Thilo Stratemann und Karsten Meyerhoff sagen Tschüß

(3. April 2011) Wir, lieber Leserin, lieber Leser tingeln seit über 6 Jahren durch den Ortsbezirk 10 und seit 5 Jahren be- und verarbeiten wir das, was wir dabei gesehen und erlebt haben, in diesem Blog. Das war mal leicht, mal schwer, aber immer eine Menge Arbeit. Das werden Sie möglicherweise im Angesicht der kleinen Artikelchen nicht glauben, aber glauben Sie uns: In dieses Blog sind etliche Arbeitsstunden geflossen.
Nun war immer klar, daß der Besuch von Veranstaltungen und der anschließende Bericht einem politischen Ziel dient: Wir wollten als CDU-Vertreter vor Ort sein, wir wollten präsent und ansprechbar sein, um aus erster Hand zu erfahren, wo der Schuh drückt und wo wir helfen können. Am 27.03.2011 haben die Wähler im Ortsbezirk 10 und in Frankfurt diese Aktivitäten im Rahmen der Kommunlwahlen bewertet - das Resultat ist unter anderem auf der Webseite http://www.stadt-frankfurt.de/wahlen/ zu begutachten. Kurz gesagt ist das Ergebnis unmißverständlich - und es ist vernichtend. Wir beide wurden auf unseren jeweiligen Listen für den Ortsbeirat 10 und die Stadtverordnetenversammlung nach unten durchgereicht und Thilo Stratemann hat den Einzug in die Stadtverordnetenversammlung erneut nicht geschafft. Das läßt nur den einen Schluß zu: Aktuelle Themen aus den Nachrichten entscheiden offenbar auch die Kommunalwahlen und nicht die Arbeit vor Ort.
In den letzten Jahren haben wir viele Menschen in den nordöstlichen Stadtteilen kennengelernt. Häufig wurden aus Gesprächspartnern Bekannte und gar nicht so selten aus Bekannten Freunde. Diese Bekanntschaften und Freundschaften werden wir natürlich weiterhin pflegen. Der Besuch möglichst aller Veranstaltungen im Ortsbezirk 10 und dieses Blog (inklusive des Veranstaltungskalenders) werden wir jedoch ab sofort einstellen.
Allen Menschen, die dieses Blog bisher gelesen und uns Rückmeldung gegeben haben - egal ob positiv oder negativ - danken wir recht herzlich; alle die das Blog gerne gelesen haben, bitten wir um Verständnis.

Kommunalwahl 27. März 2011

Machen wir's kurz: Am 27. März dieses Jahres sind in Frankfurt Kommunalwahlen. Bitten gehen Sie unbedingt zu diesen Wahlen: Es werden die Ortsbeiräte und die Stadtverordnetenversammlung gewählt. Da stellen sich die Menschen zur Wahl, die sich um "Ihre" Bürgersteige, Einbahnstraßen, Schulen, Buslinien und Parkbänke kümmern wollen - um die Dinge, die bei Ihnen direkt vor der Haustür, in Ihrem Stadtteil passieren. Dafür brauchen alle Lokalpolitiker Ihre Unterstützung.
Die Autoren dieses Blogs bewerben sich ebenfalls um kommunalpolitische Ämter, Thilo Stratemann für die Stadtverordnetenversammlung (Platz 42 Stadtverordnetenliste CDU) und Dr. Karsten Meyerhoff für den Ortsbeirat 10 (Platz 2 Ortsbeiratsliste CDU). Bitte geben Sie uns am 27.03. jeweils drei Einzelstimmen, damit wir auch in Zukunft diese "Stadtteilzeitung" führen können. Wenn Sie mal "zur Probe" kumulieren und panaschieren wollen, dann können Sie das hier tun.

Sonntag, 15. Juli 2007

Ehrung von Herzen

(14.07.07) Ehrungen gibt es in Vereinen viele. Meistens ist klar geregelt, wann man das Recht auf eine Urkunde oder ähnliches hat. Die Verleihung erfolgt nach immer dem gleichen Ablauf. Häufig hat das ganze dann den Charakter einer Pflichtveranstaltung. An diesem Samstag war bei den Krätschern alles ganz anders. Auch der Anlaß...
Da Rainer Ley (stellvertr. Vorsitzender) mit Frau und Kind aus beruflichen Gründen nach Bremen umzieht, wurde für ihn eine Abschiedsfeier veranstaltet, die ich von der Stimmung her zwischen Sommerfest der Krätscher und Familienfest der Leys einordnen würde. Aus der Mitte des Vereins wurde in vielfältiger Art und Weise die Arbeit von Rainer Ley gewürdigt. Keine vier Jahre war er bis jetzt aktiv. Er hat zusätzlich zu seinem Amt zeitenweise die Schriftführung und die Kasse übernommen und war stets da, wo Arbeit zu erledigen war. Seine Frau Petra und seine Tochter Anna-Sophie waren ebenfalls im Verein aktiv.
Es ist ein offenes Geheimnis, daß immer nur wenige Mitglieder einen Verein am Laufen halten. Rainer Ley gehört zu diesen. Auch in der CDU-Eckenheim konnten wir uns stets auf ihn verlassen.
Dank E-Mail, Telefon und vielleicht auch dieses BLOGs werden wir bestimmt noch in Kontakt bleiben. Auch noch mal an dieser Stelle: Alles Gute für den Start in Bremen !

Montag, 9. Juli 2007

Sommerfest im Julie-Roger-Haus

(07.07.07) Andere Leute heiraten an diesem Tag, damit sie sich den Hochzeitstag besser merken können, wir tun etwas viel prosaischeres: Wir besuchen das Sommerfest der kürzlich vom Heim zum Haus mutierten Einrichtung, die sich in Eckenheim um die Senioren kümmert. Das Team um den Leiter, Herrn Blum, hatte die Feier unter das Motto "Indien" gestellt und so liefen dann einige Leute so herum, wie man sich klischeehaft Indien vorstellt: Sari, bunte Stoffe, wallende Gewänder.
Es sind die üblichen Verdächtigen vor Ort und bei den Themen scheint auch schon eine gewisse Sommerpause eingetreten zu sein. Zwar werden wir auf den Kinderspielplatz am Kirschenwäldchen angesprochen - auf dem seien die Spielgeräte in keinem schönen Zustand - aber das war's dann auch schon. Hhmm, eigentlich interessant, daß man zu den Senioren gehen muß, um etwas über die Kinderspielplätze im Stadtteil zu erfahren.

Wie man an unserem Terminkalender ersehen kann, gehen wir jetzt ein paar Wochen in die Sommerpause und ich gestehe, daß ich die auch ganz gut gebrauchen kann. Auf die Dauer schlaucht es ganz schön, neben einem anstrengenden Beruf her so viele Termine wahrzunehmen, überall frisch und interessiert zu sein und sich zu konzentrieren. Na ja, nach dem Urlaub, so will es ein gerne zitierter Spruch, stellt sich dann die alte Frische ein, die man für so was braucht.
Allen Lesern einen schönen Sommer und einen erholsamen Urlaub!

Sonntag, 1. Juli 2007

75 Jahre Kleingartenverein Miquel

(30.06.07) Der Weg zum KGV Miquel führte uns durch den Fliederweg vorbei an der Baustelle, wo noch vor kurzem Häuser abgerissen wurden, und weniger Meter dahinter an Altbauten, die demnächste durch neue Häuser ersetzt werden. Der Frankfurter Berg wandelt sich an dieser Stelle und erhält durch dieses Bauvorhaben eine neue Facette hinzu.
Angekommen am Kleingartengelände trifft man viele Bürger, die am Frankfurter Berg in Politik und Vereinsleben engagiert sind. Das Fest entwickelt sich zu einer Plattform für interessante Gespräche in einer angenehmen Atmosphäre.
So endet unsere Tour - unterwegs im Ortsbezirk 10 - an diesem Samstag...

Kleingartenverein Miquel

Zwei auf einen Streich

(30.06.07) Der Frankfurter Verband hat an diesem Tag am Marbachweg zwei Veranstaltungen organisiert:
1. Tag der offenen Tür im Gesundheitszentrum (Schliemannweg 14) am Vormittag
2. Sommerfest des Sozialzentrums am Nachmittag
Im Gesundheitszentrum fällt das breite Angebot positiv ins Auge. Neben dem kleinen Schwimmbad gibt es eine Vielzahl von Behandlungsräumen. Die Auflistung aller Angebote würden den Rahmen dieses BLOGs sprengen...
Auf dem Sommerfest hatten wir im Rahmen einiger Gespräche Gelegenheit uns über die Zukunftspläne des Frankfurter Verbands zu informieren.
Zum einen stehen sie in Verhandlungen mit dem Vermieter des ehemaligen HLs (später REWE), um dort einen eigenen Supermarkt als Mischung aus Beschäftigungsgesellschaft (u.a. für Behinderte) und als Markt für die Bewohner ihres Sozialzentrum zu schaffen. Wenn der Vermieter einer geringeren Miete zustimmt und die Personalkosten zu großen Teilen vom Steuerzahler bezahlt werden, ist ein solcher Supermarkt bestimmt ohne Gewinnerzielungsabsicht zu betreiben. Mit Marktwirtschaft hat dieses Projekt nicht viel zu tun. Wir werden dieses Projekt kritisch beobachten.
Das zweite Projekt beschäftigt sich mit dem gleichmässigen Überaltern ganzer Siedlungen. Hier besteht die Gefahr, daß innerhalb kurzer Zeit Mieter ganzer Straßenzüge in Altenwohnheime oder gar Pflegeheime umziehen müssen. Der Frankfurter Verband steht in Verhandlungen mit einigen Wohnungsbaugesellschaften wegen eines Quartiersmanagements. Hier sollen die Wünsche der Vermieter (Erhalt der Sozial- und Mieterstruktur) mit dem Wunsch der Bewohner (zuhause alt werden) verbunden werden. Sicherlich ist es für Vermieter riskant innerhalb weniger Jahre komplette Siedlungen neu zu vermieten. Daher bietet sich der Lösungsvorschlag an die älteren Mieter in ihren Wohnungen zu betreuen. Vielleicht könnte man aber bei der Neuvermietung darauf achten, daß der künftige Alters-Mix in der Siedlung stimmt und eine solche Situation nicht wieder passiert.
Insgesammt muß man feststellen, daß der Frankfurter Verband, obwohl es eine der Stadt nahe stehender Verein ist, wie eine Firma neue Märkte erschliessen und wachsen möchte.

Frankfurter Verband

Jahnvolk baut aus

(30.06.07) Das Sommerfest des Jahnvolks in Eckenheim war eine gute Gelegenheit für uns die entstehenden Neubauten anzuschauen.
Auf der einen Seite wurde ein Anbau für die WCs der Gaststätte errichtet. Die bestehenden WCs werden dann ausschließlich von Sportlern (d.h. Vereinsmitgliedern) genutzt. Da die Reinigung jetzt einerseits der Wirt und andererseits der Verein bezahlt und die Benutzergruppen klar getrennt werden können, erledigt sich ein langjähriges Streitthema.
Das Jahnvolk hatte nur einem Duschraum, der in zwei Schichten von Damen und Herren genutzt wurde. Im zweiten Anbau sowie durch Umbauen im bestehenden Gebäude entstehen zur Zeit zwei Umkleideräume und zwei Duschräume. Auf die Einweihung freuen sich bestimmt alle aktiven Sportler des Jahnvolks.

Jahnvolk

Burgbesichtigung im Neubau


(30.06.07) Wenn man den Neubau an der Malvenstraße betritt, weiß man noch nicht, warum der Name "Eddys Burg" gewählt wurde. Das man am Eingang zum Gebäude 4,00 Euro Eintritt zahlt erinnerte mich im ersten Moment an den Wegezoll vergangener Tage... Es war aber nur die pauschale Bezahlung von Speis und Trank.
Im Gebäude findet man an jeder Ecke spielerische Anlehnungen an das Thema Burg. So steht an den WC-Türen "Latrine" und es gibt viele andere kreative Beschriftungen.
Neben dem pädagogischen Konzept wurde uns auch erklärt, daß die Einrichtung Wert auf frisch gekochtes und gesundes Essen legt. Eine eigene Küche mit zwei Köchen produziert 3 Mahlzeiten täglich.
Natürlich kamen wir auch auf das Thema REWE-Markt zu sprechen. Für die Küche der Einrichtung ist der Markt gut, weil man viel kürzere Wege zum Einkaufen hat. Aber durch den erhöhten Autoverkehr würden die Kinder neuen Gefahren ausgesetzt.
Nun ja... da haben wir wieder das Problem: Jeder möchte einen Supermarkt in der Nähe haben, aber keinen Zulieferverkehr und alle Kunden sollen zu Fuß kommen. Auch ohne BWL-Studium müßte jedem verständlich sein, daß kein Supermarkt auf der Welt das bieten kann.

Trägerverein von Eddy's Burg

Sonntag, 24. Juni 2007

Sommerfest des Bürgervereins Frankfurter Berg

(23.06.07) Petrus hat es nicht gut gemeint mit dem Bürgerverein Frankfurter Berg, auch wenn das Photo etwas anderes auszusagen scheint. Das Sommerfest war jedenfalls zwischendurch immer mal wieder wassergekühlt.
Wie auch immer: Die üblichen Verdächtigen hatten sich natürlich wieder eingefunden: CDU und SPD, der Bürgerverein selber, die Kirchengemeinden, ... - und die üblichen Gesprächsthemen hatten sich auch wieder eingefunden: Vollsortimenter an der Ecke Berkersheimer Weg/Homburger Landstraße und Bahnunterführung (obwohl die in Berkersheim liegt!).
Von den Geflügelzüchtern werden wir natürlich daraufhin angesprochen, ob das neue Ortsbeiratsbudget denn wohl die Wiederherstellung ihres Daches hergibt welches Kyrill schlimm zugerichtet hat (s.a. http://tkob10.blogspot.com/2007/03/frhlingsfest-bei-den-geflgelzchtern.html). Ich bin mir ganz und gar nicht sicher, daß dieses Budget solche Maßnahmen hergibt. Schließlich heißt es immer wieder, daß Verschönerungen des öffentlichen Raumes davon finanziert werden sollen, und egal für wie wichtig man die Arbeit der Geflügelzüchter hält: Öffentlicher Raum ist das nicht. Darüberhinaus ist die Frage: Wenn man beginnt, Vereine mit diesem Geld zu subventionieren, muß man bei ca. € 45.000,- die der OB 10 erhalten wird, eine Grenze ziehen, die schwer zu ziehen sein wird. Warum in diesem Jahr dieser Verein und nicht jener? Warum dort € 1000,- und anderswo € 2000,-? Da wird der Ortsbeirat noch einen modus vivendi finden müssen ...

Erzwungene Wege

(17.06.07) Wenn das Zentrum gegen Vertreibungen in der Paulskirche den Franz-Werfel-Menschenrechtspreis verleiht, ist eines klar: Der Vorplatz ist von der Polizei abgesperrt, um die Versammlung vor Gegendemonstranten, die die Veranstaltung stören möchten, zu schützen. Diesmal waren es etwa 10 Gegendemonstranten ...
Die Feierstunde zur Verleihung des Preises war auch eine Lehrstunde in europäischer Geschichte. Hier im BLOG sei nur eine Anekdoten erwähnt: György Konrad, der Preisträger, durfte viele Jahre in Ungarn keine Bücher veröffentlichen. Seine Bücher wurden folglich im Exil - im Westen - gedruckt. In seiner Laudatio erzählte Milan Horacek, daß er einer derer war, die diese Bücher nach Ungarn geschmuggelt hatte... Solche Erzählerungen machen mich immer sehr nachdenklich. Da versteht man was Meinungsfreiheit bedeutet und daß diese nicht selbstverständlich ist.
György Konrad hat sich Zeit seines Lebens für das Recht auf Heimat eingesetzt. Dafür erhält er den Franz-Werfel-Menschenrechtspreis!
Im Anschluß wurde die Ausstellung "Erzwungene Wege" eröffnet. Diese Ausstellung beschreibt die Vertreibung der Deutschen und befaßt sich auch mit anderen politisch heißen Eisen (z.B. dem Völkermord an den Armeniern). Ein Besuch lohnt sich.

Zentrum gegen Vertreibungen

Freitag, 22. Juni 2007

Musikfest des TMCR

(16. & 17.06.07) Wie sind noch kaum auf dem Musikfest des TMCR eingetroffen, da ereilt uns die schlechte Nachricht vom Sommerfest der Carlo-Mierendorff-Schule (s.u.), aber beim TMCR soll der heiteren Muse gefrönt werden und so gilt es denn, die harte Arbeit der Vereinsmitglieder zu würdigen und sich zu freuen.
Das geht am nächsten Morgen - das Fest erstreckt sich über Samstag und Sonntag - schon etwas besser. Insbesondere, weil ich das besondere Vergnügen habe, daß Faß Bier anstechen zu dürfen. Ich habe so was noch nie gemacht, aber es läuft super: Ich zapfe das erste Glas, der Belüftungsstopfen wird gelockert und das Bier schießt in einer hohen Fontäne aus dem Faß und ergießt sich in der Folge glasweise über die Bühne, wovon auch die im Hintergrund tapfer musizierenden Roten Herolde nicht wirklich ablenken können. Na wunderbar denke ich: Da soll der Bürohengst mit den zarten Händen das Faß anstechen und prompt geht's daneben. Norbert Roth als Vereinsvorsitzender des TMCR und Moderator der Veranstaltung müht sich redlich, dem Faß Manieren beizubringen, scheitert aber ebenso wie ich. Ich stehe wie ein Statist dabei und denke: Puh, waren wohl doch nicht die beiden linken Hände (schlimm genug für ein CDU-Mitglied!), sondern das Faß ist wohl ganz in Ordnung.
Ich steige von der Bühne hinab und darf mich nun ganz den künstlerischen Darbietungen widmen. Die sind erstaunlich vielfältig - sowohl nach Art als auch nach Qualität. Während ich meinen Hut nach wie vor und immer wieder tief ziehe vor denen, die selber etwas unternehmen statt sich berieseln zu lassen, muß eines gesagt sein: Bei dem einen oder anderen übertrifft die Spielfreude das Vermögen. Manche Kombo ist froh, wenn alle gemeinsam anfangen und auch gemeinsam wieder aufhören, aber es gibt auch erstaunlich professionelle Darbietungen, wie die von einer Gruppe Schlagzeugern, die gleich allen Melodieinstrumenten abgeschworen hat und statt dessen komplexe Rhythmusfiguren und interessante Klänge vorträgt daß es eine Freude ist.
Ein wenig Kommunalpolitik wird nebenher auch gemacht, wie fast immer: Der Vorsitzende des KGV Eckenheim, Herr Belser, nimmt mich beiseite und trägt mir vor, daß sich an der Grenze einer der Anlagen des KGV eine Stützmauer auflöst und das, weil das angrenzende Gelände in der Verwaltung der Bundesvermögensverwaltung nicht richtig gepflegt wird. Das wird man sich wohl mal anschauen müssen ...

TMCR

Sommerfest der Carlo-Mierendorff-Schule

(16.06.07) Es gibt Ereignisse, über die kann man eigentlich im Nachhinein gar nicht mehr unvoreingenommen berichten, weil die nachfolgenden Vorkommnisse den Blick trüben und die Gedanken schon in eine bestimmte Richtung drängen. Das Sommerfest der Carlo-Mierendorff-Schule 2007 wird immer unter der Überschrift "Messerstecherei" stehen, ungeachtet der Tatsache, daß das unseelige Ereignis höchstens sehr mittelbar mit der Schule zu tun hatte, insofern als einer der Beteiligten Schüler an der CMS war.
Da rückt dann leider die Tatsache, daß das Fest so etwas war, wie der Abschied des bisherigen Rektors Zabler genauso in den Hintergrund wie die - nun ja, sagen wir mal: kreativen Interpretationen der in Ehren ergrauten Popklassiker für zwei akustische Gitarren und Trommel. Und schließlich ist das Sommerfest ja auch immer der Abschluß der Projektwoche, nach der die Schüler einer geneigten Öffentlichkeit präsentieren, was sie in der zurückliegenden Woche so abseits des Schulalltages gemacht haben.
Ein schönes, normales Fest hätte es sein können, wenn nicht ein paar Jugendliche vorgehabt hätten, einen Streit handgreiflich werden zu lassen. Jetzt, da ich diesen Artikel schreibe, liegt die letztwöchige Ortsbeiratssitzung, auf der Thema breit diskutiert wurde, bereits hinter mir und auf dieser Sitzung wurde von einer Mehrheit befunden, das Ereignis sei nicht mit der CMS einerseits und mit der Kalr-Kirchner-Siedlung anderseits und mit Preungesheim schon mal gar nicht in Verbindung zu bringen, es hätte anderenorts in Frankfurt genauso stattfinden können.
Mir ist nicht wohl bei dieser Analyse: Hätte eine Messerstecherei, die sich über ein Schulsommerfest ergießt, im Westend wirklich genauso stattfinden können oder in Nieder-Eschbach? Verschließt man nicht aus Angst davor, als Nestbeschmutzer gebranntmarkt zu werden, die Augen davor, daß die Sozialstruktur der Karl-Kirchner-Siedlung ein solches Geschehen sehr wohl begünstigt? Wenn es so wäre, müßte man diese Frage stellen dürfen, ohne daß einem vorgeworfen würde, man stelle die Bewohner der Karl-Kirchner-Siedlung unter Generalverdacht - und das hätten sie ja nun gewiß nicht verdient. Aber schließlich ist es ja so, daß sich z.B. ein Karl-Kirchner-Kreis seit einigen Jahrzehnten vor Ort sozial engagiert und jetzt sogar die Einrichtung eines Präventionsrates bevorsteht - das passiert ja nun auch nicht, weil's so famos läuft im Dorf.
Wenn wir da ein Problem haben, dann ist niemandem damit geholfen, dieses Problem zu relativieren und es wegzuschieben mit dem Kampfruf: "Reiner Zufall, daß es hier passiert ist!"

Carlo-Mierendorff-Schule

Sommerfest der August-Jaspert-Schule

(16.07.07) Um der Wahrheit die Ehre zu geben: Das Schulfest der August-Jaspert-Schule hat uns eigentlich nur vor Augen geführt, wie vergleichsweise schlecht wir uns noch in Bonames auskennen. Das Kinder- und Jugendhaus in Bonames konnte ich nicht richtig vom evangelischen Jugentreff am Bügel unterscheiden - und das ist peinlich! - und im übrigen haben wir unerkannt und unangesprochen unter einem Zeltdach gesessen, bis uns eine Dame vom Festkommitee ansprach, die noch Leute für den Abbau suchte und ganz erstaunt war, als wir uns per Visitenkarte zu erkennen gaben. Da war es allerdings schon wieder zu spät, denn wir waren bereits auf dem Sprung zum nächsten Sommerfest. Fazit: Noch viel zu tun ...

August-Jaspert-Schule

Mittwoch, 6. Juni 2007

Der Dialog von Moslems und Christen


(05.06.07) In die Geschäftsstelle der CDU-Nordend (Friedberger Landstraße 112) kamen fast 30 Leute, sodaß der Raum sehr gut gefüllt war. Herr Dozent Dr. Helmut Diel sprach zum Thema "Denken Moslems anders als Christen?" und damit über die Chancen des interreligösen und interkulturellen Dialogs.
Zu seinen Thesen gehört, daß für einen erfolgreichen Dialog:
1. Man selber in seinem Glaubensbekenntnis verwurzelt sein muß.
2. Man die andere Religion kennen muß.
3. Man über die nötige Offenheit und Dialogfähigkeit verfügen muß.
Er sagte auch, daß dem Islam Erfahrungen des Christentums wie die Aufklärung und die Reformation fehlen. Viele Probleme im Dialog beruhen auf kulturellen Unterschieden und haben weniger mit der Religion zu tun.
Am Ende der Veranstaltung habe ich den Raum mit einigen Fragen aus der Diskussion verlassen, für die es an diesem Abend keine Antwort gab:
- Die Hälfte aller Muslime - die Frauen - stehen meistens für einen Dialog nicht zur Verfügung. Wäre ein Dialog eher über die Frauen möglich?
- In den muslimischen Ländern müssen sich die Christen den dort geltenden Regeln unterordnen. Sollten wir unsere Toleranz aufgeben und die Moslems in Deutschland so behandeln wie diese die Christen in Ihrer jeweiligen Heimat behandeln?
- Die muslimischen Länder sind meistens keine Industrienationen. Hier gibt es noch eine durch den starken Agrarsektor und durch Großfamilien geprängte Sozialstruktur. Ist der Dialog wegen dieser Unterschiede so schwierig?
- Das menschliche Individuum hat im Koran keine Bedeutung. Den Christen ist z.B. die individuelle Freiheit sehr wichtig. Ist ein Dialog auf dieser Basis möglich?
- Viele Muslime gehören eher bildungsfernen Schichten an. Ist der Bildungsstand für einen erfolgreichen Dialog wichtig?
Ich habe natürlich auch keine einfachen Antworten, daher überlasse ich es den Lesern dieses BLOGs sich ihre Gedanken dazu zu machen.

Stadtbezirksverband Nordend der CDU-Frankfurt am Main

Sonntag, 3. Juni 2007

Abend der Vereine bei Viktoria-Preussen

(02.06.07) Stellt Euch vor, Viktoria-Preussen wird 100 - und keiner geht hin. Genauso sah die Veranstaltung "Abend der Vereine" bei der Viktoria aus. Die Vereine sollten Gelegenheit erhalten, die Preussen und sich untereinander zu treffen. Allein: Die Vereine wollten nicht. In der Mitte des halbvollen Zeltes hat es für einen leidlich vollen Tisch gereicht - nicht zuletzt dank der Kommunalpolitik - aber das war's dann auch schon. Na ja, wenn im Fernsehen für alle Sportbegeisterten ein so attraktives Programm läuft, wie das Fußballänderspiel Deutschland - San Marino, dann darf man sich nicht wundern, wenn's Zelt leer bleibt ...
Da war dann der Auftritt der Tanzmäuse - die heißen wirklich so - tatsächlich der Höhepunkt des Abends, auch wenn Herr Llambi von "Let's Dance!" sicherlich die mangelhafte Topline etwas zu bemängeln gehabt hätte. Aber wer Kinder dazu bewegt, sich zu bewegen, sollte sich keinerlei Kritik ausgesetzt sehen und so ziehe ich diese Bemerkung dann auch sofort wieder zurück. Der Schlag soll mich treffen, wenn ich hier was politisch inkorrektes sage.

Ach ja, die Vereine, die sich hatten treffen sollen: Die sehen sich alle zwei Tage auf irgendeiner Veranstaltung, einer Sitzung oder einem meeting, und ansonsten trifft man sich auf der Straße oder im Haus Ronneburg oder man telefoniert. Wat lernt uns dat? Treffe, schwatze, Schoppe petzen, Wörschtscher esse' alleine reicht nicht mehr, um die Menschen aus der guten Stube herauszulocken.

Viktoria Preussen

Donnerstag, 24. Mai 2007

Markus Frank lädt Ortsvorsteher und Fraktionsvorsitzende zum Gespräch

(23.05.07) Als er als Fraktionsvorsitzender der CDU-Stadtverordnetenfraktion frisch gekürt war, hat Markus Frank angekündigt, den Kontakt zu den Ortsbeiräten verstärkt suchen zu wollen und er macht das nunmehr wahr, indem er regelmäßig die Ortsvorsteher und die Fraktionsvorsitzenden zum Gespräch lädt. Thema der gestrigen Sitzung war zu einem erheblichen Teil die Zusammenarbeit mit den Grünen in den einzelnen Ortsbezirken und dabei kam zu meiner Überraschung heraus, daß die Konstellationen in den einzelnen Ortsbeiräten sehr, sehr unterschiedlich sind. In einem Ortsbeirat gibt es eine Abstimmung mit der SPD, in einem weiteren Ortsbeirat läßt der Fraktionsvorsitzende wissen sei man so stark, daß man mit allen anderen gut auskomme und in einem dritten Ortsbeirat scheint fast so etwas wie ein offener Krieg zu toben - it's all part of lifes' rich and varied patterns. Ein wichtiges Motiv in fast allen Ortsbeiräten scheint zu sein, daß die gestiegene Anzahl der Fraktionen - und fraktionsloser Angehöriger der Ortsbeiräte - die Arbeit erheblich erschwert. Da wird dann eben häufig nach dem Motto geredet: Es wurde schon alles gesagt, aber noch nicht von jedem. Und so müssen dann auch mal erhebliche Teile einer Tagesordnung in die nächste Sitzung verschoben werden, auch wenn dabei so wichtige Themen wie die Umwidmung der U5 in eine Straßenbahn hintangestellt werden, so unlängst geschehen im Ortsbeirat 10. Na gut, dafür hatten wir dann ja ausführlich Gelegenheit so wichtige Dinge zu diskutieren, wie ob die Obere Kreuzäckerstraße in eine Bewohnerparkzone umgewandelt werden soll, ein Wiederholungsantrag der bereits einmal abgelehnt wurde ...
Aber ich schweife ab: Allgemeine Ansicht in der Sitzung ist es, daß es im Ortsbeirat mehr um Sachfragen als um die Idiologie gehe, daß man im Prinzip mit jedem könne und daß wechselnde Mehrheiten nicht ungewöhnlich seien. Ich muß sagen, daß sich die Situation im Ortsbeirat 10 sehr viel anders darstellt. Den Kontakt mit den Grünen empfinde ich als sehr angenehm und konstruktiv. Das heißt beileibe nicht, daß man immer einer Meinung ist, aber die Kollegin und die Kollegen der Grünen sind immer gut informiert, gut vorbereitet, sie argumentieren sachlich und sind verläßlich.
Wenn man die Chance hat, mit dem Fraktionsvorsitzenden der Stadtverordnetenversammlung zu sprechen, so muß man diese Gelegenheit natürlich nutzen und ich habe das getan, um die Umwidmung der U5 anzusprechen und die Probleme, die die Menschen im Frankfurter Norden damit haben. Ich denke, das muß die Stadtverordnetenfraktion auch wissen, daß man mit der Entscheidung, die U5 zu einer Straßenbahn zu machen, die an der Kostablerwache endet, zwar bestimmte Baustellen in der Stadt zugemacht hat, aber im Ortsbezirk 10 hat man eine riesige Baustelle aufgemacht. Fatal ist in diesem Zusammenhang, daß sich angesichts des Engagements des Ortsbeirats 3 - das ich in der Sache als legitim ansehe - bei vielen Bürgern bereits die Erkenntnis verfestigt hat, daß man nur lang genug laut genug schreien muß, dann bekommt man schon, was man will. Wir haben die Bürger unserer Stadtteile lange zu beruhigen versucht, indem wir gesagt haben: Wir haben es nicht nötig, mit dieser Sache so sehr offensiv an die Öffentlichkeit zu gehen, wir sind da mit der Stadtverordnetenfraktion abgestimmt und einig - alles wird gut! Und jetzt haben wir den Salat. Ich setze eine gewisse Hoffnung in den Hinweis von Markus Frank, man habe ja dem Magistrat einen Prüfungs- und Berichtsauftrag erteilt. Also ist es jetzt wohl an der Zeit, daß die Bürger des Ortsbezirks 10 den Magistrat wissen lassen, was er alles in die Prüfung mit einbeziehen sollte: Julie-Roger-Seniorenhaus, Sozialzentrum Marbachweg, Verlängerung an den Frankfurter Berg, Katastrophenschutzzentrum Marbachweg, Beförderungskapazitäten, Taktfrequenzen, Haltestellenabstand, Versorgung in den Tagesrandstunden, Fahrzeiten in die Innenstadt, Hauptfriedhof, Versorgungsamt, Neubaugebiete, ...

CDU-Stadtverordnetenfraktion

Mittwoch, 23. Mai 2007

Kein Krötentunnel für Berkersheim

(22.05.07) Auf der Ortsbeiratssitzung erläuterte Dieter von Lüpke, Leiter des Stadtplanungsamtes der Stadt Frankfurt, den Stand der Planung des neuen Bahnübergangs an der Berkersheimer Bahnstraße.
Es ist schon interessant wie viele verschiedene Lösungsansätze in den letzten Jahren entwickelt wurden. Man sollte immer daran denken, daß es eigentlich um sehr wenige Nutzer geht:
1. Die Fahrgäste, die zum Bahnsteig kommen müssen
2. Die Radfahrer und Wanderer im Grüngürtel
3. Zwei Bauern, die gelegentlich mit größerer Landmaschinen zu ihren Feldern fahren, und auf ihr Wegerecht pochen.
Muß man dafür wirklich einen Tunnel für 6 Millionen Euro (plus vermutlich 20 - 30% Preissteigerung seit der Kostenschätzung) bauen? Gibt es keine billigere Lösung?
Da gibt es zum Beispiel den bestehenden Tunnel an der Straße "Im Wiesengarten". Hier muß nur an der ein oder anderen Stelle die Straße für den landwirtschaftlichen Verkehr verbreitert werden. Die Stadt versucht die privaten Grundstückseigentümer zum Verkauf der dafür notwendigen Flächen zu bewegen. Hier sind die betroffenen Berkersheimer gefordert an das Allgemeinwohl zu denken!
Bleibt nur noch die Frage, warum für S-Bahnnutzer, Radfahrer und Spaziergänger einen sehr langen Tunnel und noch dazu 3 Aufzüge gebraucht werden. Kann man an der Süd- und an der Nordseite nicht einfach nur Treppen und Aufzüge installieren? Dann könnten die Fahrradfahrer den Aufzug nutzen. Um einen Krötentunnel - wie z.B. am S-Bahnhof Frankfurter Berg - zu vermeiden, sollte der Tunnel breiter und die Öffnungen größer gebaut werden.
Warum wird der Wunsch sehr vieler Bürger nach einer Brücke abgelehnt? Ist die Brücke wirklich so viel teuerer?Viele Fragen sind noch offen. Die lange Diskussion und die vielen anwesenden Bürger zeigen das große Interesse der Berkersheimer. Vermutlich ist das letzte Wort in dieser Sache noch lange nicht gesprochen.

Sonntag, 20. Mai 2007

Frühschoppen bei der Freiwilligen Feuerwehr Berkersheim

(20.05.07) Die Freiwillige Feuerwehr Berkersheim ist offenbar klein, aber sehr, sehr fein. Kaum daß wir als "Außenseiter" erkannt sind, hat uns der Wehrführer beim Wickel und macht die "Schloßführung" mit uns. Die bringt im wesentlichen zwei Erkenntnisse: Erstens ist das Gebäude, so schmuck es auch aussehen mag, wohl nicht für alle Belange einer freiwilligen Feuerwehr geeignet (keine Lagermöglichkeiten in der Fahrzeughalle, schlecht beheizbar, sehr enger Spindraum, ...), aber andererseits haben sich die Feuerwehrkameraden den Laden durch eigener Hände Arbeit sehr nett hergerichtet. Da gibt es z.B. einen Schulungsraum, der neben einer Leinwand und einem Beamer auch eine kleine Küche und eine Theke enthält - da wird die Beteiligung an so mancher Schulung sehr gut sein ... Auch sonst macht die Anlage einen sehr adretten Eindruck, was bei 29 Mitgliedern der Einsatzabteilung keine Selbstverständlichkeit ist.
Im Gespräch, unter anderem mit dem stellvertretenden Stadtbrandinspektor - wir sollten uns auch mal so tolle Titel ausdenken - kommt heraus, daß eines der wesentlichen Probleme der freiwilligen Feuerwehren die Abstimmung mit der Berufsfeuerwehr zu sein scheint. Nicht das man sich nicht mag, und nicht daß man sich nicht kennt, eher im Gegenteil. Aber in einer Stadt wie Frankfurt, in der ein sehr hohes Niveau des professionellen Brandschutzes gepflegt wird, ist die Frage wohl immer, worin genau jetzt noch die Aufgaben der freiwilligen Feuerwehren bestehen und es bedarf da immer wieder der genauen Feinabstimmung, um einerseits die freiwilligen Feuerwehren nicht zu reinen Zuschauern und Hilfskräften verkommen zu lassen, sie andererseits aber auch nicht zu billigen Ersatzkräften der Berufsfeuerwehren werden zu lassen. Schließlich hören wir auch, daß die Freiwillige Feuerwehr Berkersheim in den letzten Jahren durchaus schon bis zu 15 Mal im Jahr in den Einsatz gerufen wurde - häufig jedoch ohne tatsächlich zum Einsatz zu kommen, z.B. weil schon andere Kräfte schneller vor Ort waren.
Was allenthalben zu hören ist, ist das sich die Freiwilligen Feuerwehren im Großen und Ganzen von allen politischen Parteien Ernst genommen und unterstützt fühlen. Gewiss: Es gibt immer etwas, daß man gerne noch mehr hätte - im Falle der Freiwilligen Feuerwehr Berkersheim einen Wetterschutz für die empfindliche Zutrittsberechtigunganlage und einen zweiten Industriestaubsauger, der sich auch zum Auspumpen von Kellern eignet - aber ganz laut wird nicht gemurrt und das auch ein Boris Rhein keinen Dukatenesel im Keller hat, wird anerkannt.

Freiwillige Feuerwehr Berkersheim

Donnerstag, 17. Mai 2007

10 Jahre TMCR

(17.05.07) Auf den Tag genau vor 10 Jahren wurde der TMCR gegründet - woher das Personal dafür kam und unter welchen Umständen es zur Gründung kam, darüber schweigt des Sängers Höflichkeit. Nach Aussage des damaligen und heutigen Vorsitzenden, Norbert Roth, hatte es kein Karnevalsverein werden sollen, sondern ein Musik- und Tanzverein. Aber wie ein Laudator heute auf der Feier des 10-jährigen Bestehens ganz recht bemerkte, gibt es wohl kaum einen Musik- und Tanzverein, der so viele Karnevalsorden verteilt, wie der TMCR ...
Wie auch immer, 10 Jahre hat der TMCR hinter sich gebracht und es mag den einen oder anderen geben, der nicht geglaubt hätte, daß er es überhaupt so weit bringt. Allerdings ist der Vereinsvorsitzende auch ehrlich genug, zuzugeben, daß es nur noch 11 aktive und 16 passive Mitglieder sind, die dem Verein angehören, daß es aber immerhin stolze 32 Senatoren gibt!
Ein neuer musikalischer Leiter wird ebenso gesucht, wie Mädels, die die Ein-Personen-Garde wieder auffüllen.
Alle Laudatoren und Grußwort-Sprecher bekommen den "10-jährigen Ehrenorden" wie ihn Norbert Roth nennt - nehmen wir einmal wohlwollend an, daß es sich um einen Orden handelt, der an das zehnjährige Bestehen des Vereines erinnert und nicht um ein völlig veraltetes Produkt der Zinngießerzunft - und alle loben Sie die ehrenamtliche Arbeit, die im Verein geleistet wird. Ob Sie wohl wissen, daß die Gattin des Vereinsvorsitzenden seit morgens 3:00 Uhr auf den Beinen war, um das Buffet zu richten?

TMCR

Sonntag, 13. Mai 2007

Eckenline

(12.05.07) Alle Jahre wieder kommt nicht nur das Christuskind, sondern auch die Eckenline, das Eckenheimer Straßenfest. Aber während das Christuskind einer seit ein paar Jahrhunderten unveränderten Ikonographie unterliegt, verändert die Eckenline doch von Jahr zu Jahr das Aussehen - und das leider nicht zu ihrem Vorteil. Da wird das Haar doch sehr schütter, sprich: Es klaffen deutliche Lücken in der Belegung der Eckenheimer Landstraße. Das wiederum ist für ein Straßenfest tödlich, das sieht nach Leere, nach Desinteresse und nach Langeweile aus. Das ist wie mit einer Kneipe: Wenn die voll ist, wollen immer noch mehr Leute rein, wenn sie leer ist, kommt auch keiner herein.
Nun gibt es ja immer wieder zahlreiche Stimmen, die die Ursache für den zu geringen Zuspruch der Eckenline kennen wollen: "Das Wetter ist zu gut, die Leute machen Ausflüge.", "Das Wetter ist zu schlecht, die Leute gehen nicht vor die Tür.", "Der Kleingartenverein macht ein Grillfest.", "Die Bundesliga tritt in die entscheidende Phase, Frankfurt kämpft um den Klassenerhalt.". In diesem Jahr wurde natürlich folgerichtig das Wolkenkratzerfestival in der Innenstadt als Buhmann ausgemacht.
Ich bin mir da nicht so sicher, ob diese Analyse stimmt, oder ob wir es nicht doch mit einem allgemeineren Phänomen zu tun haben. Im Vorbeigehen habe ich von jemandem, der die Eckenline nicht besucht hat, gehört: "Die Eckenline ist doch kein Straßenfest, das ist doch nur ein reines Vereinsfest!". Ich habe mich gefragt: "Ja, was denn sonst?" Wer soll denn so ein Fest tragen, wenn nicht die Vereine und Vereinigungen? Sollen die zahlreichen Eckenheimer Autohäuser ihre neuesten Modelle vorführen oder wird eher ein Jahrmarkt mit der weltgrößten mobilen Achterbahn erwartet? Ich fürchte, daß die Menschen mittlerweile ein so hohes Unterhaltungsniveau gewohnt sind, wie es sich mit ehrenamtlicher Arbeit nicht erreichen läßt - und wie man am langsamen Tod des Musikfestes des TMCR sieht, finden ja nicht einmal mehr die eher professionellen Veranstaltungen den nötigen Zuspruch, wenn sie nicht groß genug sind.
Wenn sich die Menschen nicht mehr so in ihren Stadtteilen verwurzelt fühlen, wie das früher - auch der Not gehorchend - der Fall war, dann haben lokale Straßenfeste keine Zukunft. Die Frage ist, was an ihre Stelle tritt und was wir an lokaler Kultur mit ihnen verlieren?

Donnerstag, 10. Mai 2007

MIT-Frankfurt wählt neuen Vorstand

(09.05.07) Was passiert eigentlich auf der Jahreshauptversammlung der Mittelstandsvereinigung (MIT) in Frankfurt? Antwort: Das gleiche wie bei allen anderen Vereinen. Feststellung der ordnungsgemäßen Ladung, Wahl eines Versammlungsleiters, Berichte, Entlastung des Kreisvorstands und Neuwahlen.
Bemerkenswert ist das Ergebnis für den Kreisvorsitzenden Joachim Gres: einstimmig! keine Enthaltungen. keine Gegenstimmen.
Es überrascht nicht wirklich, daß es im Vorstand nur einen Neuzugang gibt und ansonsten alle anderen auch im vorherigen Vorstand das gleiche Amt inne hatten. Es hatten sich auch keine weiteren Kandidaten gemeldet und so wurden alle Bewerber ebenfalls mit deutlicher Mehrheit gewählt. Bei den Konservativen - wie die MIT auch manchmal innerhalb der CDU genannten wird - gab es an diesem Abend keine Überraschungen...