Thilo Stratemann und Karsten Meyerhoff sagen Tschüß

(3. April 2011) Wir, lieber Leserin, lieber Leser tingeln seit über 6 Jahren durch den Ortsbezirk 10 und seit 5 Jahren be- und verarbeiten wir das, was wir dabei gesehen und erlebt haben, in diesem Blog. Das war mal leicht, mal schwer, aber immer eine Menge Arbeit. Das werden Sie möglicherweise im Angesicht der kleinen Artikelchen nicht glauben, aber glauben Sie uns: In dieses Blog sind etliche Arbeitsstunden geflossen.
Nun war immer klar, daß der Besuch von Veranstaltungen und der anschließende Bericht einem politischen Ziel dient: Wir wollten als CDU-Vertreter vor Ort sein, wir wollten präsent und ansprechbar sein, um aus erster Hand zu erfahren, wo der Schuh drückt und wo wir helfen können. Am 27.03.2011 haben die Wähler im Ortsbezirk 10 und in Frankfurt diese Aktivitäten im Rahmen der Kommunlwahlen bewertet - das Resultat ist unter anderem auf der Webseite http://www.stadt-frankfurt.de/wahlen/ zu begutachten. Kurz gesagt ist das Ergebnis unmißverständlich - und es ist vernichtend. Wir beide wurden auf unseren jeweiligen Listen für den Ortsbeirat 10 und die Stadtverordnetenversammlung nach unten durchgereicht und Thilo Stratemann hat den Einzug in die Stadtverordnetenversammlung erneut nicht geschafft. Das läßt nur den einen Schluß zu: Aktuelle Themen aus den Nachrichten entscheiden offenbar auch die Kommunalwahlen und nicht die Arbeit vor Ort.
In den letzten Jahren haben wir viele Menschen in den nordöstlichen Stadtteilen kennengelernt. Häufig wurden aus Gesprächspartnern Bekannte und gar nicht so selten aus Bekannten Freunde. Diese Bekanntschaften und Freundschaften werden wir natürlich weiterhin pflegen. Der Besuch möglichst aller Veranstaltungen im Ortsbezirk 10 und dieses Blog (inklusive des Veranstaltungskalenders) werden wir jedoch ab sofort einstellen.
Allen Menschen, die dieses Blog bisher gelesen und uns Rückmeldung gegeben haben - egal ob positiv oder negativ - danken wir recht herzlich; alle die das Blog gerne gelesen haben, bitten wir um Verständnis.

Kommunalwahl 27. März 2011

Machen wir's kurz: Am 27. März dieses Jahres sind in Frankfurt Kommunalwahlen. Bitten gehen Sie unbedingt zu diesen Wahlen: Es werden die Ortsbeiräte und die Stadtverordnetenversammlung gewählt. Da stellen sich die Menschen zur Wahl, die sich um "Ihre" Bürgersteige, Einbahnstraßen, Schulen, Buslinien und Parkbänke kümmern wollen - um die Dinge, die bei Ihnen direkt vor der Haustür, in Ihrem Stadtteil passieren. Dafür brauchen alle Lokalpolitiker Ihre Unterstützung.
Die Autoren dieses Blogs bewerben sich ebenfalls um kommunalpolitische Ämter, Thilo Stratemann für die Stadtverordnetenversammlung (Platz 42 Stadtverordnetenliste CDU) und Dr. Karsten Meyerhoff für den Ortsbeirat 10 (Platz 2 Ortsbeiratsliste CDU). Bitte geben Sie uns am 27.03. jeweils drei Einzelstimmen, damit wir auch in Zukunft diese "Stadtteilzeitung" führen können. Wenn Sie mal "zur Probe" kumulieren und panaschieren wollen, dann können Sie das hier tun.

Sonntag, 28. Februar 2010

Jahreshauptversammlung 0.2

(27.02.10) Sie haben sicherlich schon von Web 2.0 gehört und wissen, daß damit die nächste Generation des Internet - sozusagen die 2. Generation des Internet - gemeint ist. Im EDV-Bereich wird diese Art der Nummerierung verwendet, um neue Versionen zu kennzeichnen. Sie erinnern sich in diesem Zusammenhang vielleicht an die letzte Update-Meldung ihres PCs, in dem Ihnen eine neue Version eines Programms zum herunterladen angeboten wurde.
Schon in der Entwicklungsphase wird in der IT-Industrie ein Produkt mit Versionsnummern versehen. Diese beginnt meist mit 0.1 und wird dann nach und nach hochgezählt bis zur Version 1.0, die mal als "fertig gestellt" bezeichnen könnte.
Für die Jahreshauptversammlung des Ortsverbands Frankfurter Berg-Berkersheim der Arbeiterwohlfahrt (AWO) könnte man - analog zu den oben gemachten Ausführungen - "0.2" als Versionsbezeichnung vergeben. Als Besucher bekommt man den Eindruck, daß den Mitgliedern Geselligkeit, Ausflüge u.ä. sehr wichtig und Formalien wie Jahreshauptversammlungen eher unwichtig sind. Auch der Vorsitzende kämpft sich durch seinen vorbereiteten Text und sorgt durch Formulierungen wie "Speck mit Mäusen zu fangen" unfreiwillig für Unterhaltung. Bei den Nachwahlen zum Vorstand zeigt sich der pragmatische Ansatz der Mitglieder: Alle werden einstimmig gewählt. Klar, ist doch toll, daß sich jemand bereit erklärt die Arbeit zu machen.
Im nächsten Jahr könnten der Vorstand vielleicht etwas mehr Zeit in die Vorbereitung der Jahreshauptversammlung investieren. Dann kann auch die Versionsnummer hochgesetzt werden ;-)

AWO -Ortsverein Frankfurter Berg/Berkersheim

Samstag, 27. Februar 2010

Viele Mitglieder, wenig Aktive

(26.02.2010) Der TSV Berkersheim hat über 700 Mitglider - von denen sich grade einmal 32 zur Hauptversammlung einfinden. Wie ist es nur möglich, daß sich so viele Menschen für Sport im Verein interessieren und nur so wenige Leute für den Verein? Wie kann man es sich nur erklären, daß so viele Menschen die Zeit finden, Sport zu treiben, aber nur so wenige Leute die Zeit haben, am Gelingen der Struktur mitzuwirken, die den Sport möglich macht? Es erschließt sich mir nicht ...
Wenn die geringe Beteiligung an der Hauptversammlung das einzige wäre, könnte man ja immer noch sagen: Na ja, die meisten Mitglieder denken, das es gut läuft und ihre Beteiligung nicht erforderlich ist. Aber es ist auch so, daß es massiv an Aktiven fehlt: Seit letztem Jahr steht der Verein ohne ersten Vorsitzenden da (siehe hier) und trotz intensiver Suche im zurückliegenden Jahr, hat sich niemand finden lassen. Nun ist es nicht so, daß der Verein nicht aus einem guten Potential schöpfen könnte. Wie gesagt hat man über 700 Mitglieder, es gibt einen Chor und eine Theatertruppe, es finden regelmäßig alle möglichen Veranstaltungen statt (Kerb, Theateraufführungen, Weihnachstfeiern, Wanderungen, ...). Es gibt also wie man so schön sagt ein reiches Vereinsleben - aber wohl nicht reich genug, als daß sich aus seiner Mitte jemand fände, für den der Verein mehr ist Hausmeister und rechtliche Instanz, die den Übungsleiter bezahlt ...

TSV Berkersheim

Sonntag, 21. Februar 2010

Was lange währt, wird endlich gut

(21.02.2010) Erst mal passiert nix, dann passiert immer noch nix und danach passiert erst mal nix, beim Nuejahrsempfang von Viktoria Preußen 07; es dauert ein wenig, bis die Veranstaltung zu leben beginnt. Jaja, richtig gelesen: Neujahrsempfang! Man ist dem Rummel zum neuen Jahr ausgewichen und hat einen Neujahrsempfang hart am Rande des Märzens, in dem ja nach einem alten Volkslied der Bauer bereits die Rößlein anspannt, organisiert. Na gut, im September der erste Lebkuchen, nach Neujahr schon die Ostereier: Warum im späten Februar kein Neujahrsempfang?
Aber genug der Spötteleien, denn die Veranstaltung an sich ist ja aller Ehren wert. Als der Vorsitzende Klaus-Peter Kehl nach einer starken Stunde nach Beginn der Veranstaltung um Gehör bittet, sagt er, wozu die Veranstaltung dienen soll: Gelegenheit zum Gespräch geben, Vernetzen und - man höre und staune - Danke sagen bei Sponsoren und der Stadt Frankfurt. Das hört man nicht häufig, daß jemand so klar sagt: "Lieber Steuerzahler: Danke daß Du unser Hobby finanzierst." Chapeau, Herr Kehl! Zum Abschluß seiner kurzen Rede lädt der Vorsitzende dann zu Frankfurter finger food ein: Flaschworscht und Brödscher (wörtliches Zitat).

Viktoria Preussen

Kleingärtnern hält jung ...

(20.02.2010) ... wie das nebenstehende Photo beweist: Der Knirps nimmt soeben während der Hauptversammlung des Kleingärtnervereins Eckenheim die Ehrung für 40-jährige Mitgliedschaft entgegen! Ja gut, für seine Oma, aber die Pointe hat grade so schön gepaßt ...
Ansonsten nimmt die Hauptversammlung der Eckenheimer Kleingärtner den bekannten, seit Jahren wohlvertrauten Verlauf: Es werden Menschen für langjährige Vereinszugehörigkeit geehrt, der Vorsitzende berichtet über - gefühlte - 100 Feste die gefeiert wurden, über Gartenbegehungen, angelegentlich derer einige Gartenfreunde zur Rückkehr zur Drittelregel (siehe z.B. hier) aufgefordert werden mußten und immer wieder fordert er die Mitglieder auf, sich durch mehr Arbeitseinsatz am Gelingen des gemeinschaftlichen Projekts zu beteiligen. Alles so wie immer - fast! Denn am Mikrophon steht nicht Helmut Belser, der die Geschicke des Vereins über lange, lange Jahre gelenkt hat, sondern Niels König, gemeinsam mit seinem Vize Christian Preiser seit einem Jahr in Amt und Würden - und die machen ihre Sache nicht schlecht!. Hier und da merkt man denn auch, daß sich Dinge verändert haben. So wird regelmäßig auf die Internetseite des Vereins verwiesen, wenn es darum geht, woher man denn Informationen bekommen kann - und die Seite ist wirklich schmuck, übersichtlich und informativ.
Aber der Verein wird die neue Zeit nicht zu sehr umarmen und der KGV wird wohl auch nicht in Cybergardens Eckenhome umfirmieren: Mit großer Mehrheit erteilt die Hauptversammlung dem Ansinnen, das Gelände flächendeckend mit Strom zu versorgen eine Absage.

KGV Eckenheim

Das Ende des Karnevals: Heringsessen

(20.02.10) Da gerade die Olympischen Spiele laufen, liegt es auf der Hand sich der Sprache des Sports zu bedienen und dem TMCR den ersten Platz im Heringsessen-Wettlauf zu vergeben. Sie sind der erste Karnevalsverein im Ortsbezirk 10, die ein solches dieses Jahr veranstalten. Die anderen Karnevalsvereine werden noch folgen ...
Eine solche Veranstaltung ist immer eine gute Gelegenheit mit Menschen ins Gespräch zu kommen. So konnten wir vom Schausteller Peter Roie interessante Aspekte zum Weihnachtsmarkt und Dippemeß erfahren. Man macht sich als Besucher gar keine Gedanken darüber. Aber es stimmt: Jeder geht zum Weihnachtsmarkt. Das ist ein Muß! Aber kennen Sie jemanden, der erzählt er sei auf der Dippemeß gewesen? Kennen Sie jemanden der positiv darüber spricht? Ja? Dann sind es aber bestimmt viel weniger als die positiven Stimmen über den Weihnachtsmarkt.
Hier sollte die Stadt Frankfurt sicherlich etwas tuen. Ein neuer Standort und ein neues Konzept könnten der Dippemeß wieder neuen Schwung geben. Eine Aussage von Herrn Roie ist vermutlich die wichtigste: Der Kunde entscheidet, ob eine Veranstaltung oder ein Angebot erfolgreich ist oder eben nicht!

TMCR
Roie's Karussellbetriebe

Sonntag, 7. Februar 2010

Die Krätscher Gala

(06.02.10) Der Karnevalsverein "CTC Die Krätscher" kann mit seiner Gala- und Kostümsitzung im großen Saal des Saalbau Ronneburg zufrieden sein.
Der Saal war voll und die Besucher bekamen ein abwechslungsreiches Programm geboten. Wie bei vielen anderen Karnevalsvereinen auch gab es viele Tanzauftritte von guter Qualität. Nur bei den Büttenreden hätte man mehr erwarten können. Die Moderation dieses Abends war verbesserungsbedürftig. Hier reicht es nicht aus die Schuld auf den Tontechniker zu schieben.
Zusammenfassend läßt sich feststellen, daß die Karnevalssitzung als erfolgreich bezeichnet werden kann. Nach Jahren des Wiederaufbaus kann man den Abend als Krätscher-Gala bezeichnen. Die Krätscher sind wieder da!

Die Krätscher

Rammlerball 2010

(06.02.10) Rammlerball? Wenn man diese Bezeichnung zum ersten Mal im Zusammenhang mit Karneval in Frankfurt hört, denkt man ... Na, Sie wissen schon. ;-) Nein, es handelt sich wirklich um eine ganz normale Karnevalssitzung, wobei der Veranstalter - der Kleintierzuchtverein Bonames - schon seine eigenen Akzepte setzt. So marschiert am Anfang der Veranstaltung nicht der Elferrat ein. Sondern der Vorsitzende läuft in den Saal und singt das "Rammlerlied". Dabei schiebt er einen Wagen vor sich her, in dem ein Rammler sitzt. Da es sich um die Kaninchenrasse "Deutscher Riese" handelt, kann man ihn auch aus große Entfernung noch erkennen. Dieses Jahr war es - ausnahmesweise - eine Häsin mit ihren Jungen.
Es ist erstaunlich wie es der Kleintierzuchtverein Jahr für Jahr schafft den großen Saal im Saalbau Nidda zu füllen. Hier merkt man die große Unterstützung durch die anderen Kleintierzuchtvereine Frankfurts, die häufig ganze Tischreihen besetzen.
Leider hat an diesem Abend die Mikrofonanlage regelmäßig Aussetzer. Der Moderator des Abends, Reinhard Triefenbach, läßt sich zwar nicht aus der Ruhe bringen. Den Veranstaltungsverlauf stört es schon. Der guten Stimmung im Saal tat dies aber keinen Abbruch.
Man braucht kein Hellseher zu sein, um vorraus zu sagen, daß es auch einen Rammlerball im nächsten Jahr geben wird. Er wird der 27. sein.

Wikipedia über "Deutsche Riesen"

Samstag, 6. Februar 2010

Scharfschütze am Berg

(31.01.2010) Kennen Sie den texanischen Scharfschützen? Nein? Das ist der, der mit einer Schrotflinte auf eine Scheunenwand schießt, sich das Trefferbild anschaut und dann die Zielscheibe nachträglich so aufmalt, daß sich eine hohe Punktzahl ergibt. Kommt Ihnen nicht bekannt vor? Etliche sozial tätige Organisationen arbeiten so: Man legt erst mal los, um nach einer gewissen Zeit den status quo zum ursprünglich angestrebten Zustand zu erklären. Das ist viel angenehmer, als sich gleich zu Beginn ein hartes, klares Ziel zu definieren und dann nach ein paar Jahren Rechenschaft ablegen zu müssen, ob denn das Ziel erreicht werden konnte. Dabei könnte ja rauskommen, daß durch eine Maßnahme, eine Methode, eine Einrichtung ein gestecktes Ziel nicht erreicht werden konnte - und das darf natürlich bei einer sozial tätigen Organisation nie herauskommen, weil deren Arbeit per se gut und richtig ist.
Ich bin mal gespannt, ob das neueröffnete Familiennetzwerk am Frankfurter Berg ebenfalls nach der Methode des texanischen Scharfschützen vorgehen wird. So wie sich die Initiative, deren Aufgabe es nach eigenen Angaben ist "Eltern mit familienunterstützenden und -entlastenden Angeboten frühzeitig vertraut" zu machen ,eingeführt hat, halte ich das nicht für ausgeschlossen. Denn allgemeine Einigkeit darüber, daß der Stadtteil eine solche Einrichtung braucht, scheint es durchaus nicht zu geben. Bereits bei der Vorstellung im Ortsbeirat waren ja Stimmen laut geworden, die bezweifelten, daß eine solche Institution am traditionell in sich bereits gut vernetzten und an bürgerlichen und öffentlichen Institutionen nicht armen Frankfurter Berg unbedingt nötig ist. Nicht daß das etwas ändern würde, denn hinter dem Familiennetzwerk stecken das Sozialrathaus Am Bügel, das Haus der Volksarbeit e.V. sowie der Kinderschutzbund Frankfurt, alles honorige, sakrosankte Institutionen, die sich um die Resonanz vor Ort nicht kümmern müssen.
Mich hat sehr erstaunt zu erfahren, daß die Planungen für die Einrichtung bereits seit mehr als zweieinhalb Jahren laufen - ohne daß man am Frnakfurter Berg etwas davon gehört hätte. Der Vereinsring jedenfalls, der ursprünglich die Räume in der Sonnentaustraße 26 verwaltet hatte, die nunmehr das Familiennetzwerk in Anspruch nimmt, hat von der Initiative erst im Herbst des letzten Jahres erfahren - mithin erst zwei Jahre, nachdem die Planungen begonnen hatten. Der Ortsbeirat wurde gar erst in seiner letzten Sitzung im Januar ins Bild gesetzt. Ich bin mir nicht sicher, ob ich es gewagt haben würde, die Sache ohne Einbeziehung der Organisationen, die ich dann hinterher vernetzen möchte, durchzuziehen. Aber gut, die Sozialdezernetin, die die Eröffnung des Familiennetzwerks ebenfalls mit ihrer Anwesenheit adelt, macht ja dann noch mal klar, woher der Wind weht: Das Projekt bekommt vorerst von der Stadt € 90.000,- und wenn es gut geht und die Stadtverordnetenversammlung dazu nickt auch € 180.000,-. Darüber hinaus spendet American Express auch noch mal € 40.000,- und das macht dann eines klar: Der Drops ist gelutscht, das Ding ist von höherer Stelle gewollt und gewünscht und also werden die Organisationen, Institutionen und Vereine am Frankfurter Berg in bezug auf die Kinder- und Jugendarbeit in Zukunft vom Familiennetzwerk vernetzt, ob das nötig ist oder nicht.
Ich bin mir ziemlich sicher, daß wir in spätestens zwei Jahren hören werden, daß die Arbeit der Institution so segensreich war, daß sie dringend ausgebaut werden muß und das dazu weitere Mittel erforderlich sind. Der texanische Scharfschütze läßt grüßen ...

Familiennetzwerk am Frankfurter Berg

Sonntag, 31. Januar 2010

Schmidteinander

(30.01.2010) Die älteren unter uns werden sich an diese legendäre Fernsehsendung erinnern (ich sage nur Hupfdolls und "Mal sehen, ob das Sprichwort stimmt."), die jüngeren werden in youtube nachschauen müssen - und werden doch möglicherweise nicht begreifen können, daß diese Sendung einmal revolutionär war. Harald Schmidt jedenfalls hatte in Feuerstein einen kongenialen Partner, ein Widerlager und einen Unterstützer. Seinem Nachnamensvetter von den Fidelen Eckenheimern, Hans-Jürgen Schmidt, fehlt anläßlich der Gala- und Kostümsitzung der Fidelen Eckenheimer dieser Widerpart und ihm fehlt auch im weiteren Sinne die Unterstützung und so macht er denn alles alleine: Sitzungspräsident, Büttenredner, Zeremonienmeister, Elferrat, ... Nur das Männerballett muß auf ihn verzichten, aber das ist dann auch schon alles. Genau da allerdings liegt der Hase im Pfeffer: Nicht daß er seinen Job nicht gut machte, gewiß macht er den gut, aber da liegt dann vielleicht doch etwas zu viel Verantwortung auf den Schultern eines Menschen.
Mir persönlich hat z.B. das Protokoll sehr gefehlt. Ich war gewiß mit Udo Stalp als Dr. Faustus politisch nicht immer einer Meinung, aber seine Protokollrede fand ich immer hörenswert. Und die Arbeit, von der man vermuten darf, daß Hans-Jürgen Schmidt sie weiland Udo Stalp abgenommen hat, die nimmt offenbar nun niemand Hans-Jürgen Schmidt ab - und darunter leidet die Sitzung. Um es klar zu sagen: Hans-Jürgen Schmidt reißt sich sämtliche ihm zur Verfügung stehenden Beine aus, aber er wirkt recht alleingelassen. Ob da nicht der erste Vorsitzende eingreifen müßte, sei mal dahingestellt ...
Neben weiteren Dingen machen technische Pannen der Sitzung zu schaffen: Der von der Saalbau beigestellte Tontechniker beherrscht offenbar die Tonanlage nicht so recht und so sprechen Akteure immer wieder in abgeschaltete Mikrophone und Musikstücke auf mitgebrachten CDs werden zu früh angespielt oder nicht gefunden. Da gibt es Verbesserungspotential.
Also alles Mist? Nein, natürlich nicht! Die Garden sind bei den Fidelen immer gut und so langsam aber sicher schleichen sich auch ein paar Neuerungen in die Sitzung ein. So treten zum Beispiel zwei jungen Herren auf, die eine Tanznummer im Stile Michael Jacksons abliefern. Die beiden Herren scheinen darüber, daß sie auf einer Karnelvalssitzung auftreten, genau überrascht zu sein, wie das Publikum, dem man solche Nummern natürlich bisher auch nicht "zugemutet" hat. Da scheint etwas Neues zu entstehen - schau'n mer mal, wohin es führt.

Fidele Eckenheimer

Sonntag, 24. Januar 2010

Man muß auch mal dahin gehen, wo's weh tut ...

(23.01.2010) ... für den Karneval - und Norbert Roth der Vorsitzende des TMCR tut das anläßlich der Gala- und Kostümsitzung seines Vereins auch. Denn bereits unmittelbar nach der Eröffnungsnummer - Guggemusik {Ergänzung: Norbert Roth hat mich nach der Lektüre dieses Artikels zusammengeschissen: Das sei doch keine Guggemusik gewesen! Sorry, Norbert, war nicht böse gemeint. Für mich war bisher alle Musik, die ihr spielt Guggemusik. Ich gelobe Besserung!} vom TMCR selber - scheint er gestürzt zu sein und kehrt sichbar gezeichnet auf die Bühne zurück. Zeitweise ziert ein Pflaster seine linke Wange, aber im Karneval, wo ja bekanntlich der Spaß noch ernst genommen wird, hindert das einen gestandenen Sitzungspräsidenten natürlich nicht daran, die Sitzung ordnungsgemäß durchzuführen.
Was gibt's über das Programm zu sagen? Nun, zunächst einmal, daß der Protokoller 'nen Arsch in der Hose hat und auch heikle Themen wie die Volksabstimmung in der Schweiz zum Thema Minarette anspricht und sich auch nicht scheut, dem Publikum den Spiegel vorzuhalten, so zum Beispiel in Sachen Erziehung. Natürlich kommen auch die Politiker nicht ungeschoren davon, weder die kleinen noch die großen und auch der anwesende Volker Stein (Stadtrat) bekommt sein Fett weg. Hurra! Endlich mal wieder eine wahrhaft politische Büttenrede, die aus dem sonstigen Allerlei auf Hallervorden-Niveau herausragt!
Prinzenpaare gibt's zur Sitzung nach dem Motto: Buy one, get one free. Sowohl das Frankfurter Kinderprinzenpaar als auch das erwachsene Frankfurter Prinzenpaar hat die Kolleginnen und Kollegen aus dem nahegelegenen Dietzenbach mitgebracht. Lustig - habe ich so noch nie gesehen.
Also alles super? Na ja, eine Sängerin tritt auf, deren Nummer der Sitzungspräsident mit den Worten quittiert, eben diese Sängerin habe das Publikum ja bereits zum Musikfest des TMCR mit ihren Sangeskünsten überrascht. Gut, so kann man das auch ausdrücken ...
Und über die Fähigkeiten des jüngsten Büttenredners darf ich mich nicht auslassen, denn das Publikum findet ihn offenbar einsame Spitzenklasse - ich nicht. Aber das ist wohl die Meinung eines einsamen Querulanten und damit kann der einladende TMCR hoffentlich leben, den Vortragenden als deutschen Eiche stört es sicher ohnehin nicht, wenn ein Schwein sich an ihm reibt.

Dienstag, 19. Januar 2010

Anerkennung des Ehrenamts am Frankfurter Berg

(18.01.10) Wissen Sie wer die Veranstaltungen des Vereinsrings am Frankfurter Berg immer tatkräftig unterstützt? Nein? Frau Teske, die Vorsitzende, weiß es und sagt DANKE.
Nun mögen Sie einwenden, daß das Loblied auf das Ehrenamt doch von vielen gesungen wird. Gerade bei den berühmten Sonntagsreden ist das Ehrenamt immer wieder Thema. Es wird immer gelobt.
Aber an diesem Abend ist das anders. Hier hat der Vereinsring nur die Leute eingeladen, die seine Arbeit unterstützen. Es gibt keine Reden und keine Grußworte! Es gibt nur eine kurze Begrüßung durch die Vorsitzende, ein kalt/warmes Buffet, viele Gespräche und gute Stimmung.
Solche Neujahrsempfänge dürfte es in Frankfurt häufiger geben!

Sonntag, 17. Januar 2010

Neujahrsempfang Ortsbeirat 10

(10.01.2010) Der Neujahrsempfang des Ortsbeirats 10 macht sich. Nachdem die "Tradition" erst letztes Jahr wieder aufgenommen wurde, ist bereits in diesem Jahr wieder eine schöne Veranstaltung daraus geworden. Natürlich dreht sich in diesem Jahr alles um den hundertsten Jahrestag der Eingemeindung der Stadtteile des Ortsbezirks 10, der Kämmerer Becker weist darauf hin, der amtierende Stadtverordnetenvorsteher Trinklein tut es und der Vorsitzende der Freunde Frankfurts Schembs als Festredner tut es erst recht - dafür hatte man ihn schließlich engagiert.
Daß der Saal rappeldicke voll ist, scheint zu beweisen, daß es auch früh im Jahr bereits bei den Vereinen und Verbänden viel Gesprächsbedarf gibt. Vielleicht muß man darüber nachdenken, noch mehr solcher Ereignisse zu schaffen, angelegentlich derer Verbands- und Vereinsvertreter mit den Ortsbeiratsmitgliedern in Kontakt kommen können. Am Rande der Ortsbeiratssitzungen ist das immer so ein wenig problematisch. Die Ortsbeiratsmitglieder müssen sich auf so viele Sachen vorbereiten (Tischvorlagen, Anwesenheitsliste, Tagesordnungen I und II, Verständigungen in letzter Minute, Begrüßungen, ...), daß für das konzentrierte Zuhören vor der Sitzung und in der Pause kaum Zeit bleibt.

Freitag, 8. Januar 2010

Neujahrsempfang der SPD Eckenheim und Preungesheim

(07.01.2010) Die erste Veranstaltung im neuen Jahr - ist natürlich wie immer der Neujahrsempfang der SPD in Eckenheim und Preungesheim. Die Veranstaltung habe ich ihn den vergangenen Jahren häufig genug gelobt (z.B. hier und hier) und auch in diesem Jahr gibt es nicht weniger Anlaß zur Zufriedenheit - aber, liebe Genossen, wenn ihr noch mehr Lob wollt, dann müßt ihr euer eigenes Blog schreiben ;-)
Neuheit in diesem Jahr: Jemand aus der Amt für Statistik hält einen Vortrag über Eckenheim und Preungesheim anläßlich des 100-jährigen Eingemeindungsjubiläums welches in diesem Jahr zu feiern sein wird. Wie soll ich sagen: Der Vortrag fällt so aus, wie man das von einem Statistiker erwarten kann und muß ...
Im Anschluß singt dann die Germania und läutet damit den inoffiziellen Teil des Abends ein. In der ersten Reihe sitzt übrigens Andrea Ypsilanti und das ist für mich insofern ganz interessant, als ich grade das Buch "Die Vier" lese das die Ereignisse um den mißglückten Versuch eben dieser Dame behandelt, mit Schützenhilfe der Kommunisten hessische Ministerpräsidentin zu werden. Es bietet sich ein Sinnbild des altebekannten Spruches: Ein Politiker muß immer einmal mehr aufstehen können, als er niedergeschlagen wird.

P.S.: So interessant der in dem genannten Buch beschriebene Vorgang ist, so grauenhaft ist das Buch. Es ist vollgestopft mit irrelevanten Details - wer auf wessen Schals neidisch ist und sich deshalb ebenfalls einen kauft, trägt zur Klärung der Angelegenheit herzlich wenig bei - und durch diesen Detailverhau muß man sich zu den wenigen interessanten Stellen durchquälen.

Sonntag, 20. Dezember 2009

Weihnachtsmark am Frankfurter Berg gut besucht

(05.12.09) Der traditionsreiche Weihnachtsmarkt auf dem Schulhof der Albert-Schweitzer-Schule ist immer gut besucht. Das Wetter ist natürlich eigentlich immer "nicht optimal" (diemal: Regen) und trotzdem würde sich mancher Veranstalter eines Stadtteil-Weihnachtsmarkts freuen, wenn seine Veranstaltung so viel Zuspruch erfahren würde.
Vielleicht ist das Geheimnis des Erfolgs die Einbindung fast aller Vereine, Kirchengemeinden, Kindergärten, Jugendhäusern und Parteien des Frankfurter Berges. Auf dieser breiten Basis gelingt eine Veranstaltung.
Dem Vereinsring Frankfurter Berg unter Leitung von Frau Teske sowie den vielen ehrenamtlichen Helfern gebührt der Dank für Organisation und Durchführung.

Samstag, 12. Dezember 2009

Kaffee, Kuchen und Routine

(06.12.09) "Der Mensch ist ein Gewohnheitstier." sagt ein altes, schon etwas abgegriffenes Sprichwort. Aber wie immer ist etwas Wahres dran: Menschen schätzen die Struktur, die Verläßlichkeit, das Bekannte. Es muß in der Tat nicht immer alles neu, unbekannt, sensationell und noch nie dagewesen sein. Das weiß niemand besser als die christlichen Kirchen, die in der Liturgie im Gottesdienst und ihren Veranstaltungen genau diese Form von Halt bieten, den viele Menschen offenbar dringend nötig haben.
Das weiß auch die katholische Gemeinde Allerheiligste Dreifaltigkeit am Frankfurter Berg, deren Weihnachtsbasar nicht Spektakuläres, nichts Glamouröses und nichts Sensationelles hat. Trotzdem - oder grade deswegen - ist diese Veranstaltung in der AHD immer gut besucht. Man sitzt beisammen, trinkt eine Tasse Kaffee, nimmt ein Stück Kuchen, plaudert bald mit diesem, bald mit jenem, erfährt was wieder schreckliches und schönes am Berg passiert ist - und kauf natürlich zum guten Schluß eine selbstgebastelte Kleinigkeit zur weihnachtlichen Verschönerung der Wohnung.

AHD

Sonntag, 6. Dezember 2009

Alles eine Frage des Anspruchs

(05.12.09) Letzte Woche waren wir bei der DJR und haben etliche Tanzvorführungen gesehen, die fast alles brilliant waren - siehe unten. Heute waren wir bei der Weihnachtsfeier des TV Preungesheim und auch dort wurde getanzt und diverse andere Fertigkeiten vorgeführt. Das Niveau war - sagen wir mal: ein anderes.
Und jetzt kommt die 1-Millionen-Euro-Frage: Darf man das werten und vergleichen? Darf man sagen: Dieses war besser als jenes? Nein, nein, ich meine nicht: "Dieses hat mir besser gefallen als jenes.", denn das ist eine Geschmacksfrage und über Geschmack läßt sich bekanntlich streiten. Kann man feststellen, daß die eine Vorführung besser war als die andere, ohne sich dem Verdacht auszusetzen, Defätist zu sein und eine gut gemeinte Aktion zu hintertreiben? Nun, offenkundig ist der Anspruch beim TV Preungesheim ein anderer als bei der DJR. Während man bei der DJR offensichtlich Wert auf sportliche und künstlerische Leistung legt, geht es anderenorts eher nach dem olympischen Motto zu. Ist dieses Engagement darum weniger wert? Wohl nicht und man sollte jedem Kränze flechten, der Menschen die Möglichkeit gibt, sich zu bewegen und sich gesund zu verhalten. Also ist bei der Bewertung von "öffentlichen Auftritten" immer der Kontext wichtig: Warum macht jemand etwas und welches Ziel verfolgt er damit? Und damit verbietet sich der direkte und kommentarlose Vergleich.

TV Preungesheim

Sonntag, 29. November 2009

Weihnachtsbasar der Krätscher

(28.11.09) Man ist viel rumgekommen, man hat schon mal vor der Kreuzkirche gestanden, aber auch auf dem Platz vor der Nazarethgemeinde ist er nicht zum ersten Mal, der Weihnachtsbasar der Krätscher. In diesem Jahr hat man sich mit den Verein der Straßenbahnfreunde zusammengetan und sich eben wieder dort vor der Nazarethgemeinde eingefunden. Die Kirchengemeinde tut ein übriges und öffnete ihre Pforten für eine Andacht - und fertig ist die Laube.
Der Platz ist eigentlich nicht wirklich gut geeignet für einen Weihnachtsbasar, insofern bietet es sich nicht wirklich an, noch weitere Vereine hinzuzubitten - aber schön wär's schon ... Nachdem der sogenannte Amispielplatz so einen schönen Veranstaltungsort abgegeben hat, wäre dort doch vielleicht auch ein gemeinsamer, Eckenheimer Weihnachtsbasar denkbar, oder?

Krätscher

P.S.: Wer wissen, was man auf dem Bild sieht, muß sich an die Krätscher wenden ...

Kein Staub im Wind!

(28.11.09) 10 Jahre gibt es die DJR schon, kaum zu glauben! Und zu diesem Jubiläum haut man natürlich ordentlich auf die Pauke und feiert, nein, nicht mit einem Festakt, sondern gleich mit einer ganzen Festwoche unter dem Motto "Wir sind kein Staub im Wind"! Kleiner hat's die DJR nicht ... Aber sie kann es sich leisten, sie hat die Ressourcen, sie hat das Engagement und sie hat die Organisationskraft: Der kalte Neid faßt einen an. Oder besser gesagt würde er einen anfassen, wenn man der DJR überhaupt etwas neiden könnte. Ich kann es nicht, aber das hohe Lied der DJR habe ich ja schon häufig gesungen, das muß hier nicht wiederholt werden.
Zum Abschluß der Festwoche gönnt man sich einen Festakt, der aufgrund der künstlerischen Darbietungen mal wieder seinesgleichen sucht! Es werden zwar im ersten Teil der Veranstaltung viele staatstragende Reden gehalten - vielleicht etwas zu staatstragend - aber die Tanz- und Gesangsdarbietungen reißen es wieder raus. Auch wenn ich mir jetzt den Unmut der Karnevalsvereine zuziehe: Mancher Gardetanz könnte etwas mehr DJR und etwas weniger Funkemarieche vertragen ...
Also liebe DJR, vielen Dank für einen vergnüglichen und interessanten Nachmittag und uneingeschränkt: Weiter so!

DJR Frankfurt


Neubau Homburger Landstraße/Berkersheimer Weg

(28.11.09) Das nebenstehende Bild zeigt einen Garten! Na gut, er ist noch nicht ganz fertig, aber sehr viel Phantasie braucht man nicht mehr, um sich vorzustellen, wie's denn mal werden wird, sobald es mal was geworden ist. Wovon die Rede ist? Vom Neubau an der Kreuzung der Homburger Landstraße mit dem Berkersheimer Weg!
Auf dessen Zwischendach wird nämlich ein Garten eingerichtet, der dem ganzen Gebäude nach meinem Empfinden einen vergleichsweise freundlichen Anstrich geben wird - soweit das bei einem Gebäude dieser Größenordnung möglich ist. Aber die Computersimulationen lassen erahnen, daß man einiges getan hat, um das Haus nicht allzu klotzig wirken zu lassen und vom gewohnten Schema "Quadratisch - prkatisch - gut" abzuweichen.
Das Projekt nähert sich mit Riesenschritten der Vollendung - sicher eine Erlösung für die Nachbarn, die jetzt schon eine geraume Zeit den Baulärm haben ertragen müssen. Die Vermarktung ist im vollen Gange und als wir zur Besichtigung der Musterwohnungen eintrudeln, sind etliche Interessenten anwesend. Man erfährt, daß wohl der Supermarkt viel Zuspruch erfährt und das die ersten Mietparteien - nur solche wird es geben - im nächsten Frühjahr einziehen sollen. Ich bin mal gespannt, was sich ab dann in Sachen Verkehr ergeben wird ...

Sonntag, 1. November 2009

Senatsabend =? Karnevalssitzung

(31.10.09) Tja, woran hat's gelegen? Daß Halloween war? Sie wissen schon, dieses Fest das zwar in Deutschland überhaupt gar keine Tradition hat, das aber von den deutschen Supermärkten, Süßwarenherstellern und Kostümanbietern dennoch unverdrossen gefeiert wird. Oder liegt's daran, daß die Leute nach einem langen, halben Jahr wieder Lust auf Karneval haben und die Gelegenheit nutzen, die erste Veranstaltung in dieser Richtung zu besuchen? Wie auch immer: Der Saal ist voll beim Senatsabend des TMCR und das ist die Hauptsache. Schön, daß die harte Arbeit der vielen Ehrenamtlichen gewürdigt wird!
Der Senatsabend ist ja eigentlich dazu da, mals wieder Senatoren, Ehrensenatoren und sonstige Würdenträger zu ernennen - nicht das es dem TMCR an solchen mangeln würde, aber solange es noch Frankfurter Einwohner gibt, die noch nicht Senator beim TMCR sind ... Aber dieser Senatsabend war schon eine halbe Fastnachtssitzung: Es war das (grade eben noch so amtierende) Prinzenpaar geladen und zelebrierte unkostümiert einen Einmarsch des Prinzenpaares, es wurde eine Travestienummer zum Besten gegeben und es gab auch so etwas wie eine Büttenrede - zu deren Abschluß ich meine das böse Wort gehört zu haben das der erfahrene Fastnachter außerhalb der 5. Jahreszeit nur dezent mit "hellblau" umschreibt und dessen ungeschütztes Herausblasen außerhalb der Kampagne normalerweise mit einer Lokalrunde zu bezahlen ist. Nun ja, die Kampagne hat noch nicht begonnen, da ist ja noch Raum für das Perfektionieren der Vorträge und der sonstigen Nummern.

TMCR