
Wie immer, wenn man jemanden in einer sozialen Einrichtung fragt, wie denn die Evaluierung dessen erfolgt, was getan wurde, erhält man auch bei der GFFB eine eher ausweichende Antwort: Man werde "knallhart" an der Vermittlungsquote gemessen. Wie hoch denn die sei? Na ja, wenn es denn in bestimmten Gruppen, in denen sich die Geförderten selber bemühten und engagiert seien, 40% sei, sei das sehr, sehr gut. Im Durchschnitt, so erfahren wir später, sind es 25% und in manchen Gruppen würden nicht einmal die 10% erreicht. 40% in Gruppen, in denen die Leute selber aktiv sind und sich um Arbeit bemühen ist sehr, sehr gut? Ist es völlig absurd anzunehmen, daß diese 40% auch ohne Zutun der GFFB zustande gekommen wären? Man weiß es nicht, denn an einer zuverlässige Evaluierung fehlt es. Und man darf natürlich auch nicht danach fragen, denn damit stellt man die Arbeit dieser Menschen in Frage und wer soziale Arbeit in Frage stellt, der wird der sozialen Kälte geziehen. Dabei wollte man doch nur im Interesse der Betroffenen sicherstellen, daß die Maßnahmen auch tatsächlich so wirken, wie beabsichtigt. In diesem Zusammenhang sollte man auch nicht vergessen, daß die Arbeit der GFFB den Steuerzahler auch Geld kostet. Auch vor dem Hintergrund ist es legitim, danach zu fragen, ob die angestrebten Ziele tatsächlich erreicht werden.
Die Bilanz des Büros in der Eckenheimer Landstraße finde ich offengestanden auch nicht berauschend: Acht Menschen konnten in den ersten Arbeitsmarkt vermittelt werden. Selbst wenn man in Rechnung stellt, daß vom ersten Jahr ein Teil für die anfängliche Organisation und die erste Einrichtung verlorengegangen ist, finde ich das nicht sehr überzeugend.
GFFB