslos wieder verschwunden. Ich glaube nicht, daß unser Erscheinen jemanden gestört hat, aber das war's dann auch schon. Vielleicht hat sich der eine oder andere gefragt, wer die beiden komischen Vögel im dreiteiligen Anzug unter so vielen leger Gewandeten waren, aber im Übrigen sind die Leute da prima ohne uns ausgekommen - das ist ja auch mal schön.
Eines sei vielleicht noch angemerkt: Obwohl es noch früh am Tage ist - für einen Sonntag - sind erstaunliche viele Kinder anwesend und tollen herum. Das ist auch kein Wunder, denn es sind diverse Sport- und Bewegungsspiele aufgebaut, ein Parcour, den man absolvieren und dessen vollständiges Durchlaufen man sich bestätigen lassen kann. Die Spiele sind alle recht einfach, aber die Kinder haben einen Riesenspaß und wenn die Kinder Spaß haben, sind auch die Erwachsenen froh und so hat man denn ein gutbesuchtes Fest. Nachdem die diversen Straßenfeste in unserem Ortsbezirk nicht mehr so den rechten Zuschauerzuspruch haben, stellt sich die Frage, ob wir hier die Zukunft dieser Art von Festen gesehen haben. Weg von nur "Bratwurst-Kuchen-Kaffee" hin zum Kinderfest mit auch "Bratwurst-Kuchen-Kaffee" ...

Es kocht im Ortsbeirat 10

(23.08.08) Manche sehen aus wie russische Ärzte im Operationssaal mit ihren Kochmützen, andere tragen das kleidsame Accessoir wie eine Tiara und wieder andere tragen es gar nicht. Aber ob mit oder ohne Kopfbedeckung: Alle angetretenen Mitglieder des Ortsbeirats müssen anläßlich der Benefizveranstaltung "Der Ortsbeirat 10 kocht auf" in der Küche richtig ran. Da kann sich keiner darauf beschränken, die Verantwortung zu tragen, sondern jeder muß Kartoffeln und Äpfel schälen, Früchte putzen, Bisquitteig und Karamel herstellen, Poulardenbrüste anbraten und Parmesanhippen (s. z.B. hier) verfertigen. Das geht so seine 3 Stunden am Samstagnachmittag und es hat so seine unernsten Momente - wen wunder's ... Aber natürlich sind die Köche des IB-Hotels, dem Ort des Geschehens, immer Herr der Lage und natürlich sind sie es, denen Preis und Dank gebührt dafür, daß aus den vielfältigen Zuarbeiten der Ortsbeiratsmitglieder am Ende tatsächlich ein genießbares Essen wird.
Am Abend wird dann gemeinsam gekochte gemeinsam und mit etlichen Gästen gegessen und dank der Arbeit der professionellen Köche ist es hervorragend. Das scheinen auch die Gäste zu finden, denn keiner beschwert sich, daß im Menüpreis eine ordentliche Spende quasi automatisch enthalten ist. Alle Spenden, auch die des IB-Hotels, summieren sich am Ende des Abends auf erkleckliche € 1700,- für die sich der stellvertretende Vorsitzende des Präventionsrats Preungesheim, Wolfram Breitkreuz, herzlich bedankt, denn "seiner" Organisation kommt das Geld zugute. Schaun' mer mal, was draus wird ...

P.S.: Hier und hier hat sich der Ortsbeiratskollege Helmut Barth von den Grünen ausgetobt und das Ereignis multimedial und in bunt ausgebreitet.

Mittwoch, 20. August 2008

40 Jahre Vereinsring Preungesheim-Eckenheim

(15./16./17.08.08) Wer 40 wird und es einigermaßen zu was gebracht hat im Leben, der feiert, der lädt Onkeln und Tanten, Freunde und Familie, Kolleginnen und Kollegen und Kind und Kegel ein, mit ihm das 40ste Wiegenfest zu begehen. So hat es der Vereinsring Preungesheim-Eckenheim auch gemacht: Landespolizeiorchester, Bratwurst, Dorflauf, Tombola, ökumenischer Gottesdienst, Friseure, akademische Feierstunde, Schwarzwälder Kirschtorte und vieles mehr wurde dem geneigten Publikum geboten und alle, alle durften sie kommen. Alle waren sie eingeladen, die Bürger der beiden Stadtteile und alle, die am Saalbau Ronneburg vorbeikamen und sich von der Volksfeststimmung anstecken lassen wollten. Wollten aber nicht alle, jedenfalls nicht bei allen Teilveranstaltungen, jedenfalls nicht bei denen, die ich mir angesehen habe. Und auch, wenn das umfangreiche ehrenamtliche Engagement aller beteiligten Vereine uneingeschränkt zu würdigen ist, war die Organisation des Ganzen nicht unangreifbar, nicht fehlerlos. Das war verschiedentlich von Vereinsvertretern und auch von den Gewerbetreibenden zu hören und man konnte sich auch durch persönlichen Augenschein davon überzeugen: Eine akademische Feierstunde, die aus einem Grußwort einer Stadträtin - kurioserweise nicht derjenigen, die im Ortsbezirk wohnt - und der Verlesung einer Liste von Unternehmen, Vereinen und Einzelpersonen, die die Feier unterstützt haben, besteht, ist zumindestens mal ungewöhnlich, um das Mindeste zu sagen.

Vereinsring Preungesheim-Eckenheim

Sonntag, 10. August 2008

Die Mauer muß her!

(09.08.08) Nein, nein, ganz ruhig, nicht aufregen: Nicht die vom Unrechtsregime in der gewesenen DDR errichtete Berliner Mauer ist gemeint, sondern eine neue Stützkonstruktion, die die Anlage 2 des Kleingartenvereins Eckenheim in der Gummersbergstraße gegen einen abrutschenden Hang der benachbarten ehemaligen amerikanischen Kaserne sichert.
Wir haben das Sommerfest bei den Kleingärtnern mal dazu genutzt, uns das von unserer Bundestagsabgeordneten Erika Steinbach hart erkämpfte Bauwerk einmal in Ruhe aus der Nähe anzuschauen. So ganz neu und so ganz klinisch sauber wie die Mauer im Moment noch aussieht, sind Assoziationen mit dem ehemaligen Berliner "Wahrzeichen" aber nicht ganz zu vermeiden.
Das ist selbstverständlich ganz und gar Sache des KGV Eckenheim, aber vielleicht denkt man mal daran, daß die westliche Seite der Berliner Mauer vieltausendfach künstlerisch verziert war und daß es die westliche Seite der Stützmauer ist, die an die Kleingärten grenzt ...

KGV Eckenheim

Auf der Suche nach der neuen Mitte

(09.08.08) Das Sommerfest bei ProWolKultA ist mal wieder ... anders: Statt Cola gibt's natürlich Bionade und auf dem Grill liegen unter anderem Gemüsebratlinge, tausend Kinder wuseln rum und ein Mensch im eleganten weißen Strohhut singt ein Loblied auf ein Glücksspiel, das sonst nur leicht ergraute englische Offizierswitwen in dunklen Sälen in Blackpool auf fingerdick gebohnertem Linoleum spielen: Bingo. Und das wird dann im Anschluß auch tatsächlich gespielt. Aber irgendwie paßt alles zusammen und alle amüsieren sich wie Bolle und darum geht es ja schließlich bei einem Sommer- und Straßenfest.
Mit großem Interesse höre ich von der im Moment noch vagen Idee, am Frankfurter Berg eine Art Begegnungsstätte/Kulturwerkstatt/Literaturkaffee/... einzurichten. Der Stadtteil, der eigentlich immer noch aus vier, fünf Teilsiedlungen besteht, die auch nicht notwendigerweise immer miteinander arbeiten, könnte sicher eine Art "Mitte" gebrauchen. Das Bürgerzentrum in der Sonnentaustraße scheint mir dazu noch nicht geworden zu sein, was möglicherweise seiner etwas frugalen Einrichtung geschuldet ist. Aber das Vorhandensein von Räumen ist ja das eine, das Programm und die Akzeptanz als "Mitte" ein anderes. Und niemand weiß es besser als Altwirtschaftsminister Wolfgang Clement, daß eine neue Mitte eine Trägerschaft braucht, einen gemeinsamen Willen und eine Verankerung, sonst läuft man Gefahr, nach einer Schamfrist von den eigenen Genossen rausgeworfen zu werden ...

ProWoKultA

Sommerfest beim Jahnvolk

(09.08.08) Die Anzahl der Wochenenden, an denen man ein Sommerfest veranstalten kann, scheint sehr begrenzt zu sein und so bietet das Jahnvolk denn statt "Kaffee, Kuchen und Blutdruckmessen" (s.u.) "Kaffee, Kuchen und Turnen". Und was beim Sozialzentrum funktioniert (s.u.), funktioniert auch beim Jahnvolk: Die Bierzeltgarnituren sind wohlgefüllt, die Mägen wohl auch, aber bei Gymnastik, Tischtennis und Judo gibt es ja - zumindestens theoretisch - die Möglichkeit, die Kalorien wieder loszuwerden.
Es ist jedes Jahr wieder schön zu sehen, wieviele Kinder sich an dem Fest beteiligen.

Jahnvolk

Kaffee, Kuchen und Blutdruckmessen ...

(09.0808) ... sind der Erfolgsgarant für ein sehr gut besuchtes Sommerfest, dieses Jahr und in jedem Jahr. Wenn dann noch eine Kombo Jazzstandards und Schlager spielt ist das Maß des irdischen Glückes voll: Never change a winning team! Sicher trägt auch das sehr schöne Sommerwetter dazu bei, daß der Hof des Sozialzentrums am Marbachweg voll Menschen ist, die zufrieden in die Sonne blinzeln, Kuchen essen und sich vergnügt unterhalten.
Von Vertretern des Frankfurter Verbands erfahren wir, daß eines der wichtigen Projekte die Umsetzung des Bielefelder Modells (siehe z.B. hier, hier oder hier) ist. Eine kurze Recherche in der allwissenden Müllhalde - sonst auch als "Internet" bekannt - fördert recht schnell zutage, worum es geht: Hauswirtschafts- und Pflegedienstleistungen ziehen quasi zu den Menschen, die solche Leistungen benötigen in deren "normale" Häuser statt die Menschen zu den Hauswirtschafts- und Pflegedienstleistungen umziehen zu lassen.
Ich zweifle keine Sekunde daran, daß dieses Modell vielen Menschen eine sehr gute Möglichkeit bietet, länger als bisher ein selbstbestimmtes, gutes Leben zu führen, ohne in "Altensilos" oder "Krankenhäuser" umziehen zu müssen, und daß man alleine deshalb Möglichkeiten in dieser Richtung weiter ausloten muß.
Aber manchmal fröstelt es mich ehrlich gesagt angesichts solcher Angebote auch: Immer scheint es nur der Staat - im weitesten Sinne - zu sein, der die Versorgung der Bedürftigen garantieren kann. Wann immer es darum geht, Kinder zu erziehen, Jugendliche auszubilden, Heranwachsenden "etwas zu bieten", Senioren zu unterstützen oder zu pflegen, scheint der Zug der Zeit zu sein, das in staatliche Hände zu legen. Was ist denn eigentlich mit der Familie, die, wenn sie noch intakt ist, diese Aufgaben hervorragend übernehmen kann? Was ist denn in den Fällen, in denen Eltern Wert darauf legen, nachmittags gemeinsam mit den Kindern etwas zu unternehmen, wo Menschen willens und in der Lage sind, sich um ihre unterstützungsbedürftige Eltern zu kümmern? Ist das gesellschaftlich nicht mindestens genauso wertvoll? Man darf kein Lebensmodell für allgemeinverbindlich erklären und die Politik alleine darauf ausrichten, auch nicht das der allumfassenden Versorgung durch den Staat.

Sonntag, 3. August 2008

Weck-, Worscht- und Kuchenfest

(02.08.08) Der Eckenheimer Sportverein Jahnvolk stellt seit vielen Jahren dem AC Eckenheim, dem TMCR und dem FKG rot-weiß seinen Platz für ein Sommerfest zur Verfügung. Bezüglich der gastronomischen Versorgung haben sich die drei Vereine abgesprochen, sodaß es keine Überschneidungen im Angebot gibt. Und auch sonst bemerkt man eine harmonische Stimmung zwischen den beteiligten Vereinen.
Das Wetter spielte mit und so konnten die Vereine ein schönes Sommerfest im Grünen feiern.
Wie bei vielen anderen Festen dieser Art bekommt man den Eindruck, daß sich hier nur die Mitglieder der beteiligten Vereine treffen. Aber vielleicht ist dies auch ein falscher Eindruck und die Kleingärtner von nebenan und andere Nachbarn waren auch zu Gast.

Jahnvolk
AC Eckenheim
TMCR
FKG Rot-Weiß

Sonntag, 22. Juni 2008

Sommerfest der CDU Nieder-Eschbach

(21.06.08) Na gut, Nieder-Eschbach gehört nicht mehr zum Ortsbezirk 10, aber wenn der Nachbar im Norden sein Sommerfest abhält wird man ja eine Stippvisite machen dürfen - man teilt sich immerhin den Ben-Gurion-Ring und die Homburger Landstraße. Ganz interessant zu sehen, wie es aus dem gewiß nicht sehr urbanen Bonames raus geht in das noch ruralere Nieder-Eschbach.
Eine gewisse Ländlichkeit drückt sich auch darin aus, daß die Veranstaltung zur Hälfte in einer turnhallengroßen Scheune stattfindet - wenn man diese modernen Hochleistungswartungs- und -abstellhallen denn noch so nennt. Und das gesamte Dorf ist auf den Beinen und schon am frühen Abend ist die Beteiligung enorm. Würstchen und Bier für die Erwachsenen, Kutschfahrten für die Kinder, das scheint eine absolute Killerkombination zu sein.
Wir treffen auch Herrn Waniek, den Vorsitzenden der Bürgerinitiative am Bügel, der natürlich um ein Gesprächsthema nie verlegen ist und die diversen Belange des Bügels wahrscheinlich auch noch nachts im Schlaf vertritt. Wie würde bloß der Bügel ohne den Mann und seine Mitstreiter aussehen? Aktuell scheint ihn das Thema der Fehlbelegungsabgabe zu drücken, die er nicht generell abgeschafft sehen möchte, aber die so erhoben sehen möchte, daß man durch fehlende soziale Durchmischung labil gewordene Wohnlagen nicht dadurch vollends kaputt macht, daß man systematisch den verbliebenen, kleinen bürgerlichen Kern auch noch verscheucht.

Bonameser Hinnergassefest

(21.06.08) "Bonameser Hinnergassefest," werden Sie sagen: "is des ned in de Bonameser Hinnergass'?" und da haben Sie ganz recht. Wer jetzt grade nicht so ganz genau weiß, wo die Bonameser Hintergasse - so die unbeholfene, hochdeutsche Umschrift - ist, dem kann hier geholfen werden. Wir hatten ankündigende Plakate gesehen, aus denen außer dem Datum und der Uhrzeit nicht viel hervorging - wo die Sause steigt, schien bei dem Titel klar zu sein und wer der Veranstalter ist nicht so wichtig.
Also ran an den Feind, frisch die anständigen Klamotten angezogen und dem Bürger entgegengetreten! Nur: Auf dem Bonameser Hinnergassefest tritt der Bürger elegant zu Seite und kapriziert seine Aufmerksamkeit mehr auf Kaffee, Kuchen, Bratwürste und Bier. Es sind ein paar Bierzeltgarnituren aufgebaut, die von zwei Zelte gedeckt werden. Ein Grill und eine kleine Bar komplettieren das Bild - und fertig ist das Nachbarschaftsfest. Schön, daß es so etwas noch gibt! Daß wir da so gut hinpassen wie Franz-Josef Strauß auf einen Parteitag der umbenannten SED ist uns schnell klar und so verschwinden wir so schnell wieder, wie wir gekommen sind.

Freitag, 13. Juni 2008

10. Internationales Gugge- und Musikfestival des TMCR

(07. und 08.06.08) Ich würde mir wünschen, ich müßte das jetzt nicht schreiben, ganz ehrlich, aber es ist nun so, wie es ist - und es ist so, daß der Saal leer ist. Er ist nicht etwa nur nicht ganz voll, er ist bis auf ein paar Musiker anderer Gruppen leer. Das ist Samstagvormittag zum Äppleranstich so, das hat sich am späteren Nachmittag nicht geändert und am Sonntag sieht es nach dem Mittagessen auch nicht besser aus.
Und das ist für den veranstaltenden TMCR bitter, denn alle Vereinsmitglieder haben gearbeitet, daß die Schwarte kracht und es ist schade für die Musiker, die sicher vor Publikum genausogerne gespielt hätten, wie vor leeren Rängen - wenn nicht sogar lieber ...
Musikalisch wird natürlich wieder Guggemusik geboten, der Ritt auf der harmonischen, melodischen, rythmischen und intonativen Rasierklinge welchselber um einen großzügigen Gebrauch von Lautstärke angereichert wird (siehe z.B. Wikipedia). Aber auch Musik, die eher in den Bereich Big-Band-Swing geht, wird geboten. Während die einen erkennbar eine gewisse Professionalität anstreben, streben die anderen genauso erkennbar den Spaß an der Freud' an.
Was die Resonanz der Veranstaltung angeht, ist für mich die entscheidende Frage diese: Kann es gelingen, die der alemannischen Fastnacht entstammende Guggenmusik in Eckenheim so zu präsentieren, daß sich an einem Samstagnachmittag bei schönem Wetter der Saal des Hauses Ronneburg füllt? Ich bin da skeptisch ...

TMCR

Bürgerpreis: 1. Platz für die DJR

(10.06.08) In der Paulskirche wird zum ersten Mal der Bürgerpreis von der 1822-Stiftung und der Stadt Frankfurt verliehen. Die Stiftung der Frankfurter Sparkasse hat 10.000,00 Euro Preisgeld zur Verfügung gestellt.
Prof. Dr. Birkenfeld, Sozialdezernentin der Stadt Frankfurt, lobte das Ehrenamt und sprach u.a. vom "wahren sozialen Reichtum" der Ehrenamtlichen. Bei solchen Worten frage ich mich, warum man als Ehrenamtlicher so häufig alleine gelassen wird. Nein, ich denke nicht an Geld und Planstellen. Ich denke gerade an einen Nachbarn des Hauses der Heimat, der den Betrieb des DJR-Jugendclubs durch ständige, unbegründete Beschwerden über Lärm u.s.w. behindert. Und keiner hilft!
Aber kommen wir zur positiven Nachricht dieses Abends: Die Deutsche Jugend aus Rußland (DJR) hat in der Kategorie "Junior bis 21 Jahre" unter 10 Bewerbern den ersten Platz erreicht. Auch wir gratulieren an dieser Stelle.
Nun wäre es schön, wenn nach der Preisverleihung und den schönen Worten auch in der täglichen Arbeit eine Unterstützung bei den Problemen mit der Nachbarschaft einsetzen würde...

Auf Hölderlins Spuren

(08.06.08) Auf dem ehemaligen Hubschrauberlandeplatz Bonames erfahren wir von der Umweltdezernentin Manuela Rottmann, daß Hölderlin den Weg von Bad Homburg nach Frankfurt zu seiner Liebsten - immerhin 22 Kilometer - zu Fuß in 3 Stunden schaffte.
Der genaue Fußweg konnte nicht rekonstruiert werden. Manchmal fehlen Angaben. Meistens verhindern Bauwerke der Moderne - wie z.B. Autobahnen - die detailgetreue Ausweisung des damaligen Fußweges.
Dieses Gemeinschaftsprojekt der Städte Bad Homburg, Oberursel und Frankfurt wird über eine der vielen Grüngürtel-GmbHs verwaltet. Es ist ja inzwischen Mode geworden für alles eine eigene GmbH zu gründen. Und auch wenn die Umweltdezernentin verspricht, daß trotz der unübersichtlichen Struktur der diversen Grüngürtel-GmbHs... diese Firmen alle nur gutes tuen würden... denke ich, daß eine übersichtliche Struktur die demokratische Kontrolle und die Kontrolle des Rechnungshofs erleichtern würde. Wäre doch auch schön. oder?
Immerhin wurden mit 100.000 Euro vergleichsweise wenig Geld in die Hand genommen. Obwohl die Herausgabe von 2 Wanderführern - eine von Bad Homburg nach Frankfurt und einer von Frankfurt nach Bad Homburg - dem Beobachter zeigt, daß noch Kosteneinsparungspotential vorhanden ist. Jeder redet vom Regionalgedanken. Warum kann man sich dann nicht auf einen Wanderführer einigen? Aber solche Fragen werden bei feierlichen Eröffnungen nicht gestellt. Vielleicht kann man sie ja bei der Planung des nächsten Grüngürtelprojekts stellen.

Samstag, 7. Juni 2008

Mieterfest für Kinder

(07.06.08) Es ist eine schöner Samstag nachmittag. Die Sonne scheint. Wenn man durch den Park läuft, kann man schnell vergessen, wo man sich befindet. Nur wenn hinter den Bäumen ein häßliches Wohnhochhaus herausragt, wird schnell wieder klar, daß man sich in den "Golan-Höhen" aufhält...
Nach kurzem Fußmarsch erreichen wir den Teich in der Mitte des Parks, an dem das Kinderfest der Bürgerinitiative am Bügel stattfindet.
Die Feuerwehr erzeugt Fontainen und sorgt für Wasserspiele. Die DLRG bietet in zwei Padelbooten die Möglichkeit eines kleinen "Ausflugs" auf dem Teich an. Und natürlich gab es genug zu trinken und zu essen an kleinen Ständen.
Interessant ist, daß hier eine kleine Gruppe aus der bürgerlichen Mieterschaft dieses Fest organisiert. Es machen - wie immer - nur sehr wenige die ganze Arbeit. Der größte Teil der Mieter dieser Siedlung gehört bekannter Weise eher zu ... nennen wir es mal modern: Empfängern von Transferleistungen des Staates.
Den Kindern, die bei bestem Wetter das Fest annehmen, kann es egal sein, wer die Organisation übernommen hat. An die Zukunft dieser Veranstaltung sollten die Eltern denken. Bürgerschaftliches Engagement kann so einfach sein. Einfach bei der Bürgerinitiative, die in der Siedlung wirklich jeder kennt, melden und mitmachen. Nur so wird man häufiger in der Zeitung positive Nachrichten über den Ben-Gurion-Ring lesen.

Die Volkseele kocht

(03.06.08) In der Bürgerfragestunde des Ortsbeirates 10 geht es wieder um die Jugendlichen aus dem Übergangswohnheim in Bonames neben der evangelischen Kirche.
Wieder beschweren sich die Nachbarn über Lärm, persönliche Beleidigungen und daß sie mit Lebensmitteln beschmissen werden.
Neu ist, daß mehr Anwohner zur Sitzung erschienen sind. Neu ist, daß ihr Widerstand heftiger war. Und neu ist, daß sogar die politischen Mitbewerber vom linken Spektrum keinen Rat mehr wußten.
Ich meine keinen Rat außer "mehr Personal" und "mehr Geld" für die Einrichtung, obwohl sie selber von dieser Forderung gar nicht gesonders überzeugt zu sein schienen.
Schade nur, daß außer der CDu keiner bereit ist die grundsätzliche Frage zu stellen. Nein, es geht nicht um die Standortverlagerung in ein Industriegebiet. Es geht um das Konzept der Einrichtung. Sollte man dieses nicht nach so vielen Vorfällen hinterfragen? Wird hier mit unseren Steuergeldern ein Haus finanziert, was seine Aufgabe nicht erfüllt? Diese Fragen sollten gestellt werden!

Kinderfest am Frankfurter Berg

(01.06.08) Die Sonne brennt vom Himmel, kein Wölkchen weit und breit und Temperaturen jenseits der 30°C - mehr braucht es fast nicht für ein gelungenes Kinderfest am Frankfurter Berg. Nicht das es nicht mehr gäbe als schönes Wetter: Eine Hüpfburg ist aufgebaut, zu Essen und zu Trinken gibt es natürlich und die Kinder führen auf und neben der Bühne die diversen Aktivitäten vor, die sie tags zuvor geübt haben. Die Sonnentaustraße ist zu Teilen abgesperrt und die Horden von Kindern im Alter zwischen 0 und 14 beweisen, daß genau dieses Konzept stimmt und angenommen wird. Da ist für uns nicht wirklich viel zu tun, denn dem bezeichneten Zielalter sind wir knapp entwachsen und so gehen wir nur von Stand zu Stand und erkundigen uns nach der allgemeinen Lage und danach, wie das Fest bisher gelaufen ist.
So weit, so gut. Lediglich an dem Stand, an dem Buttons mit dem eigenen Photo verfertigt werden, werden wir, die wir mit Krawatte angetan sind, mit dem Spruch begrüßt: "Ach, die Männer von der Sparkasse ...", worauf unseres Bleibens nicht länger ist. Den Spruch fand ich ehrlich gesagt ein wenig unfair - den Sparkassenangestellten gegenüber.

Sonntag, 1. Juni 2008

Hoffest der Fidelen Eckenheimer

(30.05.08) Hat es jemand bemerkt? Ich meine, daß die Eckenline ausgefallen ist...
Ja, heute hätte sie stattfinden sollen. Aber weil nur wenige Vereine - ich glaube es waren drei - ihre Teilnahme zugesagt haben, ist die Eckenline für 2008 abgesagt worden.
Das Funzelfest findet übrigens dieses Jahr auch nicht statt. Statt dessen gibt es eine große Feier zum 40jährigen Bestehen des Vereinsrings.
Als Ersatz für die Eckenline haben die Fidelen Eckenheimer ein Hoffest auf dem Grundstück der Familie Möller in der Eckenheimer Schulstraße organisiert. Schnell füllte sich der Innenhof mit Gästen und man merkt sehr schnell, daß ein großer Verein - wie die Fidelen - alleine genug Besucher für ein kleines Straßenfest anzieht.
Da wird auch mal kurz die Straße gesperrt, damit die Minigarde ihre Tänze vorführen kann, weil auf dem Grundstück schon alles voll mit Besuchern ist. Aber - für alle, die die Eckenheimer Schulstraße nicht kennen - Entwarnung! Kein Autofahrer wurde behindert. Während der Tanzvorführung wollte kein einziger Autofahrer durch diese Straße fahren. Auch daran sieht man: Es war ein schönes Dorffest!


Fidele Eckenheimer

40 Jahre Vereinsring

(30.05.08) Wenn der Vereinsring Eckenheim-Preungesheim 40 Jahre alt wird, dann muß dies gefeiert werden.
Entlang der Gelnhäuser Straße werden statt der Autos (wie auf dem Bild links von Google Earth) Stände von Vereinen und Gewerbetreibenden stehen. Neben einer Vielfalt an Speisen und Getränken wird es auch Info-Stände, Spiele für Kinder und ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm im Großen Saal des Saalbau Ronneburg geben.
An diesem Freitag abend hatte der Vereinsring die Gewerbetreibenden und die Parteien aus dem Ortsbeirat geladen, um über deren Beteiligung am Fest zu sprechen. Schade nur, daß wir Teilnehmer nur durch gezielte Fragen die notwendigen Informationen über den Ablauf bekamen. Bedauerlich auch, daß sich herausstellte, daß fast alle Plätze schon vergeben waren. Aus Sicht der Parteien war auch nicht ganz klar, welche Art der Beteiligung gewünscht ist. Ergebnis einer längeren Diskussion: Ein Stand je Organisation und ein Stand für den Ortsbeirat.
Der Wunsch des Vereinsrings , daß am Samstag nachmittag die Gewerbetreibenden in dem Saalbau Ronneburg mit Ständen vertreten seien sollten, ist für Geschäfte, die am Samstag geöffnet haben, nicht machbar. Hier wird es noch einigen Abstimmungsbedarf geben, bis die Schönheits- und die Gesundheitsmeile entstehen kann.

Google Earth