Thilo Stratemann und Karsten Meyerhoff sagen Tschüß

(3. April 2011) Wir, lieber Leserin, lieber Leser tingeln seit über 6 Jahren durch den Ortsbezirk 10 und seit 5 Jahren be- und verarbeiten wir das, was wir dabei gesehen und erlebt haben, in diesem Blog. Das war mal leicht, mal schwer, aber immer eine Menge Arbeit. Das werden Sie möglicherweise im Angesicht der kleinen Artikelchen nicht glauben, aber glauben Sie uns: In dieses Blog sind etliche Arbeitsstunden geflossen.
Nun war immer klar, daß der Besuch von Veranstaltungen und der anschließende Bericht einem politischen Ziel dient: Wir wollten als CDU-Vertreter vor Ort sein, wir wollten präsent und ansprechbar sein, um aus erster Hand zu erfahren, wo der Schuh drückt und wo wir helfen können. Am 27.03.2011 haben die Wähler im Ortsbezirk 10 und in Frankfurt diese Aktivitäten im Rahmen der Kommunlwahlen bewertet - das Resultat ist unter anderem auf der Webseite http://www.stadt-frankfurt.de/wahlen/ zu begutachten. Kurz gesagt ist das Ergebnis unmißverständlich - und es ist vernichtend. Wir beide wurden auf unseren jeweiligen Listen für den Ortsbeirat 10 und die Stadtverordnetenversammlung nach unten durchgereicht und Thilo Stratemann hat den Einzug in die Stadtverordnetenversammlung erneut nicht geschafft. Das läßt nur den einen Schluß zu: Aktuelle Themen aus den Nachrichten entscheiden offenbar auch die Kommunalwahlen und nicht die Arbeit vor Ort.
In den letzten Jahren haben wir viele Menschen in den nordöstlichen Stadtteilen kennengelernt. Häufig wurden aus Gesprächspartnern Bekannte und gar nicht so selten aus Bekannten Freunde. Diese Bekanntschaften und Freundschaften werden wir natürlich weiterhin pflegen. Der Besuch möglichst aller Veranstaltungen im Ortsbezirk 10 und dieses Blog (inklusive des Veranstaltungskalenders) werden wir jedoch ab sofort einstellen.
Allen Menschen, die dieses Blog bisher gelesen und uns Rückmeldung gegeben haben - egal ob positiv oder negativ - danken wir recht herzlich; alle die das Blog gerne gelesen haben, bitten wir um Verständnis.

Kommunalwahl 27. März 2011

Machen wir's kurz: Am 27. März dieses Jahres sind in Frankfurt Kommunalwahlen. Bitten gehen Sie unbedingt zu diesen Wahlen: Es werden die Ortsbeiräte und die Stadtverordnetenversammlung gewählt. Da stellen sich die Menschen zur Wahl, die sich um "Ihre" Bürgersteige, Einbahnstraßen, Schulen, Buslinien und Parkbänke kümmern wollen - um die Dinge, die bei Ihnen direkt vor der Haustür, in Ihrem Stadtteil passieren. Dafür brauchen alle Lokalpolitiker Ihre Unterstützung.
Die Autoren dieses Blogs bewerben sich ebenfalls um kommunalpolitische Ämter, Thilo Stratemann für die Stadtverordnetenversammlung (Platz 42 Stadtverordnetenliste CDU) und Dr. Karsten Meyerhoff für den Ortsbeirat 10 (Platz 2 Ortsbeiratsliste CDU). Bitte geben Sie uns am 27.03. jeweils drei Einzelstimmen, damit wir auch in Zukunft diese "Stadtteilzeitung" führen können. Wenn Sie mal "zur Probe" kumulieren und panaschieren wollen, dann können Sie das hier tun.

Sonntag, 10. August 2008

Auf der Suche nach der neuen Mitte

(09.08.08) Das Sommerfest bei ProWolKultA ist mal wieder ... anders: Statt Cola gibt's natürlich Bionade und auf dem Grill liegen unter anderem Gemüsebratlinge, tausend Kinder wuseln rum und ein Mensch im eleganten weißen Strohhut singt ein Loblied auf ein Glücksspiel, das sonst nur leicht ergraute englische Offizierswitwen in dunklen Sälen in Blackpool auf fingerdick gebohnertem Linoleum spielen: Bingo. Und das wird dann im Anschluß auch tatsächlich gespielt. Aber irgendwie paßt alles zusammen und alle amüsieren sich wie Bolle und darum geht es ja schließlich bei einem Sommer- und Straßenfest.
Mit großem Interesse höre ich von der im Moment noch vagen Idee, am Frankfurter Berg eine Art Begegnungsstätte/Kulturwerkstatt/Literaturkaffee/... einzurichten. Der Stadtteil, der eigentlich immer noch aus vier, fünf Teilsiedlungen besteht, die auch nicht notwendigerweise immer miteinander arbeiten, könnte sicher eine Art "Mitte" gebrauchen. Das Bürgerzentrum in der Sonnentaustraße scheint mir dazu noch nicht geworden zu sein, was möglicherweise seiner etwas frugalen Einrichtung geschuldet ist. Aber das Vorhandensein von Räumen ist ja das eine, das Programm und die Akzeptanz als "Mitte" ein anderes. Und niemand weiß es besser als Altwirtschaftsminister Wolfgang Clement, daß eine neue Mitte eine Trägerschaft braucht, einen gemeinsamen Willen und eine Verankerung, sonst läuft man Gefahr, nach einer Schamfrist von den eigenen Genossen rausgeworfen zu werden ...

ProWoKultA

Sommerfest beim Jahnvolk

(09.08.08) Die Anzahl der Wochenenden, an denen man ein Sommerfest veranstalten kann, scheint sehr begrenzt zu sein und so bietet das Jahnvolk denn statt "Kaffee, Kuchen und Blutdruckmessen" (s.u.) "Kaffee, Kuchen und Turnen". Und was beim Sozialzentrum funktioniert (s.u.), funktioniert auch beim Jahnvolk: Die Bierzeltgarnituren sind wohlgefüllt, die Mägen wohl auch, aber bei Gymnastik, Tischtennis und Judo gibt es ja - zumindestens theoretisch - die Möglichkeit, die Kalorien wieder loszuwerden.
Es ist jedes Jahr wieder schön zu sehen, wieviele Kinder sich an dem Fest beteiligen.

Jahnvolk

Kaffee, Kuchen und Blutdruckmessen ...

(09.0808) ... sind der Erfolgsgarant für ein sehr gut besuchtes Sommerfest, dieses Jahr und in jedem Jahr. Wenn dann noch eine Kombo Jazzstandards und Schlager spielt ist das Maß des irdischen Glückes voll: Never change a winning team! Sicher trägt auch das sehr schöne Sommerwetter dazu bei, daß der Hof des Sozialzentrums am Marbachweg voll Menschen ist, die zufrieden in die Sonne blinzeln, Kuchen essen und sich vergnügt unterhalten.
Von Vertretern des Frankfurter Verbands erfahren wir, daß eines der wichtigen Projekte die Umsetzung des Bielefelder Modells (siehe z.B. hier, hier oder hier) ist. Eine kurze Recherche in der allwissenden Müllhalde - sonst auch als "Internet" bekannt - fördert recht schnell zutage, worum es geht: Hauswirtschafts- und Pflegedienstleistungen ziehen quasi zu den Menschen, die solche Leistungen benötigen in deren "normale" Häuser statt die Menschen zu den Hauswirtschafts- und Pflegedienstleistungen umziehen zu lassen.
Ich zweifle keine Sekunde daran, daß dieses Modell vielen Menschen eine sehr gute Möglichkeit bietet, länger als bisher ein selbstbestimmtes, gutes Leben zu führen, ohne in "Altensilos" oder "Krankenhäuser" umziehen zu müssen, und daß man alleine deshalb Möglichkeiten in dieser Richtung weiter ausloten muß.
Aber manchmal fröstelt es mich ehrlich gesagt angesichts solcher Angebote auch: Immer scheint es nur der Staat - im weitesten Sinne - zu sein, der die Versorgung der Bedürftigen garantieren kann. Wann immer es darum geht, Kinder zu erziehen, Jugendliche auszubilden, Heranwachsenden "etwas zu bieten", Senioren zu unterstützen oder zu pflegen, scheint der Zug der Zeit zu sein, das in staatliche Hände zu legen. Was ist denn eigentlich mit der Familie, die, wenn sie noch intakt ist, diese Aufgaben hervorragend übernehmen kann? Was ist denn in den Fällen, in denen Eltern Wert darauf legen, nachmittags gemeinsam mit den Kindern etwas zu unternehmen, wo Menschen willens und in der Lage sind, sich um ihre unterstützungsbedürftige Eltern zu kümmern? Ist das gesellschaftlich nicht mindestens genauso wertvoll? Man darf kein Lebensmodell für allgemeinverbindlich erklären und die Politik alleine darauf ausrichten, auch nicht das der allumfassenden Versorgung durch den Staat.

Sonntag, 3. August 2008

Weck-, Worscht- und Kuchenfest

(02.08.08) Der Eckenheimer Sportverein Jahnvolk stellt seit vielen Jahren dem AC Eckenheim, dem TMCR und dem FKG rot-weiß seinen Platz für ein Sommerfest zur Verfügung. Bezüglich der gastronomischen Versorgung haben sich die drei Vereine abgesprochen, sodaß es keine Überschneidungen im Angebot gibt. Und auch sonst bemerkt man eine harmonische Stimmung zwischen den beteiligten Vereinen.
Das Wetter spielte mit und so konnten die Vereine ein schönes Sommerfest im Grünen feiern.
Wie bei vielen anderen Festen dieser Art bekommt man den Eindruck, daß sich hier nur die Mitglieder der beteiligten Vereine treffen. Aber vielleicht ist dies auch ein falscher Eindruck und die Kleingärtner von nebenan und andere Nachbarn waren auch zu Gast.

Jahnvolk
AC Eckenheim
TMCR
FKG Rot-Weiß

Sonntag, 22. Juni 2008

Sommerfest der CDU Nieder-Eschbach

(21.06.08) Na gut, Nieder-Eschbach gehört nicht mehr zum Ortsbezirk 10, aber wenn der Nachbar im Norden sein Sommerfest abhält wird man ja eine Stippvisite machen dürfen - man teilt sich immerhin den Ben-Gurion-Ring und die Homburger Landstraße. Ganz interessant zu sehen, wie es aus dem gewiß nicht sehr urbanen Bonames raus geht in das noch ruralere Nieder-Eschbach.
Eine gewisse Ländlichkeit drückt sich auch darin aus, daß die Veranstaltung zur Hälfte in einer turnhallengroßen Scheune stattfindet - wenn man diese modernen Hochleistungswartungs- und -abstellhallen denn noch so nennt. Und das gesamte Dorf ist auf den Beinen und schon am frühen Abend ist die Beteiligung enorm. Würstchen und Bier für die Erwachsenen, Kutschfahrten für die Kinder, das scheint eine absolute Killerkombination zu sein.
Wir treffen auch Herrn Waniek, den Vorsitzenden der Bürgerinitiative am Bügel, der natürlich um ein Gesprächsthema nie verlegen ist und die diversen Belange des Bügels wahrscheinlich auch noch nachts im Schlaf vertritt. Wie würde bloß der Bügel ohne den Mann und seine Mitstreiter aussehen? Aktuell scheint ihn das Thema der Fehlbelegungsabgabe zu drücken, die er nicht generell abgeschafft sehen möchte, aber die so erhoben sehen möchte, daß man durch fehlende soziale Durchmischung labil gewordene Wohnlagen nicht dadurch vollends kaputt macht, daß man systematisch den verbliebenen, kleinen bürgerlichen Kern auch noch verscheucht.

Bonameser Hinnergassefest

(21.06.08) "Bonameser Hinnergassefest," werden Sie sagen: "is des ned in de Bonameser Hinnergass'?" und da haben Sie ganz recht. Wer jetzt grade nicht so ganz genau weiß, wo die Bonameser Hintergasse - so die unbeholfene, hochdeutsche Umschrift - ist, dem kann hier geholfen werden. Wir hatten ankündigende Plakate gesehen, aus denen außer dem Datum und der Uhrzeit nicht viel hervorging - wo die Sause steigt, schien bei dem Titel klar zu sein und wer der Veranstalter ist nicht so wichtig.
Also ran an den Feind, frisch die anständigen Klamotten angezogen und dem Bürger entgegengetreten! Nur: Auf dem Bonameser Hinnergassefest tritt der Bürger elegant zu Seite und kapriziert seine Aufmerksamkeit mehr auf Kaffee, Kuchen, Bratwürste und Bier. Es sind ein paar Bierzeltgarnituren aufgebaut, die von zwei Zelte gedeckt werden. Ein Grill und eine kleine Bar komplettieren das Bild - und fertig ist das Nachbarschaftsfest. Schön, daß es so etwas noch gibt! Daß wir da so gut hinpassen wie Franz-Josef Strauß auf einen Parteitag der umbenannten SED ist uns schnell klar und so verschwinden wir so schnell wieder, wie wir gekommen sind.

Freitag, 13. Juni 2008

10. Internationales Gugge- und Musikfestival des TMCR

(07. und 08.06.08) Ich würde mir wünschen, ich müßte das jetzt nicht schreiben, ganz ehrlich, aber es ist nun so, wie es ist - und es ist so, daß der Saal leer ist. Er ist nicht etwa nur nicht ganz voll, er ist bis auf ein paar Musiker anderer Gruppen leer. Das ist Samstagvormittag zum Äppleranstich so, das hat sich am späteren Nachmittag nicht geändert und am Sonntag sieht es nach dem Mittagessen auch nicht besser aus.
Und das ist für den veranstaltenden TMCR bitter, denn alle Vereinsmitglieder haben gearbeitet, daß die Schwarte kracht und es ist schade für die Musiker, die sicher vor Publikum genausogerne gespielt hätten, wie vor leeren Rängen - wenn nicht sogar lieber ...
Musikalisch wird natürlich wieder Guggemusik geboten, der Ritt auf der harmonischen, melodischen, rythmischen und intonativen Rasierklinge welchselber um einen großzügigen Gebrauch von Lautstärke angereichert wird (siehe z.B. Wikipedia). Aber auch Musik, die eher in den Bereich Big-Band-Swing geht, wird geboten. Während die einen erkennbar eine gewisse Professionalität anstreben, streben die anderen genauso erkennbar den Spaß an der Freud' an.
Was die Resonanz der Veranstaltung angeht, ist für mich die entscheidende Frage diese: Kann es gelingen, die der alemannischen Fastnacht entstammende Guggenmusik in Eckenheim so zu präsentieren, daß sich an einem Samstagnachmittag bei schönem Wetter der Saal des Hauses Ronneburg füllt? Ich bin da skeptisch ...

TMCR

Bürgerpreis: 1. Platz für die DJR

(10.06.08) In der Paulskirche wird zum ersten Mal der Bürgerpreis von der 1822-Stiftung und der Stadt Frankfurt verliehen. Die Stiftung der Frankfurter Sparkasse hat 10.000,00 Euro Preisgeld zur Verfügung gestellt.
Prof. Dr. Birkenfeld, Sozialdezernentin der Stadt Frankfurt, lobte das Ehrenamt und sprach u.a. vom "wahren sozialen Reichtum" der Ehrenamtlichen. Bei solchen Worten frage ich mich, warum man als Ehrenamtlicher so häufig alleine gelassen wird. Nein, ich denke nicht an Geld und Planstellen. Ich denke gerade an einen Nachbarn des Hauses der Heimat, der den Betrieb des DJR-Jugendclubs durch ständige, unbegründete Beschwerden über Lärm u.s.w. behindert. Und keiner hilft!
Aber kommen wir zur positiven Nachricht dieses Abends: Die Deutsche Jugend aus Rußland (DJR) hat in der Kategorie "Junior bis 21 Jahre" unter 10 Bewerbern den ersten Platz erreicht. Auch wir gratulieren an dieser Stelle.
Nun wäre es schön, wenn nach der Preisverleihung und den schönen Worten auch in der täglichen Arbeit eine Unterstützung bei den Problemen mit der Nachbarschaft einsetzen würde...

Auf Hölderlins Spuren

(08.06.08) Auf dem ehemaligen Hubschrauberlandeplatz Bonames erfahren wir von der Umweltdezernentin Manuela Rottmann, daß Hölderlin den Weg von Bad Homburg nach Frankfurt zu seiner Liebsten - immerhin 22 Kilometer - zu Fuß in 3 Stunden schaffte.
Der genaue Fußweg konnte nicht rekonstruiert werden. Manchmal fehlen Angaben. Meistens verhindern Bauwerke der Moderne - wie z.B. Autobahnen - die detailgetreue Ausweisung des damaligen Fußweges.
Dieses Gemeinschaftsprojekt der Städte Bad Homburg, Oberursel und Frankfurt wird über eine der vielen Grüngürtel-GmbHs verwaltet. Es ist ja inzwischen Mode geworden für alles eine eigene GmbH zu gründen. Und auch wenn die Umweltdezernentin verspricht, daß trotz der unübersichtlichen Struktur der diversen Grüngürtel-GmbHs... diese Firmen alle nur gutes tuen würden... denke ich, daß eine übersichtliche Struktur die demokratische Kontrolle und die Kontrolle des Rechnungshofs erleichtern würde. Wäre doch auch schön. oder?
Immerhin wurden mit 100.000 Euro vergleichsweise wenig Geld in die Hand genommen. Obwohl die Herausgabe von 2 Wanderführern - eine von Bad Homburg nach Frankfurt und einer von Frankfurt nach Bad Homburg - dem Beobachter zeigt, daß noch Kosteneinsparungspotential vorhanden ist. Jeder redet vom Regionalgedanken. Warum kann man sich dann nicht auf einen Wanderführer einigen? Aber solche Fragen werden bei feierlichen Eröffnungen nicht gestellt. Vielleicht kann man sie ja bei der Planung des nächsten Grüngürtelprojekts stellen.

Samstag, 7. Juni 2008

Mieterfest für Kinder

(07.06.08) Es ist eine schöner Samstag nachmittag. Die Sonne scheint. Wenn man durch den Park läuft, kann man schnell vergessen, wo man sich befindet. Nur wenn hinter den Bäumen ein häßliches Wohnhochhaus herausragt, wird schnell wieder klar, daß man sich in den "Golan-Höhen" aufhält...
Nach kurzem Fußmarsch erreichen wir den Teich in der Mitte des Parks, an dem das Kinderfest der Bürgerinitiative am Bügel stattfindet.
Die Feuerwehr erzeugt Fontainen und sorgt für Wasserspiele. Die DLRG bietet in zwei Padelbooten die Möglichkeit eines kleinen "Ausflugs" auf dem Teich an. Und natürlich gab es genug zu trinken und zu essen an kleinen Ständen.
Interessant ist, daß hier eine kleine Gruppe aus der bürgerlichen Mieterschaft dieses Fest organisiert. Es machen - wie immer - nur sehr wenige die ganze Arbeit. Der größte Teil der Mieter dieser Siedlung gehört bekannter Weise eher zu ... nennen wir es mal modern: Empfängern von Transferleistungen des Staates.
Den Kindern, die bei bestem Wetter das Fest annehmen, kann es egal sein, wer die Organisation übernommen hat. An die Zukunft dieser Veranstaltung sollten die Eltern denken. Bürgerschaftliches Engagement kann so einfach sein. Einfach bei der Bürgerinitiative, die in der Siedlung wirklich jeder kennt, melden und mitmachen. Nur so wird man häufiger in der Zeitung positive Nachrichten über den Ben-Gurion-Ring lesen.

Die Volkseele kocht

(03.06.08) In der Bürgerfragestunde des Ortsbeirates 10 geht es wieder um die Jugendlichen aus dem Übergangswohnheim in Bonames neben der evangelischen Kirche.
Wieder beschweren sich die Nachbarn über Lärm, persönliche Beleidigungen und daß sie mit Lebensmitteln beschmissen werden.
Neu ist, daß mehr Anwohner zur Sitzung erschienen sind. Neu ist, daß ihr Widerstand heftiger war. Und neu ist, daß sogar die politischen Mitbewerber vom linken Spektrum keinen Rat mehr wußten.
Ich meine keinen Rat außer "mehr Personal" und "mehr Geld" für die Einrichtung, obwohl sie selber von dieser Forderung gar nicht gesonders überzeugt zu sein schienen.
Schade nur, daß außer der CDu keiner bereit ist die grundsätzliche Frage zu stellen. Nein, es geht nicht um die Standortverlagerung in ein Industriegebiet. Es geht um das Konzept der Einrichtung. Sollte man dieses nicht nach so vielen Vorfällen hinterfragen? Wird hier mit unseren Steuergeldern ein Haus finanziert, was seine Aufgabe nicht erfüllt? Diese Fragen sollten gestellt werden!

Kinderfest am Frankfurter Berg

(01.06.08) Die Sonne brennt vom Himmel, kein Wölkchen weit und breit und Temperaturen jenseits der 30°C - mehr braucht es fast nicht für ein gelungenes Kinderfest am Frankfurter Berg. Nicht das es nicht mehr gäbe als schönes Wetter: Eine Hüpfburg ist aufgebaut, zu Essen und zu Trinken gibt es natürlich und die Kinder führen auf und neben der Bühne die diversen Aktivitäten vor, die sie tags zuvor geübt haben. Die Sonnentaustraße ist zu Teilen abgesperrt und die Horden von Kindern im Alter zwischen 0 und 14 beweisen, daß genau dieses Konzept stimmt und angenommen wird. Da ist für uns nicht wirklich viel zu tun, denn dem bezeichneten Zielalter sind wir knapp entwachsen und so gehen wir nur von Stand zu Stand und erkundigen uns nach der allgemeinen Lage und danach, wie das Fest bisher gelaufen ist.
So weit, so gut. Lediglich an dem Stand, an dem Buttons mit dem eigenen Photo verfertigt werden, werden wir, die wir mit Krawatte angetan sind, mit dem Spruch begrüßt: "Ach, die Männer von der Sparkasse ...", worauf unseres Bleibens nicht länger ist. Den Spruch fand ich ehrlich gesagt ein wenig unfair - den Sparkassenangestellten gegenüber.

Sonntag, 1. Juni 2008

Hoffest der Fidelen Eckenheimer

(30.05.08) Hat es jemand bemerkt? Ich meine, daß die Eckenline ausgefallen ist...
Ja, heute hätte sie stattfinden sollen. Aber weil nur wenige Vereine - ich glaube es waren drei - ihre Teilnahme zugesagt haben, ist die Eckenline für 2008 abgesagt worden.
Das Funzelfest findet übrigens dieses Jahr auch nicht statt. Statt dessen gibt es eine große Feier zum 40jährigen Bestehen des Vereinsrings.
Als Ersatz für die Eckenline haben die Fidelen Eckenheimer ein Hoffest auf dem Grundstück der Familie Möller in der Eckenheimer Schulstraße organisiert. Schnell füllte sich der Innenhof mit Gästen und man merkt sehr schnell, daß ein großer Verein - wie die Fidelen - alleine genug Besucher für ein kleines Straßenfest anzieht.
Da wird auch mal kurz die Straße gesperrt, damit die Minigarde ihre Tänze vorführen kann, weil auf dem Grundstück schon alles voll mit Besuchern ist. Aber - für alle, die die Eckenheimer Schulstraße nicht kennen - Entwarnung! Kein Autofahrer wurde behindert. Während der Tanzvorführung wollte kein einziger Autofahrer durch diese Straße fahren. Auch daran sieht man: Es war ein schönes Dorffest!


Fidele Eckenheimer

40 Jahre Vereinsring

(30.05.08) Wenn der Vereinsring Eckenheim-Preungesheim 40 Jahre alt wird, dann muß dies gefeiert werden.
Entlang der Gelnhäuser Straße werden statt der Autos (wie auf dem Bild links von Google Earth) Stände von Vereinen und Gewerbetreibenden stehen. Neben einer Vielfalt an Speisen und Getränken wird es auch Info-Stände, Spiele für Kinder und ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm im Großen Saal des Saalbau Ronneburg geben.
An diesem Freitag abend hatte der Vereinsring die Gewerbetreibenden und die Parteien aus dem Ortsbeirat geladen, um über deren Beteiligung am Fest zu sprechen. Schade nur, daß wir Teilnehmer nur durch gezielte Fragen die notwendigen Informationen über den Ablauf bekamen. Bedauerlich auch, daß sich herausstellte, daß fast alle Plätze schon vergeben waren. Aus Sicht der Parteien war auch nicht ganz klar, welche Art der Beteiligung gewünscht ist. Ergebnis einer längeren Diskussion: Ein Stand je Organisation und ein Stand für den Ortsbeirat.
Der Wunsch des Vereinsrings , daß am Samstag nachmittag die Gewerbetreibenden in dem Saalbau Ronneburg mit Ständen vertreten seien sollten, ist für Geschäfte, die am Samstag geöffnet haben, nicht machbar. Hier wird es noch einigen Abstimmungsbedarf geben, bis die Schönheits- und die Gesundheitsmeile entstehen kann.

Google Earth

Samstag, 31. Mai 2008

Hauptversammlung TMCR

(30.05.08) Brötchen. Brötchen sind wichtig: Wie kommt an welche ran? Schmecken sie gut und wieviel kosten sie? Ab wann werden sie hart und muß man sie erst aufbacken oder kann man sie gleich essen? Und vor allen Dingen: Wieviele braucht man?
Für den TMCR, der am 7. und 8. Juni 2008 sein internationales Musikfest über die Bühne des Hauses Ronneburg gehen lassen will, ist das fast die wichtigste Frage, denn nicht nur die Besucher des Musikfestes wollen verköstigt sein, sondern auch die zahlreichen Musikgruppen, die am Samstag und am Sonntag ein Frühstück zwischen die Rippen bekommen wollen. Und so wird denn während der Hauptversammlung des TMCR, nachdem man sich der leidigen Formalien formgerecht entledigt hat, leidenschaftlich und ausführlich über Brötchen diskutiert und eine Variante der Versorgung mit dem Backwerk ersonnen, die der Grünfeld-Indischen Eröffung im Schach an Komplexität und Raffinesse kaum nachstehen.
Ein weiterer Gegenstand der Erörterung ist das photographisch festgehaltene Getränk das aus einem gelben und einem roten Fruchtsaft stark unterschiedlicher Dichte besteht, die man so in ein kleines Glas schichten kann, daß sie sich nicht mischen. Als schwarze Phase wird das ganze dann zur Deutschlandflagge komplettiert von einem schwarz eingefärbten, urdeutschen Getränk: Wodka.

TMCR

Freitag, 23. Mai 2008

Kinderparadies bei Herz Jesu

(22.05.08) Beim Betreten des Geländes der katholischen Herz-Jesu-Gemeinde in Eckenheim denke ich, daß ich für alle Angebote viel zu alt bin. Überall - auf dem Parkplatz und rund um die Kirche - finden sich Tische mit den verschiedensten Angeboten für Kinder allen Alters.

Wenn man weiter Richtung Gemeindesaal geht, stößt man auf die Erwachsenen. Auf Bierbänken draußen oder im Gemeindesaal an Tischen sitzend, verfolgen sie den Auftritt eines Elvis-Imitators. Dieser Auftritt hat mir persönlich nicht gefallen. Außerdem steht Elvis nicht wirklich für katholische Werte, oder? Aber als Protestant möchte ich das jetzt mal so im Raum stehen lassen...

Insgesamt war es ein gelungenes Fest. Viele glückliche Kinder und damit auch viele zufriedene Eltern werden es den Organisatoren der Gemeinde danken.

Katholische Gemeinde Herz Jesu

Montag, 19. Mai 2008

Pfarrfest für die ganze Familie

(18.05.08) Beim Pfarrfest der katholischen Gemeinde "Allerheiligste Dreifaltigkeit" stellten wir schnell fest, daß der Tätigkeitsschwerpunkt "Familie", für den sich die Gemeinde entschieden hatte, erfolgreich umgesetzt wurde.
Bei bestem Wetter sah man Menschen aus allen Altersgruppen und allen Ecken der Welt im Pfarrgarten (siehe Foto) oder im Gemeindesaal gesellig zusammen sitzen.
Bei unseren Gesprächen mit Gemeindevertretern ging es vor allen Dingen um den Neubau des Kindergartens. Das Gebäude ist veraltet und eine Sanierung lohnt sich nicht. Aber auch die Erweiterung inkl Aufbau einer Kinderkrippe läßt sich mit einem Neubau leichter realisieren. Das Problem ist nur, daß das Grundstück, auf dem der Kindergarten steht, im Besitz eines katholischen Ordens ist. Die Verhandlungen zwischen der Gemeinde und dem Orden stellen sich mir fast so dar wie zwischen zwei Immobilieninvestoren. Eine Einigung ist im Moment nicht in Sicht.
Daher werden wir darauf angesprochen, ob die Gemeinde einen Teil des Geländes der "Aktiven Schule" bzw der "Erasmus-Schule" nutzen könnte. Aus heutiger Sicht könnte die "Aktive Schule" ein Interesse an einer Zusammenarbeit haben. Entsprechende Gespräche wären zwischen den Beteiligten noch zu führen.
Sollte all dies keinen Erfolg bringen, kann immer noch die Pfarrwiese, die der Gemeinde gehört, mit dem neuen Kindergarten bebaut werden. Aber aus Sicht der Gemeinde wäre dies die schlechteste Alternative.

Katholische Gemeinde Allerheiligste Dreifaltigkeit
Erasmus-Schule
Aktive Schule

Samstag, 10. Mai 2008

Fußballturnier im Sonnenschein

(10.05.08) Als ob Viktoria Preußen das Wetter bestellt hätte: Es war sonnig aber nicht zu warm. Genau das richtige Wetter für ein Jugendturnier!
Als wir auf dem Sportplatz eintrafen, waren die Mannschaften schon am Spielen. Wer nicht gerade spielte, schaute den anderen Mannschaften zu. Weit und breit gute Stimmung und keine Spur von Drogen oder Gewalt. Auf dem Fußballplatz von Viktoria Preußen konnte man keine "Problem"-Jugendlichen finden!
Schade, daß über Jugendliche immer nur auf Seite 1 berichtet wird, wenn Sie auf die schiefe Bahn geraten und nicht über solche, die sich im Verein engagieren (z.B. im Verein Fußball spielen). Es gibt Sie noch die "normalen" Jugendlichen und sie stellen die Mehrheit ihrer Altersgruppe. Das könnte doch auch mal auf Seite 1 stehen.

Viktoria Preußen

Sonntag, 4. Mai 2008

Tag der offenen Tür beim Reit- und Fahrverein Niddertal

(01.05.08) Wenn Berkersheim feiert, feiert Berkersheim - ganz Berkersheim. Diesen Eindruck muß man jedenfalls gewinnen, wenn man sich auf dem Tag der offenen Tür des Reit- und Fahrvereins Niddertal (nein, kein Tippfehler) einfindet. Die Veranstaltung hat aber auch alles, was es braucht, die Massen anzuziehen: Pferde, Kutschen, Ritter, Märchen, die Feuerwehr, Schnitzel, Pommes, Kaffee und Kuchen - Herz was willst Du mehr? Und das gute Wetter - kleinere Schauer zählen wir mal nicht zum Wetter - tut das Übrige. Der nicht grade kleine Platz des Vereins ist rappeldicke voll als wir zur besten Kaffeezeit kommen und neben zahlreichen Hunden wuseln mindestens ebenso zahlreich Kinder über den Platz: Ein dreifaches Hoch auf denjenigen, der es schafft, Kindern einen informativen, erlebnisreichen und schönen Tag zu gestalten.
Wir laufen noch dem Vorsitzenden des TSV Berkersheim, dem Volker Gilbert, über den Weg. In seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Turngaus Frankfurt spricht er uns auf das Debakel der Finanzierung des Internationalen Turnfestes 2009 in Frankfurt an. Er berichtet davon, daß seit Bekanntwerden der Finanzierungslücke das Telefon bei ihm und seinen Mitstreitern nicht stillsteht und sie teilweise wütenden Anrufern Rede und Antwort stehen müssen, teilweise ängstlich gefragt werden, ob denn die Spiele überhaupt stattfinden können. Man spürt die Entrüstung, die aus seinen Worten spricht, wenn er sagt: "Wir können doch gar nichts dafür!"
Was sollen wir dem Manne anderes sagen, als daß wir auch nicht verstehen, wie man zu einer Kostenschätzung von ca. € 5 Millionen kommen kann, wenn selbst eine oberflächliche Betrachtung zutage fördert, daß das letzte Internationale Turnfest in Berlin bereits € 20 Millionen gekostet hat? Da wäre doch mindestens die Frage angebracht gewesen, warum denn die Spiele in Frankfurt so viel billiger sein können, oder? Man hätte doch mal in Berlin nachfragen können, was denn überraschend viel, was überraschend wenig gekostet hat, wo man sich besonders dolle verschätzt hatte, oder? Entsprechende Methoden sind in der Wirtschaft unter so hübschen englischen Begriffen wie best practices und lessons learned bekannt. Aber hinter diesem tollen Manager-Denglisch verbirgt sich eine alte, triviale Erkenntnis: Denken hilft! Daß das in weiten Teilen der Stadtverordnetenversammlung und des Magistrats weiland wohl nicht so gesehen wurde, sorgt dafür, daß wir uns vor Ort im günstigsten Falle auslachen, im schlimmsten Falle beschimpfen lassen müssen für die Art und Weise, wie hier mit dem Geld der Bürger umgegangen wird.

Reit- und Fahrverein Niddertal

Sonntag, 27. April 2008

Der TSV Berkersheim macht Theater

(26.04.08) Alle zwei Jahre ruft der TSV Berkersheim zum Laientheater und alle, alle kommen. Drei Vorstellungen spielt man und während der dritten ist der Saal des Hauses Ronneburg ziemlich voll - nur sehr vereinzelt wären noch Plätze zu haben gewesen.
Man gibt "Oh Gott, die Familie", ein Stück in dem der alte, bereits von Stückeschreibern minderer Qualität wie Shakespeare in seinem Machwerk "Romeo und Julia" verarbeitete Konflikt von zwei ungleichen Familien, deren Kinder sich gefunden haben, aufgearbeitet wird. Im Gegensatz zu weniger geglückten, nur das persönliche Elend der Betroffenen streifenden Aufarbeitungen dieses Motivs, fließen in "Oh Gott, die Familie"allerdings auch gesellschaftskritische Aspekte ein, am Ende derer zum Beispiel einer der männlichen Akteure in Frauenkleidern dasteht - eine wütende Klage gegen die immer noch nicht erreichte Gleichberechtigung der Frau. Geschickt wird auch mit der Verwechslung von Kleidungsstücken gearbeitet, die den Träger zu etwas anderem zu machen scheinen, als er ist. Während es jedoch Schreiberlinge wie Gottfried Keller unter Verwendung dieses Motivs kaum zu mehr als einer Novelle unter dem platten Titel "Kleider machen Leute" bringen, geht "Oh Gott, die Familie" den entscheidenden Schritt weiter: Die soziale Übereinkunft, nach der der Träger eines Baströckchens nur eine Frau sein kann, wird im Lachen des Publikums aufgelöst. Das ist wohl auch der Grund dafür, daß sich so renommierte Häuser wie der Theaterverein des Delligser Heimatvereins oder das Halinger Dorftheater des Stoffes angenommen haben.

Aber Spaß beiseite: Der TSV Berkersheim hat sich jede erdenkliche Mühe gegeben, einen schönen Schwank zu inszenieren und er das Publikum dankt es den Akteuren auf und hinter der Bühne mit langanhaltendem Applaus. Man erkennt, daß sich hier ca. 15 Leute eine jede Menge Mühe gegeben haben, den Menschen einen schönen Abend zu bereiten.

TSV Berkersheim